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NDS Yu-Gi-Oh! WC 2011: Over the Nexus
 
 
Yu-Gi-Oh! WC 2011: Over the Nexus - NDS
Matthias Engert (28.06.2011)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Konami
GENRE: Card Battle
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Und jährlich grüßt das Murmeltier. So kann man mittlerweile einen Yu-Gi-Oh Test beginnen. Zwar ist Konami seit einiger Zeit davon abgekommen, jährlich gefühlte 10 YGO Spiele auf den Handhelden zu veröffentlichen, ganz ohne geht es aber natürlich nicht. Soll es ja auch nicht, schließlich ist die Fangemeinde wie beim vergleichbaren Phänomen Pokemon, mittlerweile auf immense Ausmaße angewachsen. Wie auf dem PC bietet ja mittlerweile auch das YGO Universum regelrechte E-Sport Events, wenn man sie denn so nennen kann. Also will das zahlende Volk ja auch weiter versorgt werden. ;-) So ist zumindest auf dem DS noch jedes Jahr World Championship Zeit. Seit Jahren mit immer mehr Story drum herum, dafür im grafischen Bereich und hier speziell den Monstern, mit immer weniger Liebe zum Detail. Wo siedelt sich der aktuelle 2011er Vertreter nun an und was bietet er spielerisch? Fragen auf die euch hoffentlich der Test eine Antwort geben kann.

Menus und die Story....

Auch in diesem Jahr kommt die Verpackung natürlich wieder mit 3 realen Sammelkarten daher. Wer hier also die letzten Jahre fleißig war, hat mittlerweile auch sein Deck beisammen, auch wenn nicht mehr ganz so viele Spiele mit Inhalt erscheinen, wie vor einigen Jahren. Konami typisch sind die Rahmenbedingungen, die wieder alles mitbringen was man erwarten darf. Ein komplett deutsches Spiel, ein mehrfach genutztes eigenes Profil und natürlich die Konnektivität mit Freunden, oder aber als krönender Höhepunkt auch in diesem Jahr wieder mit dem hervorragenden Online Modus. Er stellt auch in diesem Jahr in meinen Augen wieder den Kaufgrund schlechthin dar. In Sachen Story hält man sich hier wieder an die Yu-Gi-Oh! 5D's-Zeichentrickserie und mischt das Ganze erneut mit dem spielerischen Inhalt der Championship Version. Klar dass auch hier wieder der Aufstieg eines jungen Helden das oberste Ziel ist, dem ihr auf seiner Reise unter die Arme greifen sollt. In der verlassenen Stadt Crash Town träumen Toru und der Hauptcharakter zu Beginn von einer Reise nach New Domino City, um beim World Racing Grand Prix zu kämpfen. So wird auch der Racer Content im 2011 Titel etwas aufgewertet.

Auch in diesem Jahr gibt es einen kleinen Vorspann nach dem Einschalten, der aber grafisch sehr zweckmäßig gehalten ist. Danach legt man zunächst ein eigenes Profil an, unter dem ab jetzt alles gespeichert wird. Auch Online wird dieses genutzt, so dass allein schon die Namenswahl wichtig ist. ;-) Ihr erhaltet einen Editor, der später jederzeit auch im Hauptmenu genutzt werden kann und könnt den Helden in einigen Bereichen anpassen. Dazu gibt man Daten wie Wohnort oder das Bundesland ein und bekommt ein Starter Deck zur Verfügung gestellt. Anders als noch im letzten Jahr kommt das Hauptmenu diesmal um einiges umfangreicher daher und bietet augenscheinlich zunächst mehr Möglichkeiten. Zumindest gibt es diesmal einen zentralen Ausgangspunkt für den Spieler, zu dem er auch im Spiel selber jederzeit zurückkehren kann. Auch bedingt durch vieles in Sachen Organisation. Immerhin 8 Menu Punkte gibt es, wobei nicht alle für jeden gleich wichtig sind. Für Anfänger und Neulinge ist wieder ein ganz wichtiges und gut gemachtes Tutorial enthalten, das diesmal auch noch einen Tick tiefer in die Materie eintaucht als früher. Nachteil, dass man dies nur in Form von Texten und Bildern präsentiert. Ist so durchaus etwas trocken. Dazu kommen nun der richtige Story Modus, das Freie Duell Just for Fun und als weiterer Punkt das Kommunikationsmenü. Hier deckt man alles rund um den Multiplayer ab, egal ob Offline, oder Online.

