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SWITCH Super Bomberman R
 
 
Super Bomberman R - SWITCH
Matthias Engert (21.03.2017)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: HexaDrive
GENRE: Puzzle Action
SPIELER: 1-8 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 35 MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
MP-MODI: Online, Lokal, 4-Link
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/720/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Eine neue Konsolen-Generation ist immer eine neue Chance. Sowohl was die Hardware angeht, aber auch in Sachen Software. Etablierte Firmen bekommen weitere Möglichkeiten uns Spieler mit ihren Games zu erfreuen, andere wiederum kommen endlich mal wieder aus der Versenkung hervor. Eines der besten Beispiele dafür ist wohl Super Bomberman R und damit die Firma Konami. Es ist wirklich schon eine ganze Weile her, dass mir das Firmenlogo auf dem Bildschirm entgegengeleuchtet ist. Natürlich durchaus schade, war Konami in Sachen Nintendo Hardware früher ein weitaus häufiger Gast. Hoffe sehr, dass dieser Titel keine Eintagsfliege ist und wir auch in Zukunft wieder mehr aus dem Hause Konami erleben dürfen. Dass sie für ihren Beitrag auf der Switch Bomberman gewählt haben, ist nicht unbedingt überraschend. Denn neben eigenen Serien wie Castlevania, Metal Gear oder einem PES ist der kleine Bomber Dödel aus dem Hause Hudson kein schlechtes Zugpferd, um sich auf der Switch zu präsentieren. Nicht umsonst prangt auch das 33Jahre Jubiläumslogo im Titelbild. Egal ob Alt oder Jung, mit dem Spielprinzip können die meisten Spieler etwas anfangen und gehört wohl zu den zeitlosesten der gesamten Branche. Nun darf also wieder gebombt werden auf der Switch, was wir uns natürlich mal genauer anschauen wollen.

Menus und die Story....

Klar das Konami hier als Publisher auftritt und die Entwicklung an anderer Stelle getätigt wurde. Verantwortlich für die Entwicklung des Switch Titels ist die Softwareschmiede HexaDrive. Was an sich zunächst nichts Schlechtes sein sollte. Denn die Firma aus Osaka ist beileibe keine unbekannte Größe und in Sachen Nintendo für die Umsetzungen von The Wonderful 101 und Wind Waker auf der Wii U verantwortlich. Macht das Ganze aber auch nicht frei von Kritik, die es in Super Bomberman R durchaus gibt. Aber dazu später mehr. Rein technisch kommt der Titel in 720 und 1080p daher und bietet dabei den üblichen 5.1 Sound der Switch. In Sachen Texten komplett Deutsch, soll euch eine englische Sprachausgabe unterhalten, bei der man es aber teilweise etwas zu gut gemeint hat. Klares Highlight auf dem Papier ist der Mehrspieler für bis zu 8 Bomberman-Verrückte, die sowohl Offline wie auch Online gegeneinander antreten können. Auch die Controller Unterstützung ist ideal für einen Titel wie diesen, da sowohl die Joycons als Doppel und Single-Variante benutzt werden können, sowie der Einsatz des Pro Controllers erlaubt ist. Was durchaus nicht ganz unerheblich sein sollte, wie später einige Ausführungen zur Steuerung zeigen werden. Selbst eine Geschichte erlebt der geneigte Bomberman Fan. Hintergrund ist mal wieder der Planet Bomber, auf dem eines Tages alles ein wenig drunter und drüber geht. Zunächst noch gehen die 8 guten Bomber ihrem Tagwerk nach und die Szenerie ist eher auf Humor gemünzt.

Alles ändert sich als sich per Video Botschaft der Imperator Buggler meldet und sich als neuer Herrscher über das Universum ausgibt. Um seinen Plan umzusetzen, hat er die sogenannten 5 Niederträchtigen Bomber an seiner Seite, die im Sternenhimmel Sonnensystem Chaos anrichten sollen. Gesagt getan und sie kapern fix mal die 5 Hauptplaneten des Sonnensystems. Am Ende soll auch Planet Bomber dran glauben müssen. Das geht so natürlich nicht und Bomberman schnappt sich seine Kumpels und ihr dürft nun versuchen die Planeten zurückzuerobern und der Buggler Armee das Fürchten zu leeren. Doch ehe wir uns diesen Schurken widmen, schauen wir uns das Hauptmenu genauer an. 4 Punkte stehen hier zur Auswahl. Neben dem Kampf Modus, wartet ein kompletter Story Modus, der Shop Bereich und der Punkt Sonstige. Dort werden die üblichen Einstellungen abgedeckt, die sich über Sound- und Spracheinstellungen, über das Steuersetup, bis hin zu Kameraoptionen und den Netzwerkeinstellungen erstrecken. Der Shop auf dem Hauptmenu gibt euch die Möglichkeit erspieltes Geld in diverse Gimmicks, oder auch spezielle Spielbretter zu investieren. Mehr ist es hier zunächst nicht und wir können uns zunächst den rein spielerischen Inhalten widmen.

