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SWITCH Bayonetta 2
 
 
Bayonetta 2 - SWITCH
Matthias Engert (24.04.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: PlatinumGames
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 1MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-10+++
MP-MODI: Online, 2-Link
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK18
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Aktuell ist ja eine recht interessante Entwicklung zu spüren. Geht zumindest mir so. Wirkliche Neuerungen auf dem Software Markt sind seltener geworden als früher. Speziell auf der Switch. Zwar werden wir schon in Sachen Quantität regelrecht überflutet. Allerdings teilen sich viele Titel davon in die Bereiche Retro, Indie und vor allem das alte Thema Neuauflagen. Im Falle Nintendos muss man das sogar noch etwas relativieren. Denn was für Kenner Neuauflagen sind, das kennen andere Spieler gar nicht, weil z.B. der Wii U Zug komplett an ihnen vorüber gegangen ist. Dennoch ist es speziell im Hause Nintendo im Moment schon sehr auffällig, wie viele der durchaus tollen Spiele auf der Wii U noch einmal aufgelegt werden. Eine Entwicklung die hoffentlich nicht ewig anhält. Nur Neuauflagen sollten es ja nun auch nicht sein. Aber natürlich gibt es die Ausnahmen auch unter diesen Spielen, wo man vor allem Spielern ohne Wii U Bezug einige Titel noch einmal wärmstens ans Herz legen kann. Bayonetta 2 ist auf jeden Fall einer davon, den man als Action Fan einmal im Leben gespielt haben sollte. Denn wie nur wenige Spiele, hat der Titel schon auf der Wii U einen mehr als bleibenden Eindruck hinterlassen. Kenner der Wii U Version müssen den Test sicherlich nicht noch einmal lesen. Wer den 2er aber nicht kennt, sollte sich unbedingt unsere Vorstellung anschauen.

Menus und die Story....

Auch wenn Nintendo draufsteht, verantwortlich für die Serie ist ein anderer Entwickler. Platinum Games ist mittlerweile kein Unbekannter und war nicht nur für den Vorgänger verantwortlich, sondern hat sich unter anderem mit The Wonderful 101 auch auf der Wii U schon einen Namen gemacht. Weiterhin muss man auch die Versionsvielfalt durchaus mal ansprechen. Denn auch an die Noobs der Serie hat man gedacht und kann in 2 speziellen Editionen auch den ersten Teil in der 18er Version erleben. Auch wieder ein Spiel, bei dem der geneigte Switch Spieler seine Geldbörse besonders strapazieren kann. Denn neben den üblichen Verdächtigen in Sachen DL Code oder Einzel-Retail, gibt es hier mal wieder eine der Nintendo Limited Editionen. Aber nun zurück zum Spiel, das es mehr als Wert ist darüber zu schreiben. Ihr als Spieler bekommt, egal welche Edition ihr euch kaufen wollt, ein lokalisiertes Spiel an die Hand, das zumindest komplett deutsche Texte bietet. Die Sprachausgabe kommt dafür in feinstem Englisch daher und entfaltet auch in einem Spiel wie diesen seinen Reiz. Kurze Erinnerungen an ein Xenoblade werden ab und an mal wach. ;-) Eines der großen Highlights ist die technische Seite, die euch mit 1080p und 60fps erfreut. Etwas das man im Spiel sofort spürt und mehr als oft auch spielerisch erlebt. Auf der Switch einer der feinen Unterschiede, das im Vergleich zur Wii U noch eine leicht verbesserte Framerate geboten wird. Soundtechnisch ist man da mit dem gewohnten Switch 5.1 Sound fast schon auf der normalen Seite. Speichertechnisch sollte man für das Spiel läppische 1MB bereithalten, was übrigens genauso viel ist, wie auf der Wii U. Positiv das man dem Spieler 3 separat nutzbare Spielstände an die Hand gibt. Speziell was die Schwierigkeitsgrade angeht, kann man diese dafür nutzen, wobei die Switch Version den 4. Grad Climax bietet.

