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Hospital Havoc (DSiWare)
Simulationen gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer und man hat schon regelrecht den Eindruck, dass es nichts gibt, was noch nicht simuliert wurde. Von der (zumindest in unserer Mag'64-Redaktion) legendären Agenten-Simulation, "Mission Impossible", bis hin zum Gottvater des Genres, "Sim City", darf man in alle möglichen Szenarien schlüpfen. "Hospital Havoc" bildet nun den stressigen Alltag eines Arztes in einem Krankenzimmer nach.

Das Ziel des Spiels ist recht einfach gestellt: Jeder Patient muss den Klinikaufenthalt überleben. Aber wie sooft ist dies leichter gesagt als getan, denn die Schutzbefohlenen sind äußerst anspruchsvoll. Jedoch muss man sich als angehender Halbgott in Weiß, zumindest zu Spielbeginn, noch keine allzu großen Gedanken machen. Die Grundlagen der allgemeinen und speziellen Pflege werden nach und nach im Laufe der fünf Tutorials vermittelt. Im Karriere- und Endlos-Modus hat man nun mehr als genug Zeit, diese dann anzuwenden, zu verinnerlichen und zu optimieren.

Die 17 Krankheitssymptome erfordern zwar grundsätzlich das gleiche Vorgehen, doch bei schwerwiegenderen Fällen wird der Einsatz von lebenserhaltenden Maßnahmen wie Fernsehern und EKGs nötig. Auf diese Weise hat man etwas mehr Zeit seiner Routine nachzukommen. Diese besteht im Wesentlichen aus dem Zuweisen der Betten, der Diagnose, der Dokumentation, der Beschaffung der Medis, deren Verabreichung und im Idealfall der Entlassung der Patienten und dem Dirigieren der Krankenschwester.

Zu Beginn des Spiels mit nur einem einzigen zu betreuenden Bett ist das Alles noch ganz gemütlich, doch mit steigendem Level werden auch die Betten im Krankenzimmer mehr. Somit wird durch den anziehenden Schwierigkeitsgrad ein perfektionierter Ablauf essentiell, um das Wegsterben der Schäfchen zu verhindern. Und um ein Höchstmaß an Punkten zu erreichen, sollten dabei stets höchste Hygienestandards eingehalten werden, während man gleiche Handgriffe nacheinander ausführen sollte.

Das Spiel lebt vor allem von der mit der Zeit aufkommenden Hektik sowie den sehr gut auf den Schwierigkeitsgrad abgestimmten Punktelimits, die es zum erfolgreichen Abschließen eines Levels zu erreichen gilt. Was jedoch auf Dauer ziemlich nervt, sind die Patientenlaute. Der ständige Lärmpegel aus "I feel sick" oder "Headache" ist ein echter Abturner.

Fazit:
"Hospital Havoc" mag vielleicht weder durch gute Optik oder guten Sound auffallen, hat aber ein so bestechend einfaches Spielprinzip, dass man ihm sofort erlegen ist. Auch wenn Aufmachung und Präsentation für verwöhnte Spieler eher abstoßend wirken, so kann man aber grundsätzlich mit dem Download nicht viel verkehrt machen, sofern man natürlich ein Faible für derartige Spiele hat. (Michi)

Pluspunkte:
+ Süchtigmachendes Spielprinzip
+ Gute Lern- und Schwierigkeitskurve
+ Halbwegs authentisches Szenario

Minuspunkte:
- Abstoßende Optik
- Nervende Soundeffekte

Note:
Einzelspieler: 6,5

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 500 Nintendo Punkte

news@mag64.de (15.05.2011)

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