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SWITCH Harvest Moon: Licht der Hoffnung
 
 
Harvest Moon: Licht der Hoffnung - SWITCH
Ty (15.07.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Natsume
GENRE: Simulation
SPIELER: 1-2 (Koop)
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 699,40MB (DL)
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
MP-MODI: Handheld,TV,Tisch
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK0
5.1/DD/HD: Ja/Nein/720p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Die erfolgreiche und weltweit bekannte Bauernhof-Simulation „Harvest Moon“ feiert ihr 20-jähriges Jubiläum! Happy Birthday an dieser Stelle. In den letzten Jahrzehnten kam eine ganze Flut an HM Teilen auf den hiesigen Markt! Darunter zum Beispiel Games wie „Harvest Moon: Friends of Mineral Town“, „Harvest Moon DS“, Harvest Moon: Deine Tierparade“, „Harvest Moon: Geschichte zweier Städte“, „Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes“ und noch viele weiter Titel. Für die unterschiedlichsten Plattformen wurde das Farmen dem Spieler angeboten, darunter SNES, Wii, Games Boy, Games Boy Color, N64, Playstation, PS2, NDS, PSP, Android, ja sogar für BlackBerry. Auch hier werde ich nicht alles schriftlich niederlegen können, aber man sieht gleich auf Anhieb, wie weit verbreitet HM selbst in Europa ist. Oft fragt man sich als Spieler dieser Reihe: „Oh ein neuer Teil, ist dieser so, wie der Vorgänger vom letzten Jahr?“ Oder: „Welche Verschlimmbesserung wurde nun vorgenommen?“ Diese Fragen stiegen stetig auch in meinem Kopf hoch, aber ich glaube, das kennen auch viele von Euch. Natürlich ist eine Bauernhof-Simulation kein Rennspiel. Es dreht sich dort einfach alles ums Anpflanzen und Ernten verschiedener Produkte, wie zum Beispiel Kartoffeln, Mais, Erdbeeren, Salat, Gurken und vieles mehr. Außerdem muss sich der Spieler auch um Tiere, wie zum Bespiel Pferde, Kühe, Hühner, Enten, Seidenraupen usw. kümmern und später auch mit der eigenen Aufzucht beginnen. Man findet meist einen fast völlig zerstörten Bauernhof vor und versucht diesen wiederaufzubauen. Neben dem Leben und der harten Feldarbeit auf dem Hof, sollte der Spieler sich auch um Freundschaften zu den Nachbarn bemühen, indem man gewünschte Geschenke verteilt oder die Festivitäten regelmäßig besucht. Im späteren Spielverlauf kann der Gamer sein Haus ausbauen, Heiraten und Kinder bekommen. Jetzt schreiben wir das Jahr 2018 und wie nicht anders zu erwarten, steht auch schon der nächste Teil dieser Serie vor unserer Türe. „Harvest Moon: Licht der Hoffnung“ kommt für Nintendos Switch. Ist es ein komplett neues Harvest Moon, sowie Natsume es dem Spieler verspricht? Was erwartet uns, wenn man die Aussage: „Licht der Hoffnung folgt dem Geiste seiner Vorgänger und wird Fans begeistern“ näher betrachtet? Ich bin jedenfalls wahnsinnig gespannt auf diesen Harvest Moon Teil und freue mich sehr ihn testen zu dürfen!

Noch ein paar Worte zu den verschiedenen Versionen mit den dazugehörigen DLCs.
Im Nintendo eShop gibt es zwei Versionen zu „Harvest Moon: Licht der Hoffnung“. Einmal geht die „normale“ Version ohne DLCs zu einem Preis von 39,99€ an den Start und die Version mit DLCs zu einem Preis von 44,99€. Paket inclusive DLCs- Dort sind folgende Dinge enthalten:

Harvest Moon: Licht der Hoffnung Special Edition - Software

Herunterladbare Inhalte:
- Upgrade-Paket: Dekorationen und Werkzeuge – geplante Veröffentlichung 28.06.2018 (Einzelpreis 1,99€)

- Neue Beziehungen – geplante Veröffentlichung 28.06.2018 (Einzelpreis 5,99€)

- Zusätzliche Nebengeschichten – geplante Veröffentlichung 12.07.2018 (Einzelpreis 5,99€)

- Eine göttliche Hochzeit – geplante Veröffentlichung 02.08.2018 (Einzelpreis 3,99€)

Menus und die Story....

