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NDS Yu-Gi-Oh Spirit Caller
 
 
Yu-Gi-Oh GX - Spirit Caller - NDS
Matthias Engert (07.05.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Konami
GENRE: Card Game
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Konami und seine Gelddruckmaschine Yu-Gi-Oh. Anders kann man die Serie fast schon kaum noch bezeichnen. In Sachen Quantität der Releases auf den einzelnen Plattformen liefert sich die Serie einen harten Kampf mit Spongebob und diversen Pferdespielen. Allerdings geben die Verkaufszahlen Konami jedesmal aufs neue Recht. Auf dem DS sah es bisher noch regelrecht düster aus. Mit Nightmare Troubadour erst ein YGO Titel verfügbar ändert man das im Frühjahr/Sommer 2007. Neben dem hier vorgestellten Spirit Caller liegt ja auch WC 2007 bereits im Testregal. Interessanter Seitenblick ist das Feature das Konami seinen YGO Spielen immer auch 3 reale Trading Cards beilegt. Mittlerweile könnte ich fast schon offline an einem Duell teilnehmen. ;-) Trotz der Masse an Spielen versteht es Konami dennoch den Spielen immer genug neues mitzugeben um einen Kaufanreiz auch für die neueste Version zu bieten. Auch Spirit Caller ist da keine Ausnahme. Allein das Wi-Fi Feature macht das Spiel für Cracks fast schon zum Pflichtkauf. Aber auch sonst sollte das Spiel einige Gründe zum Kauf mitbringen.

Menus und die Story....

Ein Punkt ist dabei erneut nicht hoch genug zu bewerten. Aufgrund der auch sehr jungen Zielgruppe ist das Thema Sprache nicht zu unterschätzen. Waren frühere GBC/GBA Titel oft komplett Englisch gehalten, muß sich der junge DS YGO Fan keine Sorgen machen. Auch Spirit Caller kommt komplett deutsch daher. Da hier mal wieder auch eine kleine Story enthalten ist, also nichts schlechtes. Auch sonst ist wieder alles dabei was man erwarten darf. Neben dem Batteriesave gibt es erneut den Multiplayer für Duelle mit einem Freund und wie schon erwähnt das Killer Feature Wi-Fi, um nun auch via Internet gegen andere Spieler anzutreten. Wie immer beschäftigen wir uns mit diesem Feature im Wi-Fi Special etwas genauer und Ihr findet am Ende des Tests den entsprechenden Link dazu. Was die Story dieser GX Variante angeht hält man sich ein wenig an die Anfänge. Ihr als Spieler betretet als Neuling die Duell Academy und dürft euch in dieser langfristig nach oben arbeiten. Dabei werdet Ihr ähnlich dem Harry Potter Prinzip einem Haus der Academy zugeordnet, für das Ihr eure Duelle austragt. Dieser interne Kampf der Häuser ist dabei wenn man so will der rote Faden der Story. Wobei diese im gesamten nicht die Hauptrolle spielt. Sie hält die eigentliche Duell Action zusammen, um die es sich natürlich auch im neuesten YGO Spiel hauptsächlich dreht. Allerdings ist das ganze besser umgesetzt als im Vorgänger auf dem DS und sorgt auch hier wieder für eine immense Spielzeit.

Der Start in das Spiel ist erneut äußerst schnell erledigt. Nach dem üblichen Intro wartet ein kurzes und knackiges Hauptmenu auf den Spieler. Ihr habt hier anfangs nur die Möglichkeit ein Neues Spiel zu starten. Habt Ihr das erste mal gespeichert kommt die Fortsetzen Option dazu. Mehr ist es nicht. Alles andere wie die Mehrspieler oder Wi-Fi Modi startet Ihr direkt im Spiel und nicht über diverse Menus.

Technik und Gameplay....