Im Duellanten Menu dürft Ihr alles rund um das Thema Decks managen. Egal ob die reine Organisation, der Überblick über die eigenen Karten, bis hin zum neuen Thema Duell Puzzle. Dazu kommen abschließend der große Statistik Teil, der Duell Rechner und der angesprochene Einführungsteil. Wer seinen Freunden immer mal zeigen will was er so drauf hat, aber immer allein gespielt hat wenn epische Duelle stattfanden, hat in diesem Jahr die Möglichkeit Duelle auch zu Speichern und sie dann ganz in Ruhe als Betrachter noch mal anzuschauen. Kern des Spiels bleibt für die Cracks zunächst der Story Modus. Schauen wir also mal rein, in die aktuelle World Championship Umsetzung.

Technik und Gameplay....

Will man ein neues Spiel beginnen, wählt man den angesprochenen Story Modus über das Hauptmenü. Dabei Bietet der Touch Screen die einzelnen Menüpunkte, während auf dem Top Screen der eigene Charakter samt einigen wichtigen Fakten eingeblendet wird. Woher man kommt, welches Deck man gerade benutzt, wo man wohnt und welche Erfolge man schon erspielt hat. Dies wird hier in Form kleiner Medaillen dargestellt. Selbst Online Items, wie die Duell-Münzen werden hier dargestellt. Alles auf einen Blick. Sobald der Story Modus gestartet ist, findet ihr euch als Spieler in der ersten Location - Crash Town wieder. Hier übernehmt ihr die Rolle des Helden und macht erste Bekanntschaft mit den spielerischen Gegebenheiten. Eingeteilt ist das Spiel dabei in 3 grobe Teile. Einmal der hier gleich erlebbare Adventure Modus, die D-Runner und damit Racer Einlagen, sowie natürlich die reinen Duelle. Im Adventure Modus erlebt ihr das Geschehen aus einer erhöhten Kamerasicht und steuert den Helden via Steuerkreuz in der Third Person Sicht durch die Gegend, während der Top Screen die Sequenzen und Karten einblendet. Das Ziel und großer Teil der Spielweise ist nun natürlich das Vorankommen in den Gebieten. Dabei gilt es mit allen zu reden, die auch nur ansatzweise nach Duellanten aussehen und sich danach natürlich dem Herzstück jedes YGO Spiels zu widmen, den Duellen. Gespeichert wird wieder über herumliegende Kristalle und über einen Button auf dem Touch Screen, könnt ihr jederzeit zum Hauptmenü wechseln, um z.B. organisatorisch im Deck tätig zu werden. Wechselt man zurück, landet man genau wieder an dem Ort, wo man den Story Modus verlassen hat.