Das Gameplay....

Spielerisch warten auf dem Hauptmenu 2 separat nutzbare Modi auf euch. Der Kampf Modus ist das, was viele Spieler von früher her kennen und definieren die reinen Battle Modi im Spiel, die man wahlweise allein gegen Bots, oder lokal und online gegen andere Spieler nutzen kann. Um diesen Modus kümmern wir uns später. Zunächst soll uns die Story interessieren, die auch den Solospieler anspricht. Auch um diverse finanzielle Erfolge zu feiern, der lohnenswerte Modus. Sehr positiv ist aber dennoch, dass man den Story Modus auch zu zweit spielen kann. Sprich ihr könnt hier mit einem Freund daheim loslegen, um der Buggler Armee das Fürchten zu leeren. Klar dass damit allein die Schwierigkeit eine andere ist, wie man leider allein schnell mitbekommt. ;-) Wollte ihr allein auf Pirsch gehen, dürft ihr euch mit ein paar Vorbereitungen beschäftigen. Zunächst wählt ihr unter 3 Schwierigkeitsgraden, die in meinen Augen recht unglücklich abgestuft sind. Zum einem was die Gegner-KI angeht, vor allem aber die Kosten für spätere Continues, sofern man alle Leben eines Durchgangs mal aufgebraucht hat. Denn immerhin liegen 5 Planeten vor euch, die mit jeweils 10 Stages durchaus den Spieler fordern sollten. Klar dass ihr alle Planeten schön nacheinander spielen müsst. Positiv das man nach jeder Stage Speichern kann und nicht von vorne anfängt, sofern man das Spiel mittendrin beendet. Warten in jeweils 8 Stages Standardaufgaben auf euch, so gilt es in den letzten beiden einen kleinen und einen großen Boss zu besiegen. Auch hier haben es die Entwickler durchaus gut gemeint und zarte Erinnerungen an ein Wonderful 101 kommen hier und da schon hoch. ;-)

Bevor es losgeht, dürft ihr zunächst einen der 8 Bomber Bros. auswählen, was sich aber nicht weiter auf den Spielverlauf auswirkt. Hat hier also eher kosmetischen Charakter. Ihr bekommt einen einstimmenden Kameraflug über die jeweilige Stage und damit das Spielbrett und werdet im Anschluss mit der Aufgabe auf dem Brett vertraut gemacht. Denn nur Gegner plattmachen wäre etwas simpel, und so gibt man euch in regelmäßigen Abständen alternative Ziele an die Hand. Dass man trotzdem Gegner wegbomben darf und muss, versteht sich dabei aber von selbst. ;-) Je nach Schwierigkeitsgrad steht euch eine feste Anzahl an Leben zur Verfügung. Sind diese später einmal aufgebraucht, kann man unendlich Continues nutzen. Zumindest theoretisch! Denn hier kommt einer der besagten unglücklichen Grad Features zum Vorschein. Ihr startet im Spiel an sich mit einem Geldwert von 1400. Verbraucht ihr auf Anfänger alle Leben, kostet ein Continue mit 9 neuen Leben gerade mal 10 Münzen. Schon der Sprung einen Grad höher auf Veteran schlägt dann gleich mal mit 400 zu Buche. Gestehe, dass ich mangels finanzieller Mittel den ersten Komplettdurchgang des Spiels auf Anfänger gespielt habe. Hätte man etwas ausgeglichener gestalten können. Bevor eine Stage startet, bekommt ihr zudem eine Info, welche Items und Upgrades ihr schon erspielt habt. Das sind die üblichen Symbole, die man innerhalb der Bretter einfach einsammelt und seine Fähigkeiten temporär erhöht. Innerhalb eines Planeten nehmt ihr diese immer mit, sobald ihr einen neuen Planeten beginnt, sind diese wieder auf die Anfangswerte reduziert. Klar dass hier natürlich alle bekannten mit dabei sind, die ein Bomberman Fan schon in die Wiege gelegt bekommt.

