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SWITCH Portal Knights
 
 
Portal Knights - SWITCH
Matthias Engert (05.03.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Keen Games
GENRE: Sandbox Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 41 MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
MP-MODI: Split, Lokal, 4-Link
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Die deutschen Gamer gehören zwar in Sachen Zocken und dem Konsumieren von Games aller Art zur Weltspitze. Schaut man allerdings auf die andere Seite der Medaille, sieht das leider nicht mehr ganz so rosig aus. Was die Entwicklerszene angeht, hängt Deutschland aus verschiedenen Gründen klar hinterher. Dass dies nicht zwingend an fehlender Qualität liegt, zeigen die wenigen hierzulande ansässigen Studios. Gute Beispiele, die auch uns Nintendo Spielern ein Begriff sind, findet man unter anderem mit Shinen und den hier verantwortlichen Truppe der Keen Games. Ein Studio das es nun auch schon knapp 13 Jahre gibt und immer wieder auch für diverse Nintendo Titel verantwortlich war. Wie vielen Spielern und auch mir, fällt da als Erstes die Anno Umsetzung für die Wii ein, der seinerzeit durchaus zu gefallen wusste. Aktuell dürfen wir ein weiteres Game aus dem Hause Keen Games unter die Lupe nehmen - Portal Knights. Zwar kein brandneues oder gar exklusives Spiel für die Switch, dennoch ein Spiel mit viel Potential und einer ungemein großen Zielgruppe. Kein Wunder, richtet sich das Spiel natürlich an alle Minecraft Spieler. Dabei ist Portal Knights natürlich kein einfacher Klon, sondern man versucht mit eigenen Ideen das Spielerlebnis zu verbessern. Ob das gelungen ist, soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Überhaupt haben wir es nicht nur in Sachen Entwickler mit einem deutschen Produkt zu tun, sondern auch der Publisher 505 Games ist hierzulande verteten. Also darf man hier gerne mal den Gamer-Patrioten raushängen lassen. ;-) Keine Sorge, Bonuspunkte gibt es dafür nicht. Was daher natürlich nicht weiter verwundet, dass euch die Inhalte hier komplett in Deutsch präsentiert werden. Schade dass es keine Sprachausgabe oder Erzählungen gibt. Wenn man hier auf Charaktere trifft, dann brabbeln sie im typischen "Nintendo-Slang" daher. Oder besser gesagt, es klingt wie jahrelang auf dem N64. ;-) Technisch kommt der Titel mit den bekannten Rahmenbedingungen daher. Der typische 5.1 Switch Sound, samt der 1080er Grafikausgabe. Erst unterwegs wird natürlich wieder nach unten geschraubt. Grafisch aber einer der durchaus wohltuenden Unterschiede zu einem Minecraft. Speichertechnisch müsst ihr 41MB auf der Switch freihalten und könnt später damit 3 separat spielbare Welten erschaffen. Kontakt nach Außen gibt es auch. Hier im Sinne von mehreren Mehrspieler-Varianten, die unter anderen auch die System-Link Version mal wieder unterstützen. Sprich neben dem Splitscreen, der hier vertikal gehalten ist, kann man maximal auch 4 Switch-Systeme verbinden und so jeder mit seinem System spielen. Kern alles Spielens ist aber zunächst der Einzelspieler Modus, mit dem man einiges an Zeit verbringen kann. Stark verbesserungswürdig empfinde ich die Story. Es gibt sie zwar, aber in meinen Augen zu minimalistisch und man verschenkt hier einige Punkte.