Sobald Ihr eine neues Spiel beginnt stehen erneut erstmal um die 15 Minuten Storyeinleitung an. Das beginnt mit einem Screennamen den Ihr euch gebt und reicht über die Vorstellung eurer Team Kollegen der Duell Academy, bis hin zur örtlichen Besichtigung eures Hauses und Zimmers samt der angrenzenden Locations. Ihr seid hier wenn man so will erstmal nur Passagier und bekommt die Abläufe und Orte erstmal vorgestellt. Ehe man also das erste mal selber Hand anlegen darf vergehen wie immer einige Minuten. Das Spiel selber startet danach in eurem eigenen kleine Zimmer, das von nun wieder Ausgangspunkt für eure Aktionen ist. Wieder enthalten ist im Spiel ein Tag/Nacht Feature. So findet man im Zimmer z.b. auch ein Bett, das beim Antippen zum einen die Schlafen Funktion abdeckt und auch das Speichern des Spielstandes, das nur hier möglich ist. Desweiteren ist das Zimmer Organisationszentrale des Spiels. Auf dem Touch Screen dargestellt dürft Ihr euch im PC einloggen um Emails zu lesen oder euch für ein Mehrspieler Duell und eben die Wi-Fi Connection anmelden. Dazu kommen die Statistiken und natürlich das Nächte füllende Thema Deck organisieren. Anders als sonst bekommt Ihr hier ein festes Starterdeck gestellt mit dem Ihr beginnt und könnt nicht aus mehreren verschiedenen wählen. Gleiches Recht für alle könnte man meinen. ;-) Sehr schön finde ich beim Thema Statistik das man Offline und Online Level voneinander trennt. Spirit Caller ist ja wie immer auch ein kleines RPG für den Helden, sprich Siege in den Duellen bringen Erfahrungspunkte und damit Level Up's. Offline für die Story wichtig ist die Online Variante strikt davon getrennt. Habt Ihr Offline Stufe 10 erreicht, so beginnt Ihr Online trotzdem mit dem Level 1. Für das Thema Motivation im Online Gameplay ist das ganze natürlich eine feine Sache. Der Spielablauf selber gestaltet sich zunächst erstmal immer gleich. Ihr steht am Morgen auf, besucht die Academy und bringt im Zeitraffer die Schulstunden hinter euch. Das bedeutet das zu Beginn der Fokus im entdecken der Umgebung liegt und natürlich euren ersten spielerischen Erlebnissen, sprich den Duellen gegen andere YGO Duellanten im Spiel.

Die Spielumgebung ist dabei in 5 verschiedene Gebiete eingeteilt. In diesem Explore Modus dient nun der Touch Screen als Navigation. Über ein kleines Symbol könnt Ihr eine Gesamtkarte aufrufen, oder eben in die 5 Gebiete zoomen. Ihr habt ein Haussysmbol um jederzeit per 1-Click in das eigene Zimmer zu gelangen. Dazu kommt ein kleines Laufsymbol, das wichtig wird wenn Ihr irgendwo speziell hin wollt. Einfach gemacht bewegt Ihr ein Kreissymbol über die Karte. Zieht man den Kreis auf ein Gebäude und tippt danach das Laufen Symbol an, bewegt sich der Charakter, hier als Dummie dargestellt dorthin. Desweiteren dient der Kreis auch als Duellanten Finder. Gegner sieht man in dem Sinne nicht. Also zieht man den Kreis quer durch die Gegend bis sich dieser verfärbt und man irgendwann per milimetergenauer Bewegung einen Duellant findet. Wieder tippt man auf das Laufen Symbol und im Top Screen stellt sich dieser nun vor. Dabei ist das Spiel nun so angelegt, das Ihr anfangs eigentlich nur in eurem Gebiet, wo sich das Haus befindet auch Gegner findet. Denn wie schon erwähnt seid Ihr ein Neuling im Spiel. Geht Ihr in ein Gebiet der anderen Häuser und findet einen Duellanten rümpft der nur die Nase und verweigert ein Duell. Ist aber auf der anderen Seite auch gut gemacht und erleichtert es Einsteigern schnell Erfolge zu haben. Denn die Gegner im ersten, dem eigenen Gebiet sind schlagbar. Das im Verlauf die Gegner natürlich um einiges besser werden ist nichts neues und wird dann wiederum die Cracks unter euch freuen. Denn wie immer ist das YGO Spielprinzip eine tiefgehende Angelegenheit, wie sie im Bereich der Trading Cards sonst kaum anzutreffen ist. Dennoch positiv das mit Spirit Caller auch Neulinge durchaus angesprochen werden. Wer überhaupt keine Ahnung von der Materie hat kann sich zur Academy bewegen und findet neben dem Klassenraum und dem wieder enthaltenen Kartenshop den sogenannten Archivraum. Hier warten jede Menge Tutorials, die angefangen bei den Kartenvarianten bis hin zu den Runden und dem Gameplay selber alles erklären was wichtig ist. Blöd sterben muß hier also niemand. Grundlage des Kämpfens sind natürlich wieder die Karten. Knapp 1400 Karten findet man in Spirit Caller und kämpft hier nun nach den neuen Expertenregeln.