Beim Menü habe ich auf eine Touch-Steuerung gehofft und ich wurde nicht enttäuscht. Es geht nach ein paar Minuten der Eingewöhnung so einfach und leicht von der Hand und punktet in diesem Bereich auf alle Fälle. So kann man recht leicht und sehr schnell von Reiter zu Reiter wechseln und so schneller durchs Menü blättern. Wenn man dafür nicht den Touch der Switch nutzen möchte, geht dies auch wie gewohnt über verschiedene Tasten. Im Menü hat man die Möglichkeit sein Blickwinkel von ganz nah zu ganz weit zu wechseln. Dies ist von Vorteil, wenn man sich noch nicht ganz so gut im Ort auskennt, oder wenn man einfach einen weiten Blickwinkel über das Spielgeschehen haben möchte. Öffnet man nun das Menü, so bekommt man eine Auswahl an verschiedenen Punkten geboten. Der erste Punkt bietet Zugriff auf die eigene Tasche. Von dort aus öffnet sich ein Pull-Down / Reitermenü von dem aus man weiter agieren kann. Samen, Feldfrüchte, Essen, Dünger, Tierfutter, gefangene Fische, Baumaterial wie Holz und Stein oder aber eure Werkzeuge lassen sich dort ganz schnell finden und benutzen. Die Enzyklopädie speichert, welche Früchte, Blumen, Wildpflanzen, Gemüse oder Obst ihr schon gefunden / geerntet habt. Klickt man jetzt einer der dort angezeigten Dinge an, so bekommt man sofort das Terrain gezeigt, wo ihr beispielsweise eine Margerite findet und zu welcher Jahreszeit diese wächst. Dort werden auch eure Fische, die ihr gefangen habt abgesichert und eine „Akte“ angelegt! Ein weiterer Menü-Punkt nennt sich „Dorfbewohner“. Darunter speichert das Spiel die Stärke der Freundschaft / Liebe zu einem Dorfbewohner, aber auch die Vorlieben und Abneigungen zu gewissen Dingen ab. Der nächste Punkt im Menü beschäftigt sich mit den Anliegen der Nachbarn. Dort sieht man die noch nicht erledigten und die erledigten Aufträge und deren Belohnungen. Der Botton „Viehstall“ erlaubt euch die volle Kontrolle über Eure erwachsenen Tiere. So sieht man gleich auf einen Blick, ob es dem Vieh auch wirklich gut geht. Die letzten drei Menü-Punkte eröffnen uns die „Optionen“, „Speichern / Laden“ sowie „Zurück zum Titelbildschirm“. Unter Optionen kann der Spieler mit der Musik und den Effekten agieren oder aber die Controllerbelegung ändern. Speichern kann man bei „Harvest Moon- Licht der Hoffnung“ (außer in der Mine) zu jeder Zeit und dies gleich auf drei Speicherslots. Im späteren Spielverlauf kommt noch die Karte vom Lichtdorf hinzu. Diese Landkarte erleichtert es ungemein einen Bewohner zu finden, denn dort wird sein Kopf abgebildet und man sieht sofort, wo man denn nun genau hinlaufen muss. Ich persönlich habe diese Karte sehr oft und nur allzu gerne genutzt.

Auf der langen Suche nach einem neuen Zuhause, erleidet der Spieler nach einem großen Unwetter Schiffbruch und findet sich bewusstlos in einer verschlafenen Stadt wieder. Eine sehr sympathische Naturheilerin eilt zur Hilfe und rettet euch aus dieser misslichen Lage. Diese Stadt soll nun durch euch und eurer Hilfe neues Leben eingehaucht bekommen, indem unter anderem der Leuchtturm repariert und die dafür nötigen Steintafeln gesammelt werden. Sie erklärt euch, dass sie auch noch neben ihrer Arbeit als Naturheilerin, die Leuchtturmwächterin der Stadt sei. Die persönliche Bestellung der Felder, die Ernte eurer Aussaaten und die Tierzucht ist der Großteil des Spiels. Dazu gehören wie in jedem Harvest Moon auch der Besuch der Festivals im hiesigen Ort, die Pflege der Freundschaften zu Bewohnern bis hin zur eigenen Hochzeit und Gründung einer Familie.