Gerade in Sachen Dauermotivation und Atmosphäre, könnte man noch viel mehr machen und rausholen. Hier hat das Spiel extremes Potential für einen eventuellen Nachfolger. So dreht sich einfach gesagt, alles um einen fiktiven Planeten, der sich in viele verschiedene Gebiete aufteilt. Allerdings sind diese zunächst nicht miteinander verbunden, so dass ihr als Spieler hier gefragt seid. Wie der Titel schon sagt, spielen Portale eine wichtige Rolle, die man wahlweise finden und aktivieren, oder im Falle einiger Bosse auch erstmal freikämpfen muss. So gelangt man im Spiel durch die verschiedenen Gebiete und kann die getrennten Bereiche wieder miteinander verbinden. Spielerisch startet man relativ simpel und landet ohne einen Vorspann oder ähnliches auf dem Hauptmenü. Hier findet man neben den Optionen die verschiedenen Spielmodi. Dabei kann man allein alle Modi wählen, die im Falle der Online Variante auch diverse Events freigeben, die es immer wieder zu lösen gilt. Ist aber nicht das Killer Feature im Spiel. Das sollten andere Dinge sein. Die Optionen bieten neben Sound und Kameraeinstellungen vor allem die Möglichkeit die Steuerung frei anzupassen. Darüber war ich persönlich sehr dankbar, da ich doch einige Aktionen anders legen konnte. Aber zumindest deckt man so viele Spielervorlieben in diesem Bereich ab. Wir starten einfach mal einen der Modi, den man später auch jederzeit wechseln kann. Einmal erstellt, bleibt die erschaffene Welt ja Grundlage für alle Modi. Also dann, nichts wie los in die Tiefen der Portal-Welt.

Das Gameplay....

Das Spiel beginnt zunächst mit einigen Abfragen und gestalterischen Dingen. Vor allem natürlich in Bezug auf den eigenen Charakter. Ihr entscheidet euch wahlweise für einen weiblichen oder männlichen Charakter und könnt diesen mittels eines Editors auch in gewissen Dingen anpassen. Dazu kommt die wichtige Abfrage nach der Größe der erstellten Welt, die auf euch warten wird. 2 verschiedene Größen stehen zur Auswahl, die im Falle der großen Welt schon reichlich Landmasse auf euch loslassen wird. Später kann man übrigens fast alles neu generieren. Soll ja Spieler geben, die dann jedes Gebiet mit der Zeit in und auswendig kennen. ;-) Die gesamte Spielwelt erstreckt sich insgesamt über 48 Gebiete, die es zu entdecken gilt. Die meisten erreicht man über die angesprochenen Portale, andere wiederum über spezielle Events oder Charaktere im Spiel. Es gibt sogar einen Art Immobilienhändler, der euch Gebiete verkauft. ;-) Eines der 48 Gebiete ist die eigene Heimatbasis, wenn man es so nennen will. Von hier beginnt eure Reise und man unterstützt euch bei den ersten Gehversuchen im heimischen Gebiet. Sind alle Vorbereitungen beendet, startet das Spiel nach einer längeren Ladezeit. Diese begleitet euch leider das gesamte Spiel über. Gerade später wenn man aufgrund diverser Rohstoffe schnell mal zwischen den Gebieten hin und herwechseln will, durchaus etwas störend. Naja hat man mal etwas Zeit um aufs Klo zu gehen, oder den sinnvollen Kaffee zu kochen. ;-) Sobald man in das erste Gebiet entlassen wird, zeigen sich die ersten Rahmenbedingungen in Sachen Gameplay. Ihr findet euch innerhalb des Gebietes wieder, das überall klare Grenzen hat. Sprich eine große Gesamtwelt gibt es hier natürlich nicht. Sonst bräuchte man ja auch keine Portale. Dafür ist es sehr weitläufig und man kann überall reichlich Zeit mit dem reinen Erkunden verbringen.

