konsolenkost.de

 
SWITCH Resident Evil: Revelations
 
 
Resident Evil: Revelations - SWITCH
Matthias Engert (19.12.2017)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Capcom
GENRE: Shooter
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 13 GB
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-8
MP-MODI: Online, Coop
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK16
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE GAMEPLAY: Ja
RETAIL / E-SHOP: Nein/Ja

   
Einleitung....

Wer sich auf dem PC oder den Konsolen mal so richtig schön gruseln will, hat eigentlich seit jeher nicht so viele Möglichkeiten. Umso schöner wenn man dabei immer fast blind zuschlagen kann. Die Rede ist natürlich von Serien wie Silent Hill, House of the Dead, Last of Us oder der Resident Evil Reihe. Letztgenannte treibt sich seit den legendären Anfängen mit dem 2er auf dem N64 auch auf den Nintendo Systemen herum. Für mich persönlich immer noch mit dem unerreichten RE4, der selbst als VC-Titel nochmal komplett durchgespielt wurde. Was die Serie aber auch kennzeichnet, ist die derbe Ausschlachtung bereits erhältlicher Teile. Nicht wenige Teile erblickten in regelmäßigen Abständen auf neuen Plattformen erneut das Licht der Welt. Aktuell zocken wir uns durch das Switch Zeitalter und erleben auch hier ein Deja Vu. ;-) Denn auch die Switch bleibt davon nicht verschont und Capcom spendiert seinen Jüngern unter anderem einen älteren schon bekannten Titel - Revelations. Glücklicherweise dürfen sich Nintendo Spieler auch gleich über einen zweiten Release freuen. Denn vor einigen Tagen erschien neben dem bekannten ersten Teil auch Revelations 2. Aber diesen stellen wir euch erst in einigen Tagen vor. Gemäß der Reihenfolge starten wir unsere Resident Evil Reise mit dem ersten Teil von Revelations und wollen schauen, ob Capcom Änderungen vorgenommen hat, oder den Teil nun bereits zum dritten Mal unverändert auf uns Spieler loslässt.

Menus und die Story....

Natürlich ist auch hier Capcom für die Switch Version verantwortlich, die man passenderweise aber nicht als Vollpreistitel ins Rennen schickt. Für 20 Euro ist das Preis/Leistungsverhältnis durchaus in Ordnung, wobei sich hier vor allem Erstspieler angesprochen fühlen sollten. Nicht weiter überraschend, dass Capcom diesen Teil wie auch Revelations 2 nur als eShop Titel anbietet. Im örtlichen Fachhandel findet ihr die Spiele nicht. Umgesetzt sind die Titel als 1080p Varianten, während euch Soundtechnisch die bekannte Switch 5.1 Akustik unterhält. Nur als Download erhältlich, solltet ihr satte 13GB freien Speicher besitzen. Eine passende microSD Karte macht wie immer also durchaus Sinn. Positiv einmal mehr, dass auch hier der Pro Controller unterstützt wird, mit dem ein Spiel mit der sehr typischen Steuerung kein Problem darstellt. Interessant ist auf der Switch die Neuerung des amiibo Supports. Eigentlich alle erhältlichen werden unterstützt, worüber ich mich im Raubzug-Modus später noch intensiver auslasse. Denn genau dort bringt der amiibo Support eine ganze Menge. Die Geschichte des Spiels ist alles andere als Neu und bringt euch die gleiche Story, wie seinerzeit auf dem 3DS und der Wii U. Zeitlich spielt sich hier alles 2004 und 2005 ab, wobei der eigentliche Hintergrund eine fortschrittliche Stadt im Meer, namens Terragrigia ist. Vor allem auch deshalb, weil man hier auf verschiedene Zeitschienen setzt und den Spieler mit auf eine entsprechende Reise nimmt. Charakter- und extreme Ortswechsel inbegriffen. Aber zurück zur Wasserstadt Terragrigia. Diese wird nur per Solarenergie-Matrix betrieben und gilt als die Zukunft der Menschheit. Just auf diese Stadt haben es Terroristen der Organisation Veltro abgesehen, welche die Stadt mit einem Virus infizieren und die Bewohner in blutrünstige Monster verwandeln. Einzige Möglichkeit dem Treiben Herr zu werden, ist die Energie via Satellit auf die Stadt selber zu richten, um sie zu zerstören. Die Stadt wird ausgelöscht und das Gebiet weiträumig abgesperrt.