Dabei folgt alles im Spiel schon einem gewissen roten Faden. Nach dem Start und dem Erhalt des Starter Decks, seid ihr fähig Duelle zu bestreiten. In regelmäßigen Abständen warten innerhalb der Locations Gegner auf euch, die sich in Möchtegerns, bis hin zu Master Chief Kalibern aufteilen. Dazwischen gilt es fahrerisch zu Glänzen. Um hier nun auch zu bestehen, bietet die 2011er Championship Version über 4200 Karten. Zum Vergleich war es zum Beginn der Serie nicht mal halb so viel. Und selbst der schon extreme Vorgänger hatte "nur" derer 3500 an Bord. Dabei ist auch die Geschichte so angelegt, das man euch zu Beginn ein wenig unter die Arme greift. So startet relativ schnell das erste Duell, so dass man sich sehr schnell an die Gegebenheiten in dieser YGO Version gewöhnen kann. Dabei ist das Prozedere an sich so wie immer. Zumindest für den Crack. Ein YGO Neuling sollte die im Spiel auftauchende Frage, ob man schon mal so ein Spiel gezockt hat, auch mit Nein beantworten. Denn die Präsentation in der 2011er Version macht es wieder vor allem Neueinsteigern durchaus schwer. Warum das schauen wir uns mal in einem kleinen Schau Duell etwas näher an. Wie immer beginnt das eigentliche Duell mit der Entscheidung, wer eigentlich beginnen darf. Dazu gibt es jetzt ein kleines Mini Game, das diese Geschichte ein wenig auflockert und als reines Reaktionsspielchen angelegt ist. Auf einem Duelltisch beginnen beide Duellanten mit 5 Karten ihres Decks. Gespielt wird wie immer Rundenbasiert über mehrere sogenannten Phasen einer Runde.

Dabei hat Konami dem Duellbildschirm eine Frischzellenkur spendiert. Kann man drüber streiten, ob dies gelungen ist. Zwar sah der Vorgänger recht bieder aus, bot aber eine gute, wenn auch grobe Übersicht. Die ist hier erst nach einigen Runden gegeben. Da hilft auch die verspielte und etwas farbenfrohere Gestaltung nur bedingt. Neben den 5 Karten zu Beginn, kann man vom eigenen Deck eine weitere ziehen und loslegen. Kern des Duellbildschirms sind 2 Reihen, in denen man eigene Karten ablegen kann. Dabei dient die obere Reihe für Monsterkarten und die untere für Zauber und Fallenkarten. Das System ändert sich logischerweise auch im 2011er nicht. Man kann Monsterkarten Beschwören und damit Angriffsbereit machen, aber auch verdeckt ablegen, um den Gegner nicht wissen zu lassen, was sich drunter verbirgt. Hat man dies getan beendet man mit der 5.Phase die Runde und der Gegner ist dran. Soweit die einfache Vorbereitung. Wir wollen aber auch gewinnen und den Gegner vernichtend schlagen. Jetzt beginnt dann die ganze Bandbreite des Spiels, wie eigentlich mittlerweile gewohnt seinen Reiz auszuspielen. Die einfachste Variante ist ein eigenes Monster über seine Karte zu Beschwören. Ist man am Zug klickt man eine Karte an und bekommt im Screen die Möglichkeiten die machbar sind. Ist die obere Reihe des Gegners für Monsterkarten leer, greift man ihn direkt an und leert die Energieleiste ein wenig. 8000 Punkte hat jeder Spieler zu Beginn, die es auf 0 zu bringen gilt. Je schwerer die Gegner, umso mehr Taktik im Spiel beginnt. Einfach gesagt könnte man folgendes Beispiel bringen. Liegt eine Monsterkarte des Gegners auf dem Tisch mit einem DEF Wert von 1000 und Ihr greift mit einer Monsterkarte an die 1200 Punkte besitzt, so zerstört Ihr die Karte, während die Differenzwerte auch dem Gegner abgezogen werden. Das war nicht immer so.

