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SWITCH Hyrule Warriors: Definitive Edition
 
 
Hyrule Warriors: Definitive Edition - SWITCH
Matthias Engert (03.06.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: KoeiTecmo
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 9MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10++
MP-MODI: Splitscreen
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Ältere Spiele oder gar Klassiker neu aufleben zu lassen, gehört ja mittlerweile zum guten Ton in der Branche. Da ist Nintendo schon lange nicht mehr die einzige Firma, die das teilweise exzessiv umsetzt. Das man aber selbst dieses Spielchen noch etwas intensiver umsetzen kann, liegt bei Nintendo in der Historie, oder besser gesagt den Gegebenheiten der letzten Jahre. Zum einen mit der Wii U eine wenig erfolgreiche Konsole und zum anderen ein Handheld-System, auf dem mit der Zeit selbst Heimkonsolen-Titel aufgelegt wurden. Also schlägt Nintendo hier und da gleich mal mehrere Fliegen mit einer Klappe und lässt Titel erneut aufleben, die auf der Wii U nicht die breite Masse erreichten und auf dem 3DS Abstriche bei der Technik machen mussten. Ein aktuelles Beispiel ist Hyrule Warriors: Definitive Edition. Kam das Original auf der Wii U mit wenig Inhalt auf den Markt, bot die 3DS Version neue Inhalte, aber eben auf einem technisch schwächeren Niveau. Warum also nicht beide Titel nochmal ausgraben, technisch in das Korsett der Switch packen und somit einem viel größeren Publikum zugänglich machen. Was mit Donkey Kong oder selbst einem Treasure Tracker funktioniert, sollte doch auch hier klappen? Ob dem so ist, soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Auch hier stehen natürlich die bekannten Firmen in der Verantwortung. Mit Nintendos Hilfe konnte sich KoeiTecmo einmal mehr mit dem Thema austoben. Denn wie schon erwähnt, erwartet euch hier kein brandneues Spiel, sondern die Vermischung zweier Titel in einem neuen Gewand. Von daher sind die technischen Rahmenbedingungen nicht sonderlich überraschend. Mal abgesehen vom Mehrspieler-Modus für 2 Actionfans, hat man den Rest eigentlich überall schon einmal gesehen. Was die Rahmenbedingungen angeht, so bietet man euch erneut ein Spiel, mit komplett deutschen Texten und einer recht gelungenen englischen Sprachausgabe. Allerdings weniger was die Protagonisten angeht, sondern hier vor allem in der Form einer Sprecherin, die euch vor den einzelnen Schlachten allerlei Hintergrundinfos preisgibt. Technisch bietet man euch sowohl die 1080er Ausgabe in Sachen Grafik, als auch den bekannten Switch 5.1 Surround Sound. Speichertechnisch wird erneut alles unter einem Profil im Spiel abgelegt und zapft euch vom wertvollen Switch Speicher spartanisch 9MB ab. Wer das Spiel übrigens als Download verwenden möchte, darf 13GB an Platz freischaufeln, oder mal wieder eine neue SD-Card einlegen. ;-) Wie auf dem 3DS kommt nun auf der Switch auch das amiibo Feature zum Einsatz, dass alle verfügbaren Figuren unterstützt. Dabei kann man pro Tag 5 Figuren nutzen. Mehr geht an einem Tag nicht. Der Nutzeffekt ist durchaus hoch. So kann es sein das ihr fix mal 50.000 Rubine bekommt, neue Waffen und Klamotten, vor allem aber profitiert Midna vom amiibo Feature. Denn mit der Wolf-Link Figur bekommt man exklusive Waffen mit einem sehr hohen Angriffswert. Die Geschichte der Switch Version ist natürlich die Mischung aus den Ur-Inhalten der Wii U, plus eben allen Handlungssträngen der 3DS-Version.

