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Mag64

Bericht zum "Professor Layton"-Event in Köln

Vor ziemlich genau zwei Jahren erschien „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ für den Nintendo DS. Inzwischen ist Teil 3 der liebevollen Rätsel-Reihe erschienen und bietet für jung und alt mehr als nur eine einfache Sammlung von Denkaufgaben. Es genügen schon wenige Minuten Spielzeit, um zu spüren, wie viel Liebe die Entwickler von „Level 5“ immer wieder in die Gestaltung der Spielwelt, Charaktere und Erzählung stecken, ohne dabei in Monotonie zu verfallen. Warum sollte man diese Vorlage also nicht für einen Zeichentrickfilm nutzen, der Professor Layton und seinen Schüler Luke auf ein weiteres Abenteuer schickt, das weit mehr bereithält als eine simple Detektivgeschichte für die jüngsten unter uns. Genau diesem Vorhaben hat man sich angenommen und zusammen mit dem Animationsstudio, das ebenfalls für die DS-Spiele zuständig ist, einen Trickfilm erschaffen, der bereits im DVD- und Blu-Ray-Format im Handel erhältlich ist. Um der Erscheinung des Films vollkommen gerecht zu werden, organsierte Nintendo einige Events in Deutschland, im Zuge derer man den Streifen auf der großen Leinwand genießen konnte. Das war allerdings noch nicht alles, denn die Veranstaltung war im Prinzip zweigeteilt. Nach der Kino-Vorstellung lud Nintendo schließlich zum Anspielen des dritten DS-Abenteuers „Professor Layton und die verlorene Zukunft“ ein, während man großzügig mit Getränken und Speisen verwöhnt wurde. Wir haben die Veranstaltung für euch besucht und einige Eindrücke sowohl zum Film, als auch zum Spiel gesammelt.

Nach dem obligatorischen Empfang und einem Besuch an der Snackbar des kleinen aber durchaus charmanten Kinos, erklärten Mitarbeiter der Produktion kurz ihre Intention hinter dem Film „Professor Layton und die ewige Diva“. Als Hauptziel kristallisierten sich die Nähe zur DS-Serie und das Erreichen einer möglichst breiten Zielgruppe heraus. Letzteres gelingt dem Film durch eine nicht ganz zimperliche Rahmenhandlung: Professor Layton und sein junger Begleiter Luke besuchen eine Oper zum Thema „Ambrosia“, dem Sinnbild des ewigen Lebens. Dass man so einen Opern-Abend durchaus auch zu ernst nehmen kann, beweist das anwesende Publikum eindrucksvoll. Diesem hat ein unbekannter Bösewicht nämlich wortwörtliche das Elixier des ewigen Lebens versprochen. Der Haken an der Sache: Eine Folge von Rätseln soll darüber entscheiden, wem das ewige Leben zu Teil werden soll, der Rest hingegen soll nicht nur leer ausgehen, sondern auch das eigene Leben opfern müssen. Dies ist die nicht ganz harmlose Handlung, doch schnell wird allen Beteiligten klar, dass es kein Zurück mehr gibt und so findet der Film, in Folge einiger typischer Layton-Rätsel, recht schnell die Nähe zur Spiele-Serie. Dies gepaart mit vielen bekannten Charakteren, allen voran dem besonders kultigen Inspektor, verspricht spannende Unterhaltung für Fans der Reihe und allgemein Freunden von Animations- und Zeichentrickfilmen. Während die Story genug Denkanstöße für die älteren Zuschauer bietet, kommt der Film problemlos ohne jegliche Gewaltdarstellung aus und ist somit ab 6 Jahren freigegeben und auch zu empfehlen. Positiv fallen die vielen spektakulären Perspektiven auf, die dem Film hier und dort immer wieder eine cineastische Note verleihen. Über die Darstellung des unerfahrenen Lukes kann man hingegen streiten. Etwas zu krass erschien uns der Kontrast zwischen dem gelassenen Gentleman Layton und seinem recht penetrant auftretenden Schüler. Hier hätten wir uns persönlich eine etwas weniger oberflächliche Zeichnung des jungen Charakters gewünscht, die nicht zuletzt durch die extrem helle Synchronstimme verhindert wird. Dass das Franchise genug charmante Charaktere für einen ganzen Film bietet, beweisen die vielen interessanten Nebencharaktere dennoch eindrucksvoll. Als Fazit möchten wir den Film Familien und speziell natürlich Freunden der DS-Spiele ans Herz legen, da man sehr liebevoll mit der Lizenz des Layton-Universums umgegangen ist, um einen wunderbaren Film für jung und alt zu kreieren.

Während 100Min Kino-Vorstellung ausreichten, um sich einen guten Eindruck des Films zu verschaffen, bräuchte man beim neuen DS-Spiel „Professor Layton und die verlorene Zukunft“ sicherlich die dreifache Zeit. Rund eine Stunde - die etwa 10 Rätsel entsprach -reichten dennoch aus, um einen ersten Einblick in die Thematik des Titels zu gewinnen. Bereits die Einleitung der Geschichte verspricht eine epische Handlung: Professor Layton erreicht ein Brief seines Schülers. Allerdings stammt dieser nicht vom Luke der Gegenwart, sondern vom dem aus der Zukunft. Der Brief wurde nämlich per Zeitmaschine in die Vergangenheit geschickt, um den Professor vor einer kommenden Katastrophe zu warnen, damit dieser die Gefahr rechtzeitig im Keim ersticken kann. Besonders gefiel uns, dass die Thematik der „Zeit“ konsequent in den Rätseln aufgegriffen wird. Beispielsweise müsste ihr Uhrzeiten mit einem Weg auf einer Karte in Zusammenhang bringen oder die Uhrzeit einer verdrehten Uhr herausfinden, dessen Ziffern sich bereits gelöst haben. Speziell bei Aufgaben, die eine hohe Konzentration erfordern, ist das Notiz-Feature wieder besonders hilfreich, beispielsweise wenn man einen Wochentag aus einem Hinweis-Text herausfinden soll, der mit Formulierung wie „gestern war übermorgen ein Sonntag“ gespickt ist. Die ausgelassene Stimmung im Eventsaal tat dabei sein übriges, dass uns erst eine zuvor entdeckte Hinweismünze zur richtigen Lösung verhalf. Gern hätten wir den DS für die Heimfahrt gleich mitgenommen, doch da der Titel seit dem 22. Oktober im Handel zu kaufen ist, können wir schon jetzt dauerhaft in den Genuss des Spiels kommen. Bereits die erste Stunde mit dem Abenteuer machte definitiv Lust auf mehr, sodass Spiele- und Film-Fans derzeit voll auf ihre Kosten kommen.

„Professor Layton und die ewige Diva“ (DVD, Blu-Ray) sowie
„Professor Layton und die verlorene Zukunft“ (Nintendo DS)
sind seit dem 22. Oktober 2010 im Handel erhältlich.

DVD und NDS Version

Manni/Gin (25.10.2010)

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