Des Weiteren bietet der Titel einen etwas verbesserten Mehrspieler auf Switch, sowie das brandneue amiibo Feature, das hier in einer sehr hilfreichen Variante eingebaut wurde. Aber dazu weiter unten noch ein paar Worte. In einem Spiel wie diesem darf natürlich auch eine Geschichte nicht fehlen. Um alles zu verstehen ist es schon ratsam beide Teile mal gespielt zu haben. Ansonsten fehlt einfach ein gewisser Teil des großen Ganzen. Im zweiten Teil dreht sich natürlich alles wieder um die Heldin des Spiels, die Hexe Cereza, auch bekannt unter dem Namen Bayonetta. ;-) Dabei setzt die Geschichte nach dem Vorgänger an und ihr als Spieler findet euch zunächst in der weihnachtlichen Ostküsten Metropole wieder. Allerdings bleibt es nicht beim Shoppen und der friedlichen Atmosphäre. Just beim Shopping erleben Bayonetta und ihre Hexen Schwester Jeanne den Angriff einiger Kreaturen. Nicht Dämonen der Unterwelt wie sonst, sondern Engel attackieren die Bewohner und sie selbst. Neben eigenen martialischen Attacken beschwört Bayonetta den Dämon Gomorrah, der sich allerdings gegen sie stellt. Also ihr Jeanne helfen will, wird sie von einem tödlichen Treffer erwischt und ihre Seele wandert in die Inferno Unterwelt. Um ihre Seele zu retten, gibt es für Bayonetta nur eine Möglichkeit. Sie muss zum legendären Berg Fimbulventr, der ein Tor in die Unterwelt bieten soll. Das sie dort mehr erlebt, dürfte jedem klar und vor dem Spieler liegt ein actiongeladenes Abenteuer der ganz besonderen Art. Der Spielstart ist zunächst relativ einfach gemacht. Zumindest wenn man sich schnell zum Speicherplatzmenü hangelt. Dort wählt man seinen Spielstand und landet danach auf dem Hauptmenu des Spiels.

Hier könnt ihr neben dem Start der Story den Online Modus für 2 Spieler anwählen, sowie einiges an Statistiken einsehen. Dazu kommen die Einstellungen, die euch neben der Rumble Funktion auch die Wahl zwischen 2 Steuermethoden erlauben. Mögen die Cracks mit der gewohnten Stick/Tasten Variante ihren Spaß haben, wurde für die Switch auch eine Touchscreen-Steuerung eingebaut. Mal was anderes und beim Spielen und durchaus mal was zum Ausprobieren. Ich für meinen Teil bin aber dann schon bei der herkömmlichen Variante geblieben. Ihr könnt zudem die Kamerasteuerung beeinflussen und natürlich die Achsen, die in diesem Spiel vor allem am Ende eine große Rolle spielen. Wer das Spiel mindestens 1x beendet, erhält mit dem Galerie Modus und Jeanne als spielbarem Charakter im Online Modus die ersten von mehreren Belohnungen. Keine Sorge, es gibt noch mehr davon. Ok soweit das Vorgeplänkel. Nun wollen wir uns in die Action um Engel und Dämonen stürzen.

Das Gameplay....

Eines muss man dem Switch Test durchaus voranstellen. Wirklich viel Neues findet man nicht im Vergleich zum Wii U Vertreter. Es sind hier und da ein paar Feinheiten, das amiibo Feature, einige optische Dinge in Sachen Kostümen und ein aufgebohrter Mehrspieler. Gerade spielerisch aber sucht man Änderungen vergebens. Warum auch, muss sich dieser Teil auch heutzutage alles andere als Verstecken. Der Start in das Spiel ist äußerst stimmig gemacht. Denn ihr als Spieler bekommt die Geschichte über einen Sprecher zu hören, während ihr selber in einem Art Tutorial Level schon einmal kämpfend loslegen könnt. Nicht nur mit Bayonetta selber, sondern unter anderem auch mit ihrem Mech-Anzug, den man sonst erst gegen Ende des Spiels erlebt. Hier noch in einem Art Retro Look gemacht, zeigt diese Einführung sehr schnell, wohin die Reise gehen wird. Erst danach darf man sich ein wenig sammeln und erlebt das erste richtige Kapitel im Spiel. 16 Story-Kapitel gibt es, die es allesamt in sich haben. Dazu gesellen sich einige Hexen-Kapitel als Bonus, sofern man den Abspann auf der Switch erlebt. Allein schon vom Schwierigkeitsgrad her. 3 verschiedene gibt man euch zunächst zur Auswahl, die selbst auf dem leichten Grad schon einiges bieten. Wer dagegen gleich auf Schwer beginnt, wird durchaus seine Grenzen kennenlernen. Erfahrung und natürlich auch Ausstattung der Heldin spielen dabei eine elementare Rolle. Denn einfach nur metzelnd durch die Levels zu ziehen, wäre ein wenig simpel. Das Spiel bietet in diesem Bereich schon etwas mehr. Dass dabei auch die Geschichte im Verlauf um einiges anzieht, dürfte ebenfalls nicht überraschen.