Zu Beginn habt ihr die üblichen 3 Probleme. Kein Geld, Keine Ausrüstung und keine Ahnung wie es weitergeht. Naja ganz so schlimm es ist es natürlich nicht. ;-) Positiv das die Entwickler ein kleines Tutorial eingebaut haben, in denen man euch unter sinnvollen Aufgabenstellungen die ersten Möglichkeiten näherbringt. Ihr bekommt eine Einblendung und müsst diese Vorgabe erfüllen. Die ersten auffälligen Dinge kommen so schnell ans Licht. Einfache Dinge sind die Sichtweise und Grundsteuerung. Ihr spielt in der Third Person Sichtweise, könnt aber wahlweise auch in der First Person agieren. Macht durchaus Sinn, auch wenn man die meiste Zeit in der Third Person Sicht agiert. Hintergrund ist auch die Klasse des Charakters, die man gewählt hat. Ihr könnt im Spiel als Krieger, Schütze oder Magier durch das Spiel agieren. Ich für meinen Teil war immer der Freund des Nahkampfes, so dass bei mir die Wahl auf den Krieger fiel. Alle 3 Klassen haben verschiedene Waffen und Ausrüstungen, so dass man dennoch ruhig mal durchprobieren kann. Schließlich stehen euch ja 3 Speicherslots zur Verfügung. Gelaufen wird logischerweise mit dem linken Stick, während der rechte die Kamera abdeckt. Ihr habt eine Sprungtaste, die hier natürlich unabdingbar ist. Zu guter Letzt gibt es die allerwichtigste Funktionstaste, mit der man eigentlich alles auslöst, bearbeitet oder interagiert. Je nach Tastenbelegung gibt es dafür natürlich keine feste Belegung.

In Sachen Einblendungen sind vor allem 2 Dinge existenziell im Spiel. Zum einen die roten Herzen oben links, die eure Lebensenergie darstellt. Verliert man alles Herzen, was oft genug passieren wird, startet man sofort neu am Startportal eines Gebietes und verliert einiges an Geld, das im Spiel ebenfalls eine Rolle spielt. Im Spielverlauf kann man glücklicherweise die Anzahl der Herzen stark erweitern. Ebenso wichtig und natürlich sehr typisch für ein Sandbox Spiel ist die Aktionsleiste am unteren Rand. Hier lagern in verschiedenen Kästchen die aktiv nutzbaren Werkzeuge, Waffen oder Materialien. Nehmen wir an die Aktionstaste ist Y, so führt man Aktionen aus, die mit dem Inhalt eines der Kästchen zusammengehört. Einfache Beispiele sind z.B. die Waffen. Mittels L und R wechselt man durch die Kästchen. Ist das Schwert aktiviert, haut man per Y mit diesem in der Gegend herum. Markiert man z.B. einen Heiltrank, frischt man seine Herzanzeige auf. Markiert man einen Zauber oder z.B. ein Material, wird dieses genutzt. Dabei spielt alles mit dem immer sichtbaren Cursor zusammen. Dieser ist dann wenn man so will, der dritte markante Punkt des Gameplays, ohne den nichts geht. Denn eine markierte Aktion wird genau dort ausgeführt, wo der Cursor gerade hinzeigt. Daher ist die Kamera äußerst wichtig, die bis auf einige Momente unter Wasser sehr gut funktioniert. Auch wenn wir es hier bei weitem nicht mit der Klötzchengrafik eines Minecraft zu tun haben, besteht auch hier die Welt aus Quadraten. Mittels des Cursors visiert man so ein Objekt an und kann es nun bearbeiten. Hier kommt der typische Sandbox Charakter zum Tragen. Mittels verschiedener Werkzeuge im Spiel haut man drauf und erhält danach ein Objekt, Material oder sonstige nutzbare Dinge. Simpelstes Beispiel ist ein Erdblock, den man nun in seinen Rucksack oder ein freies Feld in der Kästchenreihe packt.