Es wird so oft darüber geschimpft, Harvest Moon sei nicht mehr das richtige Harvest Moon. Richtig, denn „Story of Seasons“ ist von Marvelous und damit auch das „wahre“ HM. Aber nur, weil der Name von Natsume gesichert wurde und darunter nun Harvest Moon spiele entwickelt, muss nicht immer gleich alles schlecht geredet werden. Denn auch Natsume kann Spiele machen, die uns Spaß bereiten. Wenn ich dann im Internet lese: „Kauft nicht Harvest Moon: Licht der Hoffnung“ wird mir ehrlich gesagt ein klein wenig übel. Denn man sollte doch nicht schon im Vorfeld hingehen und seine eigene Meinung so kundtun und dadurch vom Prinzip her den Kauf/nicht Kauf beeinflussen. Denn so eine Meinung darf man sich erst dann bilden und aussprechen, wenn man das Spiel auch wirklich gespielt und nicht nach zwei Stunden in die Ecke geworfen hat. Und warum wird es schlecht bewertet? Oder sogar vom Kauf abgeraten? Nur weil es nicht von Marvelous ist? Da mache ich mir lieber selber ein Bild vom Spiel.

Natürlich wird „Harvest Moon: Licht der Hoffnung“ keinen leichten Weg haben, wenn man die „Story of Seasons“ Reihe, oder aber auch „Stardew Valley“, welches wirklich ein Meisterwerk ist, als Vergleich nimmt, aber muss ein Spieler immer Vergleiche ziehen? Natürlich vergleiche auch ich Spiele, bei einem Test, doch ich vergleiche sie auf meine eigene Art und gehe da erstmal völlig neutral an den Start. Denn ein Blick ohne andere Games im Kopf zu haben, ist einfach der richtige Weg um ein Spiel neutral sehen und bewerten zu können. Wenn wir jetzt zum Beispiel hingehen, und Stardew Valley mit Harvest Moon: Licht der Hoffnung rein von der Grafik her vergleichen, dann muss ich ehrlich gestehen, da hat HM einfach die Nase vorn. Auch von der Musik her ist es einfach besser. Und nun erinnert euch an meine ersten Sätze zu Stardew Valley! Ich hatte es als Meisterwerk betitelt…

Das Gameplay....

Harvest Moon: Licht der Hoffnung beginnt zunächst mit ein paar wenigen gestalterischen Dingen, vor allem in Bezug auf den eigenen Charakter. Ihr entscheidet euch wahlweise für eine weibliche oder männliche Spielfigur, wählt euren Namen und euren Geburtstag aus. Es wäre sehr schön gewesen, wenn man den Charakter noch weiter hätte gestalten können, aber dies bleibt leider bei Licht der Hoffnung aus. Sobald das eigentliche Spiel beginnt, verfolgt ihr nun eine Einführungssequenz, an dessen Ende ihr euch bewusstlos in der Nähe des Leuchtturms wiederfindet. Holly, die Naturheilerin sieht euch dort liegen und schleppt euch in ihr Haus. Die Steuerung geht hier sehr leicht von der Hand. Entweder man nutzt den Touchscreen der Nintendo Switch, oder man läuft via Stick durch die Gegend. Mit Druck auf die L und R Taste kann man beispielsweise im Menü recht schnell durch den Reiter blättern und mit der A Taste bestätigt ihr Dinge wie z.B. das zupfen von Unkraut oder aber, wenn ihr mit einer Person sprechen wollt. Wenn man Pflanzen angebaut hat und diese nun bewässern möchte, so merkt das Spiel automatisch, welches Werkzeug genutzt werden sollte. Hier gibt es also kein Nervenzusammenbruch, weil man ständig hin und her im Menü springt, um das passende Werkzeug aus seiner Tasche zu holen. Dies ist eine absolute Erleichterung! Wenn wir z.B. Erdbeeren anpflanzen, müssen diese gegossen und vielleicht gedüngt werden. Man harkt nun einfach die Erde auf, besamt das gepflügte Feld, bewässert und düngt es und dies alles ohne auch nur einmal in die Tasche greifen zu müssen.

