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Bubble Bobble (Virtual Console | NES)
Nachdem Taito im Jahre 1986 durch die Veröffentlichung des Spielautomaten „Bubble Bobble“ mit den liebenswürdigen Hauptdarstellern Bub und Bob, zwei zuckersüß animierten Drachen, das große „Seifenblasenfieber“ entfacht hatte, folgte im Jahre 1990 die Umsetzung des Geschicklichkeitsspiels für das NES.

In insgesamt 100 Levels müssen sich die beiden Tierchen den gegnerischen Feinden stellen, um ihre entführten Freundinnen (ihr seht schon, es ist mal wieder die „Standard-Hintergrundgeschichte“…) zu befreien. Dabei nutzt unser Helden-Paar seine Fähigkeit, Seifenblasen zu produzieren und Gegner darin einzuschließen. Wird besagte Blase dann nochmals berührt, schwirrt sie herum, bis sie zerplatzt und daraufhin ein punktebringendes Extra offenbart, beispielsweise in Form eines Apfels, einer Banane oder ähnlichem. Sind alle Gegner in einem Level dem Erdboden gleich gemacht, geht es auch schon weiter in den nächsten Abschnitt. Wie sich unschwer erahnen lässt, ist das ganze Spiel sehr klassisch aufgebaut: Während die Levels zu Beginn mit simplen Plattformkonstruktionen und leicht dämlichen Gegnertypen die Nerven eines Videospielers kaum strapazieren, kann man in späteren Stages bei verwinkelten Ebenen und blitzartig herumwuselnden Feinden durchaus ins Schwitzen geraten. Und damit alles nicht zu eintönig wird, kommen im Spielverlauf noch spezielle Power-Ups wie Feuerblasen, Bomben oder die „Kreuze der Macht“ (mit denen „auf einen Schlag“ besonders viele Feinde besiegt werden können) hinzu.

Dass man es hier mit einem waschechten Retro-Spiel zu tun hat, wird einem spätestens beim Thema „Speichern“ klar: Das funktioniert hier nämlich nur mit speziellen Passwörtern, durch deren Eingabe man später an der entsprechenden Stelle wieder ins Spiel einsteigen kann. Apropos „einsteigen“: Spielt man das Spiel alleine, kann jederzeit ein zweiter Spieler einsteigen, indem man das Spiel pausiert und dem neuen Teamkameraden ein paar seiner Leben abgibt. Diese Funktion ist prinzipiell auch eine tolle Sache, jedoch gerät sie durch das „Übertragen“ der Leben unnötig kompliziert: Wäre es doch viel einfacher, wenn der neue Mitspieler einfach mit einer festgelegten Anzahl an Leben ausgestattet werden würde. Sei es drum: „Bubble Bobble“ macht mit einem menschlichen Mitspieler zusammen eine Menge Spaß; Gegner gemeinsam in Seifenblasen zu verfrachten und so auf Punktejagd zu gehen, ist im Team eben noch mal ein Quäntchen spaßiger als alleine.

Audiovisuell bekommt man bei „Bubble Bobble“, auch an damaligen Verhältnissen gemessen, eher solide Standardkost geboten: Nett animierte Figuren vor zugegebenermaßen ziemlich kargen Hintergründen (immer nur schwarz, schwarz, schwarz…) kombiniert mit fröhlicher und unbeschwerter Dudel-Musik. Man merkt hier einfach, dass es sich um die Umsetzung eines Automaten-Spiels handelt. Und die Programmierer von Taito hielten es damals wohl nicht für nötig, das Spiel durch ein paar technische Feinheiten oder Veränderungen abzuwandeln. So gibt es auch nur einen richtigen Spielmodus, der eben daraus besteht, möglichst viele Punkte zu sammeln und den nächsten Highscore aufzustellen.

Fazit:
Aus heutiger Sicht wirkt „Bubble Bobble“ vielleicht etwas altbacken und antiquiert. Wer sich dieses Spiel herunterlädt, weiß jedoch, worauf er sich einlässt: Und zwar auf einen kurzweiligen Geschicklichkeitstitel, der vor allem zu zweit Freude bereitet und zwischendurch immer wieder für eine Runde gut ist. Zudem verfügt dieser Klassiker über einen gewissen „Originalitätsbonus“ (es ist eben „Bubble Bobble“), dessen Charme gerade Nostalgiker erliegen werden. Die stören sich auch nicht an den detailarmen Hintergründen und dem Passwort-System. (Niklas)

Pluspunkte:
+ guter Zwei-Spieler-Modus
+ Originalitätsbonus
+ nettes Spiel "für zwischendurch"
+ liebenswürdige Charaktere
+ hohe Levelanzahl

Minuspunkte:
- grafisch etwas karg
- Passwort-System

Wertung:
Einzelspieler: 7,0
Mehrspieler: 8,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 500 Nintendo Punkte

news@mag64.de (30.01.2009)

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