Markiert man nun diesen, hält ihn der Charakter in der Hand und man kann per Y-Taste den Block in die Landschaft platzieren. So einfach passt also auch hier das "Bau auf-Prinzip". Nun wäre das natürlich ein bisschen simpel, wenn man damit die Spielmechanik erklärt hätte. ;-) Denn wie schon erwähnt ist das Spiel voll mit Abhängigkeiten und Dingen, um die man sich mit der Zeit kümmern will und auch muss. Speziell zu Beginn interessiert euch zunächst das Thema Material. Man braucht Werkzeug und vor allem erst einmal eine Werkbank, um diese herzustellen. Über die X-Taste gelangt man nun in das Pausenmenü, das neben dem eigenen Rucksack viele weitere Bereiche offeriert. Angefangen bei der eigenen Ausrüstung, den persönlichen Stats und natürlich dem riesigen Bereich der Herstellung und Veredlung. Dieser Bereich ist dann nochmals unterteilt und gibt euch die Möglichkeit Waffen und Rüstungen herzustellen, spezielle Kristalle, Rohstoffe und diese später auch zu veredeln, sowie Werkzeuge aller Arten herzustellen. Hier greift im Spiel auch ein wunderbar stimmiges Konzept, der wieder neuen Möglichkeit alles noch eine Stufe besser zu machen. Anfängliche Holzwaffen, können über Kupfer, Eisen, Gold und Titan veredelt werden. Das gleich gilt für Werkzeuge, aber auch für die eigene Ausrüstung. Egal ob Helme, Handschuhe, Brustpanzer, Beinschiene, Umhänge und spezielle Ringe. Muss man logischerweise auch, da ihr hier mit reichlichen Gegnern zu tun haben werdet.

Dabei ist dieses System Fluch und Segen zugleich. Denn nicht nur was machbar ist, wird euch angezeigt, sondern auch was wäre wenn… Nämlich wenn ich alle Rohstoffe zur Verfügung habe, könnte ich die und die Dinge bauen. Nur geht es nicht, weil mir eben Rohstoffe oder die entsprechende Ausbaustufe der Werkbank, des Schmelzofens, oder des Amboss fehlt. Also muss das alles irgendwie besorgt werden. Willkommen in Portal Knights und ihr könnt euch dem Reisesystem widmen. Um das erste Gebiet verlassen zu können und später eben auch alle anderen Gebiete bereisen zu können, müssen 1 oder mehrere im aktuellen Gebiet vorhandenen Portale aktiviert werden. Zunächst müssen diese Tore gefunden werden. Steht man davor, kann man diese aber noch nicht nutzen. Denn jedes Portal muss mit 6 farbigen Kristallen gefüllt werden. Erst dann wird das Portal aktiviert. Natürlich findet man diese Kristalle, die es auch noch in 4 Wertigkeiten gibt, nicht einfach so auf dem Boden herumliegend. Sie kann man nur aus Splittern und Fragmenten herstellen. Also gilt es in der Gegend herumzulaufen, Gegner zu erledigen, oder Bergbautechnisch aktiv zu werden. Hat man 4 beisammen, kann man einen Kristall herstellen. Hat man 6 der benötigten, platziert man diese in den 6 Fassungen im Portal und schwupps, aktiviert man das Portal. Man geht hindurch und erreicht das nächste Gebiet. Dort warten neue Gegner, aber eben auch neue Materialien und man denkt sofort, was ist jetzt möglich. Dieses Feeling hat man mit der Zeit extrem oft und manchmal sehnt man Momente regelrecht herbei, wenn es um bestimmte Materialien zur Veredlung geht.