Nun aber wieder zurück zu Holly, der Naturheilerin und Leuchtturmwärterin. Sie erklärt euch, dass das Dorf von einem Sturm fast gänzlich zerstört wurde und alle Bewohner geflüchtet sind. Wie nicht anders zu erwarten, erklärt ihr euch bereit, dem Dorf zu helfen und den Leuchtturm zu reparieren. Holly bringt euch zu einem verlassenen und völlig verwahrlosten Bauernhof. Eure Aufgabe besteht nun darin, den Bauernhof in Schwung zu bringen, den Leuchtturm mit Steintafeln zu aktivieren und die geflüchteten Bewohner durch Reparaturarbeiten an den zerstörten Häusern wieder ins Dorf zu locken.

Doch wie nur? Wir haben lediglich eine Hacke, eine Gießkanne und ein paar Kohlsamen ergattern können. Wie sollen wir an Holz und Stein ohne Werkzeug kommen? Holly gibt uns den Hinweis, wir sollen ins Dorf laufen und dort nach dem Haus des Händlers suchen. Und schon treffen wir auf den Verkäufer des Dorfes. Sam ist irgendwie komisch und wirkt nicht gerade vertrauenswürdig. Nach einem kurzen Gespräch bittet Sam uns darum, seinen Laden zu reparieren. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Osten des Dorfes. Dort soll ein Haus stehen, wo eine Frau mit ihrer Tochter lebt. An dessen Haus angekommen treffen wir auch schon auf ein sehr merkwürdiges Kind. Dieses bitten wir um Leihgabe ihrer Axt, aber leider müssen wir sie irgendwie bestechen. Von Holly erfahren wir, dass das Mädel sehr gerne Bambussprossen mag und wir diese gerne aus Hollys Garten mitnehmen können. Wir laufen also einmal mehr von a nach b und wieder zu a zurück. Nun überreichen wir die Bambussprossen, jedoch rückt das Mädchen aus Angst vor uns ihre Familienaxt nicht raus. Denkt sie, wir wären Axtmörder? Ich musste so über diesen Dialogwechsel lachen. Sie möchte von uns einen Beweis, dass wir auch tatsächlich ins Lichtdorf gezogen sind und bittet uns um ein selbst angepflanztes Gemüse. Natürlich ist unser Kohl noch nicht zur Ernte bereit und wir schauen uns derweilen etwas in der zugänglichen (denn es müssen noch ein paar Wege freigespielt werden) Gegend um. Nach einer gefühlten Ewigkeit stehen wir vor unserem fertigen Kohl, laufen schnell zum Dorf und übergeben das frische Gemüse an die Mittlerweile aufgetauchte Mutter des Kindes. Diese schenkt uns zum Dank ihre Axt. Nun können wir endlich Holz besorgen und machen uns gleich an die Arbeit. Zwischenzeitlich tauchen auch schon die ersten Erntewichtel auf. Diese helfen uns, wo sie können und eröffnen uns, was mit den gefundenen Steintafeln geschehen muss. Mit diesen Steintafeln werden nicht nur neue Wege frei, sondern diese Tafeln müssen am Leuchtturm in die dafür vorgesehenen Vertiefungen eingesetzt werden, um diesen damit zu aktivieren. Nachdem wir nun das Haus des Händlers repariert und die erste Steintafel in den Leuchtturm gesetzt haben, ist unser nächstes Ziel einen Hammer zu bekommen. Aber wo? Wir sollen hoch in die Berge laufen…