Denn auf der Reise zum Berg und in die Unterwelt, erlebt die Heldin noch eine ganz andere Geschichte um den Schöpfer der Welt. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Die enthaltenen Kapitel spielt man hier schön nacheinander und kann jedes einzelne immer wieder angehen. Hintergrund sind gleich mehrere Dinge. Zum einen kann man Arcade-typisch um eine Bewertung spielen, um einen Highscore und natürlich um Belohnungen, die man direkt oder über Umwege erspielen kann. Alles gut aufeinander abgestimmt, schaukelt sich vieles im Spiel wunderbar auf und motiviert nicht nur dadurch den Spieler selber. Bedeutet hier dass es unter anderem einen Shop gibt, über den man die Heldin ausrüsten und verbessern kann. Dazu eine kleine Hexenküche, über die man mittels Materialien gewisse Items selber herstellen kann, die man vor allem auf den höheren Graden mehr als gut gebrauchen kann. Dabei ist nun das Grund Gameplay eigentlich zunächst immer gleich. Ihr als Spieler durchforstet in den Kapiteln mehr oder weniger frei begehbare Areale und trefft eigentlich aller paar Meter auf Gegner ohne Ende. Das Wort Action sollte man hier also sehr wörtlich nehmen. Wirkliche Momente mal zu verschnaufen hat man in diesem Spiel eigentlich nicht. Es sei denn mal drückt die Pausentaste. ;-) Übrigens hat sich hier wieder der Pro Controller mehr als bewährt. Auch wenn die Touchscreen Variante für unterwegs ganz interessant ist, daheim schwöre ich auch hier wieder auf den Pro Schnuffel der Switch. Einmal im Level angekommen, spielt sich in Sachen Sichtweise alles nach dem gleichen Schema ab. In der Third Person Sichtweise begleitet ihr die Heldin, die mit ihren oft auch interessanten Bewegungen für einige Hingucker sorgt. Das 18er Rating wird nicht nur durch Blut und Brutalität erklärbar. ;-) Dabei unterstützt euch eine sehr gute automatische Kamera, die man aber selber beeinflussen kann. Gesteuert wird Bayonetta über den linken Stick. Dazu kommen nun die Actiontasten für Schlag und Trittangriffe, sowie eine Sprungfunktion.

Doppelt umgesetzt kann die Heldin auch für einen gewissen Moment schwebend größere Abgründe überwinden. Aber keine Sorge, einen Geschicklichkeitstest erlebt ihr hier nicht. ;-) Allein diese Grundlagen reichen aus, um Bildschirmfüllende Action auf einen einprasseln zu lassen und viele Gegner sind auch damit schon besiegbar. In einer unglaublich schnellen Abfolge wird auf die Gegner eingedroschen, dass man oft kaum hinterher kommt. Aber und das spricht klar für das Spiel, verliert man eigentlich nie die Übersicht. Ganz wichtig sind dabei nun begleitende Dinge in der oberen linken Bildecke. Neben der Lebensleiste, wird dort auch in Form von kleinen Kreisen die sogenannte Magie-Leiste angezeigt. Diese Anzeige füllt man im Normalfall durch Attacken auf Gegner und kann am Ende mit dem sogenannten Umbra-Climax Feature Spezialattacken per L-Taste auf die Gegner niederprasseln lassen. Noch besser und auch schneller füllt man die Anzeige mit der speziellen Ausweichtechnik der Heldin. Sobald die Gegner die Heldin attackieren, kann man die ZL Taste im richtigen Moment drücken und wechselt in einen Ausweichmodus. Dann wird das gesamte Bild anders eingefärbt und man kann den Gegner ohne Gegenwehr kurz attackieren und füllt allein dadurch die Magieleiste um einiges schneller. Die Möglichkeiten werden mit zunehmendem Spielverlauf aber auch anderweitig zahlreicher. In der Grundausstattung besitzt Bayonetta ihre speziellen Pistolen, die sie über die Hände und Füße benutzen kann. Im Spielverlauf erhaltet ihr die Möglichkeit die Waffen zu wechseln. Sobald Rodin mit seinem speziellen Shop die Bühne betritt, gibt es auch mehr als genug Möglichkeiten das virtuelle Zahlungsmittel einzusetzen. Um alles kaufen zu können, reicht übrigens ein Durchgang bei weitem nicht aus.