Damit man nicht nur in der Ausrüstung besser wird, haben die Entwickler auch das gelungene RPG-System eingebaut. Ihr beginnt als Level 1 Charakter und verbessert euch über das Erspielen von Erfahrungspunkten. Stetiges Leveln ermöglicht zum einen die Nutzung spezieller Fähigkeiten und ist ganz einfach gesagt oberste Bürgerpflicht, wenn man in Sachen Gegnern was reißen will. Denn trifft man auf Gegner, markiert man die Waffe und visiert einen Gegner an. Danach greift ein Live System und man duelliert sich mit einem oder gleich mehreren Gegnern. Besiegt man einen Gegner, hinterlassen sie je nach Wertigkeit Erfahrungspunkte. Diese gibt es übrigens auch unter Quadraten in der Gegend, oder auch wenn man Objekte wie Fässer oder Kisten zerstört. Man merkt anfänglich schnell, wo die eigenen Grenzen liegen. ;-) Und der Drang nach besseren Waffen übersteigt schnell den Architektendrang, unbedingt ein schönes Haus zu besitzen. Es gibt allein in Sachen Blöcken zig verschiedene. Angefangen bei Erd oder Steinblöcken, reicht das bis zum Marmor und goldenen Varianten. Hier macht es sich übrigens gut, dass man im Heimatgebiet Truhen bauen kann. Diese Truhen dienen als Ablage für nicht benötigte Objekte aus dem Rucksack, der hier natürlich viel zu klein ist. Welch Überraschung. ;-) Hätte ruhig etwas größer sein können. Die Schwierigkeit mit der Zeit ist vor allem das Finden aller Portale. Denn einfach so in der Gegen herumstehen tun diese nicht immer. Teilweise muss man sich durch einen Berg graben, oder unter Wasser ein Loch weit nach unten bohren, um in einen Hohlraum zu gelangen, wo das Portal steht.

Hier helfen euch 2 Dinge. Wer die große Karte nutzt und per Schnellreise durch die Gebiete reisen will, bekommt zu jedem entdeckten auch die Anzahl der vorhandenen und bereits gefundenen Portale angezeigt. Denn es gibt auch Gebiete, wo kein Portal zu finden ist. Dazu kann man etwas später im Spiel einen speziellen Kompass bauen, der euch die Richtung anzeigt, wo grob in einem Gebiet ein Tor zu finden ist. Nur ein Teil des durchaus motivierenden Gameplays. Jede neue Waffe will ausprobiert werden. Findet man ein lange gesuchtes Material, wird man sofort angestachelt. Und wer dann gar einen der im Spiel mehrfach enthaltenen Bosse findet, dessen spezielles Portal freischaltet und besiegt, erlebt immer wieder aufs Neue den Entdeckerdrang. Ein typisches Spiel, dessen Spielpasskurven zwar hier und da mal nach unten gehen, aber in solchen Momenten jedes Mal wieder nach oben schießen. Hier ist es eben schade, dass die Story zu kurz kommt. Gäbe so viele Momente, wo man durch spezielle Spielziele noch mehr Atmosphäre und Bezug zu den Charakteren herstellen könnte. Mal ein paar Rätsel hier und da und man hätte das Ganze noch mehr aufgewertet. So bleibt vor allem ein motivierendes Spiel, bei dem man vorwärts kommen will und sich mit jedem Gegner messen will. Dazu muss man jedes Gebiet durchforsten und der Entdeckerdrang ist äußerst hoch. Was gibt's hier, welchen Gegner muss ich hier erledigen und vor allem welche Materialien kann ich bekommen. Durchaus anspruchsvoll und mit knapp 30 Stunden für alle Gebiete vollkommen in Ordnung was die Spielzeit angeht. Und selbst dann fehlen euch noch genug Dinge. Speziell wer sich an die Dinge aus Titan wagen will, hat mehr als genug zu tun. Dann gibt's aber auch keinen Gegner mehr, der euch gefährlich wird. Aber das dauert. ;-)

Grafik & Sound....