Kern des ganzen ist euer Deck, das anfangs nur 29 Karten beherbergt. Damit legt Ihr los. Maximal 40 Karten kann das aktuelle Deck beinhalten, so das Ihr im Verlauf in der Deck Rubrik im eigenen Zimmer Zeit ohne Ende zubringen könnt, um bei immer mehr werdenden Karten das Deck einigermaßen passend zusammen zu stellen. Allein die Filter Möglichkeiten erschlagen den Spieler zunächst wieder. Da bleibt sich die Serie natürlich treu. Für Cracks aber natürlich das gelungene Herzstück der Deck Organisation. Dabei profitiert das Spiel erneut sehr von den beiden DS Screens. Übersicht und Handling via Pen auf dem Touch Screen ist wie zugeschnitten für dieses Spiel. Auch später in den Duellen selber ein Killer Feature. Neben Erfahrungspunkten ist es auch das Ziel die sogenannten DP (Duellakademiepunkte) zu erspielen. Eigentlich nichts anderes als Geld, mit dem man im Shop der Academy neue Karten kaufen kann. Denn anfangs ist das eigene Deck mehr als nur durchschnittlich, bietet aber dennoch eine Mischung aus allem was an Kartenvarianten im Spiel vorkommen kann. Aufgeteilt sind die enthaltenen Karten in 3 Kategorien - Monster, Zauber und Fallenkarten, die in sich ebenfalls noch einmal unterteilt sind. Einer der Gründe für die Vielschichtigkeit der gesamten Serie und ein Grund warum das ganze auch hier zur Wissenschaft ausarten kann. Während die Zauber und Fallenkarten bestimmte Ereignisse auslösen und z.b. eine Monsterkarte im Kampf pushen, gegnerische Monsterkarten oder dessen Aktionen allgemein beeinflussen können, oder selbst den Untergrund wo der Kampf stattfindet, übernehmen die Monster Karten die Action. Man sollte also immer eine gute Mischung aus diesen Karten dabei haben. Jede Monsterkarte besitzt wiederum Eigenschaften, die sich zunächst grob erklären lassen. Es gibt einen Wert für Angriff und Verteidigung. Dazu eine Klasse des Monsters sowie dessen Kosten. Weiterhin gibt es Anzeigen für die Wertigkeit der Karte in Form von Sternen und natürlich dem Namen der Karte. Auch hier bringt der Einsatz von 2 Screens dem ganzen allein schon von der Übersicht her ein großen Nutzen.

Kümmern wir uns nun um das Gameplay und wie man im Spiel voran kommt. Also wuselt man wie schon erwähnt durch die erste Location und sicht nach einem Duellanten. Hat man einen gefunden meldet sich dieser oben im Screen und fragt euch nach einem Duell. Als spielfreudiger Crack willigt man ein und der Kern des Spiels, die Duelle zeigen sich. Auf einem Duelltisch beginnen beide Duellanten mit 5 Karten ihres Decks. Gespielt wird Rundenbasiert. Auch hier bieten logischerweise 2 Screens wieder einen großen Nutzen, da Ihr sowie euer Gegner einen kompletten Screen zur Verfügung haben. Dabei ist nun die Aufteilung in Spirit Caller nochmals verbessert worden. Das beginnt bei der grafisch vielschichtigeren Umgebung des Tisches, was einfach mehr Atmosphäre bringt, und endet in besser angeordneten Buttonleisten für die einzelnen Aktionen und Phasen eines Duells. Neben den 5 Karten zu Beginn kann man vom eigenen Deck eine weitere Ziehen und loslegen. Kern des Spielfeldes sind 2 Reihen in denen man eigene Karten ablegen kann. Dabei dient die obere Reihe für Monsterkarten und die untere für Zauber und Fallenkarten. Man kann Monsterkarten Beschwören und damit Angriffsbereit zu machen, aber auch verdeckt ablegen um den Gegner nicht wissen zu lassen was sich drunter verbirgt. Hat man dies getan beendet man mit der 5.Phase die Runde und der Gegner ist dran. Soweit die einfache Vorberreitung. Wir wollen aber auch gewinnen und den Gegner vernichtend schlagen. Jetzt beginnt dann die ganze Bandbreite des Spiels seinen Reiz auszuspielen. Die einfachste Variante ist ein eigenes Monster über seine Karte zu Beschwören. Ist man am Zug klickt man eine Karte an und bekommt im Screen die Möglichkeiten die machbar sind. Pro Runde kann man ein Monster beschwören und es sofort angreifen lassen. Ist die obere Reihe des Gegners für Monsterkarten leer greift man ihn direkt an und leert die Energieleiste ein wenig. 8000 Punkte hat jeder Spieler, die es auf 0 zu bringen gilt. Je schwerer die Gegner um so mehr Taktik im Spiel beginnt. Einfach gesagt könnte man folgendes Beispiel bringen. Liegt eine Monsterkarte des Gegners auf dem Tisch mit einem DEF Wert von 1000 und Ihr greift mit einer Monsterkarte an die 1200 Punkte besitzt, so zerstört Ihr die Karte, während die 8000 Lebenspunkte des Gegners bleiben. Hat er keine Karte auf dem Tisch und Ihr greift erneut mit der 1200er Karte an so besitzt er jetzt nur noch 6800 Lebenspunkte. Nur ist das wirklich die einfachste Variante.

