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SWITCH Layers of Fear: Legacy
 
 
Layers of Fear: Legacy - SWITCH
Ty (23.07.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Bloober Team
GENRE: Horror
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 3337,62 MB (DL)
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
MP-MODI: Handheld,TV,Tisch
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK16
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Nein/Ja

   
Einleitung....

Layers of Fear und meine Wenigkeit trafen das erste Mal an der PS4 Konsole aufeinander. Dort konnte das Bloober Team schon sehr überzeugen. Als dann bekannt wurde, Layers schafft es sogar auf Nintendos Swicht, war ich schlichtweg begeistert. Denn viele Titel dieser Art gibt es bis Dato noch nicht für unsere gute „Kinder“-Konsole! Mit Layers of Fear: Legacy setzt Nintendo in meinen Augen ein Zeichen, dass diese Konsole auch andere Wege einschlagen kann, als nur buntes Gewusel. Wir werden gleich in einen Alptraum eintauchen und uns gänzlich im Wahn des Künstlers verlieren. Layers of Fear: Legacy bietet neben dem Hauptspiel auch den DLC "Inheritance"! Dieser DLC war auf anderen Plattformen separat erschienen, in der Switch-Version ist dieser jedoch bereits enthalten. Inheritance wird uns die Möglichkeit bieten, den Weg durchs Haus aus der Sicht der Tochter erleben zu dürfen. Die Nintendo Switch Version kommt mit einigen exklusiven Extras an den Start. Hier wurden spezielle Anpassungen für die Konsole, wie zum Beispiel ein überarbeitetes Interface, sowie eine verbesserte Grafik vorgenommen. Die Spiele des Bloober Teams sind für ihren hohen Schwierigkeitsgrad und herausforderndem Gameplay bekannt. Das übergeordnete Ziel des Bloober Teams ist das Erstellen anspruchsvolle Charaktere und Spiele mit einzigartigen Welten. Die Produkte des Unternehmens sind weltweit verfügbar und haben einen Ruf, als eines der anspruchsvollsten Spiele auf dem hiesigen Markt. Was werden wir also gleich bei Layers of Fear erleben? Zieht uns das Spiel wirklich gänzlich in den Bann, oder wird es unseren Ansprüchen nicht gerecht? Abwarten und LAUFEN… :)

Menus und die Story....

Im Menü können wir zwischen einigen Dingen agieren. So können wir von dort aus beispielsweise unser Profil wechseln, weiter in der Story spielen oder aber ein neues Game starten. Auch die einzelnen Kapitel, sowie der Prolog können vom Menü aus gestartet und weitergespielt werden. Der kostenlose DLC „Inheritance“ ist ebenfalls vom Menü aus anwählbar. Unter dem Punkt „Einstellungen“ können wir folgendes verändern. Der Unterpunkt Grafik beschäftigt sich ausschließlich mit der Helligkeit im Spiel selbst. So können wir dort einen Regler von links nach rechts schieben, um die gewünschte Dunkelheit einzustellen. Der Punkt „Sound“ ermöglicht es uns, die Musik und die Effekte zu steuern, außerdem könne wir dort den Untertitel an- sowie ausstellen. Bei „Steuerung“ kann die Empfindlichkeit und die Beschleunigung des Controllers bearbeitet und gespeichert werden und dort bekommt man auch die vorgegebene Tastenbelegung angezeigt. Der Vorletzte Menüpunkt beschäftigt sich mit dem Gameplay selbst. Dort können wir unter anderem das Fadenkreuz im Spiel anzeigen lassen, oder aber unser Blickfeld erweitern. Der letzte Punkt sind wie so oft die Mitwirkenden. Dies ist hier sehr schön gemacht in Form von einem alten Bilderbuch, welches wir durchblättern können.

Layers of Fear: Legacy ist ein psychologisches Horror-Spiel mit einem Maler in der Hauptrolle. Dieser Maler ist total besessen von dem Gedanken, sein persönliches Meisterwerk zu erschaffen und nimmt uns mit auf eine Reise in die dunkelsten Ecken seiner Vergangenheit. Auf diesem Weg sammeln wir Besitztümer, wie beispielsweise Fotos und Gegenstände, die Aufschluss über sein Leben geben werden. Wir werden uns einen Weg durch ein Haus, welches sich ständig ändert, bahnen müssen, um so die wirklichen Beweggründe des Malers zu offenbaren. Jeden Schritt, den wir nach vorne wagen, kann die Umgebung des Hauses verändern. So kann die Türe durch die wir gerade noch gegangen sind, urplötzlich verschwunden sein. Wir werden viele Visionen des Künstlers in uns aufsaugen und übernatürliche Phänomene hinter vielen Türen und Gängen im Haus erleben. Die Angst wird uns auf Schritt und Tritt begleiten, doch wir werden bis zum bitteren Ende an der Seite des Künstlers verweilen.

Das Gameplay....