Hat er keine Karte auf dem Tisch und Ihr greift erneut mit der 1200er Karte an so besitzt er jetzt nur noch 6800 Lebenspunkte. Nur ist das wirklich die einfachste Variante. Man wählt seine Decks später sorgfältiger aus, spielt mehr mit Verteidigung oder nutzt Specials und das Opfern. Mit diesem Befehl kann man in Sachen Wert niedrige Karten vom Tisch verschwinden lassen, und bekommt bei einer bestimmten Anzahl an Opfern ein höherwertiges Monster auf den Tisch. Wobei natürlich euer Deck auch die entsprechenden Karten haben sollte. Der Zeitpunkt solcher Aktionen ist das A und O. Durch das Rundenbasierte Game Play kann sich ein Match sehr schnell ändern. Vor allem durch Zauber und Fallenkarten ist dies schnell möglich. Da man nicht alle Karten des Gegners sieht, immer wieder ein gelungener Spannungseffekt. In Sachen Angriff ist vieles auf den ersten Blick nachvollziehbar. Übersteigt der Angriffswert eurer Karte den Verteidigungswert der gegnerischen Karte, so solltet Ihr die Oberhand behalten. Ist aber z.B. der Wert kleiner oder es wirkt eine der sehr vielschichtigen Zauber und Fallenkarten beim Gegner, kann es auch schiefgehen. Willkommen im Spielsystem. ;-) Denn zu einfach soll es ja auch nicht sein. Man kann eine Karte auch als Verteidigung ablegen, was auch entsprechend angezeigt wird. Vor allem der Überraschungseffekt bei vielen Karten ist recht hoch. Man selber denkt mit einer mächtigen Karte dem Gegner den Rest geben zu können, schaut sich aber plötzlich um, wenn der Gegner eine Zauberkarte besitzt, mit der er eine Karte von sich gegen eine von euch Tauschen kann. Und auch das ist wieder nur ein Beispiel und lebt auch hier von der immer größer werdenden Anzahl an Fallen- und Zauberkarten.

Gibt er euch eine Gurke und holt sich euren Chefe, ist das natürlich nicht so schön. Erfahrung ist auch hier immens vonnöten. Dazu kommt eben auch die Spielzeit. Denn nur drauflos Beschwören bringt in diesem Game nichts. Dazu sind einfach zu viele Möglichkeiten den Gegner mit Zauber und Fallenkarten zu ärgern enthalten. Bringt aber eine große Vielschichtigkeit in das Ganze. Habt Ihr einen Gegner besiegt, bekommt Ihr die angesprochenen Erfahrungs- und Duellpunkte. Je nach Wertigkeit des Gegners mehr oder weniger, gibt es auch Boni für bestimmte Kampftaktiken die Ihr getätigt habt. Spätestens nach dem ersten Sieg ist man als Spieler schon wieder gefangen und möchte von nun an natürlich weiter siegen und seine Decks mit neuen Karten Ausstatten und möglichst immer besser machen. Was mir in diesem Jahr wieder nicht gefällt sind 2 elementare Dinge. Warum Konami seit einigen Versionen den Duellbildschirm komplett auf den Touch Screen zwängt ist mir ein Rätsel. Wozu gibt es hier 2 Screens, die sich dafür perfekt anbieten. Ging ja früher auch und bot viel mehr Übersicht und auch Detailfreude. Dass wieder keine Monster Animationen enthalten sind ärgert in diesem Zusammenhang auch wieder. Hier nutzt man zwar den Top Screen, belässt es aber mit uninspirierten Einblendungen der Monster. Ein kleiner Kampfeffekt und das war es dann auch. Da kann man den Top Screen eigentlich auch wieder als Teil des Duell Bildschirms nutzen.

Ärgerlich empfinde ich wieder die "Denkpausen" der CPU Gegner. Ehe die Jungs manchmal in die Gänge kommen, vergehen gerne mal 20-30 Sekunden und man fragt sich warum? Das kann durchaus etwas nerven. Vor allem wenn man seine Chance sieht und fast schon ungeduldig am DS knabbert. ;-) Neben Kritik gibt es aber auch Lob. Zwei Dinge sind mir hier in Erinnerung geblieben. Richtig Klasse empfinde ich das Feature der Deck Bewertung, mit dem man sein selber zusammengewürfeltes Deck einschätzen lassen kann. Also ob man nun gut gemischt hat oder doch hier und da noch etwas Feintuning investieren sollte. Auch die neuen Duell Puzzles haben was, auch wenn sie sich in meinen Augen lange Zeit an den Crack richten. Denn diese Duell Puzzles, die man genauso im Story Modus, aber auch Online findet, bieten euch vorgefertigte Situationen. Diese Szenarios, so will ich es mal nennen, haben als Ziel, dass ihr als Spieler in ganz wenigen Runden, oder gar nur einem Zug siegt. Und dafür sollte man sich durchaus sehr gut auskennen. Bringen etwas Abwechslung ins Programm und lassen den Titel zumindest inhaltlich wieder gut aussehen. Ebenfalls gelungen, dass man am Story Modus länger sitzt als im Vorgänger. 12-14 Stunden kann man hier diesmal einplanen, um zum Ende dieses Modus zu gelangen. Fertig mit dem Spiel ist man dann noch lange nicht. Dazu gibt es den wieder alles überstrahlenden Online Modus.

