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Mr. Driller W (WiiWare)
Nach der Veröffentlichung der Arcade-Version im Jahre 1999 hat die Mister-Driller-Serie von Namco für unzählige andere Systeme (unter anderem auch für den Nintendo DS) eine Umsetzung spendiert bekommen. Nun darf also auch auf der Wii fleißig gebohrt werden.

Das Spielprinzp ist wohlbekannt: Mit einem kleinen Bohrer ausgestattet zerstört man in „Mr. Driller W“ allerlei Gesteinsblöcke, wodurch Hohlräume entstehen und Blöcke von oben nachrutschen. Geraten dabei vier gleichfarbige Blöcke nebeneinander, lösen sie sich auf und der Punktestand schießt dementsprechend in die Höhe. Eine kleine Gemeinheit sind dabei die vereinzelten braunfarbenen Kisten, die etwas zäher sind als die normalen Blöcke (man muss sie nämlich fünfmal „anbohren“ bis sie vollständig eliminiert sind) und beim Zerbröseln zudem auch noch den Luftvorrat der Spielfigur schlagartig um zwanzig Prozent senken. Wobei wir auch schon beim nächsten Problem wären: Um vorzeitig nicht das Zeitliche zu segnen, muss man zwischendurch immer wieder (zuweilen schwer erreichbare) Luftkapseln einsammeln, um den Protagonisten mit Sauerstoff zu versorgen. Über den noch verbleibenden Luftvorrat, sowie den aktuellen Punktestand, die aktuelle Bohrtiefe und die verbleibenden Leben wird man auch jederzeit durch einen (fast schon zu großzügigen) Informationsbalken am rechten Bildschirmrand auf dem Laufenden gehalten

Insgesamt präsentiert sich das Spiel mit seinem bunten und poppigen Design sehr fröhlich und japanophil, wozu auch die vielen Gute-Laune-Melodien im Hintergrund ihren Beitrag leisten. Die Grafik reißt dabei wahrlich keine Bäume aus, sondern präsentiert sich eher zweckmäßig, fängt aber das einfache und leicht zugängliche Spielprinzip perfekt ein. Apropos leicht zugänglich: Einsteigern bietet Mr. Driller ein gutes (englischsprachiges) Tutorial, das die wichtigsten Elemente des Spiels sehr gut erklärt. Des Weiteren kann man zwischen vier verschiedenen Steuervarianten wählen, wobei ein jeder seinen persönlichen Favoriten finden dürfte. Nachdem man sich für einen der Charaktere, deren Palette vom Allrounder über den flinken Buddler bis hin zum robusten Roboter reicht, entschieden hat, steht man vor der Auswahl des Levels. Diese sind nach verschiedenen Ländern betitelt, wobei vom Abstecher in Japans Untergrund bis zum Endlosbuddeln am Nordpol alles vertreten ist. Vor dem Start eines Levels kann man noch zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen, wobei das Ziel auf der leichtesten Stufe schon nach wenigen hundert Metern erreicht ist und es dabei noch recht gemächlich zugeht. Doch je höher der Schwierigkeitsgrad, desto tiefer liegt auch das zu erreichende Ziel und desto entfernter ist auch die Sicht auf das Spielgeschehen. Dies hat wiederum zur Folge, dass Spielsituationen entstehen, in denen man intensiv gefordert wird und schnell entscheiden muss, ob sich bei den jeweiligen Umstände ein eher behutsames und wohlüberlegtes Vorgehen empfiehlt oder ein eher schnelles und risikofreudiges Hindurchschaufeln angebracht ist. Hier entfaltet sich auch das vorhandene Suchtpotenzial des Titels: Zeitweise verfällt man geradezu in einen Rausch und bohrt sich stetig voran in immer niedere Gesteinsschichten.

Sehr schade ist allerdings, dass das Spiel nur einen einzigen Modus bietet. Zusätzliche Herausforderungen oder einen Mehrspielermodus sucht man vergebens. Auch ein Online-Modus fehlt völlig. So bleibt nach dem Freispielen aller Levels und einer zusätzlichen Spielfigur eigentlich nur noch die Jagd nach neuen Highscores der einzige Aspekt, der den Spieler bei Laune hält. Hier hätte man durch etwas mehr Vielfalt für noch mehr Langzeitmotivation und Abwechslung sorgen können.

Fazit:
Der Puzzle-/Geschicklichkeitsmix weiß vor allem durch sein fröhlich-buntes Auftreten und das ebenso einfache wie geniale Spielprinzip zu gefallen. Allerdings bietet das Spiel auf Dauer gesehen etwas zu wenig Abwechslung und Vielfalt, hier wird schmerzlich ein Mehrspieler- und Onlinemodus vermisst. Eingefleischten Puzzlefreunden sei ein Download der Punktehatz dennoch wärmstens empfohlen. (Niklas)

Pluspunkte:
+ bunte und poppige Aufmachung
+ leicht zugängliches Spielprinzip
+ vorhandenes Suchtpotenzial

Minuspunkte:
- nur ein einziger Spielmodus
- etwas großer Informationsbalken

Wertung:
Einzelspieler: 7,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 800 Nintendo Punkte

news@mag64.de (20.11.2009)

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