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Vorstellung des SWITCH Pro Controllers der Firma Nintendo
Seit einigen Nintendo Hardware Generationen gibt es eine feste Regel für viele Gamer. Verlass Dich nie auf die mitgelieferten Controller und habe immer einen Pro Controller zur Hand. Das ist nicht mal negativ gemeint, sondern einfach aus der Notwendigkeit heraus. Viele Spieler schwören auch im Zeitalter der Bewegungssteuerung auf ein „altbackenes“ Pad, das einfach ein anderes Spielgefühl geben kann, als es Remote oder Joy-Con geben können. Auch meine Wenigkeit gehört zu dieser Fraktion, was aber durchaus auch am Alter liegen kann. ;-) Mit Pads aufgewachsen, gehört dieses Steuer-Feeling einfach mit dazu, wenn es um eine neue Konsole geht. Seit Wii-Zeiten und der Einführung der Remote, gibt es diesen Pro Controller immer als extra erhältlichen Artikel. Natürlich auch in Zeiten der Nintendo Switch. Gefühlt mit aktuell 60-70 Euro immer teurer, gibt es dennoch ein paar handfeste Gründe für die Anschaffung des aktuellen Pro Controllers für die Nintendo Switch.

Wie immer relativ unspektakulär verpackt und auch nicht weiter PR-technisch angepriesen, liegt der Pro Controller zum Launch mit in den Regalen der Switch Produkte. Dabei kommt das Gerät in einer normalen Pappverpackung daher und bietet neben dem Controller selber, auch ein USB Ladekabel. Immer positiv anzumerken, dass man nach wie vor auf die sehr nervigen Blister-Verpackungen verzichtet. Davon wird es leider noch mehr als genug geben. Das USB Ladekabel des Pro Controllers ist mit 1,40m Kabellänge vollkommen ausreichend dimensioniert, um den Controller an der Switch selber, oder anderen USB Anschlüssen laden zu können. Ebenfalls ein sehr positiver Aspekt im Switch Zeitalter, dass Nintendo auf die Klavierlack Oberflächen verzichtet. So wirkt die matte Oberfläche des Pro Controllers zwar etwas blass und billig, sagt aber nichts über die Verarbeitung aus. Ganz im Gegenteil. Ich empfinde nach längeren Sessions auch diesen Pro Controller als sehr gelungen.

4 Pro Controller können an der Switch angemeldet werden, was man unterhalb durch entsprechende LEDs auch angezeigt bekommt. Auf der Oberseite findet man den Slot für das Ladekabel, sowie den Knopf, um das Gerät kabellos an der Konsole anzumelden. Es reicht aber auch den Controller per Kabel einmal anzudocken, um die beiden miteinander bekannt zu machen. Auffälligste Neuerung ist die Anordnung der Sticks und damit einhergehend durchaus das Spielgefühl. Waren in den vorangegangenen Pro Varianten die Sticks eigentlich immer parallel zueinander, geht man hier wieder mehr in Richtung GCN Pad. Sprich linker Stick links oben, rechter Stick rechts unten. Man wird damit sofort warm und hat keinerlei Eingewöhnungsprobleme. Dazu ein recht hoch ausgespartes Steuerkreuz, das sich bei Spielen Ultra Street Fighter sehr gut macht. Große und flache Stickteller geben ein gutes „Grip-Gefühl“. Die Widerstände der Sticks sind sehr gut getroffen und geben beim Spielen ein gutes Feedback zum Spieler. Gerade im Gegensatz zu den eher kleinen Sticks der Joy-Cons, samt dem kürzeren Bewegungsraum der Sticks.

So spricht man allein damit vor allem Spieler mit größeren Händen an, die mit den 3DS-Verhältnissen der Joy-Cons so ihre Probleme haben. Das gleiche gilt auch für die Action-Tasten. Auch hier relativ hoch ausgespart und mit gelungenen Druckpunkten ausgestattet. Auch die 4 Schultertasten hat man durchdacht angebracht. Speziell die ZL und ZR Tasten sind breiter und lassen sich wie bei den Wii U Varianten nach unten drücken. Auch das gibt es besseres Kontrollgefühl. Der Rest der Tasten ist sinnvoll angeordnet, so wie man das erwartet. Neben Plus und Minus gibt es die Home und Foto-Taste, die man alle im oberen Bereich angeordnet hat. Das Switch Logo rundet das Thema Branding ab. Was die Griffigkeit angeht, hat man die beiden seitlichen Griffe mit einer gummierten Oberfläche ausgestattet. Wie sich das Material auf längere Sicht macht, wird man sehen. Ein gutes Gefühl gibt der Pro Controller in jeder Hinsicht. Das gilt aktuell auch für den Akku. Zwar so ausgelegt, dass man ihn nicht tauschen kann, wird es nicht lange dauern bis findige Hersteller und Bastler auch dafür eine Lösung finden. Was die Laufzeit angeht, muss sich niemand Gedanken machen. Übers Wochenende viele Games damit gespielt, komme ich aktuell vielleicht auf 8 Stunden mit dem Pro Controller und bin laut Anzeige gerade Mal bei der Hälfte der Akkuleistung angekommen. Das passt und werde den finalen Wert dieser Tage noch einfügen.

Letzte nicht ganz unwichtige Funktion ist ein NFC-Bereich auf der oberen Seite des Pro Controllers. Wer also mit dem Pro spielt und zusätzlich amiibo Figuren einbinden will, bekommt also auch diese Funktion hier mitgeliefert. Aktuell zum Launch der Konsole gibt es aber noch einen anderen Grund, warum man sich durchaus für den Pro Controller entscheiden sollte. Denn die Probleme mit dem linken Joy-Con sind laut vieler Spieler noch nicht behoben. Auch der Day-One-Patch von Nintendo konnte das Problem wohl nicht restlos beheben und so klagen immer noch viele Spieler über Verbindungsabbrüche des linken Joy-Cons. Zwar nicht besonders toll, wenn man als Spieler gezwungen ist, eine Alternative im Hause zu haben. Ansonsten bleibe ich dabei. Wer auf lange Sicht alle Spieltypen abdecken und auf das Pad-Feeling nicht verzichten will, bekommt mit dem Pro Controller ein sehr gelungenes Produkt.

Der Switch Pro Controller

Vergleich der Pro Controller

Preis: ca.70 Euro

matthias.engert@mag64.de (06.03.2017)

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