Das Haus des Dorfschmieds steht völlig demoliert auf einer Erhöhung. Dieses repariert sich nur mit eurer Hilfe. Völlig übermüdet schlaft ihr bis zum nächsten Tag und trefft am Haus vom Schmied auf seine Enkelin. Melanie sucht verzweifelt nach ihrem Opa Gus. Dieser hält sich laut Melanie in der Mine des Dorfes auf. Wir laufen also weiter die Berge hinauf und stoßen auf Gus der total verzweifelt vor einem kaputten Mineneingang mit starken Rückenschmerzen verweilt. Die Reparatur des Minenzugangs ist relativ günstig (20 Holz und 500 G) und schnell erledigt. Gus freut sich riesig über eure Hilfe, doch leider kann er aus gesundheitlichen Gründen die Mine selbst nicht betreten. Darum bittet er euch darum, ihm etwas Eisenerz zu besorgen. Opa Gus leiht euch seinen alten Hammer und das nächste Ziel besteht darin, Gus etwas von diesem kostbaren Erz zu beschaffen. Ihr buddelt euch tief mit eurer Hacke in den Minenschacht, wo man nicht speichern kann und findet relativ schnell das gewünschte Item. Auf der ersten Etage finden wir einen leuchtenden Edelstein. Diesen heben wir natürlich auf, denn wer weiß wofür er noch gut sein wird. Nachdem ihr es glücklicherweise wieder zur Oberfläche geschafft habt, übergebt ihr dem Opa das Eisenerz und begleitet ihn in sein Zuhause. Dort angekommen freut sich Opa Gus über die Ankunft seiner Enkelin und schenkt euch seinen Hammer für die Reparatur seines Hauses. Nun können wir endlich zumindest die kleinen Steine aus dem Weg räumen, umso Material für viele Aufbauten zu beschaffen.

Es gibt sehr viele Gebäude, die wir vor Bezug der Bewohner reparieren und instand setzten müssen. Das eine Haus kostet „nur“ Holz, Stein und natürlich Geld, andere Gebäude brauchen noch zusätzliche Items für den Wiederaufbau. Darunter zum Beispiel das Haus eines Edelmannes. Felix wird euch mit der sehr wichtigen Angel versorgen, doch zu allererst müssen wir sein Haus komplett renovieren. Hier müssen Blumen schnell wachsen, denn diese Reparatur fordert tatsächlich neben Holz, Stein und Geld auch Tulpen! Zum Glück haben wir den Blumenhändler schon freigespielt und können dort ein paar Tulpensamen kaufen und diese einpflanzen. Wie in jedem Harvest Moon wachsen Samen nur zu bestimmten Jahreszeiten. Hin und wieder sogar über zwei hinweg. Wie passend das die Tulpe eine Frühlingssaat ist und wir nicht noch bis zum Sommer warten müssen. Nach weniger Tagen haben wir die Materialien für die Reparatur des Edelmannes zusammen. Nach getaner Arbeit steht plötzlich im Morgengrauen der junge Mann völlig ausgehungert vor unserer Türe und bitte uns um etwas Essen. Da wir sehr freundlich mit allen Menschen umgehen, geben wir Felix natürlich etwas von der frischen Ernte ab und zum Dank erhalten wir seine alte Angel als Geschenk.

Doch Stopp! Von wegen Samen wachsen nur zu bestimmten Jahreszeiten. Das ist so nicht ganz korrekt. :) Denn wenn wir genug Material zusammengesammelt haben und dieses dann wiederum für das tolle Dünger-Lager verwenden, so haben wir einen Ort um beispielsweise aus Mist Dünger herzustellen. Nutzt man dann diesen besagten Dünger, so wachsen die eben genannten Tulpen (Frühlings-Saat) auch im Sommer auf unseren Feldern. Dies vereinfacht das Gameplay ungemein! Es dreht sich also bei Harvest „Moon- Licht der Hoffnung“ alles ums aufbauen, reparieren und natürlich ums anpflanzen. Freundschaften entstehen und später soll auch eine Hochzeit stattfinden. Vom Prinzip her genau, wie wir HM kennen. Zwei Worte noch zur Geschwindigkeit der Zeit. Ich habe mich das ganze Spiel über nie gehetzt gefühlt. Ich kam also mit den Tagesintervallen gut über die Runden und habe über den Tag verteilt all meine eigen gesetzten Ziele erreicht. In Echtzeit würde kein Harvest Moon funktionieren, aber dies ist nur meine eigene Meinung. Außerdem bleibt der Zähler sofort stehen, wenn man sich in Gebäuden aufhält, was wirklich sehr hilfreich ist. Auch die Ausdauer hat mir persönlich von Anfang bis hin zum „Ende“ des Spieles gereicht. Einzig was mich recht genervt hat, immer wenn mein letztes Herz angebrochen war, ertönte durch den Switch Lautsprecher ein immer wiederkehrendes und nervendes Geräusch. Klar, als Warnung ganz ok, aber nach fünf Minuten habe ich den Ton bis aufs Minimum runtergeschraubt. Harvest Moon- Licht der Hoffnung ist in kleine Kapitel unterteilt, zumindest was die Story betrifft. Das dritte Kapitel beschäftigt sich beispielsweise damit, dass der Zauberer der Stadt uns um den Aufbau von zwei Häusern seiner Lehrlinge im Lichtdorf bittet. Ist dies erledigt startet eine Zwischensequenz und es geht weiter zum vierten Kapitel. ;)

