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SWITCH Super Mario Odyssey
 
 
Super Mario Odyssey - SWITCH
Matthias Engert (19.03.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 45MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-9
MP-MODI: Co-op
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Ach ja, es gibt ja selbst in den Ranglisten eines Redakteurs gewisse Abstufungen. ;-) Wir testen ja alles, wären aber unehrlich, wenn jedes Spiel den gleichen Stellenwert hätte. Denn na klar gibt es die Spiele, die irgendwie über allem thronen, oder auf die man sich natürlich ganz speziell freut. Sei es weil das Spielprinzip einem sehr gefällt, oder wie im Falle des hier vorgestellten Titels, sicherlich eine der Serien ist, die jeden Nintendo Spieler geprägt hat. Vom Kaliber eines Mario Spiels gibt es nicht viele, so dass die Tests dazu eigentlich immer die reinsten Festtage sind. Seit den ersten Ankündigungen zum Switch Ableger Odyssey ging das glaube ich jedem Fan so. Spielerisch, optisch und natürlich klanglich sind die Spiele ja durchzogen von Deja Vu Momenten ohne Ende und man ist dennoch jedes Mal gespannt, was diesen einen neuen Mario Titel nun auszeichnet. Ging mir auch hier nicht anders und die Vorfreude auf den Titel war natürlich riesig. Auch wenn es ja mittlerweile regelrechte Glaubenskriege unter den Fans gibt, welcher Mario Titel nun der Beste sei. Mir persönlich Schnuppe, will ich euch nun auch meine Meinung zum aktuellen Mario Titel darlegen. Einen Test braucht ein Mario Spiel nur selten. Aber übergehen wollen wir ihn ja nun auch nicht. ;-)

Menus und die Story....

Über die Rahmenbedingungen müssen wir uns bei einem reinen Nintendo Inhouse Titel natürlich nicht unterhalten. Hier gibt es die gewohnte Kost und Qualität. Ihr bekommt wie immer ein komplett deutsches Spiel, das einmal mehr ohne Sprachausgabe auskommt. Ausnahmen sind wie immer die markanten Samples. Rein technisch wird der Titel natürlich im gewohnten Switch 5.1 Sound und grafisch in der 1080er Variante präsentiert. Speichertechnisch solltet ihr 45 MB frei haben, um das Savegame anlegen zu können. Kontakt nach Außen gibt es wenn man so will in 2 kleineren Varianten. Zum einen bietet das Spiel einen amiibo Support, der in meinen Augen aber eher seicht daher kommt und als kleiner Bonus angesehen werden kann. Stichwort Kostüme und Hilfen beim Suchen von versteckten Spielinhalten. Aber kein Killer Feature in meinen Augen. Da bieten andere Spiele mehr, ist aber auch kein Kriterium bei einem Spiel wie diesem. Zweite Variante ist ein enthaltener Mehrspieler, den ich ebenfalls eher als Beiwerk ansehe und auch nicht allzu sehr drauf eingehen werde. Später im Spiel kann man so Mario und seine neue Mütze von 2 Spielern separat steuern lassen. Ganz nett, aber mehr auch nicht. Ein paar Zeilen dazu findet ihr im Gameplay Teil aber noch. Mario ist und bleibt einfach eine Einzelspieler Bastion, auch wenn zu einem späteren Zeitpunkt weitere alte Bekannte Einzug halten. Die vergisst man bei Nintendo natürlich nicht. Genauso wenig wie die Story, für die wohl gefühlt immer am wenigsten Entwicklungszeit verwendet wird. ;-) Der reine Spielstart ist hier wieder sehr einfach gehalten. Ihr könnt ein neues Spiel beginnen und später natürlich fortsetzen. Wahlweise könnt ihr neben dem normalen Modus auch wieder eine leidige Hilfe-Version aktivieren. Der goldene Mario lässt grüßen und man gibt dem Spieler hier Unmengen an Tipps im Spiel und wird selbst beim Sturz in Abgründe wieder nach oben geholt. Für die jüngsten Spieler sicherlich in Ordnung, sollte jeder "normale" Mario Crack diesen Modus umgehen.