Man ist sich sicher die Bioterror Organisation Veltro ausgelöscht zu haben, bis 1 Jahr später merkwürdige Kadaver an den Stränden neben dem abgesperrten Gebiet gefunden werden. 2 Organisationen versuchen auf ihre Weise, Licht in das Dunkel zu bringen. Was sie finden ist die Tatsache, dass Veltro alles andere als zerschlagen ist. Dazu taucht ein altes Mittelmeer Luxus Kreuzfahrtschiff auf, das erste Antworten bringen sollte. Ohne hier zu viel zu verraten, beginnt ein tolles Verwirrspiel um einen mysteriösen Virus, eine totgeglaubte Terror Organisation und reichlich Schauplatz- und Charakterwechsel, samt einem toll gemachten Ende. Der Start in das Spiel ist zunächst relativ unspektakulär und startet nicht sofort mit diversen Sequenzen. Auf der Switch dürft ihr bei jedem Spielstart ein Retro Shooter-Minispiel zocken, das die Ladezeit etwas überbrückt, aber auch ein paar Boni einbringt. Zunächst landet man erst einmal auf dem eigentlichen Hauptmenu des Spiels, das sich im Verlauf stark verändert. Zu Beginn stehen euch die Kampagne, der Raubzugmodus, die Extras und die Optionen zur Verfügung. Spielt ihr das Game einmal durch, dürft ihr euch über eine Kleiderkammer und den Menüpunkt "Neues Spiel+" freuen. Capcom typisch dürft ihr dann mit dem End-Savegame unter anderem eure im ersten Durchgang erspielten Waffen und Erfolg behalten. Die Extras sind eine kleine Sammlung an Emblemen, die man im Verlauf für diverse Aktionen bekommen kann. Tötet man z.B. eine bestimmte Anzahl an Gegnern gibt es eine, oder auch für das Scannen von versteckten Handabdrücken. Die Optionen zu guter Letzt bieten viele Punkte, um das Spiel auf seine Bedürfnisse auszurichten. Das beginnt bei einfachen Dingen wie Untertiteln, der Helligkeit, Zielkreuz Darstellung oder der angesprochenen Nutzung der amiibos, reicht aber auch bis zu spielerisch wichtigen Dingen wie der Achsen Invertierung, dem Zielverhalten und der Wahl eines grundlegenden Steuersetups. Seid ihr hier soweit fertig, könnt ihr euch nun dem eigentlichen Spiel widmen. Auf geht's ein weiteres Mal auf die offene See und einige Land-Locations.

Das Gameplay....

Über das Hauptmenü könnt ihr nun euer neues Switch Abenteuer starten. Bevor man loslegt, wählt man seinen bevorzugten Schwierigkeitsgrad aus. Hier stehen euch auf der Switch 3 Stück zur Verfügung. Dabei sind dies die üblichen Verdächtigen Leicht und Normal, sowie auch die Variante Höllisch, die man hier von Beginn an wählen kann. Wer jetzt auf die übliche Charakterwahl wartet, der wird hier nicht fündig werden. Es gibt sie im Story Modus nämlich nicht. Erst im Raubzugmodus kann man mit verschiedenen Charakteren starten. Spielt ihr die Kampagne, hat sich Capcom wie schon erwähnt einiges einfallen lassen. Ein Grund für eine fehlende Charakterwahl ist die Tatsache, dass ihr innerhalb der Story 3 Teams mit je 2 bekannten und neuen Charakteren steuert, wobei ihr aktiv immer nur mit einem agiert, während der andere dennoch aktiv an eurer Seite agiert. Ein weiterer Grund sind die angesprochenen Zeitschienen. Denn die im Spiel enthaltenen 12 Episoden spielen teilweise an völlig verschiedenen Orten innerhalb der Handlung und sind auch zeitlich versetzt. Sprich man wechselt immer wieder zwischen den Teams, oder besser gesagt, das Spiel tut das für euch. Und wir reden hier nicht von 1 Ort und mehreren Bereichen dort, sondern von großen Entfernungen. Spielt sich das meiste im Mittelmeer ab, agiert ihr auch mal im winterlichen Skandinavien, oder der noch intakten Stadt Terragrigia. Nicht die einzige Überraschung. Die 12 Episoden sind dabei jeweils in verschiedene Levels unterteilt und durchzogen von immer noch stimmigen Sequenzen. Die meiste Zeit im Spiel agiert ihr aber dann doch mit einem bestimmten Team. Auch hier mischt Capcom wieder und schickt euch meistens in Persona Jill Valentine und ihrem neuen Partner Parker Luciani auf Pirsch. Dabei steuert ihr immer Jill, während Parker an eurer Seite als CPU Koop agiert.