Zunächst dreht sich alles um das bekannte Szenario. Die schwarze Zauberin Cia hat Raum und Zeit auseinandergerissen. Um das Land Hyrule zu retten, verbündet sich der Held Link mit Impa, Shiek und der weißen Zauberin Lana. Eingestiegen wird hier an einem Punkt, an dem Link nicht der grüngewandete Held ist. Als Prinzessin Zelda und Impa, die Anführerin der hylianischen Elitetruppen, ihren Kämpfern beim Training zusehen, das auch ein junger Recke namens Link absolviert, wird Hyrule von einer finsteren Armee angegriffen. Zelda muss schnell handeln und mobilisiert ihre Truppen. Doch die Eindringlinge aus dem Jenseits gewinnen schon bald die Oberhand über die hylianischen Streitkräfte. Link hält nichts mehr im Schloss Hyrule, als der Krieg ausbricht, und er zieht in die Schlacht. Während eines Aufeinandertreffens mit einem mächtigen Gegner, erwacht das Triforce des Mutes in Link. Das rettet nicht nur ihm das Leben, sondern auch Impa, die ihn als auserwählter Held von Hyrule erkennt. Nach einem langen Gefecht gelingt es Link und den hylianischen Truppen, die Bedrohung abzuwehren. Allerdings müssen sie erfahren, dass es einige ihrer Feinde bis ins Schloss Hyrule geschafft haben und Prinzessin Zelda verschwunden ist. Impa und Link bereiten sich auf den Kampf vor und machen sich auf die Suche nach Zelda. Sie begegnen neuen Verbündeten wie dem geheimnisvollen Shiek und einer jungen Zauberin namens Lana. Ihr Abenteuer führt sie durch drei verschiedene Versionen von Hyrule aus der Vergangenheit. Sie schließen sich mit begnadeten Kämpfern aus den einzelnen Welten zusammen, denn sie brauchen jede Hilfe, die sie bekommen können. Die Stärke der größten Krieger aus Hyrules Vergangenheit und Gegenwart ist erforderlich, um dem Chaos auf den Grund zu gehen und den Frieden in Hyrule wiederherzustellen. Das Schöne in der Definitive Edition ist nun die Verfügbarkeit aller Handlungsstränge, die man früher extra kaufen musste, oder eben nur auf dem 3DS erleben konnte. Unter anderem dürfen sich Wind Waker Fans freuen und der Weg in der Definitive Edition führt die Spieler so auch mal nach Port Monee. ;-) Aber auch dazu später noch ein paar Zeilen.

Das Hauptmenu gibt euch 7 Menüpunkte zur Wahl. Spielerisch warten neben dem Legenden-Modus, wieder das Freie Spiel, der Abenteuer-Modus und der bisher nur auf dem 3DS verfügbare Modus "Feen-Gefährten". Weiterhin sind auch wieder die Herausforderungen verfügbar. Dazu kommen die Galerie und die Optionen. Des Weiteren bieten die Optionen die Möglichkeit die Tastenbelegung frei zu wählen und unter anderem den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Zunächst gibt es derer 3, hat man das Spiel einmal im Story-Modus komplett durch, gibt es wieder den Modus "Held", der euch wertvollere Belohnungen verschafft. Die Galerie dient zum Anschauen der Sequenzen und spezieller Bilder, sowie eine Statistik Rubrik, in der erspielte Orden für das Erreichen spezieller Spielziele aufgelistet sind. Den früheren Menüpunkt "Extras" sucht man hier nun vergebens. Nicht weiter überraschend, fand man dort immer die kostenpflichtigen DLC Pakete, die hier ja nun glücklicherweise komplett entfallen. Einer der großen Pluspunkte des Spiels, da nun alles unter einem Dach zum "kleinen" Preis vereint wurde. Soweit der grobe Überblick über das Spiel. Schauen wir uns nun die Details etwas genauer an.

Das Gameplay....

Wie gerade schon angesprochen ist das Killer-Feature des Spiels das Angebot an Inhalten, die aus beiden Einzelversionen der Wii U und des 3DS stammen. Wer beide Versionen kennt, wird sich sehr über die Vermischung freuen. Will man sich in die Schlachten stürzen, gilt es sich zunächst dem Legenden Modus zu widmen. Er beinhaltet die eigentlichen Story Levels, die man als Spieler im Verlauf mit unterschiedlichen Charakteren angehen kann. Zu Beginn ist das Spiel nun so angelegt, dass man euch einen längeren einführenden Vorspann zeigt, wie die Geschichte beginnt und unser Held das erste Mal auf dem Schlachtfeld loslegen darf. Für den Spieler schon eher als Tutorial angelegt, gibt es so eine Einführung in die Grundlagen des Gameplays, der Steuerung und der vielen kleinen Eigenheiten im Spielablauf. Das eigentliche Zentrum des Legenden Modus bekommt man nach der ersten einführenden Schlacht zu Gesicht. Dann nämlich wartet ab jetzt immer ein Schlachtenbaum auf euch, über den ihr die jeweils nächste Schlacht anwählen könnt. Allerdings ist das noch lange nicht alles und das Menü des Legenden Modus bietet noch einige weitere Aspekte. Neben der Bezeichnung der Schlacht werden euch hier reichlich weitere Möglichkeiten und Informationen gegeben. So kann man beim erstmaligen Durchspielen des Legenden Modus 3 Schwierigkeitsgrade nutzen, während am Ende ein Bonusgrad freigeschaltet wird, der es dann auch in sich haben sollte. Des Weiteren gibt es pro Schlachtfeld bestimmte Belohnungen wie Herzteile, oder Skulltulas zu holen, zu denen man euch anzeigt, ob es eines speziellen Charakters bedarf, mit dem man die Schlacht spielen muss. Im Verlauf spielt man in der Switch Version nun satte 29 Charaktere frei, die mal vorgegeben sind, oder von euch frei gewählt werden können.