Die unterschiedlichen Werkzeuge werden auch in diesem Teil der HM Serie wichtig sein. Zuerst haben wir natürlich nur die erste Stufe, im späteren Spielverlauf können wir unsere Werkzeuge jedoch immer mehr verbessern. Die erste Verbesserung jedoch erfolgt erst ab Sommer, denn wir benötigen neben Erze und Geld auch Sonnenblumen. Diese Samen werden beim Blumenladen zu dieser Jahreszeit verkauft, oder aber man sammelt die wildgewachsenen Sonnenblumen im Lichtdorf ein. Haben wir alle Materialien zusammen, so gehen wir zu Opa Gus (Schmied) und lassen ihn für uns die Werkzeuge bearbeiten. Durch diese Verbesserungen kann beispielsweise unsere Hacke mit der zweiten Stufe drei Felder anstatt einem pflügen. Ganz toll, der gute alte Schmied gibt uns die fertigen Werkzeuge sofort wieder mit. Also kein langes Warten auf unser geliebtes Hämmerlein! Ähnlich läuft es auch bei der Gießkanne und der Angel, jedoch benötigen diese Items andere Pflanzen zum Aufstieg in die nächste Klasse. Sammeln, sammeln, sammeln lautet die Devise. Gehen wir nochmals gedanklich zurück zur Mine. Dort haben wir bei unserem ersten Besuch einen leuchtenden Edelstein gefunden. Ein Erntewichtel hat uns gebeten, dass wir den Edelstein täglich gut pflegen. Dies haben wir natürlich befolgt und nach nur weniger Tagen springt ein elfenähnliches Wesen daraus hervor. Soleil heißt die Elfe und hat einfach nur Charme pur. Damit kommen wir auch schon zum Koop-Modus. In Person einer weiblichen (wenn ihr als Bauer spielt) oder männlichen Elfe (wenn ihr als Bäuerin das Game bestreitet), kann ein zweiter Spieler aktiv am Geschehen teilnehmen. Mit Magie kann die Elfe sich um die Tiere kümmern, bei der Ernte helfen, Steine und Bäume etc. „entsorgen“ oder bepflanzte Felder bewässern. Falls die Freundschaft zur Bäuerin/ zum Bauer stark genug wird, kann die Elfe eine menschliche Gestalt annehmen und wird dadurch zu einem weiteren Heiratskandidaten.

Grafik & Sound....

Manchmal ist weniger einfach mehr! Grafisch ist „Harvest Moon: Licht der Hoffnung“ recht gut und spricht den Spieler durch farbenfrohe und sehr detailgetreue Kleinigkeiten an. Die Animationen laufen flüssig und es macht einfach großen Spaß, das zu erleben. Spricht man eine Figur an, so wird diese wie in den Vorgängern hervorgehoben und mit lustiger Mimik untermalt. Da wird gelacht und geweint, da wird geschimpft und geschmunzelt. Es ist eben ein Harvest Moon. Die Grafik besticht einfach durch ihre Niedlichkeit und bietet natürlich kein „High Hope“ Gefühl, jedoch kann sie sich sehen lassen. Die wechselnden Jahreszeiten sind wie in jedem Teil dieser Serie zwar einfach gehalten, aber recht gut umgesetzt. Wenn der Bauer/die Bäuerin hinter einem Baum steht, so wird dieser leicht durchsichtig. Dadurch kann man sehen, ob dort vielleicht ein Secret in Form eines Steines versteckt, oder ob sich ein Ort zum Anpflanzen anbietet. Regen wird durch kleine, fallende Striche auf dem Bildschirm produziert, jedoch braucht ein HM meiner Meinung nach nicht mehr um Spielspaß zu erleben. Es kommt dem Vorgänger recht nah, was zu erwarten war, jedoch haben sich die Entwickler einmal mehr Mühe mit der grafischen Gestaltung in meinen Augen gemacht. Natürlich hätte man auf Nintendos Switch viel mehr rausholen können, doch ein Fan dieser Serie erwartet nicht wirklich die super Grafik. Die Sprechblasen sind groß genug und die Texturen dadurch gut erkenn- und lesbar. Dem einem gefällt was er sieht, der andere findet es recht grausig und zu veraltet. Man wird in diesem Harvest Moon keinen großen Schritt nach vorne sehen, trotzdem finde ich ihn niedlich gestaltet. Es ist kein Zelda oder auch kein Yonder, es ist und bleibt ein Harvest Moon. Wenn man es von dieser Seite betrachtet und keine Vergleiche zu anderen Spielen zieht, dann kann sich die Grafik recht gut sehen lassen.