Wie schon erwähnt, beginnt das Spiel selber mit einem völlig anderen Handlungsstrang. Denn alles startet mit dem Verschwinden von Chris Redfield und seiner neuen Partnerin Jessica Sherawat. Als Hinweis erhalten Jill und Parker den Fundort eines verlassenen Ozeanriesen im Mittelmeer, der Queen Zenobia. Ein Geisterschiff, auf dem man Chris vermutet und damit erst die ganze Geschichte auslöst, um dann doch immer wieder nur Puzzle Teile zu bekommen in Sachen Story. Finde die Machart ungewöhnlich, aber sehr stimmig. Zumal das Thema Schiffe hier sowieso eine ganz spezielle Rolle spielt. Denn die Queen Zenobia ist nicht das einzige Kreuzfahrtschiff, das in der Story eine Rolle spielt. Aber ich muss mir gleich wieder auf die Zunge beißen, sonst kriege ich Ärger mit der Spoiler Fraktion. So startet also die erste Sequenz, die stark an den Kinofilm Ghost Ship erinnert und sicherlich hier und da schon eine gewisse Inspiration darstellte. Hier beginnt das Spiel und Jill und Parker finden die Queen Zenobia und betreten den menschenleer scheinenden Pott… Hier ist dann auch der Moment, wo man das Spiel eigentlich das erste Mal in Action erlebt. Großer Pluspunkt bei den vor euch liegenden Aufgaben ist die Steuerung und auch die Bedienung über den Pro Controller, der sich hier wieder einwandfrei bewährt. Die Grundsteuerung erinnert sehr an alte Resi Teile und spricht damit eher die Spieler der älteren Generation an. Mit dem linken Stick bewegt ihr den Charakter, während der rechte die Sicht abdeckt. Mittels LR-Taste geht ihr in die Position mit gezückter Waffe im Anschlag und könnt natürlich weiterhin laufen, zielen und schießen. Nachgeladen wird per Hand mit der Y-Taste oder bei leerem Magazin in der Waffe. Die Charaktere laufen recht fix, was die Rennen Funktion erübrigt. Interaktionen mit der Umgebung wie das Öffnen von Türen oder benutzen von Schaltern wird über die A-Taste abgedeckt. Wichtigste Funktion ist das Ballern selber, das mit gezogener Waffe über die ZR-Taste genutzt wird. Mittels R-Taste könnt ihr eure verfügbaren Granaten abfeuern, was einfach alles recht gut von der Hand geht.

Konnte man seinerzeit auf dem 3DS und der Wii U natürlich das Touchpad nutzen, löst man das auf der Switch wieder über das Pausenmenü, oder blendet die Karte wieder im Screen ein. Apropos Türen und Ortswechsel. Ladezeiten bei jeder Tür hat man hier kaum. Sehr positiv und man erlebt Ladezeiten wirklich nur beim Start eines Levels, oder wenn man über die große Halle die Etage wechselt. Ansonsten spielt sich das Erforschen der Locations äußerst flüssig. Weiteres wichtiges Thema betrifft die Waffen und alles was damit zusammenhängt. Zum Test Ende waren es mehr als 10, die ich nutzen konnte, wobei der spätere Raubzugmodus und ein erneutes Durchspielen der Kampagne ebenfalls immer wieder Überraschungen und vor allem neue Waffen bieten. Beim ersten Durchspielen der Kampagne sind es aber erst einmal nur wenige, die aber vollkommen ausreichen. Wie immer mit den üblichen Verdächtigen. Pistole, MG, Shotgun, Raketenwerfer und nicht zu vergessen die Magnum Variante mit ihren Argumenten. ;-) Gleichzeitig tragen kann der Charakter 3 Waffen plus das Messer und zusätzlich mehrere Granaten-Varianten. Hier muss man sich also nicht beschweren über mangelnde Möglichkeiten. Und dennoch ertappt man sich im Spiel immer wieder bei Situationen, wo die Munition zur Neige geht. Eigentlich auch nichts Neues in einem Evil Game. ;-) Nachschub gibt es wie immer in Form herumliegender Items, oder diverser Kisten. Ist ein Magazin mal leergeschossen, wird automatisch nachgeladen, wobei man dies aber natürlich jederzeit auch manuell tun kann. Komplett neu ist der Virus Scanner Genesis, der fast schon an Metroid Verhältnisse erinnert.