Nun stehen wir wahrscheinlich vor unserem größten Alptraum und werden es nicht gerade leicht haben. Es gibt für uns eine Masse an Dingen zu entdecken und einiges müssen wir mit viel Angstschweiß überwinden. Im Prolog erspielen wir uns den Weg ins Grauen. Viele Türen sind verschlossen, viele Wege nicht so, wie sie gerade noch waren. Unser erstes Ziel ist es, in den verschlossen Raum im Erdgeschoss des Hauses zu gelangen. Dafür laufen wir „gemütlich“ durch die Räume und suchen zitternd nach einem Schlüssel. Wir gehen eine Treppe hinauf und betrachten dort an der Wand einige Gemälde! Wer hat sie geschaffen? Oben angekommen sehen wir ein Klavier stehen. Uns läuft eine Gänsehaut über den Rücken, denn als wir uns diesem Instrument nähen, fällt wie von Geisterhand der Klavierdeckel mit einem schaurigen Geräusch zu. Wir bekommen also recht schnell gezeigt, was uns in diesem Haus erwartet. Wir laufen weiter in ein Kinderzimmer mit weißen, lieblich wirkenden Möbeln und finden im Kinderbett einen Schlüssel. Mit diesem Schlüssel schreiten wir wieder die Treppe hinunter und schließen dort den verschlossen Raum auf. Beim Durchschreiten dieser Türe überlegen wir uns noch kurz, ob wir vielleicht etwas in den Räumen zuvor übersehen haben, doch jetzt ist es zu spät für jede Rückkehr, denn soeben fällt die Türe hinter uns ins Schloss und wir haben im Augenblick keine Fluchtmöglichkeit aus diesem düstern und angsteinflößenden Raum. So bleibt es über die komplette Spiellänge. Wir müssen eine Masse an Schubladen, Schänke und viele Türen öffnen, doch das Spiel lässt uns nicht wirklich scheiten.

Manchmal reicht es uns, einfach immer und immer wieder den „selben“ Raum zu durchschreiten, um unser Weiterkommen auszulösen, manchmal müssen wir Rätsel aufdecken, oder einfach nur eine Erinnerung des Künstlers finden. Es ist schwer, jedoch nicht unmöglich. Unser Schicksal ist besiegelt, als wir nun sehen, was in diesem Raum auf uns wartet. Es handelt sich um leere Leinwand, die vom Maler gefüllt werden muss. Bei Layers of Fear gibt es drei Arten von Sammelobjekten! Rattenskizzen, Familienandenken und geflüsterte Worte. Wir müssen immer gut darauf achten, in jedem Raum alle Schubladen und Schänke zu öffnen und stehst Lampen anzuschalten, um vielleicht etwas auszulösen, was für unser Vorrankommen wichtig ist. Das Spiel ist in sechs Kapitel unterteilt, wo wir am Ende von jedem Abschnitt eine weitere „Zutat“ fürs Meistergemälde ergattern werden. Nachdem wir die Leinwand aufgedeckt haben, können wir nun wieder durch die eben noch verschlossene Türe schreiten. Wir finden dahinter nicht mehr den Raum vor, den wir vor gefühlten zwei Minuten verlassen haben. Es handelt sich nun um eine Art Gang, den wir bis zum Ende laufen um die dort einzige Türe zu öffnen. Hinter dieser Türe gelangen wir in einen Raum mit „noch“ nur einer Türe. Eine verschlossene Kiste mit einem Zahlenschloss steht auf einem Tisch und zuerst wissen wir nicht wirklich, was wir tun müssen. In der hinteren Ecke erblicken wir in der Dunkelheit eine Stehlampe. Als wir diese anschalten, fällt unser Blick auf drei Bilder an der Wand. In diesen Gemälden stehen urplötzlich drei Zahlen. Wir laufen also zurück zur Kiste und geben diese Nummern nach und nach ein. Ein Klick zeigt uns, die Kiste ist nun offen. Darin finden wir unsere erste Erinnerung in Form eines Ringes. Nach der „Erzählung“ drehen wir uns um und erblicken die eben erst erschienen Türe. Kapitel eins hat also gestartet!