Wie schon weiter oben erwähnt, empfinde ich die grafische Gestaltung als recht gelungen. Wobei hier natürlich schon der persönliche Geschmack eine entscheidende Rolle spielt. Ich für meinen Teil kann mit der hier gezeigten Grafik wesentlich mehr anfangen, als mit der Konkurrenz-Grafik eines Minecraft. Aber das sehen andere Spieler vielleicht wieder genau anders. Dennoch punktet Portal Knights mit einer klaren und dennoch verspielten Grafik, die alles mitbringt, was ein Sandbox Spiel haben sollte. Klare Texturen, satte Farben und erkennbare Objekte, ohne das es nun bis ins letzte Detail gehen muss. Die reine Umgebungsgrafik gefällt durch die Abwechslung und natürlich den Tag/Nacht Modus, den Portal Knights ja bietet. Anfangs mit den Wald und Wiesenlandschaften, gepaart mit Moor, Bergen und vor allem hinten raus mit Schneelandschaften und meinem persönliche Highlight, den Lava und Feuerumgebungen. Die sehen dann richtig edel aus und punkten auch mit kleinen verspielten Dingen, wie den Funken, die ständig durch die Gegend fliegen. Das hat was. Eine gute Weitsicht, die hier und da mit Grafikaufbau erkauft wurde, ist nichts was man dem Spiel jetzt negativ ankreiden kann. Wenn man Kritik üben will, dann schon eher bei den Momenten knapp unter Wasseroberfläche. Hier macht die Kamera nicht immer das was sie soll und es wird durchaus mal etwas unübersichtlich und wild. Technisch ansonsten ohne nennenswerte Problem, so dass hier eigentlich nichts den Spielfluss trügt. Selbst entfernt anvisierte Objekte werden sauber abgebaut oder bearbeitet.

Auch beim Sound muss sich der Titel keineswegs verstecken. Alle Gebiete haben in leicht abgewandelter Form so ihren klaren Grundsound, der immer das Spielgeschehen unterstützt. Zieht man nur belanglos durch die Gegend, auf der Suche nach Rohstoffen und Materialien, so unterhält einen auch eine ebenso entspannende Musik. Wird's hektisch in diversen Kämpfen, schwenkt auch die Mucke mit um. Das passt alles recht gut ins Geschehen. Effekte sind gelungen und im Falle der Waffen auch recht satt in der Umsetzung. Einzig das Kauderwelsch der NPC's ist halt ein Ding für sich.

Fazit....

Laune macht der Titel allemal und kann natürlich vor allem spielerisch punkten. Die Möglichkeiten innerhalb der 48 Gebiete sind immens und dürften jedem Sandbox Fan gefallen. Die Komponente Kampf und der große RPG-Anteil motivieren den Spieler bis zum Ende, ehe nicht alles aus Titan hergestellt wurde. ;-) Zwar ziehen sich manche Momente und der Drang des Spielers ist manchmal höher als die Ausbeute an Rohstoffen. Dennoch gibt es wirklich kaum einen Moment, wo es mal langweilig wird. Einzig wenn man mal extrem nach einem wichtigen Portal sucht und nicht gleich findet, wird die Ungeduld etwas auf die Probe gestellt. Dafür gibt es eben reichliche Abhängigkeiten beim Bauen, Herstellen und Veredeln, so dass man manchmal echt die Zeit vergessen kann. Das System ist trotz anfänglicher Skepsis recht tiefgehend, auch wenn man bei weitem nicht alles braucht, was das Spiel so bietet. Von daher richtet sich das Spiel zwar schon an die Baumeister unter euch. Ich für meinen Teil, habe eher das Vorankommen genossen, wenn man stetig nach Portalen sucht, um die nächste Location zu untersuchen. Ob ich daheim nun eine Holzhütte oder einen Palast hatte, war mir relativ wurscht. Aber das ist ja jedem Spieler selber überlassen. ;-) Dennoch ein Titel, der das Switch Software Angebot bereichert und mit einem gelungenen Preis/Leistungsverhältnis punkten kann. Hier und da mit Luft nach oben, kann man nur hoffen, dass es eines Tages einen Nachfolger gibt.

 

+ Gelungener Sandbox Vertreter
+ Motivierendes RPG-System
+ 48 große Gebiete möglich
+ Reichlich Abhängigkeiten...
+ ...beim Bauen und Rüsten
+ Knackige Gegner Vielfalt
+ Komplett Deutsch
- Story sehr dürftig
- Ladezeiten bei Schnellreise
- Übersicht unter Wasser

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: 74%

GESAMTWERTUNG: 77%

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