Grafik & Sound....

Leider macht auch die 2011er Version nicht unbedingt einen gelungenen grafischen Eindruck und kommt in den beiden Hauptbereichen Adventure Grafik und Monster Animationen ähnlich schwach wie der Vorgänger daher. Das beginnt bei der sehr steril wirkenden Umgebungsgrafik im Adventure Bereich, reicht über detailarme Effekte und endet in den eigentlich wieder nicht vorhandenen Monster Animationen. Hier hat die Serie seit einigen Versionen einen klaren Rückschritt getätigt. Kann mich noch an die ersten Ausgaben erinnern, wo zum einen die Monster auf dem Spielfeld plastisch animiert wurden, oder im Top Screen Bildschirmfüllend zum Leben erwacht sind. Das fehlt alles irgendwie und tut auch der Atmosphäre nicht unbedingt gut. Macht alles sehr trocken in meinen Augen. In der 2011er Version gibt es außer einer kurzen bewegten Monstereinblendung nichts zu sehen. Da hilft auch das frischere Design und Aussehen des Duellbildschirms nur bedingt. Auch das hier und da etwas mehr Farbpower zu sehen ist, geht da eher ein bisschen unter. Technisch stören auch in diesem Jahr die Wartezeiten, sobald der CPU Gegner seine Phasen angeht. Man könnte meinen, der Gegner macht sich manchmal einen Kaffee. Keine Ahnung ob das künstlich eingebaut ist, denn an der Hardware dürfte das ja nun nicht liegen, wie die eigenen Vorgänger schon oft gezeigt haben. Der Rest passt eigentlich, wobei dies auch keine großartige Herausforderung für den DS darstellt.

Beim Sound gibt es in diesem Jahr mehr Abzüge als beim Vorgänger. Dazu ist dieses Jahr einfach zu viel belangloses Gedudel enthalten. Selbst im Adventure Teil sind wirklich schräge Stücke mit dabei, welche die typische Japano Rhythmik mitbringen. Klingt einfach für europäische Ohren wenig melodisch. Auch in den Duellen tut sich die Begleitmusik nicht gerade als Motivationsfördernd hervor. Man ertappt sich in schweren Duellen durchaus dabei, dass man diese auch mal leiser stellt. Effekte sind wie immer die gleichen, wie schon seit einigen Versionen. Nichts weltbewegendes, aber passend zum Spielgeschehen. Auch wenn hier ebenfalls das Monster Thema fehlt, wo man ja früher auch mit Effekten zur Atmosphäre beitragen konnte.

Multiplayer/Online....

