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NDS Mein persönlicher Yoga Trainer
 
 
Mein persönlicher Yoga Trainer - NDS
Kilian Pfeiffer (14.11.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Ubisoft
GENRE: Fitness
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: K.E.
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Wie hübsch die Dame doch auf dem Frontcover von „Mein persönlicher Yoga Trainer" ist. Einfach hinreißend, wie sie in entspannter Pose in sich gekehrt auf dem Boden verweilt, die Arme in gestreckter Ausführung von sich weist und den Körperfluss aktiviert. Wäre dies unsere Trainerin, würden wir mit der Zunge schnalzen und guten Gewissens einen Yoga-Kurs beginnen. Leider ist die virtuelle Trainerin in vorliegendem Programm in keiner Weise hübsch, geschweige denn anziehend. Vielmehr ein überaus verhunztes Grafikexemplar der Marke „So-darf-man-es-als-Grafiker-unter-keinen-Umständen-machen". Dem Programm tut das aber keinen Abbruch, denn wer Yoga lernen will, sollte hier mal reinschauen!

Menus und die Story....

Ganz klar: Hier haben wir es mit keinem Spiel gewöhnlicher Machart zu tun, sondern einem Programm, das dem Nutzer beim Yoga-Lernen behilflich ist und als virtueller Trainer fungiert. Wir haben uns „Ubisofts" Entwurf hingegeben und festgestellt, dass ein solches Stück Software durchaus sinnvoll sein kann – sofern man gewillt ist, etwas für seinen Körper zu tun. „Mein persönlicher Yoga Trainer" weist also eine deutliche, vorgegebene Zielgruppe auf, die wir zu erweitern versuchen. Ob wir Euch den Titel schmackhaft machen können, ist wenigstens einen Versuch wert.

Völlig unwissend haben wir uns in das Yoga-Genre gestürzt, nichtsahnend, dass es bei der körperlichen Entspannung indischer Herkunft doch einiges zu lernen gibt. Allein über 180 Stellungen, sogenannte Asanas, ein anderes Wort für Yoga-Haltung, können im Laufe der Zeit ausgetestet werden, je nachdem ob sie Eurem Körper gut tun. Denn Überbelastung soll strikt vermieden werden, auf dies weist Euch das Programm in regelmäßigen Abständen immer wieder hin. Wie es sich für ein Lehrprogramm gehört, hat man viel Arbeit in Anleitungen und Bonussektionen investiert, so dass man als unerfahrener Anfänger ohne Hürden einsteigen darf. Da wäre die Abteilung der „Yoga-Begriffe", Wörter indischer Herkunft, die man noch nicht ansatzweise jemals vernommen hat. Ein „Yoga-Quiz" wurde inkludiert, ebenso diverse „Atemübungen", die man als Lernender für zwischendurch immer mal wieder durchführen sollte. Haltungen zu optimieren, findet des Weiteren in einem ausgebauten Optionspunkt statt, in welchem Ihr gar nach Anfangsbuchstaben suchen könnt. Schon mal etwas von der „Bretthaltung" oder der „Katze/Kuh" gehört? Was ganz witzig ist und ein wenig an Dr. Kawashima und Konsorten erinnert – der „Körpertest", bei welchem Ihr diverse den Körper involvierende Übungen erledigt und Eure Grenzen austestet. Wie viele Wiederholungen schafft Ihr und folglich – steckt Ihr etwa in einem Körper, der nicht Eurem tatsächlichen Alter entspricht? Ihr werdet es am eigenen Leibe zu „spüren" bekommen!

Technik und Gameplay....

Für uns am Bedeutsamsten war die „Einführung in Yoga", sozusagen das Tutorial des Programms, das in sehr anschaulicher Weise – auch wenn die Grafik einfach nur hässlich (!) ist – alle wissenswerten Inhalte auflistet und dies anhand von Texten und Grafiken aufzeigt. In sechs Überpunkte untergliedert, erhaltet Ihr Hinweise zur Software, welche Auswirkungen Yoga auf den Körper haben kann und – um keine wundersamen Heilungen geschehen zu lassen – Warnungen, dass das Programm nicht zu medizinischen Zwecken taugt. Wovon wir persönlich ziemlich beeindruckt waren, ist der Umfang des Programms, da bereits der Menüpunkt „Einfaches Yoga" in jeder Hinsicht unzählige Möglichkeiten bietet, um Haltungen zu trainieren. Samt der richtigen Atemtechnik fühlt man sich danach, vor allen Dingen auf längere Zeit hinaus gesehen, definitiv besser. Der Körper ist entspannt, Bauch, Beine, Schultern, Rücken und Arme werden in das „Ganzkörpertraining" integriert und somit beansprucht.