Hier greift unter anderem mit hinein, dass man erstmal 1 Durchgang des Spiels hinter sich haben muss, um knapp die Hälfte aller Charaktere als Fragezeichen zu bekommen. Damit hat man sie ja noch lange nicht, sondern darf sich ab jetzt auf eine wesentlich höhere Spielzeit einstellen, um diese auch zu bekommen. Das unterscheidet die Switch Version stark von beiden Vorgängern. Für Cracks gibt es dadurch nun die Möglichkeit unter anderem auch Toon Link, Daphnos oder Tetra zu steuern. Ebenso ist das Horror Kid auch hier mit am Start und die spezielle neue Heldin Linkle zeigen sich in der Switch Version. Dabei ist die Mischung aus sofort verfügbaren und später erst freispielbaren Charakteren geändert worden. So ist ein Handlungsstrang speziell für Linkle gemacht, während die meisten anderen neuen eben aus der jetzt auch am TV verfügbaren Wind Waker Handlung stammen. Im Verlauf einer der wichtigsten Punkte ist der Basar, der sich immer weiter vergrößert und es euch erlaubt jeden Charakter für sich zu entwickeln, zu leveln und dementsprechend auszurüsten. Hier kommt das altbekannte Warriors Prinzip zum Tragen, das seinen motivierenden Aspekt einmal mehr auch hier ausspielen kann. Der Level Baum schaltet im Verlauf auf der Switch alle 32 verschiedenen Schlachten frei, die euch an verschiedene Orte aus dem Zelda Universum führen. Ein atmosphärisch große Stärke des Spiels, das man euch nur auf Schauplätzen loslegen lässt, die es in verschiedenen Zelda Spielen auch schon gab. Dabei dürfen sich Ocarina of Time Spieler genauso drauf freuen, wie solche die eher mit Skyward Sword ihre Erfahrungen gemacht haben. Und wie schon erwähnt erwacht unter anderem Port Monee zum Leben, da es euch hier immer wieder in Örtlichkeiten aus Wind Waker verschlägt. Dementsprechend kann man hier locker an die 25 Stunden für den Legenden-Modus einrechnen, da gefühlt das Spiel auch einen Tick schwerer ist.

War zumindest mein persönliches Empfinden. Das Spielprinzip ist auch hier nun so angelegt, dass ihr euch in eine Schlacht stürzt, dort tausende von Gegnern niedermetzelt, Belohnungen en Masse sammelt und durch Erfahrungspunkte den Charakter immer besser macht. Hier geht es also nicht um Rätsel Gameplay, sondern einfach nur um Action ohne Ende. Bevor wir uns in die Feinheiten der Charakter Entwicklung stürzen, wollen wir uns mal eine Schlacht an sich etwas genauer anschauen, die schnell zeigt welche Möglichkeiten das Spielprinzip bietet. Bevor man die Schlacht beginnt, gibt es nun noch einen ausladenden Vorbereitungsbildschirm. Zunächst zeigt euch die Karte wie groß die vor euch liegende Schlacht sein wird und eigene Truppen, wie die der Gegner werden euch angezeigt. Wobei es viele Schlachten gibt, in denen sich mitten drin die Rahmen- und Siegbedingungen auch mal ändern. Wichtig ist dabei immer der Punkt Armee Info, wo man euch auch die Bedingungen für Sieg oder Niederlage preisgibt. Und in so gut wie allen Schlachten müssen einer oder mehrere Zwischen- und Bossgegner besiegt werden. Wesentlich seltener sind die Schlachten, in denen auch mal die Zeit eine Rolle spielt. So unter anderem dann, wenn man einen bestimmten Gegner daran hindern muss einen Fluchtpunkt auf der Karte zu erreichen. Genauso gibt es die Gegenstücke, wo man einen eigenen Charakter zu einem solchen Punkt geleiten muss. Neben zig Kriegern auf der Gegnerseite, die man hier als Kommandanten bezeichnet, samt deren tausender Fußtruppen, streiten auch auf eurer Seite Charaktere aus dem Zelda Universum mit ihren Truppen mit. Hier kommt ein weiterer großer Pluspunkt der 3DS Version nun auch auf der Switch zum Vorschein. Maximal 4 eigene Kommandanten agieren in einer Schlacht. Früher hatte man nur einen davon wirklich steuern können, während die anderen auf sich gestellt waren. Über das Steuerkreuz kann man jederzeit und Live zu einem anderen Charakter schalten und diesen steuern. Das gibt euch vor allem bei zeitkritischen Dingen mehr Handlungsspielraum.

