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SWITCH Nights of Azure 2
 
 
Nights of Azure 2 - SWITCH
Matthias Engert (16.11.2017)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Koei Tecmo/Gust
GENRE: Action RPG
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 64 MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-8
MP-MODI: Keine
SPRACHHÜRDE: Gering
ALTERSFREIGABE: USK12
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.55 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Schön zu sehen, dass zum Ende des Jahres das Software Angebot auf der Switch endlich in Gang kommt. Was mich persönlich aber noch viel mehr freut, ist vor allem die Genre Vielfalt, die immer größer wird. Ob die jeweiligen Titel schlussendlich auch was taugen, sei zwar mal dahingestellt. Aber auch für uns Redakteure sehr schön mal wieder Genres anzufassen, die man lange nicht gespielt hat. Gottseidank sind die Entzugserscheinungen im Bereich der Rollen- und Action Games nicht ganz so hoch, dennoch fiebern wir natürlich jedem entsprechenden Titel entgegen. Das trifft auch auf Nights of Azure 2 zu, der den Weg auf die Switch gefunden hat und nicht ganz so im Rampenlicht steht wie andere Titel. Uns immer wieder die liebsten, weiß man doch nicht genau, ob wir es hier nicht mit einem Geheimtipp zu tun haben. ;-) Aber greifen wir dem Test nicht vor und schauen uns den Titel mal etwas genauer an.

Menus und die Story....

Hierzulande erscheint der Titel über Koch Media, die mittlerweile für das Erscheinen vieler fernöstlicher Titel sorgen. Entwickelt wurde der Titel von Koei Tecmo und Gust, was zu einem hohen Wiedererkennungseffekt führen sollte. Ging zumindest mir so und Spieler der Warriors oder Ninja Gaiden Reihe dürften sich durchaus wohl fühlen. Wer für die sehr spezielle Präsentation von jungen weiblichen Heldinnen ein Faible hat, darf ebenfalls gerne weiterlesen. ;-) In Sachen Rahmenbedingungen zeigt sich der Titel durchaus tricky. Denn entgegen vielen Händlerangaben, bietet der Titel keine deutschen Texte. Hier ist man auf Englisch beschränkt, was bei jüngeren Spielern problematisch sein könnte. Denn die Geschichte und viele Gameplay Facetten kommen mit reichlichen Texten daher. Bei der Sprachausgabe wird es noch etwas exotischer. Was man in vielen Spielen mal ausprobiert, ist hier Gesetz. Die Sprachausgabe ist nur komplett japanisch vorhanden. Atmosphärisch immer stimmig, ist es dennoch durchaus ungewohnt, dass gesamte Spiel über japanischen Gesprächen zu lauschen. Gemacht für einen Spieler, unterstützt man den Pro Controller als Steuergerät, was ich wie immer sehr begrüße. Technisch kommt das Spiel zwar in der FHD Auflösung, zeigt seine Grafikpracht aber nur in bestimmten Momenten. Der Sound ist sehr typisch für die Entwickler und kommt ebenfalls im gewohnten Switch 5.1 Sound daher. Speichertechnisch ist man für das Savegame mit 64 MB recht genügsam. Heruntergeladen werden muss nichts und auch Day One Patches gibt es keine. Wie immer sehr gespannt ist man bei diesen Spielen auf die Hintergrundgeschichte, die zumindest im Spiel selber sehr gut erzählt wird.

Im Wechsel erwarten den Spieler qualitativ recht gut gemachte Sequenzen, das meiste läuft in Spielgrafik samt Text und Sprache ab. In Nights of Azure 2: Bride of the New Moon opfert sich die junge Priesterin Liliana als Braut der Zeit, um der Bedrohung durch die böse Mondkönigin Herr zu werden. Dies bringt ihre beiden besten Freundinnen - Aluche und Ruenheid - in einen Gewissenskonflikt, der für Aluche, nach einem heimtückischen Angriff durch einen mysteriösen Dämon, zum tödlichen Verhängnis wird. Einige Zeit verstreicht bis Aluche als Halbdämonin aufersteht und fortan im inneren Konflikt mit ihren neuen dämonischen Fähigkeiten steht. Schon bald stellt sie fest, dass ihre Heimatstadt Eurulm in Trümmern liegt und Ruenheid von einem Schwarm tückischer Kreaturen bedroht ist. Durch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges vereint, müssen Ruenheid und Aluche ihre Differenzen beiseitelegen, gemeinsam Liliana retten und die Mondkönigin besiegen. Soweit die reinen Story-Fakten, die euch im Spiel in die Heldin Aluche schlüpfen lassen. Relativ schnell geht es in der Gruppe zur Sache, was dem Spiel einen unverwechselbaren Reiz geben sollte. Der reine Start in das Spiel ist noch sehr einfach gestaltet. Gleich zu Beginn erwartet euch das Hauptmenü, dass euch einzig den Spielstart, die Fortsetzen Option und die Einstellungen offeriert. Dort kann man neben dem Begutachten der Steuerung, den Sound anpassen und den Schwierigkeitsgrad wählen. Auch wenn man ihn im Spiel immer frei wählen kann, nehmt den mittleren und spielt das Game damit durch. Im Spiel später sorgt das gut gemachte Pausenmenü für alle organisatorischen Dinge. Sehr ausgewogen wie ich finde. Mehr ist es hier zunächst nicht. Also nicht lange gefackelt und ab geht's in die Tiefen des Spiels.