Auf Basis des von Euch eingegebenen Körpergewichts berechnet das Programm den aktuellen Kalorienverbrauch, der zumeist nicht in überdimensionalen Sphären schwebt – aber um solche Angelegenheiten geht es auch zumeist beim Yoga nicht, sondern vielmehr um das Körperliche an und für sich. Komfortablerweise dürft Ihr bei allen Yoga-Übungen per Touchscreen-Druck weiterspringen, da Yoga zeitintensiv ist (insbesondere individuell zusammengestellte Pläne) und – um es zu verinnerlichen – es auch mal schneller gehen muss ;-) . Eine Dame, oder was das auch immer sein soll, zeigt Euch auf dem Topscreen die gewünschten Asanas. Was es also zu machen gilt, dürfte jederzeit deutlich werden. Des Weiteren beschreibt das Programm anhand von kurzen Erläuterungen, was genau gemacht wird. Eingeteilt in Schwierigkeitsgrade und zusätzlich ergänzt durch eine Zeitangabe, wisst Ihr immer Bescheid, wie viel Zeit eine Yoga-Übung in Anspruch nimmt. Spezielle Warnhinweise und Wirkungsweisen vollenden den optimalen Yoga-Einstieg, hin zu einer regelrecht bombastischen Vielfalt an Informationen, die man sich als Laie so nicht erwartet hätte. Was vor allen Dingen irritiert: Das „Spiele für mich"-Logo. Zum einen handelt es sich in keiner Weise um ein Spiel, sondern um ein Software-Programm mit lehrendem Inhalt, zum anderen verbindet man mit der Serie meist Titel mit kindgerechtem Charakter. Zu empfehlen ist „Mein persönlicher Yoga-Trainer" aber eher für das ältere Semester oder eben Jugendliche, die Gefallen an Yoga gefunden haben und auf diese Herangehensweise die optimale Art zur Erfahrung des eigenen Körpers gefunden haben.

Im „Power-Yoga" erhält der Nutzer ein vorgegebenes Programm, welches im Optimalfall täglich abgespult werden sollte, weiterhin ist es möglich, sich einen individuell konzipierten Plan zu erstellen, der auf die eigenen Wünsche hin ausgerichtet wurde. Keine Haltungen, die Euch nicht interessieren oder deren Ausführung eventuell Schmerzen aufgrund von Überdehnung oder Ähnlichem bereiten würden. Alles also nach individueller Wunschplanung!

Grafik & Sound....

Wow, da haben sich die Entwickler aber einen wirklichen Rüffel verdient! Grauenhaft, welch unförmige Damen sie hier zusammengekritzelt haben. Ist die Dame auf dem Packungscover noch eine wirkliche Augenweide, erregen die dünnen Gestalten im Spiel selbst eher einen Brechreiz, als ein wohliges Gefühl. Ne, das hätte man wirklich besser machen können… Nur zu gut, dass wir keine eigene Bewertung für die Optik abgeben.

Die Musikuntermalung passt in jeder Hinsicht zur „Yoga"-Thematik. Leider werden die erklärenden Texte komplett ohne Sprachausgabe wiedergegeben. Die im Hintergrund ablaufende Begleitmusik ist genau dergestalt, wie wir sie uns für einen solchen Titel erwartet haben.

Fazit....

„Mein persönlicher Yoga Trainer" für Nintendo DS erfüllt die Erwartungen, die man sich als Käufer von jener Software erhofft. Der Umfang mit den über 180 Yoga-Haltungen ist immens und in kaum einer Weise mehr zu überbieten. Auch wenn es sich hierbei um kein Spiel handelt, sondern um eine Lehrsoftware, ist die Daseinsberechtigung durchaus gegeben, auch wenn uns nicht ganz klar war, warum der Titel in die „Spiele für mich"-Reihe aufgenommen wurde. Diverse optionale Menüs wie Atemtechniken, Quiz‘ und Begriffserklärungen überzeugen die Nutzer und garantieren eine Menge an Langzeitmotivation. Wer an Yoga auch nur im Entferntesten interessiert ist, greift zu!

 

+ Yoga-Freunde greifen zu
+ ausführliche Anleitungen
+ großer Umfang
+ über 180 Stellungen
+ viele Bonusmenüs
- hässliche Optik (!)
- kein Spiel in dem Sinne
- kleine Zielgruppe

GRAFIK: --

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG:
Sehr Empfehlenswert

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