Es sei denn ihr habt viele amiibos ausgepackt. Denn entgegen vieler Meldungen unterstützt die Switch Version so ziemlich alle amiibos, die euch vor allem mit dem Geld des Spiels versorgen, den Heiligenscheinen. Täglich können 32 amiibos gescannt werden, die alle so im Schnitt um die 12.000 Heiligenscheine bringen. Macht man das jeden Tag hat man in diesem Spiel kaum Geldprobleme. Zumindest wenn die ausgepackte amiibo-Sammlung bei euch daheim ein bisschen was hergibt. ;-) Ohne amiibos darf dann mehrmals ein Kapitel angegangen werden. Klar das anfängliche Abschnitte, die man vielleicht beim ersten Mal gerade so geschafft hat, in einem zweiten Durchgang viel leichter schafft, wenn man die Zarte entsprechend aufgerüstet hat. Denn die Möglichkeiten werden nicht nur durch die Art und Weise der Waffen zahlreicher. Denn mit der Zeit bekommt ihr die Chance 2 Katanas einzusetzen, einen Bogen, eine Peitsche oder auch speziellen Flammenwerfer. Ich persönlich bin irgendwie bei den Katanas geblieben. Haben etwas Spezielles und sind ebenfalls vom Speed her so unglaublich schnell einsetzbar, dass es einfach nur eine Freude ist, sie zu benutzen. Wobei das Gefühl grundlegend jede Waffe erzeugt. ;-) Immer mal zwischendurch hinterlassen spezielle Gegner auch Waffen, die man temporär aufnehmen und einsetzen kann. Die Sorge über zu wenige Attacken muss hier niemand haben. Speziell durch Combos und das Mischen beider Grundattacken gibt es mehr als genug Möglichkeiten den Gegner einzuheizen. Und oftmals ist man mehr mit dem Timing beim Ausweichen beschäftigt. Aber alles spielt sich in einer immensen und unglaublichen Dynamik und Atmosphäre ab. Und das ist dann auch die größte Stärke im Spiel. Die ununterbrochene Action, die Bildschirmfüllend und ohne Pause vor eurem Spielerauge abläuft. Dazu der Speed und die technische Seite, die für mich mehr als beeindruckend war. Wer zudem einmal den Shop besucht hat, darf sich sogar noch mehr Sachen für die Heldin kaufen.