Das Gameplay....

Das Spiel selber beginnt zunächst relativ unspektakulär mit der noch lebenden Aluche und Liliane, die zu Beginn noch als Freundinnen unterwegs sind. Schnell stellt sich ja heraus, das Aluche die Beschützerin sein wird, so dass das Spiel dann auch mit einem simplen Tutorial startet, bei dem man euch die Grundlagen des Kämpfens zeigt und man schnell sieht, dass wir von einem Ninja Gaiden nicht so weit weg sind. Nach der Ankunft in einem Dorf wird der Spieler Zeuge des Hinterhalts und dem faktischen Tod der Heldin Aluche. Keine Sorge, tot ist sie ja nicht, sondern wird auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Sie wird als Halb-Dämon wiedererweckt und bekommt schnell Einblicke in die Hintergründe. Von einer speziellen Doktorin instruiert, gilt es von nun an gleich mehrere Ziele zu verfolgen. Sie muss auf sich achten und durch Damönenblut am Leben bleiben. Zudem wurde ihre Freundin Liliane entführt und ihr als Spieler bekommt erste Hintergrundinfos, wie im Spiel die Geschichten ineinandergreifen und das schlussendlich die sogenannte Moon Queen für alles verantwortlich ist. Schnell zeigen sich im Spiel weitere Eckdaten des Gameplays. Eingeteilt ist das Spiel in 7 Chapter, die allerdings fließend ineinander übergehen und immer mit einem mächtigen Endboss abschließen. Gespielt wird immer in der dafür gewohnten Third Person Perspektive, so dass man alles und jeden gut im Blick hat. Die Kamera ist frei beweglich und sollte im Setup auf die sofort mitgehende Variante eingestellt werden. Die automatische ist sehr träge und man ist dabei stetig am nachjustieren. Ist man zwar mit der starren auch teilweise so, aber hier wesentlich besser im Handling.

Was das Spiel zu Beginn sehr gut versteckt, ist sein durchaus vorhandener Tiefgang und das es sich auch um ein Rollenspiel handelt. ;-) Klingt komisch ist aber so. Zunächst schickt man euch auf einige kleine Entdeckungsmissionen mit der Doktorin an eurer Seite, wo euch das Spiel immer wieder unter die Arme greift und ständig Neues präsentiert wird. Zentrum allen Agierens ist ein spezielles Hotel in der Umgebung. Das bildet wenn man so will die Zentrale und dient zum Erholen, dem Organisieren, dem Leveln und Ausrüsten. Dazu kommt ein spezieller Pool, in dem sich die Entwickler an allen Mädels ausgetobt haben, wer die wenigste Kleidung trägt. ;-) Dafür finden dort recht viele Gesprächssequenzen statt. Es gibt hier einen Shop, sowie ein spezielles Labor, über das man die Heldin Aluche und weitere spezielle Mitstreiter entwickeln kann. Ebenso wird hier gespeichert und man legt sich schlafen. Auch das ist ein wichtiger spielerischer Aspekt, auf den ich gleich noch näher eingehe. Das Spiel bietet insgesamt 7 verschiedene Locations, die man allerdings über eine Karte und Schnellreisefunktion erreicht. Langatmige Momente hat man hier also kaum. Man verlässt das Hotel, reist in die Location und startet am Anfangspunkt. Hier beginnt dann auch das actionlastige Gameplay, das mir wieder sehr gefallen hat. Später im Spiel geht es immer mit 4 Leuten im Team zur Sache. Steuern tut ihr aber immer nur Aluche selber, während der Rest von allein agiert. Positiv ist die KI, da die Mitstreiter sehr gut agieren und man nicht alles selber machen muss. Da gab es ja in der Vergangenheit auch genug andere Beispiele. Gegner werden immer an bestimmten Stellen generiert, da man innerhalb der Locations feste Wege durchläuft. Von Plätzen und größeren Arealen reicht die Auswahl über Höhlen, Wälder oder Paläste. Aber eben immer in festen Wegen. Eine große Gesamtwelt erwartet euch hier also nicht.