Ich möchte hier nun nicht jedes Kapitel beschreiben, denn dann nehme ich dem Spieler die wundervoll in Szene gesetzten Schreckmomente. Einer dieser Momente war, als ich durch einen Gang lief und über der nächsten Türe der Hinweis: „Don`t Look Back“ stand. Es gibt, wie schon erwähnt, drei Enden im Spiel. Will man alle drei erspielen, so muss man sich an gewisse Dinge halten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. An dieser Stelle ist ein Wendepunkt! Schaut man zurück, stirb man tausend Tode, läuft man einfach nur durch die nächste Türe, erlebt man vielleicht ein anderes Ende. Das Spiel ist einfach unglaublich und treibt einem fast in den Wahnsinn. ;) Und dies gänzlich ohne Waffen und ausschließlich in der Egoperspektive. Wie werden wir uns entscheiden? Welche Enden werden wir erleben? Wir finden einen langen ums Eck geschwungenen Gang vor, an dessen Anfang ein Rollstuhl vor uns steht. Da wir sehr vorsichtig sind, laufen wir nun am Rollstuhl vorbei, durch einen ewig wirkenden Gang und hechten in Richtung Türe. Bevor wir allerdings durch diese Türe schreiten, hören wir hinter uns ein sehr lautes Geräusch. Rennen wir was das Zeug hält? Da wir wahnsinnig mutig sind, drehen wir uns natürlich um und erschrecken uns fast zu Tode. Der Rollstuhl vom Anfang des Ganges steht nun direkt vor uns und seine Räder sind noch in voller Bewegung. Ein kleines Beispiel noch, um das Spielgeschehen und die Schwierigkeit zu erklären. In Kapitel fünf werden wir von einem Telefonklingeln fast zur Weißglut getrieben, da wir aber sehr aufmerksam durchs Haus laufen, kommen wir dem Rätsel schnell Hinterher. Bei Layers of Fear ist es immer sehr wichtig, dass wir alles untersuchen und keinen Hinweis übersehen oder daran vorbeilaufen. Die Länge des Spiels variiert stark. Wenn wir nur durchs Game hetzen und auf ein paar weniger wichtige Items/Fundsachen verzichten, so kommen wir recht zügig durchs Haus. Sammeln wir jedoch alles was nicht Niet und Nagelfest ist, so werden aus dem Speed-Run von gefühlten 2 locker 5 oder mehr Stunden.

Grafik & Sound....

Die grafische Gestaltung ist wahnsinnig gut umgesetzt worden. Mit viel Liebe zum Detail haben die Entwickler gearbeitet und bringen ein wahres Kunstwerk an den Spieler. Die Verspieltheit mit der Dunkelheit und den herausstechenden Hinweisen beispielsweise an den Wänden, die sich immer wieder selbst ändernde Umgebung und die tollen Effekte, wenn ein Bild durch den Saal saust, ist schlichtweg grandios in Szene gesetzt worden. Kein Ruckeln, kein Stottern, so muss ein Titel auf einer Konsole laufen. Ein Augenschmaus ist Layers of Fear aber nicht nur in Sachen Grafik. Die Musik ist brillant und animiert den Spieler in einen Wahnsinn einzutauchen und sich gänzlich zu verlieren. Die plötzlichen Schreckmomente wurden mit tollen und passenden Soundgeräuschen untermalt und die Erzähl-Stimmen beruhigten den Gamer darauf gleich wieder. Kann man diesen Titel farbenfroh nennen? Er ist düster, er ist unheimlich und trotzdem farbenfroh zugleich. Die vielen Gemälde sind so detailliert gestaltet und laden auf ein langes Betraten ein.

Fazit....

Layers of Fear hat mich in einem Alptraum gefangen und mich immer wieder animiert weiter zu spielen. Im ganzen Spielverlauf stand ich ständig unter Hochspannung. Was ist hinter dieser Türe und soll ich überhaupt hindurch schreiten? Werde ich an der nächsten Ecke in die Abgründe einer schrecklichen Vergangenheit gezogen? Oh ja, das Spiel hat mir wahnsinnig zugesagt, doch danach konnte ich erst einmal nicht mehr ohne Licht einschlafen. Die grafische Gestaltung, die vielen Gemälde, die man betrachten konnte und die verträumte Musik hat mich gänzlich in den Bann gezogen und die dunkle, sehr beängstigende Atmosphäre mit vielen Schockmomenten total überzeugt! Layers of Fear ist ein grandioser Titel, mit vielen Fassetten. In meinen Augen hat der Entwickler „Bloober Team“ ein kleines Meisterwerk geschaffen, in dem ich nicht einmal wirklich sterben konnte. Trotzdem ist das Spiel so gut gemacht, das ich oft dachte ich muss bald aus der Welt scheiden. Ich habe alle drei Enden des Künstlers erspielt und werden mit Sicherheit nun auch die drei Enden der Tochter erleben wollen. Viele negative Punkte konnte ich bei diesem Spiel nicht finden, aber Layers of Fear ist nichts für schwache Nerven. Es war nicht gerade leicht, alle Ratten-Skizzen zu finden, wenn man jedoch dreimal durchs Haus schweift, ist es auf jeden Fall möglich.

„Don`t Look Back!!!“ Damit möchte ich mein persönliches Fazit beenden. ;)

 

+ Tolle Grafik
+ Musik exzellent
+ Krasse Schockmomente
+ drei verschiedene Enden
+ Später die Vergangenheit
als Tochter erleben
- Kein Online Multiplayer
- Nichts für schwache Nerven ;-)
- kein ständiges Speichern
- um alles zu komplettieren
sind Hilfen nötig

GRAFIK: 80%

SOUND/EFFEKTE: 85%

MULTIPLAYER: --%

GESAMTWERTUNG: 83%

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