Die Geschichte des Spiels ist äußerst typisch und alles andere als neu. Eher schon ein neuer Begleiter Marios, der hier in Odyssey seine Premiere feiert. Zunächst spielt sich alles nach dem üblichen Schema ab, dass hier nur etwas anders ausgeschmückt wurde. Wie immer befinden wir uns im Dreigestirn Mario, Bowser und natürlich der bezaubernden Peach. ;-) Das Spiel beginnt über dem Palast des Pilzkönigreichs. Hoch in den Lüften auf einem fliegenden Schiff duellieren sich mal wieder Mario und Bowser. Bowser dabei sehr ungewohnt im Hochzeitskostüm. ;-) Und es sieht direkt mal nicht gut aus für unseren rotbemützten Klempner. Bowser kickt ihn vom Schiff, schnappt sich Peach und fliegt auf seinem Schiff in Richtung Hochzeit. Zu allem Überfluss verliert Mario seine Mütze, die auch noch in tausend Stücke zerfetzt wird, als sie durch den Propeller fliegt. Es sieht also schlecht aus… Aber wir sind in einem Mario Spiel. Es gibt Hoffnung. ;-) Denn die Mützen Überreste werden von einem kleinen fliegenden mysteriösen Wesen aufgefangen, der fliegend unserem Helden hinterherdüst. Kurz darauf findet sich Mario im sogenannten Hutland wieder, der ersten Spielwelt in Odyssey. Hier lernt ihr als Spieler nicht nur Anfänge kennen, sondern auch den kleinen umherfliegenden Racker namens - Cappy. Dessen kleine Schwester wurde ebenfalls von Bowser entführt, so dass sich die beiden zusammentun und von nun an die Odyssey gemeinsam angehen und Bowser das Handwerk legen wollen. Und wie sich zeigen sollte, ist Cappy nicht nur ein Begleiter, sondern auch aktiver Bestandteil des Gameplays. Aber dazu natürlich im Gameplay Teil etwas mehr. Denn hier gibt es so viel nicht mehr zu erzählen. Denn nach dem Vorspann, der euch die Geschichte erzählt, landet ihr wie schon erwähnt in der ersten Spielwelt und los geht die Jagd nach dem weiter davon fliegenden Bowser.

Das Gameplay....

Dabei hat ein Mario Spiel selten so viele Diskussionen angeregt wie Odyssey. Im eigenen Bekanntenkreis mehr als nur einmal Thema, wie bei allen Odyssey Spielern. Denn Odyssey ist eines der Spiele, das all seine Inhalte wirklich erst sehr spät komplett zeigt und damit durchaus viele Spieler eher verwirrt hat. Ich hatte kurz nach dem Release doch viele Gespräche, die oft von einem zu kurzen Mario-Spiel geprägt waren. Auf den ersten Blick haben sie sogar Recht. Sicherlich gehört Odyssey zu den kurzen Mario Spielen, wenn es um den ersten Spieldurchgang geht. Sprich 10-15 Stunden deuten auf ein kurzes Spiel hin. Aber und das hat sich ja dann schnell herumgesprochen, bietet der Titel wesentlich mehr, wenn man es einmal durch hat und denkt es wäre zu Ende. Schon interessant wenn ich auf meiner Switch nach den Profilen der vermeintlichen Nörgler schaue und Spielzeiten von 100 und mehr Stunden sehe. ;-) All das hat natürlich Gründe, die euch der Test auch hier und da erzählen wird. Man muss den Test sicherlich nicht lesen, um eine Entscheidungshilfe zu benötigen. Ein solches Spiel wird Blind gekauft. Man will eigentlich nur wissen, ob der testende Redakteur der gleichen Meinung ist wie man selbst. ;-) Also kümmern wir uns wieder um die eigentlichen Spielinhalte. Sobald ihr als Spieler also die Kontrolle übernehmen könnt, sieht man die ersten Rahmenbedingungen, die in einem Mario Spiel ja nicht ganz unwichtig sind. Zunächst natürlich die Sichtweise, die im gewohnten 3D abläuft. Auch wenn später im Spiel das alte 2D-Gameplay eine überraschend geniale Komponente des Gameplays werden wird. Sprich zu Beginn fühlt sich der Titel wie jeder andere 3D-Mario an. Ihr bewegt den Klempner mit dem linken Stick und könnt mittels des rechten die Kamera beeinflussen.