Dadurch dass man per Ocarina auch ein Schnellreisefeature besitzt, spielt sich die Switch Version auch wieder sehr flüssig. War früher ein Verbündeter in Schwierigkeiten und man musste erst langwierig zu ihm um zu helfen, kann man das hier nun selber in die Hand nehmen und schaltet einfach um. Finde ich sehr gut. Hier zeigt sich auch eine weitere Verzahnung im Spiel. Denn alle mitkämpfenden eigenen Charaktere gehören ja meist auch zur eigenen Armee und sind ja vielleicht in einer späteren Schlacht auch selber steuerbar. Da man im Basar aber auch per Hand alle Charaktere über Rubine leveln kann, die man jederzeit steuert, beeinflusst man ebenfalls die Kämpfe. Das geht nämlich und wirkt sich ebenfalls auf den Ausgang mancher Kämpfe aus. Ist man nun mit diesen Vorbereitungen fertig, kann man sich auch endlich in die eigene Schlacht werfen. Nach kurzen Ladezeiten beginnt alles mit einem kleinen Rundflug über einige Bereiche des Schlachtfelds und man landet schlussendlich hinter dem eigenen gesteuerten Charakter. In der typischen Third Person Sichtweise wird gespielt, egal wen und mit welcher Waffe man agiert. Dabei ist die Kamera in der typischen Iso-Sicht gestaltet, wie man sie von früheren Spielen der Serie her kennt. Per rechtem Stick kann man diese dabei frei beeinflussen, so dass die Übersicht innerhalb der Action kaum leidet. Hier muss man die eher schon kleine Karte ansprechen. Weder ein Wii U Pad oder der 3DS-Touch Screen steht hier ja zur Verfügung, so dass man entweder alle Details auf der eingeblendeten Karte erkennen muss, oder einfach in den Pausenbildschirm wechselt. Gerade die Karte auf dem Spielbildschirm, ist wie die eingeblendete Schrift der Infos etwas klein geraten. Kann aber durchaus auch subjektiv sein, mit dem Sehvermögen meiner 47 Jahre. ;-) ;-) Ansonsten spielt Zeit in dem Sinne kaum eine Rolle. 60 Minuten sind Pflicht für eine Schlacht und eigentlich auch kein Problem, auch wenn manche Schlachten durchaus mal 30-45 Minuten dauern können. Beeinflusst werden diese Zeiten durch viele Dinge, meistens aber durch Gegner, die man über die gesamte Größe der Schlachtfelder finden und eliminieren muss.

Sehr oft ist das dann so angelegt, dass ihr an einer Ecke des Schlachtfelds beginnt und das eigentliche Ziel genau am anderen Ende lauert. Um zu ihm zu kommen, schickt man euch tausende an Gegnern entgegen, um euch daran zu hindern. Und das darf man auch durchaus wörtlich nehmen. Oft agieren wie schon erwähnt mehrere eigene kleine Streitkräfte an eurer Seite. Werden von der CPU gesteuert, wenn ihr gerade einen anderen steuert, fangen aber oft an einer anderen Ecke des Schlachtfelds an. Kämpfen diese gut, sprich ihr habt sie zufällig auch ein wenig gelevelt, so kann man sie meist allein agieren lassen. Hier greift das Infosystem des Spiels, über das man streiten kann. Was sich wo und gerade überall abspielt wird durch die englische Sprachausgabe wiedergegeben und Texteinblendungen, für die man aber nicht immer ein Auge hat. Auch hier hat man mit der angesprochenen kleinen Schrift und den eh schon mit Effekten überfrachteten Bildschirm gut zutun alles im Auge zu behalten. ;-) Mit der Zeit arrangiert man sich aber damit. Zudem leuchten spezielle Punkte auf der Karte, sobald etwas akutes dort passiert. Auch werden euch auf der Karte Ziele und Truppenbewegungen mittels farbiger Symbole und Einblendungen angezeigt. Vorwärts kommen ist aber erst einmal oberste Bürgerpflicht. Per linkem Stick bewegt man sich und kann die Kamera jederzeit hinter den Charakter holen. Was wichtig ist, da man immer von mehreren Seiten angegriffen wird. Alle Gegner, egal ob tausende Fußtruppen oder die gegnerischen Kommandanten, besitzen dabei sichtbare Lebensleisten über dem Kopf, die je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich lang sind. Die Kommandanten, sowie die Story Gegner und damit wirklich wichtigen Gegner in den Schlachten haben zudem noch ihren Namen gut lesbar darüber. Dabei kommen beim Thema metzeln die X und Y Tasten am meisten zum Einsatz. Mit ihnen wird die Waffe benutzt und erzeugen je nach Level und Entwicklung des Charakters viele Kombo Aktionen, die teilweise fast schon Finisher Niveau haben.