So gelten auch hier die 3 übergeordneten, die euch auch immer vor und während der Stage angezeigt werden. Zum einen wie viele Felder weit eine eigene Bombenexplosion reicht, wie viele Bomben gleichzeitig ihr legen könnt und welchen Speed-Wert euer Charakter hat. Im Verlauf kommen Spezialeigenschaften dazu, so dass ihr Bomben schieben dürft, werfen und welche Form die eigenen Bomben haben. Nun aber genug der trockenen Materie. Wollen schauen welche Figur Bomberman R spielerisch macht. Kaum in der Stage angekommen, werdet ihr mit der Aufgabe konfrontiert. Zunächst und auch die häufigste Variante ist die Eliminieren von Gegnern, was euch oberhalb im Screen über einen Counter auch angezeigt wird. Der Blickwinkel ist dabei immer gleich schräg über der Stage. Im Verlauf sind diese größer als der Bildausschnitt, so dass natürlich auch der Zoomfaktor immer mal wieder variiert. Es gibt zwar immer mal kleine Probleme, Tiefenverhältnisse und Hindernisse richtig zu deuten, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Vor allem weil alle 5 Welten thematisch sehr verschieden sind. Sobald das Ziel einer Stage erfüllt ist, gilt es einen finalen Teleporter zu erreichen und man gelangt zum nächsten Bereich. Bis dahin gilt es nun das Bomberman Gameplay auszukosten. Zu Beginn seid ihr also arschlangsam, könnt gerademal 1 Bombe legen und habt mit dieser eine Reichweite von 2 Feldern. Da waren sie wieder die 3 Probleme. ;-) Diese Quadrateinteilung der Stages und Wege ist natürlich unverändert. Experimente gibt es hier also keine. Einfachste Variante ist es eine Bombe zu legen, sich selber aus der Schussbahn zu nehmen und einen Gegner mit der vertikal oder horizontal Flammenspur der Bombe zu erledigen. Die Schwierigkeiten beginnen nun natürlich auch mit den baulichen Gegebenheiten.

Auch da ist jede Stage anders, sprich alle 50 unterscheiden sich voneinander. Leider kann man diese später nicht einzeln wählen, was ich sehr schade finde. Erlebbar so nur im Story Modus. Viele Hindernisse kann man wegbröseln um Wege frei zu bomben, oder aber um darunterliegende Items einzusammeln. Gibt dafür allerdings keine Garantie und alle Items erscheinen per Zufall in Sachen Ort und Menge. Es gab Welten da konnte ich nach 2 Stages schon 5 Bomben gleichzeitig legen, war aber weiter lahm unterwegs, in einer anderen Welt war es genau anders herum. Da es keinen Zeitdruck gibt, kann man auch versuchen alle Hindernisse zu zerbröseln, um eventuelle Items darunter zu holen. Ansonsten reicht der letzte Gegner und man könnte schon zur nächsten Stage. Die Gegner selber sind im Story Modus zwar sehr penetrant, aber in Sachen KI äußerst simpel. Wenn man hier haarige Situationen erlebt, hat man sich in meisten Fällen selber hineinmanövriert. ;-) Das liegt aber auch an einem der größten Kritikpunkte im Spiel, der sich auch sehr auf die Wertung auswirkt - die Steuerung an sich. Spielt ihr mit den Joycons und den Sticks oder Tasten, ist diese relativ schwammig oder der Charakter agiert manchmal etwas zeitversetzt, oder noch schlimmer läuft nicht dahin wo er hin soll. Kein Phänomen das durchgängig so ist, aber leider spürbar. Abhilfe schafft in meinen Augen der Pro Controller und das Steuerkreuz dort. Zumindest habe ich sehr schnell darauf umgestellt. Auch dort passiert das, aber nicht so auffällig. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar daran und arrangiert sich damit. Ideal ist es aber nicht, so dass man hier durchaus über einen Patch nachdenken sollte. Im Solo-Spiel mag das immer noch gehen. Später im Mehrspieler, der an sich vieles bietet, sind Tode durch diesen Kritikpunkt äußerst ärgerlich.