Ihr habt über die Action-Tasten Zugriff auf alle bekannten und relevanten Aktionen des Rackers. Sei es der normale Sprung, die Stampfattacke oder auch das übliche Kriechen und Rutschen. Was durchaus schnell auffällt, ist das etwas flinkere Handling und Umsetzung der Steuerung an sich. Ging zumindest mir so, was bei allen Aktionen eine leicht andere Herangehensweise erforderte. Da hat sich in meinen Augen Mario schon träger in seinen 3D-Spielen gesteuert. Im Verlauf des Spiels gibt es durchaus auch neue Moves die er drauf hat, die aber durchaus auch oft mit seinem neuen Begleiter Cappy zu tun hat. Allein der Einzug dieses neuen Charakters hat hier eine immense Auswirkung auf das Gameplay. Wer denkt Navi ist wichtig, hat noch kein Cappy mit sich herumgetragen. ;-) Die erste Welt, das Hutland ist dabei auch nur der seichte Anfang für das, was hier noch kommen wird. So dient diese Welt durchaus auch als große Tutorial Umgebung, in der ihr einige der Grundlagen kennenlernt. Nicht minder wichtig in einem Mario Spiel ist das Leben Handling. Das gibt es in dem Sinne hier nicht. Dafür prangt oben rechts eine Herzanzeige mit 3 Balken, die man hier und da im Spiel auf 6 Trefferpunkte upgraden kann. Verliert man mal alle Lebenspunkte, wird man am letzten Rücksetzpunkt neu abgesetzt und zieht euch als Bezahlung 10 Münzen ab. Diese spielen natürlich auch eine große Rolle und sind links oben im Screen zu finden. Wesentlich wichtiger als früher, werden sie begleitet von einer weiteren Münzenanzeige und der natürlich noch wichtigeren Mond-Anzeige. Was früher also die Sterne waren, wird hier über Monde abgedeckt. Neben den bekannten gelben Münzen gibt es in Mario Odyssey in jeder Welt noch eine eigene Währung, die in den dort immer befindlichen speziellen Shops ausgegeben werden können. Und sei es nur für allerlei abgedreht Kostüme des Helden. Das Bezahlsystem hatte noch in keinem Mario Spiel so viel Bedeutung wie hier.

Des Weiteren könnt ihr die Karte der Welt aufrufen, sowie das Pausenmenü. Soweit die sehr einfachen Rahmenbedingungen, die wir nun etwas detaillierter beleuchten wollen. Mit dem Hutland warten im Spiel fest 16 verschiedene Welten, die unter anderem am Ende auch das legendäre Pilz-Königreich bieten und mehr als nur einmal Erinnerungen an den legendären 64er auslösen. Um nun alle Welten erleben zu können, müssen diese freigespielt und erreicht werden. Das geschieht hier nun eben nicht über einen gewohnten Weltenbaum wie früher, sondern mittels des Fortbewegungsmittels, einem Luftschiff mit dem vielsagenden Namen Odyssey. Welch ein Zufall. Dieses Luftschiff braucht die angesprochenen Monde als eine Art Treibstoff, damit man von einer Welt zur nächsten gelangt. In feinster Mario Manier muss der Spieler also in jeder Welt eine gewisse Anzahl dieser Monde erspielen, ehe man mit der Odyssey zu neuen Abenteuern aufbrechen kann. Auch hier kann man die immensen Inhalte des Spiels verdeutlichen. Reden wir anfangs von einstelligen Mengen um das Luftschiff zu "Betanken", so muss man im Spiel knapp 250 davon erspielen um zumindest alles Mal gesehen zu haben. Danach bietet Mario Odyssey genau das was viele Spiele eben nicht bieten. Einen wenn man so will zweiten Durchgang, bei dem sage und schreibe bis zu 1000 Monde im Spiel auf euch warten gefunden zu werden. Und selbst die augenscheinlich 16 Welten sind dann nicht alles, was der Spieler erleben wird.