Der Multiplayer lebt auch in diesem Jahr wieder fast komplett vom Online Modus. Oder sagen wir besser, er ist einfach auf lange Sicht der unterhaltsamste Teil im ganzen Spiel. Ausnahme ist wirklich dann, wenn ihr einen Crack als Freund um die Ecke habt, mit dem ihr wieder Tauschen und natürlich Duelle austragen könnt. Wobei auch Tag Duelle zu viert möglich sind. Dabei gibt es auch in den Duellen gegen Freunde Duellpunkte, was der Motivation zuträglich ist. Positiv, dass wieder der Duell Rechner enthalten ist, so dass man seine realen Karten Duelle rechnerisch begleiten kann. Eine Kleinigkeit, die aber ihren Zweck erfüllt. Online habt ihr nun ebenfalls wieder reichliche Möglichkeiten zur Verfügung. Dabei kommt auch hier wieder das Freundescode System zum Einsatz. Ansonsten ist es aber wie immer möglich, auch gegen Duellanten weltweit anzutreten. Killer Feature hier ist aber neben normalen Duellen das Teilnehmen an großen Turnieren. Inklusive Vorrunde gilt es hier zu bestehen, wobei die Wichtigkeit und Größe der Turniere stark variiert. Auswirken tut sich das in Ranglisten, was ebenfalls für die Motivation perfekt ist. Selbst hier gibt es die begehrten Duellpunkte. Aber das ist noch lange nicht alles. Ebenfalls Online kann man zudem Duell-Münzen erspielen, die man dann in Download Content investieren kann. Einmal pro Tag kann man Karten und Listen herunterladen und erhält so nochmals einen Mehrwert. Zu guter Letzt kann man auch selber für Content sorgen. Zwar wirklich was für Cracks, kann man im Hauptspiel ja auch eigene der neuen Duell Rätsel erstellen und hochladen. Im Gegenzug könnt ihr dann auch solche von anderen Spielern nutzen und versuchen Duell Vorgaben und Situationen in wenigen, bis gar nur einer Spielrunde zu lösen. Lohnenswert ist der Online Modus also allemal, auch wenn man heute immer noch mit dem Vorgänger eine Menge Spaß haben kann in diesem Bereich.

Fazit....

Es ist mittlerweile schwer die jährlichen YGO Spiele im richtigen Licht zu sehen. Inhaltlich bietet auch die 2011er jede Menge YGO Action, mit diesmal satten 4200 Karten. Für die Cracks unter euch, kann das nie genug sein und ist im Vergleich ja nichts anderes, als wenn jedes Jahr 100 neue Pokemon in einer Edition auf den Markt kommen. Auf der anderen Seite kann man das alles auch als Add-on durchgehen lassen. Auf dem PC wäre es wohl auch nicht anders. Hier kauft man halt immer wieder ein komplettes Spiel. Für Unbedarfte und Neulinge ist zwar wieder ein gutes Tutorial dabei und das neue Feature der Deck Bewertung ist eine feine Sache. Dennoch sollte man ein paar Vorkenntnisse wieder mitbringen. Denn wie immer ist die YGO Materie mit den vielen Möglichkeiten mit hohem Tiefgang behaftet und man braucht auf jeden Fall viel Zeit, um hier halbwegs gut auszusehen. Mag das Offline noch gehen, spätestens Online zeigt euch jeder erfahrene 8-jährige, wo Bartel seinen Most holt. ;-) Schade nur das Konami bei all den spielerischen Möglichkeiten die technische, grafische und atmosphärische Seite etwas vernachlässigt. Zu trocken darf man das Ganze dann auch nicht präsentieren. Das werden auch die YGO Fans irgendwann so sehen. Man darf also gespannt sein, wie man das Thema einmal auf dem 3DS umsetzen wird. Denn das hier eine Version nicht mehr lange auf sich warten lassen wird, dürfte außer Frage stehen.

 

+ Über 4200 Karten
+ Online Modus bleibt Kaufgrund
+ Neue Statistiken/Duell Modi
+ Motivierendes Spielprinzip
+ Gewohnt hoher YGO Tiefgang
+ Story länger als im Vorgänger
+ Komplett Deutsch
- Keine Animationen mehr
- Grafisch sehr bieder
- Teils schräger Sound
- Rechenzeit CPU Phasen
- Lässt Atmosphärisch federn

GRAFIK: 68%

SOUND/EFFEKTE: 65%

MULTIPLAYER/WI-FI: 83%

GESAMTWERTUNG: 74%

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