Erscheinen Gegner, so werden alle Wege versperrt, bis diese alle erledigt sind. Hier kommt ein eigentlich simples Kampfsystem zum Tragen. Denn Grundlage sind eigentlich nur die X und Y-Taste für leichte und schwere Angriffe. Die Feinheiten kommen durch die Mitstreiter und natürlich die Kombos. Extrem schnell und hintereinander weg kann man Gegner bearbeiten. 300er Kombos sind keine Seltenheit. Wahlweise frei oder man nimmt Gegner fest ins Visier. Was hier und da mal zu Übersichtsproblemen führt. Aber daran gewöhnt man sich. Ist die Lebensleiste über den Köpfen der Gegner leer, sammelt die Heldin deren Blut ein. Am Ende eines Durchgangs wird diese Menge Blut in einen Wert umgewandelt, mit dem dann weiter gemacht werden kann. Aber auch dazu gleich mehr. Ebenso hinterlassen die Gegner ab und an kleine Items, welche die Gruppe stärker machen, schneller oder auch die Lebensleisten füllen. Ist diese im Spiel mal leer, landet man wieder im Hotel, ohne mit weiteren Konsequenzen zu rechnen. So langsam kommen aber die ersten Feinheiten ins Spiel. Elementar ist der Mond Rhythmus. Ihr habt im Spiel nicht unendlich Zeit für einen Durchgang. Bedeutet hier zu Beginn, das eine Mondphase 10 Minuten Echtzeit bedeutet. In diesen 10 Minuten könnt ihr eine Location untersuchen und dort agieren. Ist die Zeit rum, werdet ihr ebenfalls wieder in das Hotel gebeamt. Zu Beginn sehr ungewohnt, arrangiert man sich mit der Zeit damit, rechtzeitig zum Hotel zurückzukehren. Das geschieht über spezielle Warp-Tore in den Locations die man finden und aktivieren muss. Diese dienen dann auch innerhalb einer Location als Teleporter, was ebenfalls eine sehr gelungene Funktion darstellt.

Glücklicherweise kann man die Zeit natürlich verlängern und jede Minute ist später mal wichtig. Erinnert auch etwas entfernt an Majoras Mask. Auch hier baut sich das Spiel schön langsam auf und fängt auch damit an den Spieler in seinen Bann zu ziehen. Ist ein Durchgang fertig, geht es an die Feinheiten. Auf einem Übersichtsbildschirm bekommt ihr eure Belohnungen. Das reicht über die angesprochene Menge an Blut, geht weiter über Geld, bis hin zu Ausrüstungsgegenständen, die man im Verlauf der Session in Truhen gefunden hat. Ist das alles auf den entsprechenden Konten, geht's erst richtig los. Im speziellen Labor gibt es eine Maschine, in der das gesammelte Blut übertragen wird. Die Menge kann man vergleichen mit Erfahrungspunkten und ergeben zu bestimmten Grenzen ein Level Up wie in jedem Rollenspiel. Es ist also schon vorhanden. ;-) Mit dem Level Up steigen zum einen die Grundstats der Heldin. Zusätzlich bekommt ihr Upgrade-Punkte, die man in einem speziellen Menü ausgeben kann. Wie ein Fähigkeiten-Baum gemacht, kann man hier Waffen, Aktionen und Ausrüstung entweder verbessern, oder erst erlernen. Ungemein motivierend, aber durchaus teuer. Selbst am Ende des Spiels habt ihr noch nicht alle Bildschirme gefüllt. Hier greift unter anderem auch ein weiteres Feature mit ein. Die Heldin hat 4 persönliche Ausrüstungsslots, von denen zu Beginn nur 1 frei ist. Dort kann man die angesprochenen Gegenstände hineinpacken, die man gesammelt oder auch gekauft hat. Diese verbessern dauerhaft Eigenschaften und Statusbereiche. Waffen oder Rüstungen in dem Sinne gibt es hier nicht. Erst über den Fähigkeiten-Baum schaltet man nach und nach die anderen 3 Slots frei. Nächste Feinheit ist die Möglichkeit jedes Teil in sich nochmal zu Leveln. So gibt es z.B. ein Objekt für Angriffsplus, das auch mit Level 1 beginnt. Theoretisch kann man das bis Lv100 pushen. Nur braucht man dazu für jedes weitere Level ein weiteres Teil und Geld. Glaubt mir, das dauert. ;-)