Von daher ist Mario Odyssey in meinen Augen alles andere, als ein kurzes Spiel. Lasst euch da nix erzählen. Um nun die immer auf's neue benötigten Monde zu erspielen, bedarf es natürlich nun einiger spielerischer Aspekte. Denn auch hier ist das System etwas anders als früher. Denn die Gewichtung bei insgesamt 1000 Monden in einem Spiel ist natürlich eine andere als früher, wo man eine Menge tun musste, um an einen begehrten Stern zu kommen. Das macht Nintendo hier anders. Zwar gibt es auch hier beileibe schwer zu holenden Varianten. Aber und das spricht natürlich auch die ungeduldigen Spieler an, gibt es recht einfach zu erspielende Monde. Hier greift nun neben Marios bekannten Jumper Künsten der neue Held Cappy ein, dessen Fähigkeit das komplette Spielsystem beeinflusst und um einige Facetten bereichert. Cappy als Charakter sitzt auf Marios Kopf und kann in dieser Form als simples Wurfgeschoss benutzt werden. Um Gegenstände zu zerbröseln, Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder um Gegner zu treffen. Die genialste Form ist die Fähigkeit die Kontrolle über ein anderes Wesen zu übernehmen. Gleich zu Beginn wird euch das Prinzip anhand eines simplen Frosches demonstriert. Mario steht vor einer Wand, die er so niemals hinaufkommen könnte. Also wirft man Cappy auf den Frosch und schwupps übernehmt ihr die Kontrolle über den Frosch und steuert ihn wie gewohnt in der 3D-Umgebung. Was kann ein Frosch nun ganz gut? Genau, weit und hoch springen und man schafft dieses Hindernis. Danach kann man jederzeit aus dem Froschkörper raus und agiert wieder als Mario mit Cappy auf dem Kopf. Im Spiel warten Unmengen an Gegnern, über die ihr so Kontrolle übernehmt. Genial empfinde ich da als Beispiel die Kanonen Geschosse. Diese kann man zudem noch steuern in der Luft, überwindet so unter anderem Gräben und zerstört bei Kontakt massive Wände. Oder ihr agiert als Dino und malmt alles in der Gegend um euch herum platt.

Diese Beispiele könnte man ewig lange ausführen und zeigen welche Phantasie die Entwickler haben walten lassen. Egal in welcher Welt man sich befindet, es gibt überall Gegner und Charaktere, die man steuern und übernehmen kann. Die Monde selber erspielt man nun über solche kleinen Dinge, oder erfüllt wie früher diverse Aufgaben, um sie dann in der Luft hängend einzusammeln. Manche kann man über die Shops kaufen, andere wiederum warten nach Kämpfen auf euch. Im ersten Durchgang noch relativ knapp bemessen, was man braucht und was man findet, ist die freie Weltenwahl nach dem ersten Durchspielen ein echtes Killer Feature in Sachen Spaß und Motivation. Zumal im Spiel auch viele Inhalte so angelegt sind, dass man Orte und Objekte im ersten Durchgang sieht, mit denen man nix anfangen oder nie erreichen würde. Glaubt mir, es kommt der Moment, wo viele Fragen in dieser Hinsicht beantwortet werden. So wuselt man zunächst durch die Welten und macht sich auf die Suche nach den Monden. Dabei sind die Welten von gewohnten Umfängen, so dass man keinen Abend braucht, um eine Welt zu durchqueren, aber eben auch nicht wenige Minuten um alles gesehen zu haben. Empfinde ich als genau richtig und kurzweilig. Dazu kommt der Aspekt, dass jede Welt so eine kleine Storyline hat. Sprich man muss einen gewissen Spielfortschritt geschafft haben, ehe sich die Welt teilweise verändert. Sei es in Sachen Tageszeit oder den Wetterverhältnissen. Dann spielt sich eine Welt auch mal anders, weil Wege plötzlich nutzbar sind oder eben nicht. Das verändert viele Orte und man beginnt die Welten oft mehrmals durch durchforsten.