Zusätzlich kann man über die A-Taste die Specials des jeweiligen Helden auslösen, die ebenfalls mit der Zeit immer mächtiger werden und spezielle Energie aus bis zu 3 sichtbaren Leisten ziehen. Wobei die wichtigste Anzeige immer die Lebensenergie zum Inhalt hat, die man tunlichst im Auge haben sollte. Hier sehr passend über Herzcontainer umgesetzt. ;-) Für alle Gegner die man im Spiel eliminiert gibt es Erfahrungspunkte, die jederzeit im Spiel ein Level Up bedeuteten. Einhergehend mit stärkeren Eigenschaften des Helden. Erledigt man spezielle Gegner wie z.B. die Kommandanten oder kleinen Zwischengegner, hinterlassen diese oft Materialien, die man später im Basar für neue Waffen oder die Entwicklung ausgeben kann. Höchste Weihe sind die typischen Zelda Truhen, die hier unter dem gleichen Sound und grafischen Darstellung wie in einem Zelda Spiel geöffnet werden. Dort findet man dann eben mal seltene Waffen und natürlich die angesprochenen Herzteile, die erneut bei 4 Stück einen neuen Herzcontainer ergeben. Dazu findet man kleine Items, mit denen man die verschiedenen Leisten auch gewollt wieder füllen kann. Man kann so Lebensenergie auffrischen, die Special Leiste schneller füllen und vor allem die ebenfalls enthaltenen externen Waffen und Gegenstände verbessern. Denn wie es sich für ein Spiel wie dieses gehört, spielen hier z.B. der Bogen, die Bomben oder der Bumerang eine Rolle. Cool gemacht, da man vor allem die vielen bekannten Boss Gegner wie in den jeweiligen Zelda Spielen besiegen muss. Der Rest ist dann wirklich im Spiel metzeln bis der Arzt kommt. Rätsel oder ähnliches sind nicht vorhanden oder sollten nicht als solche bezeichnet werden. Hier zählt einfach nur das Gesetz des Stärkeren. Über die Karte sieht man immer wo die Massen an Gegnern lauern und ist wirklich selten mal allein. Wenn dann kommen auch reichlich auf euch zu, wobei die reinen Fußtruppen wieder nur Kanonenfutter sind. Sie sind in der Masse zwar mal gefährlich, aber auch durchaus sehr passiv. Egal ob das Nahkampftruppen sind, oder solche die auch Fernwaffen benutzen. Selten das euch mal härtere Burschen bearbeiten. Das bleibt wirklich den Kommandanten oder speziellen Story Gegnern in den Schlachten vorbehalten.