Über die L-Taste aktivierbar, hält der Charakter nun dieses Teil in der Hand. Wird benutzt wie eine Waffe, scannt aber Gegner und Objekte. Zum einen werden so versteckte Objekte wie Munition überhaupt erst für den Spieler sichtbar gemacht, zum anderen kann und sollte man damit alle Gegner scannen. Am besten wenn sie noch leben. Denn jeder gescannte Gegner füllt mehr oder weniger eine 100% Anzeige. Erreicht man diesen Wert, bekommt man ein Kraut spendiert. Sollte man nicht unterschätzen und die Scannerei geht doch schneller in Fleisch und Blut über, als man denkt. Nur muss man manchmal aufpassen nicht zu vergessen auf die Waffe zurück zu wechseln. ;-) Gegner im Wasser kann man so sogar lokalisieren, da man sie normalerweise oft nur hört. Mit der Zeit lernt man dann auch die Zusammenhänge der Orte kennen, was auch daran liegt, dass man viele Bereiche auch mehrmals durchläuft und oft auch erst mal vor verschlossenen Türen steht. Was mir hier gut gefällt ist die Tatsache, dass Gegner erneut auftauchen, diesmal aber an anderen Stellen. Ebenso liegen oft neue Pickups herum, die man auch hier einmal mehr nicht genug haben kann. Und wie es sich gehört, erlebt man dabei dunkle Räume, die man nur per Taschenlampe erhellt, oder aber auch imposant beleuchtete Hallen. Dabei ist die Aufgabenstellung in den Levels immer klar abgesteckt. Von einem Miniauftrag zum nächsten bewegt man sich durch die Locations. Eben mal in der freien Natur, im Inneren von Gebäuden, oder aber eben im Schiffsinneren. Und immer wieder wird man angegriffen. Von altbekannten Gegnern wie den immer noch schnellen und furchteinflößenden Huntern, die hier übrigens eine neue Variante bekommen haben, bis zu völlig entstellten und abartig gestalteten Monstern. Zombies in dem Sinne sind das eigentlich gar nicht. Vom Virus infizierte und mit teils ungewöhnlichen Gliedmaßen ausgestattete Gegner trifft es hier mehr. Einige davon stehen den Zombies an sich aber in nichts nach, auch wenn man ruhig noch ein paar mehr Varianten hätte einbauen können.

Dafür sind die letzten beiden Endbosse absolute Highlights und könnten vor allem nicht unterschiedlicher sein. Hier erlebt der Spieler dann auch mal Railgun Action zu Wasser und aus der Luft. Auch mal was Neues. ;-) Um den ganzen Schergen Herr zu werden hat sich Capcom aber auch etwas einfallen lassen. Sowohl in der Kampagne, aber später noch einen Tick besser im Raubzugmodus. Wie in einem Evil 4 könnt ihr eure Waffen verbessern. Dazu bieten alle Waffen verschieden viele leere Slots an, die man mit speziellen Items füllen kann. Diese findet man ebenfalls im Spielverlauf und stehen für Dinge wie verbesserte Schusskraft, Schussrate, größere Magazine, bis hin zu Doppelschuss Varianten. Diese in verschiedenen Wertigkeiten, tauscht man mit der Zeit schon auch mal reichlich durch. Im Raubzugmodus sollte es aber noch besser sein. Aber dazu später mehr. Was man ein wenig vermisst sind im Spiel eingebaute typische Resident Evil Rätsel. Diese findet man so gut wie gar nicht und sind wenn in kleinen Puzzle Spielereien umgesetzt, oder aber dem finden bestimmter Schlüssel. Nur findet man diese recht linear im Spielverlauf, ohne dass man dazu extra Wege gehen muss. Hier hätte ich mir durchaus mehr gewünscht. Gerade durch die verschiedenen Umgebungen, wäre da sicherlich mehr drin gewesen. Wenn man hier Probleme hat, dann sind es die Gegner. Es gibt so einige ganz spezielle Orte im Spiel, wo man schon extrem in die Enge getrieben wird. Macht Laune ohne Ende, weil man dennoch mit der eigenen Spielweise auch gewollt rauskommen kann. Liegt zum einen aber auch an der Tatsache, dass eben nicht sehr viele verschiedene Gegner Typen warten. Man kennt mit der Zeit ihre Schwachpunkte und wie sie versuchen einen zu bearbeiten. Haben sie euch dann mal, werden Treffer übrigens durch rote Blutspritzer auf dem Bildschirm dargestellt. Aber keine Sorge, auch Jill kann hier schon was einstecken. ;-)