Dem flüssigen Spielablauf sehr zuträglich ist dabei ein perfektes Rücksetz- und vor allem Reisesystem. Denn in einer Welt findet man mehrere der berühmten Fahnen, die als Speicher- und Rücksetzpunkt dienen. Zum einen wenn man mal drauf geht, aber auch um schnell innerhalb einer Welt zu reisen. Spricht ja auch für die Größe der Welten. Man ruft dabei zunächst die Karte auf und kann nun jede dieser Fahnen direkt anklicken und dorthin reisen. Klar dass man so natürlich auch die Spielzeit nach unten schraubt. Aber dennoch ein ganz feines Feature, das man ebenfalls im zweiten Durchgang sehr zu schätzen lernt. Dazwischen ist das Spiel natürlich ein sehr typischer Mario Titel. Reichlich Jumper Action der leichten und schweren Sorte, spezielle kleine Rätsel und Abhängigkeiten, bis hin zu kleinen Racer Einlagen der speziellen Sorte. Dazu gesellen sich nun ein paar Zwischen und Bossgegner, die in meinen Augen einen Tick zu leicht sind. Dienen der eher Unterhaltung, als das man nun ewig dran hängt. Aber und ich wiederhole mich einmal mehr. Im zweiten Durchgang begegnet man allen noch einmal und hat dann deutlich mehr mit ihnen zu tun. ;-) Dazwischen gilt es durch die zig Verwandlungen die vielen spielerischen Feinheiten zu erleben und was man nun eben in einem Jumper alles machen kann. Kann man nur immer wieder betonen, so dass die Innovationsfülle allein mit diesem Feature immens steigt. Wem selbst das nicht reicht und auf die alten 2D Jumper steht, erlebt mit den Abschnitten in dieser grafischen Sichtweise eines der absoluten Highlights im Spiel. Nicht episch lang, dafür aber durchaus sehr häufig eingebaut.

So findet man immer wieder grüne Röhren in der Wand, schlüpft hinein und spielt innerhalb der 3D Umgebung in einem 2D-Abschnitt. Sieht nicht nur ungewöhnlich aus, hat auch spielerisch echt was. Später baut man diese Momente oft sehr passend ein. Dazu kommen Momente, wo man jeden Mario Fan das erleben lässt, was man schon immer genossen hat. Speziell die Wasser Welten, in denen man am Strand und unter Wasser agiert. Lava Umgebungen mit der üblichen "Hitzescheu" des Helden, bis hin zu Mondumgebungen, bei denen die Schwerkraft keine Rolle mehr spielt. Alles Dinge die sich harmonisch aneinanderreihen und den Spieler unterhalten, ohne dass es langweilig wird. Genau die Mischung aus schnellen Erfolgen und langwierigen "Wie mache ich das" Momenten hat man hier sehr gut hinbekommen. Und am Ende bekommt man als Lohn mit dem Pilz-Königreich die Welt, die vor allen den älteren Spielern wie mir sehr gut gefallen wird. Das man hier den guten Yoshi findet, der nicht nur kosmetisch eingebaut ist, sondern auch spielerisch wichtig ist, rundet das Ganze perfekt ab. Danach alle Welten nochmal neu zu erleben, ist eben der Punkt den viele Spieler anfänglich nicht wussten, mittlerweile aber realisiert haben. Kein Wunder das die anfangs erwähnten Diskussionen recht fix verstummt sind. Aktuell hat Nintendo einen weiteren Modus eingebaut, in dem es auch ein Wiedersehen mit Luigi gibt, der die sogenannte Ballonjagd offeriert. Hier könnt ihr wahlweise nach Zeit von anderen Spielern versteckte Ballons suchen und finden, oder selber welche verstecken, an denen sich andere Spieler die Zähne ausbeißen. Damit bekommt man zudem einen Kontakt nach Außen, der durchaus Spekulationen über weitere Updates nährt. Aber auch ohne diese bekommt man mit Odyssey einen absolut genialen Titel, der allein wieder Nächte eures Lebens kosten wird. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch bekommt man mit Odyssey genau das, was man von einem Mario Spiel erwartet. Satte Farben, eine sehr abwechslungsreiche grafische Gestaltung der Welten und vor allem jede Menge kleine Gimmicks. Vor allem die Mimiken vieler Helden, sowie die Situationsabhängigen Animationen der Beteiligten sind herrlich anzuschauen. Dazu sind viele Welten in verschiedene Lichtverhältnisse und Wetterbedingungen gehüllt, die je nach Spielfortschritt geändert werden. Auch das hat was und untermauert die große Abwechslung im Spiel. Egal welche Welt man betritt, sie haben alle ihren eigenen Charme und hier und da echt geniale Momente in Sachen Effektpower und Texturqualität. Highlight sind natürlich die Ecken im Spiel, wo man doch ein wenig mit der Vergangenheit punktet. Man soll ja nicht immer in allen Zeiten schwelgen. Aber allein der erste Kontakt mit dem Pilz-Königreich hatte schon was. Oder Yoshi, den man plötzlich oben auf dem Dach findet. Oder man findet das erste Gemälde, das euch einen Shortcut zu einer anderen Welt offeriert. Oder wie wäre es mit dem unglaublich genialen Wechsel in alte 2D-Zeiten. Diese Momente haben es auch mir ungemein angetan, so dass sich auch dieser Mario beileibe nicht vor seinen legendären Vorgängern verstecken muss. Vieles sieht oder erlebt man oft sogar erst im zweiten Durchgang, oder beim Aktivieren der Würfel, welche die jeweilige Welt nochmals verändern. Das macht den Titel in diesem Bereich aus. Technisch muss man sich keinerlei Sorgen machen. Wer sich mit der gefühlt etwas flinkeren Steuerung und Bewegung angefreundet hat, erlebt hier keinerlei Einbußen.

