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Fieldrunners (DSiWare)
Die DSiWare hat in ihrem Sortiment einige Genres, von denen es überdurchschnittlich viele Vertreter gibt. Neben den schier unzähligen Puzzlern, unter deren Rubrik auch die zahllosen Sudoku-Versoftungen fallen, gibt es auch erstaunlich viele Tower Defense-Spiele. Letzteres bekam weiteren Nachwuchs aus dem Hause Subatomic Studios: "Fieldrunners"

Der Titel beschreitet in seinem Segment im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege: Anders als sonst, errichtet man seine Verteidigungstürme nicht entlang bereits vorgegebener Wegstrecken, sondern findet eine gänzlich leere Karte vor. Die feindlichen Einheiten strömen aus verschiedenen Eingängen, um sich auf dem direktesten Weg zum jeweiligen Ausgang zu bewegen. Als Spieler muss man nun die gegnerischen Truppen durch das Platzieren der Verteidigungsanlagen so umlenken, dass sie möglicht lang deren Beschuss ausgesetzt sind, um nicht lebend ans Ziel zu kommen. Auch wenn dies anfänglich etwas irritierend sein mag, eröffnen sich so scheinbar endlose taktische Möglichkeiten, die deutlich über das bisher übliche Maß ähnlicher DSiWare-Spiele hinausgeht.

Jede der fünf Karten bietet eine andere Anzahl an Ein- und Ausgängen, so dass das finden des (oft nur kurzfristig) perfekten Irrgartens für die 100 (!) Angriffswellen eines Levels stets aufs Neue eine Herausforderung ist. Diese sollte man auch versuchen zu meistern, denn in jedem Level lassen sich durch das Überleben bestimmter Wellen besondere Features freischalten. Minimalisten begnügen sich mit dem Abwehren von 50 Phasen, um das nächste Level zu erreichen. Ab 75 darf man die Spielgeschwindigkeit modifizieren, und sobald man die letzte der 100 Wellen überstanden hat, erhält man Zugriff auf den erweiterten- und Endlosmodus.

Im normalen Modus umfasst das Standard-Verteidigungsarsenal jeweils vier verschiedene Geschütztürme wie beispielsweise den klassischen Maschinengewehr-Turm oder den Raketenwerfer. Wirklich unkonventionelle Maßnahmen wie Laser, die über die gesamte Karte feuern oder kälte-basierende Verlangsamer erhält man in den erweiterten Versionen einer Karte. Das volle Arsenal jedoch ist in keiner enthalten, da man maximal auf sechs vorgegebene der insgesamt acht Anlagen zurückgreifen darf.

Selbst verdiente Strategen werden mit "Fieldrunners" ihre wahre Freude haben. Sein ungewöhnlicher Ansatz bietet enormes Langzeit-Spielspaß-Potenzial, dem man schnell erlegen ist. Das Austüfteln neuer und effektiverer "Irrgärten des Todes" verliert dank Endlosmodus, Waffenupgrades und dreier Schwierigkeitsgrade nichts von seinem Reiz, selbst beim x-ten Anlauf. Leider haben es die Online-Features wie die Lead-Boards von der iPhone-App nicht in die DSiWare-Version geschafft, was ein gewisser Dämpfer ist.

Fazit:
Mit "Fieldrunners" ist für auch die DSiWare ein kleines Genre-Juwel erhältlich, dass sich kein Stratege entgehen lassen sollte. Anfänger, Fortgeschrittene und Profis gleichermaßen finden hier dank der drei sehr ausgewogenen Schwierigkeitsgrade eine passende Herausforderung, die für stundenlange Motivation sorgen wird. Die Perfektion wäre natürlich der fehlende Online-Support, der nicht für den DSi erhältlich ist. Doch auch so macht das Jagen des eigenen Highscores enormen Spaß. Kurzum: die 500 Punkte beziehungsweise 5 Euro könnten für jemanden mit einer Affinität für derartige Spiele nicht besser investiert sein. (Michi)

Pluspunkte:
+ Unendliche strategische Möglichkeiten
+ Erweiterter- und Endlosmodus
+ Exzellentes Preis/Leistungs-Verhältnis
+ Hervorragende Langzeitmotivation

Minuspunkte:
- Kein Online-Support
- "Nur" 5 Karten

Note:
Einzelspieler: 9,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 500 Nintendo Punkte

news@mag64.de (23.12.2010)

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