Die ewige Geschichte mit dem Sound. Der eine Spieler mag es, dem anderen fallen bald die Ohren ab. Ich persönlich finde die Musik dezent gehalten, doch würde ich sie den ganzen Tag hören, dann wäre ich sehr wahrscheinlich schneller in der Irrenanstalt, als mir lieb wäre. Man kann glücklicherweise unter dem Punkt „Optionen“ die Musik gänzlich ausschalten oder den Regler etwas leiser stellen. Dies ist ebenfalls bei den Soundgeräuschen einstellbar! Was mir sehr gut gefallen hat, sind einfach die kleinen Soundelemente! Wenn z.B. ein Baum gefällt wird und die Axt gen Stamm saust, oder aber das Geräusch, wenn man Unkraut zupft und ein „Wusch“ durch die Lautsprecher der Switch fährt. Es ist einfach „Back to the Roots“, denn auch in Sachen Sound ist nichts Neues mit am Start bei Harvest Moon: Licht der Hoffnung. Mir als „alter“ Hase gefällt aber genau diese Vertrautheit. Die Töne im Spiel sind ganz einfach „Old School“. Wer hier allerdings Musik alla Stewart Copeland erwartet, der ist auf der falschen Insel gestrandet.

Fazit....

Mein persönliches Fazit lautet eindeutig, dieses Harvest Moon ist einen Blick wert und ich bin wirklich begeistert. Es gibt hier und da ein paar verbesserungswürdige Ideen, jedoch kann ich beispielsweise mit der schlichten, aber sehr niedlichen Grafik gut leben. Wobei schlicht nicht die richtige Wortwahl im eigentlichen Sinne ist. Die Grafik ist schön und detailliert, auch die Figuren sind hübsch gestaltet, doch der richtige Grafik Touch gibt es einfach in meinen Augen bei keinem Harvest Moon zurzeit. Was mir viel Freude bereitet hat, es gibt viele Materialien zum Sammeln, Listen zu füllen und die neuen Feste hatten auch ihren Reiz. Die „automatische“ Steuerung beispielsweise beim Fällen der Bäume fand ich auch recht angenehm und die Möglichkeit mit Dünger seine Saat Jahreszeitenübergreifend pflanzen und ernten zu können, ist schlichtweg grandios! Langzeitmotivation ist in meinen Augen auf jeden Fall gegeben und vielleicht spiele ich ja sogar nochmals als Bauer komplett durch. Wünschenswert wäre ein Online Multiplayer, doch leider bleibt dies bei Licht der Hoffnung auf der Strecke. Dafür gibt es aber zumindest den Koop-Modus, der dieses HM einfach in diesem Bereich etwas aufwertet. Auch der Witz im Game hat mich wahnsinnig angesprochen. Habe selten so viel in einem HM gelacht, wie in diesem Teil. Würde ich es kaufen? Ja, das würde ich! Schon alleine, weil es im Moment das einzige „Harvest Moon“ ;) für die Switch ist.

 

+ Spiele als Junge oder Mädchen
+ Zu jeder Zeit speichern
+ Komplett Deutsch
+ Koop-Modus
+ Viele Aufgaben der NPCs
+ Menü-Steuerung via Touch
+ Schöne und lustige Story
- Kein Online Multiplayer
- Kein neues Harvest Moon
- Musik nicht für jedes Ohr
- Grafik recht niedlich, aber kein
„High Hope“ Gefühl

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: 80%

GESAMTWERTUNG: 76%

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