Weitere Variante innerhalb der Welten und Stages sind unter anderem die "Geisel-Befreiung". Hier gilt es in den Stages verteilte Opfer Charaktere zu finden, an die Hand zu nehmen und zu einem sicheren Bereich zu führen. Erst wenn das geschafft ist, öffnet sich auch der Teleporter. Oder ihr müsst versteckte Schalter finden, sowie in einer anderen Aufgabe eine gewisse Zeit einfach überleben. Hier sticht kein Modus richtig hervor. Die normalen Varianten mit dem Zerbröseln der Gegner reichen eigentlich auch aus um Spaß zu haben. Einen regelrechten Quantensprung in Sachen Gegner KI erlebt man bei den beiden Bossen in Stage 9 und 10 jeder Welt. Egal ob der kleinere, oder das Boss Gegner. Sie agieren wiederum fast perfekt und es ist schwer sie zu fassen. Hier auf Veteran ohne teure Continues durchzukommen ist in meinen Augen sehr schwierig. Wenn dann die Steuerung mal nicht mitspielt erst recht… Auf Anfänger ist der finanzielle Einsatz bei weitem nicht so heftig, so dass man hier darüber hinweg sehen kann. So hat man in gut 5 Stunden alle Planeten erlebt und die entsprechenden Belohnungen erspielt. Auf jeden Fall ist man spielerisch und von der Erfahrung mit dem Gameplay und der Steuerung her halbwegs gut gerüstet, um sich dem Kampf Modus in allen Facetten zu widmen. Das tun wir gleich auch im Mehrspieler Abschnitt, auch wenn man durchaus allein dort seinen Spaß haben kann.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Super Bomberman R kein Spiel, das die Switch ausreizt oder gar an ihre Grenzen bringt. Das gebotene ist vollkommen ausreichend für ein Spiel dieser Art. Gefallen haben durchaus die warmen Farbgestaltungen der einzelnen Stages und die vielen kleinen Effekte, die man überall zu sehen bekommt. Was fürs Auge sind die Boss-Gegner, bei denen mal auch mal in Wonderful 101 Manier Bildschirmfüllend agiert. So bleibt technisch ein guter Eindruck zurück, der wenn durch die Steuerung getrübt wird, was sich wie oben angesprochen leider durch alle Modi zieht. Sehr speziell sind die Sequenzen und die Machart der kleinen Story-Geschichten. Aber nichts was man dem Spiel nun negativ ankreiden könnte. Haften bleiben die thematisch unterschiedlichen Welten und die darin erlebbaren Stages. Das gefällt insgesamt schon und ordnet sich passend in die Bomberman Historie ein.

Beim Sound gibt es schon eher Licht und Schatten. Was die Musik angeht, haben die Entwickler so ziemlich alles drin, was passt, einem gefällt, oder auch tierisch auf die Nerven gehen kann. Manche Planeten werden begleitet von sehr fordernden Rhythmen, andere wieder bieten einen plätschernden Schlummersound. Hier spielt viel Geschmackssache mit hinein. Positiv ist die Sprachausgabe der Story-Sequenzen. Diese sind zwar oft recht schräg in den Dialogen, aber zumindest gut betont. Ganz anders später im Mehrspieler, wo beim Ableben des eigenen Charakters oder der Mitspieler einem ständig die gleichen Samples um die Ohren säuseln. Das kann dann regelrecht nervig werden. Speziell wenn von 8 Spielern nur noch 2 in der Stage agieren und die restlichen 6 um die Stage herum mit den immer gleichen Samples nerven.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler in all seinen Facetten ist durchaus das Herzstück und bietet auf dem Papier jede Menge Spaßpotential. Über den Kampf Modus auf dem Hauptmenu gelangt man zu den verschiedenen Modi. 3 stehen zur Auswahl, so dass man entweder lokal mit einer Switch agieren kann, 4 Geräte inklusive 8 Spieler verbindet, oder eben Online gegen bis zu 7 andere Gegner spielen kann. Schaltet man 4 Geräte zusammen, darf die Single Joycon Variante genutzt werden, so dass man dadurch auf 8 Spieler kommt. Selbst allein kann man agieren und sich den leider nur 6 verfügbaren Brettern gegen 7 Bots widmen. Auch hier merkt man durchaus einen Anstieg der KI gegenüber dem Story Modus. Die CPU Racker agieren teilweise schon sehr gut und machen nur selten Fehler. Klar sie müssen ja auch nicht mit den Tücken der Steuerung kämpfen. ;-) Wie später auch Online wenn man einen eigenen Raum erstellt, kann man auch hier die Battles etwas anpassen und Rahmenbedingungen beeinflussen. So ob Upgrades überhaupt genutzt werden können. Zeit- und Gewinnoptionen, so dass hier mehrere Anpassungen möglich sind. Die höchsten Weihen erhält man Online. Zumindest dann wenn man auch Online kommt. Auch ein Grund warum der Test später kommt als geplant. Zum Release war es fast unmöglich sind einzuloggen. Mittlerweile geht es, erlebt aber dennoch sehr oft das man sich nicht einwählen kann und Fehlermeldungen bekommt. Am Anfang waren 9 von 10 Einwahlversuchen ohne Erfolg, aktuell sind es vielleicht 4 von 10. Auch hier darf also noch Hand angelegt werden seitens des Server-Betreibers.