Vorausgesetzt ihr habt das nötige Kleingeld. ;-) So kann man die Heldin nun über 3 spezielle Slots mit entsprechenden Items ausrüsten, die neben Statusveränderungen auch einige Abläufe ändern. So z.B. das Treffer absorbiert werden können, sofern man ein entsprechendes Item anlegt. Oder man bekommt nach dem Ableben der Gegner einfach mehr Geld und Belohnungen. Egal ob das die Finanzen aufbessert, oder auch die Materialien betrifft. Man nimmt alles gerne mit. Denn die sind nicht zu unterschätzen. Sobald man diese spezielle Küche freigeschaltet hat, kann man spezielle Items herstellen und auf die Steuerkreuzplätze legen. Im Kampf kann man sich so mal Heilen, Unverwundbar machen, oder seine Angriffe verstärken. Alles macht mal hier und da auch Sinn. Speziell was die Unmengen an großen und kleinen Boss Gegner angeht, die es wirklich in sich haben. Positiv das man als Spieler unten rechts immer auch eine Lebensleiste für die Gegner zu sehen bekommt. Teilweise muss man mehrere übereinanderliegende Ballenanzeigen leeren, ehe man als Sieger aus dem Kampf hervor geht. Kleine Krämpfe in den Fingern begleiten euch dann auch noch. ;-) Alle Gegner im Spiel werden zudem über ein spezielles Lexikon archiviert, so dass jeder seine gewisse Individualität bietet. Aber selbst das ist noch lange nicht alles. Im Spielverlauf darf der Spieler verschiedenste Gameplay Facetten erleben und kämpft vor allem bei weitem nicht nur am Boden. Da wird tauchend agiert, als Seeschlange gekämpft, oder surfend die Gegnerschaft bearbeitet werden. Später wird es noch intensiver, wenn man Afterburner like auf den Tragflächen eines Jets agiert und diesen direkt steuert. Oder wie wäre es mit dem angesprochenen Mech-Anzug, der aus der zarten Kämpferin eine Angriffstrotzende Killer Maschine macht. Da sind die zahlreichen reinen Luftkämpfe fast schon nichts Besonderes mehr. ;-) Und selbst für Freunde der sammelbaren Dinge ist etwas dabei. Man kann neben den Materialien versteckte Notizen finden, Einzelteile vom LP's oder Perlen, die alle im Spiel ihre Bedeutung haben. Das all dies in verschiedene Zeitschienen eingepasst ist, rundet das Ganze dann sehr stimmig ab.

Wer hier einmal das Ende erlebt hat, klopft sich auf den höheren Graden durchaus mal auf die Schulter. Und das Bayonetta 2 kein Spiel wie jedes andere ist, merkt man selbst im Abspann, wo ebenfalls im Retro Look unter der Melodie von Moon River von Andy Williams aus den 60er Jahren Bayonetta mit eindeutigen Bewegungen an einer Stange tanzt. Das man sich nicht immer so ernst nimmt, wie es einem das Spiel vielleicht suggeriert, merkt man auch an den vielen Sequenzen mit allen Beteiligten, die sich zu gerne mal etwas auf die Schippe nehmen. Eine teils deftige Aussprache und Wortwahl inklusive. So vergehen die 12-15 Stunden reine Spielzeit für einen Durchgang, je nach Schwierigkeitsgrad, wie im Fluge und man möchte eigentlich gar nicht aufhören. Muss man ja auch nicht und neben der Möglichkeit alle Kapitel jederzeit wieder zu spielen, kann man sich gerne an einem höheren Grad versuchen. So als Sonderbonus kann man dann schon die neuen Kostüme ansehen. Das ist dann doch mal was anderes und eben auch was fürs Auge. Denn neben verschiedenen Charakteren, sind vor allem die sehr teuren Kostüme herrlich anzuschauen. Entweder für sehr viel Geld, oder eben über die amiibos, kann man Bayonetta in die Klamotten von Prinzessin Peach, Samus, Link und selbst in ein Starfox Outfit packen. Inklusive vieler kleiner Gimmicks wie Mario Münzen, Rubine aus Zelda oder auch einem Kettenhund, der euch ständig begleitet. Auf den Videos und Bildern hat sie für euch mal einige davon angezogen. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch war das Spiel schon auf der Wii U eine Augenweide vor dem Herrn. Das ist auf der Switch nicht anders, auch wenn es natürlich wenige Verbesserungen gibt. Hauptpunkt ist die nochmals verbesserte stabilere Framerate und die angesprochenen Kostüme, die dem Spiel hier und da ein völlig neue Note geben. Der Rest punktet durch die bereits bekannten Dinge. Eine derartige Fülle an genial designten Gegnern gibt es so nicht allzu oft zu sehen. Auch Plattformübergreifend nicht. Die 60fps und damit butterweiche Darstellung lässt einen als Spieler sehr oft staunen. Man darf dabei vor allem nicht vergessen, mit welcher Farbpower und Detailverliebtheit man hier agiert. Man möchte sich eigentlich jeden Gegner erst einmal in Ruhe anschauen, ehe man auf ihn einprügelt. Kann man leider nicht, sieht aber dennoch immer wieder feinste Gestaltungen bis ins Detail. Alles ist animiert und erzeugt durch diese mehr als edle Darstellung ein extrem geniales Feeling beim Spieler, der auf so eine Action steht. Dabei reden wir noch nicht mal von den Umgebungen, die sich nahtlos in dieses Feuerwerk an grafischer Klasse einreihen. Egal ob das Texturen sind und vor allem die Wasser Effekte. Wirklich alles bietet hier höchstes Niveau auf der Switch. Da fallen die Sequenzen selber mit einer leicht pixeligen Darstellung sogar noch etwas ab. ;-) Man kann es nur immer wieder betonen. Eine grafische Augenweide auf höchstem Niveau, die jetzt ohne Ruckeln eine perfekte technische Seite zeigt.