Allein um hier schon was zu reißen, muss man stetig raus auf die Piste und Kämpfen was die Schwerter hergeben. Ihr denkt das wars schon? Weit gefehlt. Jetzt kommen die Unterstützer zu ihrem Recht. Zum einen könnt ihr immer eine Begleiterin mitnehmen, deren Anzahl im Spielverlauf mehr und mehr werden. Ich habe mich auf eine festgelegt, mit der ich gefühlt am meisten erreicht habe. Sie kämpft selbstständig in den Location und bietet völlig andere Aktionen als Aluche. Stimmt die Bindung zwischen beiden, können sie auch Aktionen gemeinsam ausführen. Mehr Power und Reichweite sind die Folge und sind oft der Tie-Breaker im Spiel. Sie verdienen ebenfalls EP und leveln selbstständig. Einzig die Slots könnt ihr manuell befüllen. Genial ist aber der zweite Teil des Teams. Auch diese findet ihr relativ schnell. Kleine Wesen, die wie ein Art Haustier wirken, es aber faustdick hinter den Ohren haben. Denn neben den 2 menschlichen Mitgliedern der Gruppe, kann man auch von den sogenannten Servans 2 Stück mitnehmen. Zum einen haben auch sie Angriffstechniken und können ebenfalls über spezielle Punkte gelevelt werden. Zum anderen übernehmen sie die Wegerätsel. In allen Locations gibt es Wege, die nur mit einem bestimmten Servan erreichbar sind. Es gibt einen Racker, der Holz verbrennen kann und somit Hindernisse wegbrutzelt. Ein anderer kann euch in die Lüfte heben und unerreichbare Orte erreichen. Ein weiterer kann elektrische Barrieren zerstören usw. Immer wieder erlebt man das Thema falscher Mitstreiter. Denn auch hier streift man durch die Locations und hat für bestimmte Wege den richtigen Servan nicht dabei. Also später nochmal dorthin usw. Das System schaukelt sich sehr schön auf und macht den großen Reiz des Spiels aus. Ist zwar alles nicht brandneu, aber die Mischung gefällt mir sehr gut. Mit 4 Charakteren hat man einfach sehr viele Möglichkeiten in den Locations die Kämpfe zu führen und die kleinen Wegerätsel zu lösen.

Immer wieder raus, Belohnungen und EP holen, Leveln und neu ausrüsten und raus geht's wieder. Dazu kommt ab der Hälfte des Spiels ein umfangreiches Quest Gameplay. Neben der Hauptstory gibt man euch zig Nebenquests, die man immer nebenbei mit löst und auch dafür Belohnungen einheimst. Es wird nie langweilig. Einhergehend mit dem Leveln der Heldin und dem Entwickeln des Fähigkeiten-Baumes, erweitert man auch den Zeitrahmen. Ich hatte am Schluss 16 Minuten für einen Durchgang, was vollkommen ausreicht. Hat man die Warp-Tore in den Locations gefunden erst recht. Sobald dann das letzte Chapter beginnt, ist man sehr angestachelt, es auch bis zum Ende zu schaffen. Muss ich echt sagen, da konnte ich das Pad nicht mehr beiseitelegen. Es gibt hier und da noch mehr Feinheiten, auf die ich gar nicht alle eingegangen bin. Ein bisschen was dürft ihr auch noch entdecken. Eines ist aber sicher. Die anfängliche Skepsis, ein oberflächliches Haudrauf Game zu spielen, wich bald einem recht unterhaltsamen Action-RPG mit gelungenen Tiefgang und Anspruch.

Grafik & Sound....