Man wählt seine Decks später sorgfältiger aus, spielt mehr mit Verteidigung oder nutzt Specials und das Opfern. Mit diesem Befehl kann man Levelmäßig niedrige Karten vom Tisch verschwinden lassen um bekommt bei einer bestimmten Anzahl an Opfern ein höherwertiges auf den Tisch. Der Zeitpunkt solcher Aktionen ist das A und O. Durch das Rundenbasierte Gameplay kann sich ein Match sehr schnell ändern. Vor allem durch Zauber und Fallenkarten ist dies schnell möglich. Da man nicht alle Karten des Gegners sieht immer wieder ein gelungener Spannungseffekt. In Sachen Angriff ist vieles auf den ersten Blick nachvollziehbar. Übersteigt der Angriffswert eurer Karte den Verteidungswert der gegnersichen Karte so solltet Ihr die Oberhand behalten. Ist aber z.b. der Wert kleiner oder es wirkt eine der sehr vielschichtigen Zauber und Fallenkarten beim Gegner kann es auch schiefgehen. Willkommen im Spielsystem. ;-) Denn zu einfach soll es ja auch nicht sein. Man kann eine Karte auch als Verteidung ablegen, was auch entsprechend angezeigt wird. Vor allem der Überraschungseffekt bei vielen Karten ist recht hoch. Man selber denkt mit einer mächtigen Karte dem Gegner den Rest geben zu können, schaut sich aber plötzlich um wenn dieser eine Zauberkarte besitzt mit der er eine Karte von sich gegen eine von euch Tauschen kann. Gibt er euch eine Gurke und holt sich euren Bringer ist das natürlich nicht so schön. Erfahrung ist auch hier immens vonnöten. Dazu kommt eben auch die Spielzeit. Denn nur drauflos Beschwören bringt in diesem Game nichts. Dazu sind einfach zuviele Möglichkeiten den Gegner mit Zauber und Fallenkarten zu ärgern enthalten. Bringt aber eine große Vielschichtigkeit in das ganze. Habt Ihr einen Gegner besiegt bekommt Ihr die angesprochenen EXP und DP. Je nach Wertigkeit des Gegners mehr oder weniger gibt es auch Boni für bestimmte Kampftaktiken die Ihr getätigt habt. Soweit spielt sich ab da vieles immer gleich ab und der Fokus wandert schon immer mehr auf die Duelle. Aber wie schon erwähnt gibt es auch hier etwas neues und der Spieltitel wird interessant.

Denn neu dabei ist das Feature Geist. Im Spielverlauf könnt Ihr sogenannte Geister finden, die sich euch anschließen und als Karte vorhanden sind. Diese Geister können euren Status und die Kampfweise verändern und wirken sich auf das Deck und damit den Kampf selber aus. Auch der Geist levelt dabei mit und wird mit der Zeit zu einem mächtigen Verbündeten. Auch dies bringt dem Spiel erneut einen kleinen, aber feinen Kick. Ebenfalls verbessert ist in dem Zusammenhang der Einsatz der Fallen und Zauberkarten auf den Tischen. Früher hatte man diese verdeckt abgelegt und mußte diese zum richtigen Zeitpunkt selber aktivieren. Hier nun greift ein Autosystem, das euch bei einer möglichen Nutzung der Karte fragt ob Ihr diese anwenden wollt. Auch so ein kleiner Punkt der mir gut gefällt und verbessert wurde. Unterstützt das erneut sehr gute Gameplay sehr passend. Abgerundet wird das gelungene Spiel von einer ebenfalls nicht zu unterschätzenden Möglichkeit. Gerade hier ärgert man sich vielleicht das man im Vorgänger Nightmare Troubadour ein tolles Megadeck hat und hier halt wieder bei Null anfängt. Das muß nun nicht mehr so sein. Denn Ihr könnt Spirit Caller und Nightmare Troubadour miteinander verbinden und Karten aus dem einen Spiel zum anderen holen. Ihr habt also seinerzeit nichts umsonst erspielt und dürft die dortigen Früchte in Spirit Caller ernten. ;-) Sollte bei entsprechenden Spielen ruhig öfters eingebaut werden. Alles in allem spielt sich auch Spirit Caller für YGO Fans hervorragend. Wie immer eine immense Spielzeit, die passende Story samt dem Spielsystem und die eigentlichen Duelle, die wieder von ein paar Minuten bis halbe Stunde dauern können sorgen für leuchtende YGO Augen. Und wer irgendwann doch mal fertig ist und das Spiel beiseite packen würde, weil ihm vielleicht die Gegner ausgehen, der wählt sich nun Online ein und zeigt weltweit was sein eigenes Deck wirklich wert ist.