Auch beim Sound gilt eigentlich das Gleiche, wie seinerzeit auf der Wii U. Und da meine ich nicht nur den schon angesprochenen Abspann mit Moon River, sondern alle Stücke des Spiels. Sehr viele Stilrichtungen und zunächst oft unpassend wirkende Musiken, die aber immer wieder die Kurve kriegen und orchestral und melodisch den Spieler unterhalten. Dazu die wirklich sehr gute Sprachausgabe, die auch von der Betonung lebt. Wohin man schaut auch hier höchstes Niveau. Denn auch die Kampfeffekte gehören mit zum Besten, was Actionspiele dieser Art bisher zeigen durften. Garniert als Bonus nun mit Geräuschen der Kostüme. Hat man Links Kostüm an, so hört man auch das Geräusch aus den Zelda Spielen, wenn man eine Kiste öffnet. Oder das typische Geklimper der Mario Münzen, wenn man das Peach Kostüm an hat.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler ist gegenüber der Wii U Version verbessert worden. Zum einen weil man sich nun mit einer zweiten Konsole lokal verbinden kann. Dazu der wieder enthaltene Online-Modus, der ebenfalls mehr Möglichkeiten bietet. Dabei geht es hier darum einen Mitspieler zu finden. Hat man diesen, darf man über spezielle Karten 6 aufeinanderfolgende Kämpfe spielen, bei denen man gut verdienen kann. Sofern man diese zu zweit auch schafft. Verliert ein Mitspieler ein Leben, kann man ihn wiederbeleben und das Spielvergnügen verlängern. Es gibt einen Rang und man kann zudem seine personalisierte Heldin in die Kämpfe führen. Das Hauptspiel als Koop geht leider auch hier wieder nicht.

Fazit....

Wie immer gilt bei den Neuauflagen, den Blick fürs Wesentliche zu haben. Das gilt hier eigentlich nur für die Spieler, die mit Bayonetta 2 noch keinen Kontakt auf der Wii U hatten. Für die lohnt der Titel auf jeden Fall und sollte sich jeder Action Fan einmal vormerken. Die hier gebotene Technik und Action ohne Ende, gepaart mit den wenigen, aber gelungenen Neuerungen sind jeden Euro wert. Auch wenn das Spiel technisch schon auf der Wii U ein herausragendes Spiel war. Speziell Neulinge bekommen auch auf der Switch einen Titel, der sich immer noch nicht verstecken muss. Klar dass dies für Kenner des Wii U Originals nicht zutrifft. Abgesehen von den schon gelungenen Kostümen gibt es kaum Neuerungen, die einen Neukauf rechtfertigen würden. All die Spieler können zur Tagesordnung übergehen und machen es wie ich - warten auf einen Nachfolger. Der Abspann deutet ja schon immer darauf hin. ;-)

 

+ Geniale Grafik und Technik
+ Perfekter Gamespeed
+ Tolle Gegner Designs
+ Einfache/gelungene Steuerung
+ Action satt und ohne Pause
+ Atmosphärisch Top / Heldin
+ Entwickelbare Charakterin
+ Hilfreiches amiibo Feature
+ Komplett Deutsch
- Wo bleibt der Nachfolger ;-)

GRAFIK: 90%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MULTIPLAYER: 76%

GESAMTWERTUNG: 86%

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