Ist man einmal Online kann man je nach Einstellungen in den Optionen nach Gegnern aus aller Welt, der eigenen Region und natürlich Freunden suchen. Sehr schön finde ich dabei die Möglichkeit auch Online eigene Räume und damit auch Turniere zu veranstalten. Dazu kommt ein sehr gutes Rankingsystem, für das man durchaus ein Lob aussprechen kann. Satte 6 Ligen gibt es Online, innerhalb derer man sich hocharbeiten kann. Ihr beginnt in der "Baby-Liga" und müsst euch durch Siege und Erfahrungspunkte stetig hocharbeiten. Sprich die Motivation ist schon sehr gut gelungen. Besonders weil man auch durch Matches gegen Freunde EP erspielt. Absolute Highlights sind immer die Liga Battles gewesen. Hat man hier 8 Spieler beisammen und spielt über mindestens 3 Gewinnsätze, kann locker 1 Stunde und mehr ins Land gehen, so dass man schon Online versumpfen kann. Sofern die Technik mitspielt und der Spieler die Steuerung im Griff hat. Ein Frustfell sollte man auch haben, denn bei Niederlagen oder schlechten Platzierungen werden euch auch reichliche Punkte wieder abgezogen.

Fazit....

Die Rückkehr des kleinen Bomberman auf ein Nintendo-System ist durchaus in Ordnung, bietet aber auch einige Schwachstellen, die man vielleicht noch ausmerzen sollte. Zunächst gefällt das Spielprinzip auch anno 2017 und bietet genug Potential, um vor allem mehrere Spieler vor eine oder mehrere Switch System zu locken. Ein passender Story Modus für einen oder zwei Spieler, werden ergänzt durch stimmige Mehrspieler-Modi, die vor allem Online schon Laune machen können. Aber und das muss man zumindest aktuell auch erwähnen, gibt es durchaus Ansatz für Kritik. Speziell das Thema Steuerung, die durchaus mal zum Problem werden kann und neben einer schwammigen Umsetzung die Charaktere nicht immer dahin laufen lässt, wo sie hinsollen. Erst mit dem Pro Controller und dem Kreuz dämmt man das etwas ein. Auch die immer noch spürbaren Server Probleme müssen in den Griff zu kriegen sein. Ist man einmal Online, erlebt man dank des guten Rankingsystems und den Möglichkeiten durchaus viel Spaß. Aber es darf eben auch nicht zur Glückssache werden, dass man auf den Server kommt. Wer sich mit der Steuerung arrangiert und damit wenig Probleme hat, erlebt einen typischen Bomberman Titel, der das Rad nicht neu erfindet, aber durchaus Spaß und Unterhaltung bietet. Egal ob allein oder zusammen mit Freunden.

 

+ Zeitloses Spielprinzip
+ 8 Spieler Online möglich
+ Alle Items mit an Bord
+ Ranking System Online
+ MP, u.a. 4 Switch Systeme lokal
+ Story-Modus im Coop möglich
+ Komplett Deutsch
- Steuerung durchaus tricky
- Abstufung der Bot KI
- Noch viele Serverprobleme
- Teils nervige Sprachausgabe

GRAFIK: 73%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: 76%

GESAMTWERTUNG: 73%

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