Der große Reiz im Spiel liegt in der Tat im gleichzeitigen Entdecken der Locations, Teams und einhergehend das Zusammenpuzzeln der Story. Dazu eine runde Ballerei, die einfach sehr viel Spaß macht und das typische Resident Evil Feeling erzeugt. Auch ist das Spiel kein Frusttitel in dem Sinne. Zum einen weil es genügend Rücksetzpunkte innerhalb der Levels gibt und zum anderen, weil man es einfach gleich wieder besser machen will und auch macht. Speziell die Bosse muss man hier nennen. Bei manchen war ich mir sicher ohne Probleme durchzukommen, um dann echt einige Anläufe vor mir zu haben. Bei anderen wo ich dachte hier wird es länger dauern, ging es dann recht fix. Neulinge werden sich aber über einen ausgewogenen Grad freuen. Es sei denn sie spielen sofort auf Höllisch. ;-) Alles ist einfach sehr edel gemacht und auf technisch hohem Niveau, wo man auch mal kleine Schwächen verzeihen kann. Das einzige was mir im Verlauf nicht so gefallen hat sind die Unterwasser Level, bei denen die Charaktere tauchend gesteuert werden müssen. Da man hier nur eine einzige Granaten Variante zur Verfügung hat um Gegner abzuwehren, ist auch manchmal etwas Glück dabei. Auch wenn man sagen muss das für Unterwasser Action die Steuerung dort Butterweich geworden ist. Da könnten sich andere Spiele aber eine dicke Scheibe abschneiden. In Sachen Spielzeit ist die Kampagne allein schon vollkommen in Ordnung. Meine Endzeit war auf Normal knapp 10 Stunden. Klingt nicht nach so viel, wird aber im Spiel durch andere Dinge entschärft. Lasse ich mich über den tollen Raubzugmodus im Multiplayer noch ausführlich aus, so kann man auch die Kampagne nach dem Durchspielen noch einmal spielen. Wie seinerzeit auf dem 4er behält man alle erspielten Waffen des ersten Durchgangs und kann nun neue finden. Oder man versucht es gleich noch einmal auf einem höheren Schwierigkeitsgrad.

Grafik & Sound....

Grafisch sieht man auf den ersten Blick keine Veränderung. Zumindest was die reine Backgroundoptik angeht. Was man merkt ist die etwas bessere technische Seite mit der 1080p Auflösung. Der Rest unterscheidet sich in meinen Augen kaum von der Wii U Ausgabe vor 4 Jahren. Das betrifft die detaillierteren Charaktere, die Gegner und auch die meisten Backgrounds. Zwar kommen viele dunkle und technische Orte im Spiel recht bieder und steril rüber, dafür darf man aber auch farbenfrohe und effektreiche Momente erleben. Highlight wieder die große Halle auf der Queen Zenobia mit den warmen und weichen rötlichen Farben und Texturen, die einfach sehr atmosphärisch rüberkommen. Die Animationen der Gegner sind gelungen, während die steuerbaren Charaktere auf normalem Niveau bleiben. Was wie immer durch die ordentliche Grafik erreicht wird, ist der Gänsehaut Faktor. Zwar spielt Action an sich schon eine große Rolle, aber die Serientypischen Momente des langsamen Vorantastens erlebt man hier wieder reichlich. Überraschende Gegnerkontakte, bis hin zu regelrecht nervenaufreibenden Massenaufläufen für Resi Verhältnisse reicht das Spektrum. Abschließend muss man auch die Technik loben, die Capcom auch hier sehr gut hinbekommen hat. Keine Ruckler und vor allem Fehler in der Kollisionsabfrage sind zu sehen. Speziell Freunde der Sniper Action bekommen hier eine sehr exakte und saubere Engine vorgesetzt.