Positiv dass man die per Taste fest arretieren kann und die an sich schon etwas hektische Kamera hier etwas entschärft wird. Man macht so ein Gebiet auf der Karte nach dem anderen Feindfrei und kämpft sich nach und nach gen Endgegner oder Zielpunkt. Zwischendurch werden euch gerne mal Tore vor der Nase geschlossen, so dass man auch mal einen alternativen Weg finden muss. Aber Spaß macht es halt seine Waffen sprechen zu lassen und die oft pausenlose Action zu erleben. Genau das ist ja der Reiz dieser Spiele und richtet sich schon an eine spezielle Zielgruppe mit den enthaltenen Massenschlachten. Positiv das man innerhalb einer Schlacht eben gerne mal die Siegbedingungen ändert und man als Spieler eben nicht einen vorgegeben Weg durch die Locations nimmt. Mal muss man wieder irgendwohin zurück, muss plötzlich einem Verbündeten helfen, oder verloren gegangene Festungen wieder zurückerobern. Da sich trotz Hektik der Zeitdruck in Grenzen hält, wird man auch nicht so gehetzt wie man das eigentlich immer wieder denkt. Trödeln sollte man aber dennoch nicht. Denn verlieren kann man schon, oder auch ein Teilziel vergeigen. Man überschätzt manche Situationen doch gerne mal und bearbeitet zwar fast schon den Endgegner, übersieht aber das die eigene Heimatbasis angegriffen und eingenommen wird. Dann muss man aber nicht immer gleich komplett von vorn anfangen, sondern kann einen der Rücksetzpunkte pro Schlacht nutzen. Aber und das kann man schon hier erwähnen. Man macht hier nichts umsonst und kann alle Schlachten mehrmals angehen und nutzt seine entwickelten Charaktere ja auch in den anderen Modi. Denn glücklicherweise behalten die Helden alle EP und Items, auch wenn sie man draufgehen. Das langwierige daran ist auch die Tatsache, dass man wirklich nur den Charakter entwickelt, den man gerade steuert. Will man einen anderen entwickeln, muss man dort auf verschiedene Weise wieder selber Hand anlegen. Nach einer Schlacht geht es dann auch genau in diesem Teil an das Eingemachte. Zunächst wird man Bewertet und bekommt dementsprechend Rubine. Dazu gibt es die angesprochenen Materialien und erbeutete Waffen werden euch für alle möglichen der eigenen Charaktere freigeschaltet.

Danach landet man auf dem Schlachten Bildschirm und könnte theoretisch die jeweils nächste angehen. Macht man aber nicht, sondern begibt sich erst einmal in den Basar, in dem man mit der Zeit ebenfalls viel Zeit verbringen kann. Grundlage hier sind vor allem die Rubine, die man wie eine Währung benutzt. Der Basar selber bietet mehrere Bereiche und reicht über direkte Einflussnahme und begleitende Dinge, bis zum Verbessern der angelegten Waffen. Beim zweitgenannten beeinflusst man bei jedem Charakter einzeln die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Charakters. Hier spielen die Rubine nur eine untergeordnete Möglichkeit. Viel wichtiger sind in diesem Bereich die Materialien. Diese dienen dazu, um z.B. die reine Defense zu verbessern, geben euch die Möglichkeit z.B. die Special Leisten zu erweitern, oder erlauben euch den Einsatz von mehr als einer Flasche in einer Schlacht. Diese kann man ebenfalls im Basar mit verschiedenen Tränken füllen, welche die Gesundheit oder auch die Specialleisten füllen. Beim Thema Waffen hat jeder Charakter auch seine eigenen Varianten. Sprich einem Ganon das Master Schwert zu geben, geht hier natürlich nicht. ;-) Und auch diese kann man verbessern. Jede Waffe hat einen bestimmten Angriffswert und eventuell verfügbare Slots. Im Basar hat man nun die Möglichkeit 2 Waffen der gleichen Art miteinander zu verschmelzen. Dabei behält man die speziellen Fähigkeiten beider Waffen, die man über die Slots auf die jeweils neue verschmolzene Waffe übertragen kann. Link nimmt hier aber wieder eine kleine Sonderstellung ein. Denn mit dem Master Schwert bekommt er eine mächtige Variante, die man im Verlauf auch nicht pushen kann, aber eben auch nicht muss. Die beste Möglichkeit alle Kampffähigkeiten zu entwickeln bleibt aber dem Aufleveln vorbehalten. Alle Charaktere beginnen bei Level 1 und werden wie in jedem RPG mit jedem Level-Aufstieg stärker. Am Ende hatte Link bei mir Level 51, so dass bis zur 99 schon noch Luft ist. ;-) Aber dafür hat der liebe Zelda Gott den Schwierigkeitsgrad Held eingebaut, bei dem man genau wissen muss was man tut. Fast schon unfair schwer, ist das genau das Richtige für den Möchtegern Helden.

