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Vorstellung des Nintendo Gameboy Player
Game Boy Spiele auf dem heimischen TV zu spielen war schon immer ein Thema für sich. Vielen kennen noch den Super GameBoy für das SNES oder nutzen wie wir auch den GBA TV Converter in der "Neuzeit" um portables Gameplay auf den Fernseher zu holen. Allen gemein war immer wieder eine beschränkte technische Fähigkeit oder umständliches Anschließen dieser Geräte. Im GameCube Zeitalter gehören diese Probleme ein für alle mal der Vergangenheit an. Denn was Nintendo mit dem Game Boy Player technisch auf die Spieler losläßt hat Hand und Fuß. Doch schauen wir uns in Ruhe das Gerät an. Ausgeliefert in einer recht großen Packung erwartet den Spieler neben dem eigentlichen Game Boy Player ein Handbuch und die sogenannten Starter Disk. Enhalten in einer üblichen DVD Spielehülle ein Fall für das Spieleregal. Einmal ausgepackt geht es zunächst an den Anschluß des Gerätes. Wieder kommt die Unterseite des GCN wie schon beim BBA oder dem Modem zum Einsatz. Man entfernt die Abdeckplatte des entsprechenden Serial Port und steckt den GCN einfach auf den Game Boy Player. Mit 2 Schrauben wird das ganze fest miteinander verbunden. Einmal aufgebaut findet man nun an der Unterseite den schacht für das Game Boy Spiel. Wobei auch hier wieder anzumerken ist das alle GB Spiele bis zum GBA Modul nutzbar sind. Desweiteren findet man den Linkport für das entsprechende Kabel und rechts an der Seite einen Auswurfregler. Feine Sache, da so keine rohe Gewalt angewandt werden muß um das Spiel aus dem GBP heraus zu bekommen.

Um das Gerät das erste mal in Betrieb zu nehmen steckt man sein gewünschtes GBA Modul in den Schacht und oben in den GameCube die GBP Starter Disk. Lobenswert das auch hier bei einem entsprechenden TV bei gedrückter B-Taste nach dem Einschalten des GCN gewählt werden kann ob man im 50Hz oder 60Hz Modus spielen möchte. Das nicht zu überhörende Geräusch wie auch auf dem GBA zeigt an das alles funktioniert und man findet sich ein erstes mal auf dem TV Screen wieder. Man erkennt einen sichtbaren Rahmen um das GBA Bild. In komplettem Vollbild spielbar sind die Games nicht, was ich aber nicht als negativ empfinde. Normalerweise könnte man nun wie gewohnt loslegen.

Dennoch bietet es sich an das Game Boy Player Menu aufzurufen. Per Z-Taste aufgerufen bekommt man nun einige Einstellmöglichkeiten. Unterhalb kann man so durch die Menupunkte scrollen. Das beginnt bei der Einstellung der Bildgröße. In der großen Variante habt Ihr ca.90% des Bildschirms zur Verfügung, während in der kleinen Variante ca 70% zur Verfügung stehen. Desweiteren kann man einstellen ob das Bild Weich, Normal oder Scharf dargestellt werden kann. Spielerei stellt dabei die Wahl des Rahmens dar. Aus 20 verschiedenen könnt Ihr wählen und so das Spielbild einrahmen lassen. Dazu kommt ein Timer, den man als Kindersicherung nutzen kann. So kann also der besorgte Elternteil einstellen wie lange der Sprößling vor dem TV hocken soll. Weiterer wichtiger Punkt ist die Belegung. Denn logischerweise könnt Ihr mit dem GCN Pad spielen. Hier existieren mehrere Vorgaben. In der einfachsten könnt Ihr nun das Spiel per 3D-Stick oder Kreuz steuern. A und B, sowie Start und L und R haben die gleiche Funktion. Dadurch ist ein entspanntes Spielen logischerweise mehr als gegeben. Der letzte Punkt betrifft einen Modulwechsel im laufenden Betrieb. Nutzt man diesen Punkt wird eine Abfrage durchgeführt ob Ihr noch speichern möchtet und könnt nach ein entsprechenden Meldung im Betrieb ein neues GBA Spiel einstecken.

Hat man sich mit den technischen Dingen angefreundet und sein Setup gefunden steht der Check der Spiele an. Und gerade hier zeigt der GBP sein Qualität. Das erwartete grobe Bild samt erhöhter pixeliger Darstellung gibt es hier nicht. Angepaßt sehen die Spiele teilweise noch besser aus als auf dem GBA selber. Gerade wieder Golden Sun ist so ein Beispiel. Andererseits sehen pixelige Spiele die auf dem GBA schon so wirken auch hier nicht besser aus. Ein Zauberer ist der GBP ja nun auch nicht. ;-) Aber das gebotene übertrifft zumindest den GBA TV Tuner um einiges. Über die Einstellung des Bildes per Menu kann man auch noch etwas machen. Highlight ist auch hier wieder der Sound der logischerweise über den TV oder noch besser - eine Anlage ausgegeben wird. Auch hier im Falle eines Golden Sun ein neuer Hörgenuß da das Spiel ja eh schon sehr schöne Stücke bietet. Von daher kann man also nicht meckern. Hat man einen Freund zu Besuch und vielleicht nur einen GBA im Haus kann man logischerweise auch linken. GBP untereinander verlinken geht leider nicht. Per Linkkabel einen GBA angeschlossen spielt halt ein Spieler am TV während der zweite gewohnt am GBA zockt. Auch 4Player ist möglich wobei hier die anderen 3 am GBA spielen. Gerade in Sachen Ein Modul Technik wie Mario Kart oder Advance Wars eine feine Sache. Auch hier kann der GBP überzeugen.

In meinen Augen gibt es eigentlich nichts negatives am Gerät selber. So bleibt in meinen Augen als einziger Diskussionspunkt der Preis. 60Euro sind erstmal viel Geld. Auch wenn es ein Hardware Produkt ist. Perfekt sicherlich für die Spieler welche noch den alten GBA besitzen und eh nur zuhause zocken. Die können sich den SP sparen und investieren in den GBP. Alle anderen müssen sicherlich abwägen. Lohnen tut sich das Gerät für jeden der zuhause spielt. Einmal angeschafft erhöht es den spielerischen Nutzen immens. Selbst wer nur einen GameCube besitzt und ab und zu ein Auge auf ein GBA Spiel wirft macht hier den richtigen Griff. Denn was der Spieler technisch geboten bekommt ist ohne Fehl und Tadel. Nun liegt es am Spieler ob er den Preis bezahlen will oder nicht.

Das Grundgerät

Das Zubehör

Das GameBoy Player Menu

Spielbildschirm im Normal Format

Preis: ca.60 Euro

matthias.engert@mag64.de (12.06.2003)

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