Auch beim Sound muss man eigentlich keine Wertung vergeben. Die Mischungen aus verschiedenen Stilrichtungen, was die Musiken angeht, sind durchweg gelungen. Das gleiche gilt für die Effekte, die einmal mehr aus der Mischung von Ur-Mario Klängen und vielen neuen Effekten bestehen. Hier kann man eigentlich auch nichts falsch machen. Dazu die Effekte der Umgebung, so dass auch hier kein Grund zur Beanstandung besteht.

Fazit....

Wie so oft bei den großen Nintendo-Titeln, braucht man auch hier eigentlich keinen Test. Odyssey bringt die Spieler einmal mehr in ein Abenteuer, dass alles mitbringt, was ein Mario Spiel auszeichnet. Hier hat man es in meinen Augen sogar sehr gut verstanden, Vergangenheit und Gegenwart wunderbar zu vermischen. Sprich alte Inhalte mit neuen Komponenten zu verbinden. Dazu durchaus auch echte Innovationen, wie die genialen 2D-Abschnitte in den Welten, die mir ungemein gefallen haben. Ebenfalls richtig gemacht hat es Nintendo in Sachen Umfang und Aufgaben Vielfalt. Denn viele Spieler waren anfangs etwas ernüchtert, wie "schnell" man ein Mario Spiel zumindest oberflächlich durchspielen kann. Aber wie ich auch, stellt man fest, dass der zweite Durchgang wenn man so will, mehr als genug Potential bietet auch die 100 Stunden Marke zu knacken. Man will dann eben auch nicht aufhören. Denn alle 1000 Monde zu holen ist zwar ein Ding für sich, aber nicht unmöglich. Und wenn man nur ein paar Stunden in der Woche mal wieder dran sitzt. Das Schaffen dann eben nicht viele Spiele, eine hier so anfangs nicht geglaubte Langzeit-Motivation auf den Bildschirm zu zaubern. Und wer weiß ob Luigis Ballonjagd wirklich das letzte große Update des Spiels war. Was bleibt ist eine wenig überraschende Empfehlung für den Titel, der jede Altersgruppe anspricht und Spaß auf längere Sicht bietet.

 

+ Verbindung Neu und Alt
+ Viel Inhalt auf den 2.Blick
+ Teils geniale Spielideen
+ Excellente Technik/Grafik
+ Gelungene Steuerung
+ Welten Abwechslung
+ Unterhaltsame Boss-Gegner
+ Komplett Deutsch
- 2Player eher Beiwerk
- Seichter amiibo Support

GRAFIK: 91%

SOUND/EFFEKTE: 87%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 94%

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