Klar dass auf diesem Grad die Belohnungen noch um einiges besser sind. Mittlerweile kein Spoiler mehr, dass man Ganon im Spiel über mehrere Schlachten steuern darf. Und ich muss sagen, es macht sehr viel Spaß mit dem dunklen Dödel zu spielen. Ist mal eine neue Erfahrung und hat durchaus was. Wobei aber auch Linkle als Beispiel mit ihrer Doppel-Armbrust das gewisse Etwas mitbringt. Ansonsten erlebt man die vielen bekannten Charaktere in vielen Schlachten und erlebt so eine recht große Aktionsfülle. Und wie schon erwähnt gelten die erspielten Level und Ausrüstungen für alle anderen Modi. Im Freien Modus schon sinnvoll, profitiert vor allem der Abenteuer-Modus davon. Wählt man diesen über das Hauptmenu an, so begrüßt man euch mit einer Übersichtskarte aus grauen Vortagen und man nimmt den Modus zunächst gar nicht so ernst. Erst wenn man die erste Karte spielt, ändert man seine Meinung ganz schnell. Denn hinter jedem Kästchen auf der Karte steckt eine Schlacht und zu Beginn sind nur ganz wenige spielbar. Die nun völlig neuen Schlachten gehen ebenfalls über maximal 60 Minuten und unterscheiden sich eigentlich nicht von den großen im Legenden Modus. Einzig die Mischung ist mal anders und es gibt auch mal recht kurze Varianten, in denen man spezielle Aufgaben bekommt. Hier wird einem oft ein Charakter fest vorgegeben, so dass die Entwicklung jedes einzelnen spätestens jetzt immens wichtig wird. Und so greift dann wieder ein Rädchen ins andere und man überschaut erst jetzt den vollen Umfang des Spiels. Und mit den neuen Helden werden alle Modi etwas intensiver. Auch hier ist das Prunkstück einfach die verfügbare Masse an Karten, an denen man schier ewig sitzen kann und muss. Denn früher gab es eine Karte und den Rest musste man teuer kaufen und herunterladen. Wer auch nur eine der beien Vorgänger Versionen verpasst hat, bekommt allein hier einen sehr großen Mehrwert. Was man nur bedingt über den Feen-Modus sagen kann. Hat ein wenig vom Tamagotchi Gameplay und spielt zunächst über den Abenteuer Modus eine Rolle. Dort kann man in bestimmten Schlachten kleine Zelda typische Feen retten und behalten.

Es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten und man kann sie später im entsprechenden Modus aufpeppeln, füttern und sich gefügig machen. ;-) Hintergrund ist der, dass man sie später mit in die Schlachten nehmen kann, damit sie dem Spieler helfen. Vor allem gegnerische Festungen, die mit einer magischen Barriere versehen sind, kann man so wesentlich leichter knacken. Ist aber der einzige Punkt, der etwas abfällt im Spiel. Auch wenn das System und viele Inhalte bekannt sind. Es ist hier eben die komplette Sammlung aller Hyrule Warriors Versionen, die den Kaufgrund darstellen.

Grafik & Sound....

In Sachen Grafik ist der Mehrgewinn gegenüber der Wii U Version durchaus überschaubar, was auch nicht weiter verwundert. Heißt ja auch nichts Schlechtes und punktet hier in meinen Augen vor allem mit der stabileren Framerate innerhalb der Schlachten. Auf der Haben Seite muss man zunächst die Wahl der Locations nennen, die allesamt aus dem Zelda Universum stammen und eigentlich aus allen bekannten Zelda Spielen Orte und Umgebungen bieten. Egal ob das Backgrounds aus Ocarina of Time angeht, über Twilihgt Princess Locations bis hin zum Wolkenhort aus dem aktuell letzten Teil. Da geht dem geneigten Zelda Fan schon das Herz auf. Ist aber beileibe nicht der einzige heimische Moment. Weiteres Highlight sind einfach die Charaktere, ihre Gestaltung und die Bewegungen. Egal ob das die bekannten Helden sind, die man selber steuert, über den Bösewicht Ganon, bis hin zu einigen bekannten Boss Gegnern, die hier immer wieder auftauchen. Speziell diese Ansammlung hat man auch grafisch sehr schön in Szene gesetzt. Ebenfalls etwas fürs Auge sind die Effekte der Action. Da jeder steuerbare Charakter diverse Specials mitbringt, gibt es hier eine immense Fülle an grafischen Aha Effekten und wie man die verschiedenen Attacken grafisch umgesetzt hat. Hier muss man dem Spiel auch technisch im Einzelspieler schon ein Kompliment machen. Natürlich gibt es hier und da mal ein paar Clipping Fehler und Macken in der Kollisionsabfrage. Bei der teilweise fast schon zu schnellen und unübersichtlichen Action aber zu verschmerzen. Etwas Abstriche muss man bei manchen Background Grafiken machen. Die Weitsicht ist nicht immer immens weit und auch manche eher einfach gehaltenen Texturen gibt es zu sehen. Aber auch hier verschmerzbar, weil die unmittelbare Action den Spieler meist davon abhält in die Ferne zu schauen. Wirklich in bleibender Erinnerung sind mir die Locations geblieben und die dort sichtbaren Kampfeffekte.

