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Pokemon Puzzle League (Virtual Console | N64)
Im Zuge des damaligen Pokemon-Hypes erschien im Jahr 2000 für den Nintendo 64 eine an die Thematik angepasste Version des beliebten Knobelspieles „Puzzle League“, auch unter dem Namen Panel de Pon oder Tetris Attack bekannt.

Nach der „trashig-genialen“ Videosequenz am Anfang mit dem altbekannten Muster (Professor Eich berichtet Ash von einem neuen Abenteuer und der Junge aus Alabastia ist natürlich sofort begeistert, weil er ja sowieso nix besseres zu tun hat) findet man sich im „Puzzle-Village“ wieder. Dies fungiert als eine Art Übersichtskarte, auf der man die verschiedenen Orte besuchen kann, die für die verschiedenen Modi stehen. Und von denen bietet der Titel für ein Puzzlespiel nicht gerade wenige: Ganze sieben verschiedene Spielarten warten darauf, von euch entdeckt zu werden. Doch bevor man sich vorschnell ins Abenteuer stürzt, sollte man Professor Eichs Labor einen Besuch abstatten. Im Refugium des Pokemon-Experten wird euch nämlich zunächst einmal erklärt, wie man spielt. Das Spielprinzip gestaltet sich als leicht zu erlernen, jedoch schwer zu meistern: Auf dem Puzzle-Bildschirm rutschen von unten regelmäßig Reihen mit neuen, bunten Steinchen nach. Eure Aufgabe ist es nun, diese so zu verschieben, dass (sowohl horizontale als auch vertikale) Reihen mit mindestens drei gleichfarbigen Steinchen entstehen, die sich dann auch sogleich punktebringend auflösen. Für besonders lange Aneinanderreihungen oder Kettenreaktionen winken Extrapunkte. Ist man jedoch zu langsam und der Bildschirm füllt sich unaufhörlich bis zum oberen Rand mit den Puzzleblöcken, wird euch leider das wohlbekannte „Game Over“ einen Gruß entgegenbringen.

Nun aber ein kleiner Rundgang durch das Puzzle-Village: Neben dem bereits erwähnten Labor gibt es noch ein Pokemon-Center (das Options-Menü, in dem diverse Einstellungen vorgenommen werden können), den Marathon (der obligatorische Endlos-Modus ohne Zeitlimit), das Maniac Mansion (eine Art Übungsmodus, bei dem man sowohl Demonstrationen von bestimmten Feinheiten zu sehen bekommt, als auch selbst seine Puzzlefähigkeiten verbessern kann), die Zeitzone (das klassische Zeitspiel, welches mit vielen Einstellungen dem jeweiligen Können angepasst werden kann), das Kurbad (das Zeitlinienspiel, bei dem man alle Steine in einer vorgegebenen Zeit bis zu einer bestimmten Linie auflösen muss), die Puzzle-Universität (hier warten zunehmend schwerer werdende Puzzle-Rätsel darauf gelöst zu werden), das Zweispieler-Duell (wie der Name schon vermuten lässt ein typischer Duell-Modus für zwei Spieler, der übrigens sehr spaßig ist und spielerisch abläuft wie die CPU-Duelle im Einzelspieler-Stadion)und schließlich noch das Einzelspieler-Stadion, das Herzstück des Spieles. Hier nimmt man die Rolle von Ash ein und stellt sich auf insgesamt elf Spielstufen je einem Herausforderer, wobei man auch auf einige Bekannte wie Rocko, Misty und natürlich auch das Team Rocket trifft. Vor jedem Duell wählen beide Spielfiguren je ein Pokemon, was jedoch keinen Einfluss auf den Spielablauf hat, sondern eher grafischen Zwecken dient, da das gewählte Taschenmonster nebst Trainer im Hintergrund als Artwork zu sehen ist. Auf der linken Seite seht ihr nun euren eigenen Puzzle-Bildschirm, rechts daneben den eures Gegners. Bei dem eigentlichen Duell geht es nun darum, möglichst viele gute Puzzleaktionen zu fabrizieren: Löst man beispielsweise eine besonders lange Kette von gleichfarbigen Steinen auf der eigenen Seite auf, fällt dem Gegner ein übergroßer und nur schwer aufzulösender Block in seinen Puzzle-Bildschirm, der sich dadurch mehr und mehr füllt. Habt ihr es als erstes geschafft, den Puzzle-Bildschirm eures Gegners zur „Überfüllung“ zu bringen, geht ihr als Sieger hervor und bekommt von eurem Kontrahenten einen Orden verliehen. Nach diesem Schema kämpft man sich bis zum „Puzzle-Meister“ vor, um selbigem seinen Titel streitig zu machen.

Für ein N64-Spiel zeigt sich die Knobelei technisch solide: Man darf hier zwar keine Bombast-Grafik erwarten, denn diese ist eher zweckmäßig: Simpel gestrickt, jedoch auch schön bunt und mit vielen abwechslungsreichen Hintergründen im Pokemon-Stil versehen, so wie es bei einem guten Puzzle-Spiel auch sein sollte. Musikalisch werden viele beschwingte und unbeschwerte Melodien aus dem Pokemon-Universum geboten, die durchaus Ohrwurm-Qualitäten besitzen und sich dem Spielgeschehen wunderbar anpassen. Etwas störend sind jedoch die Sprachsamples der verschiedenen Charaktere, die sich schon nach kurzer Zeit wiederholen.

Fazit:
Man kann die kleinen Taschenmonster lieben oder hassen, Fakt ist jedoch: Pokemon Puzzle League ist ein fantastisches Puzzlespiel. Eine üppige und motivierende Modi-Auswahl, gepaart mit einer ansprechenden Präsentation nebst einem süchtig machenden Spielprinzip ergeben ein tolles Gesamtpaket. Die damals verkaufstechnisch bedingte „Pokemon-Aufmachung“ macht den Titel dadurch weder besser noch schlechter. Puzzle- und Pokemon-Fanatiker sollten hier unbedingt zuschlagen. Miauz, genau! (Niklas)

Pluspunkte:
+ gelungene Präsentation
+ süchtig machendes Spielprinzip
+ nette Hintergrundmusik
+ vielfältiges Modi-Angebot

Minuspunkte:
- sich wiederholende Sprachsamples

Wertung:
Einzelspieler: 8,5
Mehrspieler: 8,5

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 1000 Nintendo Punkte

news@mag64.de (23.12.2009)

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