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es auch hier wieder die 2 Welten. Zum einen der Explore Modus, der von Standbildern und einfacher passender Grafik lebt. Grobe Kartenscreens samt den darauf ebenfalls einfach dargestellten Locations. Zweckmäßig, aber vollkommen ausreichend. Ganz anders wieder die Gestaltung auf den Tischen, die sehr von den beiden Screens und den grafischen Möglichkeiten des DS profitiert. Dabei ist wieder alles mögliche animiert. Das beginnt beim Ziehen einer Karte und deren Einsatz und endet bei den sehr gelungenen Monsteranimationen, die so endlich mal zum Leben erwachen. Bildschirmgroß "entsteigen" sie den Karten und werden so im Pseudo 3D auf dem Top Screen dargestellt. Das ganze auch bei Zauber und Fallenkarten, die Ereignisse eben nicht mehr nur durch kurzes Blinken oder einfache Effekte wie früher auslösen, sondern jetzt Bildschirmübergreifend funktionieren. Kampfanimationen wenn man ein Monster auf den Gegner losläßt runden diesen sehr gelungenen Aspekt ab.

Beim Sound bleibt sich die Serie treu und man findet hier gegenüber den Vorgängern noch die wenigsten Änderungen. Hier gefallen die vielen melodischen und ruhigen Stücke, die klanglich wenig an eine Japano angehauchtes Game erinnern und zum anderen für das Rundenbasierte Gameplay sehr gut geeignet sind. Auch qualitativ gehören sie auf dem DS nach wie vor zu den besseren Vertretern.

Multiplayer....

Der Multiplayer wird nun wie schon erwähnt erweitert um das Killer Feature Wi-Fi. Denn neben den Offline Duellen, für die man ja immer auch einen Gegner finden muß darf man nun online via Internet weltweit Duelle bestreiten. Im Wi-Fi Special gibt's dazu mehr, so das wir uns hier nur mit den Offline Möglichkeiten beschäftigen. Logisch das bei diesem Spiel 2 Spiele für ein Duell nötig sind. Neben einem Duell gegen einen menschlichen Spieler sind dabei auch wieder die Tauschaktionen möglich, so das man auch untereinander Karten tauschen kann. Schließlich sind wie immer noch in einem Trading Card Game. ;-) Positiv das auch hier EXP und DP erspielt werden können.

Fazit....

Bei jedem YGO Spiel fragt man sich schon ein wenig was der x-te Aufguß nun wieder bringen mag. Erinnert ein wenig an die vielen Pokemon Editionen. Allerdings und das muß man Konami auch bei Spirit Caller bescheinigen sind die Neuerungen jeden Euro wert. So ist zwar das Spielprinzip kaum verändert, was neu ist wie das Geist Feature sind aber sehr gut eingebunden. Hohe Spielzeit, viele Karten und ein Spiel das auch Einsteigern in die Materie gefallen sollte zeichnet Spirit Caller aus. Auch wenn die YGO Serie nach wie vor ein Zielgruppenspiel darstellt. Über allem steht aber vor allem für den Crack das Wi-Fi Feature. Wer bisher in seinem heimischen Zimmer seufzend auf sein Mega Deck geschaut hat und mangels Gegner nie zeigen konnte was in ihm steckt, bekommt nun völlig neue Möglichkeiten. Irgendwo da draußen gibt es immer einen Spieler der besser ist als Ihr. ;-))))

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu YGO GX - Spirit Caller.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Übersicht durch 2 Screens
+ Bedienung per Touch Screen
+ Tiefgehendes Spielprinzip
+ Verbesserte Duelle
+ Viele Karten/Möglichkeiten
+ Killer Feature Wi-Fi
+ Komplett deutsch
+ Präsentation/Sounds
+ Verbindung zu Nightmare T.
- Story eher Beiwerk

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 78%

MULTIPLAYER/WI-FI: 86%

GESAMTWERTUNG: 81%

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