Auch beim Sound greifen die gleichen Plus und Minusfakten wie auf der Wii U. Beim Sound gibt es viel Licht, aber auch ein wenig Schatten. Klasse ist die reine Sounduntermalung innerhalb der Locations, die gemischt durch Musik, verschiedener Stilrichtungen und den reinen Umgebungsgeräuschen punktet. Auch die Sprachausgabe ist bis auf wenige Ausnahmen sehr gelungen. Einzig Jill klingt hier irgendwie manchmal recht gezwungen und hölzern. Effekte gibt es genug und erzeugt Atmosphäre vor allem durch die Gegnerklänge. Hier fühlt man sich schnell wieder in einem Resident Evil Spiel zuhause. Kritikpunkt ist für mich der Klang der Waffen. Zumindest einige klingen doch recht blass und blechern. Da hätte man ruhig noch ein wenig mehr Bumms dahinter bringen können. Mit der Zeit nimmt man das zwar nicht mehr ganz so wahr. Ganz zu den Akten legen kann man das aber das gesamte Spiel über nicht.

Multiplayer/Online....

Abseits der Kampagne kann man natürlich auch auf der Switch Kontakt nach Außen aufnehmen. Sehr schade allerdings, dass es keinen Systemlink gibt. Das hatte ich im Vorfeld erhofft. Leider gibt es auch hier nur die Online Variante. Genutzt wird dieser dabei über den sogenannten Raubzug Modus, der auch auf der Switch sofort anwählbar ist. Zumindest die ersten möglichen Levels. Der Clou und das geniale daran ist, dass man zum einen Online mit einem anderen Spieler zu zweit via Internet spielen kann, sondern eben auch allein. Und das sollte sich extrem lohnen. Grundlage sind hier aktuell in sich abgeschlossene 20 Levels, die aus dem Hauptspiel stammen und in jeweils 2 Varianten spielbar sind. Hier geht es einzig darum, die festgelegte Gegneranzahl zu erledigen, bevor sie euch erledigen. Denn hier gibt es keine Rücksetzpunkte. Einmal gestartet, muss man am Ende eine goldene Münze erreichen. Die Machart ist aber hier das tolle. Zum einen greift hier ein komplettes Level System des Spielers. Sprich durch euren Spielfortschritt steigt ihr im Level und könnt dadurch erst die Levels auch schaffen. Denn mit jedem neuen Level wird die Wertigkeit der Gegner höher. Im Unterschied zur Kampagne haben die Gegner hier eine Lebensleiste mit einer Zahl über dem Kopf, die eben auch deren Level anzeigt. Dazu kommen mit der Zeit Fähigkeiten der Gegner, die ein zusätzliches Symbol über dem Kopf tragen. Manche rennen sehr schnell, andere sind sehr zäh und wieder andere haben bei Treffern eine erhebliche Wirkung auf eure Lebensenergie. Die Motivation zieht man hier durch die eigene Level Entwicklung und der Tatsache, dass es hier einen Shop gibt, in dem man immer wieder neue Waffen kaufen kann. Wobei man diese aber auch nach dem Lösen der Levels erhalten kann. Hier kommen unter anderem die amiibos zu ihrem Recht. Jeden Tag kann man Figuren einlesen und bekommt jedes Mal aufs Neue Kohle aufs Konto. Und das nicht zu knapp. Wer also viele ausgepackte amiibos besitzt, muss sich um seine finanziellen Möglichkeiten keine Sorgen machen.