Auch beim Sound hat sich wenig bis gar nichts verändert gegenüber der vergleichbaren Wii U Version. Einzig die fehlende Sprachausgabe in den Story-Sequenzen erzeugt einen Seufzer beim Spieler und man wartet regelrecht drauf, dass die Recken endlich anfangen zu reden. Dafür gefallen die Musikstücke und Effekte uneingeschränkt. Warum ist auch wieder einfach zu erklären. Schon mit dem ersten Spielstart ist man hier gefangen, weil man eben konsequent auf die Zelda Musiken setzt. Je nach Location angepasst, gilt das auch für die Kampf- und Situationseffekte. Ob das jetzt die Laute mancher Charaktere angeht, oder allein das Öffnen einer Truhe. Willkommen Zuhause möchte man jedem Nintendo Jünger zurufen. Große Klasse und ein dickes Lob für diese sehr atmosphärische Begleitung der Action.

Multiplayer....

Endlich darf nun auch in einem Warriors Spiel mal ein zweiter Mitspieler einbezogen werden. Das hat natürlich vor allem hinten raus durchaus seine Vorteile. Denn man kann diesen in allen Modi einbinden, in denen die Action tobt. Also auch im Legenden Modus. Dabei ist sogar die Charakterwahl frei innerhalb der möglichen Vorgaben. Man aktiviert den zweiten Spieler auf dem Charaktermenü und kann diesen danach wählen lassen. Im Spiel selber nutzt man eine horizontale Splitscreen Variante. Wie immer sollte man über einen durchaus großen Bildschirm verfügen, damit die Übersicht nicht zu sehr leidet. Da jetzt die Kamera etwas tiefer gesetzt ist, sieht man nicht mehr so viel in der Ferne wie im Einzelspieler. Technisch leicht abgespeckt ist die Framerate gerade bei extremen Massenschlachten und Effekten durchaus etwas niedriger als im Einzelspieler. Allerdings weit weniger als erwartet. Spielerisch sinnvoll, da mit zwei hochgerüsteten Charakteren unter menschlicher Führung selbst Schlachten im Schwierigkeitsgrad "Held" leichter werden können. Belohnungen am Ende bekommt zwar nur Spieler 1, der aber dafür natürlich im Basar alles erspielte frei verteilen kann.

Fazit....

Normalerweise müsste und würde ich bei einem Spiel mit der dritten Neuauflage schon einige Abstriche bei der abschließenden Einschätzung machen. Hatte ich mich sogar im Vorfeld des Releases mit befasst. Nach der mittlerweile über 40stündigen Testsession mit der Switch Version sehe ich das aber anders. Das liegt vor allem am reinen Inhalt. Denn die Mischung aus der alten Wii U Version, zusammen mit den reichhaltigen Inhalten der 3DS-Version und eben der Verfügbarkeit aller seinerzeit teuren DLC Paketen, lassen mich zu diesen Wertung kommen. Denn optisch und technisch nun noch einen Ticken besser, überzeugen einfach die Inhalte mit allen Charakteren, Waffen, Schlachten und vor allem Karten für den Abenteuer Modus. Von daher ist die Switch Version eines der wenigen Spiele, dem man den Zusatz "Definitive Edition" auch klar attestieren kann. Dazu der ordentliche Mehrspieler, der das gute und flüssig spielbare Spielvergnügen sehr passend abrundet. Selbst wer beide Vorgänger besitzt, bekommt einen Mehrwert. Wer nur einen Vorgänger hatte, sollte sich diese Ausgabe auf der Switch auf jeden Fall genauer anschauen.

 

+ Sehr hohe Spielzeit
+ Gut portierte Steuerung
+ Grafik/Sehr Effektreich
+ 29 Charaktere, 32 Levels!
+ Alle Wii U und 3DS DL-Pakete
+ Entwickelbare Charaktere
+ Modi-Vielfalt motiviert
+ Speichern jederzeit
- Online GP wäre eine feine Sache
- Kartenübersicht/Schriftgröße
- Feen-Modus fällt etwas ab

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 82%

MULTIPLAYER: 80%

GESAMTWERTUNG: 85%

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