Grafisch hat das Spiel leider 2 ganz extreme Gesichter, weshalb eine Wertung hier alles andere als einfach war. Zunächst natürlich schwer in einem Spiel, dass eigentlich nur im Dunkeln oder der Dämmerung spielt, grafisch opulente Szenarien hinzubekommen. Im Falle der reinen Background Grafik ist das Game sehr bescheiden und zeichnet sich vor allem durch eines aus - sehr sterile Umgebungen. Farb-arm, mit wenig Details und eigentlich so gut wie nichts animiert. Dazu eben vieles sehr dunkel und ab und an auch mit Grafikaufbau verbunden. Hier könnte man denken eine ältere Hardware-Generation vor sich zu haben. Selbst alles Innere wie Gebäude und sonstige beleuchtete Ecken sind schon recht dürftig gestaltet. Ausnahmen bilden da noch die letzten beiden Locations im Spiel, die bedingt durch Schnee, Eis und Palastumgebungen etwas mehr bieten. Glücklicherweise gibt es noch den zweiten Aspekt und ich fühle mich einmal mehr an Ninja Gaiden erinnert. Alles was die Kämpfe, Aktionsvielfalt, Gegner und eigene Charaktergestaltungen angeht, ist wirklich sehr schön geworden. Zumindest während der Kämpfe sieht man eh nichts von der Umgebung. ;-) Aber speziell der Speed der oft gescripteten Moves sind sehr gelungen. Durch die Vielfalt wird es trotzdem irgendwie nicht langweilig und viele Moves sehen imposant aus und gehen Bildschirmfüllend über die Bühne. Speziell dann wenn die beiden Helden zusammen agieren. Darauf hat man schon immer Wert gelegt und zeigt auch hier wieder, wie so etwas aussehen kann. Da bekommt man dann auch auf einmal Details und satte Farben, wohin das Auge reicht. Was die Entwickler bei der Umgebung weggelassen haben, das haben sie den jungen Mädels im Spiel spendiert. Man sieht schon oft, auf welchen Typ Frauen die Jungs wohl stehen. ;-) Allein die Pool-Location im Hotel zeigt da oft mehr als man in einem Spiel wie diesem erwartet. Da sind sie dann eben nicht die Waffenstrotzenden Halb-Dämonen, sondern eher wer kommt mit dem wenigsten Stoff aus. Aber warum nicht. Technisch gibt es ab und an mal kleine Ruckler. Aber nicht im Kampf, sondern wenn die Gegner aus dem Nichts generiert werden. Ansonsten passt die technische Seite.

Der Sound ist ebenfalls irgendwie typisch für die Entwickler und könnte aus jedem Warriors Spiel stammen. Schnelle, nicht immer melodische, aber dennoch zur Action passende Musik unterhält euch. Als Kontrast gibt es dann auch die herrlich mystischen und ruhigen Klänge, wenn man sich im Hotel organisiert und man die Sequenzen musikalisch unterlegt. Über die Sprachausgabe kann man geteilter Meinung sein. Man gewöhnt sich daran und sie ist ja auch an sich sehr gut betont. Nur versteht man halt nichts. ;-)

Fazit....

Eines muss man dem Spiel auf jeden Fall zugutehalten. Die Motivations- und Spielspaßkurve steigt stetig im Spiel und aus dem anfänglich einfach wirkenden Spielsystem, entwickelt sich mit der Zeit ein durchaus passender Tiefgang mit vielen gelungenen Facetten. Nimmt man mal die wirklich bescheidene Umgebungsgrafik heraus, dann macht der spielerische Teil das wieder wett. Eigentlich bis zum Schluss gibt es immer wieder Überraschungen. Vor allem bei der Geschichte, den stetig neuen Begleiterinnen samt neuen Moves und anderen Möglichkeiten, bis hin zum ungewöhnlichen Entwickeln der Heldinnen und den genialen Servans. Man rückt eben doch zigmal in die gleiche Location aus und will einfach alles wissen und jede Ecke untersuchen, die eben erst nach und nach begehbar sind. Das typische Feeling des Stärker werden und es den Gegnern immer wieder zu zeigen ist hier sehr ausgeprägt. Hinten raus sind dann die Bosse auch nicht mehr so einfach, so dass der gute mittlere Schwierigkeitsgrad dann auch nochmal richtig fordert. Viele Eingriffsmöglichkeiten und Teams die man losschicken kann und will. Das passt dann eben wieder. Mit gut 20 Stunden für einen Story Durchgang, ohne jetzt alles zu holen, sind ein ordentlicher Wert. Wie ich oben schon angemerkt habe, wer auf die Ninja Gaiden oder Warriors Spiele steht, wird den Kauf hier nicht bereuen.

 

+ Gelungene Spielzeit
+ Motivierend bis zum Ende
+ Gameplay mit vielen Überraschungen
+ Servans Feature sehr gut
+ Viele Kampftechniken
+ Gut erzählte Story
+ Präsentation der Heldinnen
+ Umsetzung der Kampfaction
- Grafik der Backgrounds mau
- Mondphasen Geschmackssache
- Komplett Englisch

GRAFIK: 71%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 77%

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