Dabei gibt es auch die Waffen in Level Wertigkeiten. Und man kann sie erst benutzen, wenn man das Gleiche Level hat wie die Waffe. Genauso kann man vor jedem Durchgang alle Munitionsvorräte auffüllen, in dem man alles praktisch jedes Mal neu kauft. Und die Slots zum nochmaligen Verbessern der Waffen gibt es hier natürlich auch. Das Geld für diesen Shop erspielt man neben den amiibos zum einen über die Kampagne, wo man nach jeder Episode eine Bewertung und eben dieses Geld bekommt, oder auch über den Raubzugmodus selber. Wer also zuerst die Kampagne komplett löst, hat hier reichlich Startkapital, um gut gerüstet loszulegen. Zusätzlich kann man hier auch andere Charaktere frei wählen, und man sollte gar nicht glauben, wen man hier alles aus der Kampagnen Story steuern kann. Alle bieten kleine Eigenheiten und Vorteile bei bestimmten Waffen, so dass dies nicht nur kosmetische Wirkung hat. Das tolle ist eben hier nun, dass der entwickelte Charakter, samt den erspielten und gekauften Waffen auch der ist, den man im Mehrspieler benutzt. Dann nämlich gehen 2 Spieler in einem Koop auf Pirsch. Online hat das natürlich einen immensen Reiz, wie ihr euch vorstellen könnt. Ihr könnt dort in allen Regionen nach Spielern suchen oder gleich einen Freund speziell suchen. Jedes der enthaltenen Levels ist spielbar, wobei ihr die Wahl immer eingrenzen könnt. Ihr könnt nach laufenden Sitzungen suchen, oder eben auch selbst einen Durchgang erstellen. Es dauert nie lange bis man hier einen Mitspieler findet. Dabei müssen die Spieler nicht beieinander oder gar im gleichen Raum sein. Völlig wurscht ob einer durchfegt und der andere die Reste sammelt. ;-) Und alles läuft extrem flüssig ab. Hier gibt es nichts zu meckern und die Monster Jagd gerade ab Level 12 hat was und fordert. Hier sollte man schon einen gut entwickelten Charakter zur Hand haben. Gerade für Kenner des Originals eigentlich der Kaufgrund für das Spiel.

Fazit....

Wie bei allen Spielen, die man in dem Sinne nur noch einmal "aufwärmt", sind die Zielgruppen relativ schnell abgesteckt. Wer den Titel von der Wii U her kennt, erlebt durchaus in der Kampagne ein Sättigungsgefühl. So nach dem Motto, nun ist dann doch mal gut. Wer den Titel noch gar nicht kennt, für den lohnt der Titel durchaus. Es gibt schlechtere Evil Spiele in meinen Augen. Was hier immer wieder auch am Raubzug-Modus liegt, der einfach auf lange Sicht sehr viel Spaß macht und selbst alte Hasen wieder begeistern wird. Hier ist auch die Spielzeit um einiges höher, wenn man alles schaffen will. Die Kampagne ist von der Schwierigkeit her nicht anders als früher und wer die markanten Orte noch kennt, hat hier wenige Probleme durchzukommen. Das man Online mit einem Freund oder Spielern aus aller Welt zocken kann, ist nach wie vor ein Plus. Klar sind Optik und Sound nun schon ein bisschen in die Jahre gekommen, erzeugen aber nach wie vor das berühmt-berüchtigte Evil Feeling. Technik und Steuerung sind gewohnt gelungen, so dass es da wenig zu meckern gibt. Bin echt gespannt, wie Revelations 2 geworden ist, der für die Nintendo Gemeinde Neuland ist. Freue mich sehr drauf, was ihr bald zu lesen bekommt. Wenn ihr übrigens schon beim "Aufwärmen" seid Capcom, warum nicht auch den legendären 4er. ;-) Den im höchsten Grad und ich schließe wieder für Tage die Bude zu. ;-))

 

+ Gute Resident Evil Story
+ Knackig/Raubzugmodus punktet
+ Mehrere Charaktere/Zeitlinien
+ Gewohnte RE Steuerung
+ Upgrade System für Waffen
+ Technisch gelungen
+ Boni für zweiten Durchgang
+ Komplett Deutsch/amiibo
- 3.Ausgabe nach 3DS/Wii U
- Unterwasser Einlagen
- CPU KI recht schwankend
- Waffenklänge etwas blass

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: 76%

GESAMTWERTUNG: 76%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de