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Monster Lair (Virtual Console | TurboGrafx 16)
„Wonder Boy“, Segas ehemaliges Maskottchen, kann auf eine bunte Palette an Abenteuren zurückblicken, die über die Virtual Console erhältlich sind. Da gibt es unter anderem den Klassiker „Wonder Boy“, „Wonder Boy in Monster Land“, „Wonder Boy in Monster World“ (geradezu innovativ, nicht wahr?) und „Wonder Boy III: Monster Lair“. Von letzterem existiert auch eine TurboGrafx-Version mit dem verkürzten Namen „Monster Lair“. Ob diese dem exzellenten Ruf der Wonder Boy-Serie gerecht wird, lest ihr in unserem nun folgenden Testbericht.

Wir alle kennen das traditionelle Wonder-Boy-Gameplay, das in den meisten Titeln der Serie zum Einsatz kommt: Ein wenig Laufen, hier und da in ein Gebäude eintreten um einen Plausch zu halten oder ein paar Items abzugreifen, im weiteren Levelverlauf ein paar Gegner mit gezielten Schwerthieben/Magiesprüchen niederstrecken und schließlich den jeweiligen Endboss ins Himmelreich schicken. Bewährte Action-Adventure-Kost, wie sie seit jeher geschätzt und geliebt wird. „Langweilig“, dachten sich damals wohl die Mannen vom Entwickler Westone und krempelten das Ganze gehörig um: Das Ergebnis ist ein belangloses Abenteuer, in dem die Protagonisten Adam und Laura das Land von einigen hartnäckigen Monstern befreien müssen. Jedes Level besteht dabei aus einem Action-Platformer-Teil und einer anschließenden Shoot’em-Up-Einlage. Vorweg: Warum auch immer sie diese beiden Genres in ein Spiel integriert haben, sie hätten es besser lassen sollen. Die Levelgestaltung erweist sich zwar als quietschbunt-fröhlich und auch die Musik ist recht fetzig ausgefallen, jedoch leidet das Spiel unter zwei grundlegenden Problemen: Erstens ist der Schwierigkeitsgrad der Shooterpassagen (auch im Vergleich zum restlichen Gameplay) dermaßen hoch, wie man ihn bei einem solch farbenfrohen und kindlich orientierten Spiel nicht erwarten würde. Dies wäre auch noch zu verschmerzen, wenn der Spielablauf nicht derart monoton ausgefallen wäre. Jedes Level setzt euch stur erst einen simplen Allerwelts-Jump’n’Run-Abschnitt vor, gefolgt von einem knüppelharten Ausflug ins Shooter-Genre. Dieses Prozedere läuft so 14-mal vor euren Augen ab, bis ihr die Welt entweder von den Monstern befreit oder schon vorher die Konsole vor Langeweile ausgeschaltet habt.

Wie bereits erwähnt, kann die Grafik mit ihrer schicken Aufmachung und den lustig animierten Gegnern durchaus punkten. Der motivationsanregende Sound treibt das Spielgeschehen ebenfalls gut voran und stellt noch einen der besseren Aspekte dieses Wonder Boy-Verschnitts dar. So recht überspringen will der Funke dann aber nicht, denn jedes Level bietet im Grunde das Gleiche und Abwechslung ist hier ein Fremdwort. Gnadenlos folgt der eine belanglose Abschnitt auf den nächsten, dazwischen gibt’s „Gradius für Arme“. Da helfen weder die verschiedenen „Power-Boost-Waffen“, die nach dem Einsammeln für sehn Sekunden ihre Kräfte entfalten, noch der existierende Koop-Modus, bei dem man sich nun gemeinsam langweilen darf.

Fazit:
Echt schade, dass die TurboGrafx-Adaption von „Wonder Boy III: Monster Lair“ nicht so vorbildlich ausgefallen ist wie die von dem Mega Drive-Titel „Wonder Boy in Monster World“ namens „The Dynastic Hero“. Angesichts der Tatsache, dass die beiden Genres so einfach nicht zusammenpassen und „Monster Lair“ unheimlich viel Monotonie offenbart, solltet ihr eure Wii-Punkte lieber in das bessere „The Dynastic Hero“ oder beispielsweise in „Wonder Boy in Monster Land“ investieren, das zudem mit nur 500 Wii-Punkten zu Buche schlägt. (Niklas)

Pluspunkte:
+ bunte Grafik
+ peppige Musik

Minuspunkte:
- unglaublich monoton
- Genres passen einfach nicht zueinander
- Shooter-Teil sehr schwer

Wertung:
Einzelspieler: 5,0
Mehrspieler: 5,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 800 Nintendo Punkte

news@mag64.de (04.06.2010)

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