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NDS Women's Murder Club
 
 
Women's Murder Club - NDS
Kilian Pfeiffer (10.01.2010)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: THQ
GENRE: Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

„James Patterson - Women's Murder Club - Tod und Schönheit" basiert auf einem fiktiven Krimi des in den Vereinigten Staaten bekannten Krimiautors James Patterson. Als wir das Spiel das erste Mal in Händen hielten, dachten wir, uns würde hier ein waschechtes, spannendes Krimi-Szenario erwarten. Doch dann kam die Ernüchterung – schneller als angenommen.

Menus und die Story....

Morde geschehen Tag für Tag. In „James Patterson - Women's Murder Club - Tod und Schönheit" allerdings ist es das weibliche Geschlecht, das den bestialischen Händen eines Mörders zum Opfer fällt. Lindsay und ihre Freundinnen befinden sich mitten im Geschehen. Keine Frage also: Aufklärung ist gefragt, so schnell als möglich! Anderenfalls könnte das nächste Opfer schon im Visier des Mörders sein...

Technik und Gameplay....

Bei vorliegendem Titel haben wir es mit einem reinrassigen Solospiel zu tun. Für Gruppenspiele eignet sich der Titel nicht. Bieder präsentiert sich das Spiel gleich zu Beginn und auch im Folgenden sollten sich keine besonderen Gameplay-Elemente herauskristallisieren, die besonderes Lob verdienten. Bei dem virtuellen Krimi-Rundgang habt Ihr es also mit Morden zu tun, die bestenfalls aufgeklärt werden wollen. Es gibt Software, die jene Aufklärungskette spannend darstellt und eben solche, die sich nicht weiter drum schert, wie es dem Spieler dabei ergeht. Beweise sammeln und Schlussfolgerungen treffen, gehört zum Alltag eines guten Detektiven. Beweisen könnt Ihr Euch hier, ob es allerdings Spaß bereitet, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Den Großteil des Spieles sucht Ihr Tatorte nach Beweisen ab. Eine Liste, die diverse Gegenstände anführt, muss „abgearbeitet" werden. Erst wenn Ihr alle Gegenstände auf dem Bildschirm gefunden und mit dem Touchpen angetippt habt, geht es im Spielverlauf weiter. Leider sind jene Objekte oft recht gut versteckt. Warum soll man sich etwa auf ein Pik-Kreuz in der Frontscheibe eines Pkws konzentrieren? Was hat dieses Kreuz bitteschön mit dem Mord zu tun? Nichts! Oder warum Ausschau nach dem Planeten Saturn halten, der irgendwo am Himmel schemenhaft zu erkennen ist? Im Endeffekt ist der Titel ein besseres „Such"-Spiel. Bedauerlicherweise behindert sich das Spiel dadurch selbst – es macht kaum Spaß nach Objekten zu suchen, die mit dem eigentlichen Spielverlauf einfach rein gar nichts zu tun haben.

Gesammelte Beweise dienen Euch als Mittel, um am Ende eines Falles den Täter zu ermitteln. Bis dahin vergeht jedoch eine gewisse Zeitspanne. Beweise zu analysieren und Verdächtige zu verhören, gehört ebenso zu Euren Aufgaben, gestaltet sich aber als äußerst unspektakulär und wenig motivationsfördernd. Immerhin erwarten Euch einige Hinweise, die Ihr im Notfall abrufen könnt, um Euch aus einer scheinbar ausweglosen Situation zu befreien. Warum sich die Entwickler von Griptonite Games so wenig einfallen lassen haben, stellt für uns ein Rätsel dar, das sich nur schwerlich beantworten lässt. Da ist es ja beinahe ein kleines Wunder, dass ein Feature des Nintendo DSi zum Tragen kommt – die Kamera. So lassen sich etwa Familienmitglieder direkt in das Spielgeschehen einbinden. Witzigen Charakter hat die Einbindungsmöglichkeit, mehr aber auch nicht. Habt Ihr nach und nach die in deutschen Texten erzählte Geschichte hinter Euch gebracht, geht es ans Eingemachte: Wer war der Mörder – schlussfolgert besser richtig, denn anderenfalls könntet Ihr scheitern. Weil das Spiel aber alles andere als unschaffbar ist, werden selbst Einsteiger Erfolge feiern dürfen.

Grafik & Sound....

„James Patterson - Women's Murder Club - Tod und Schönheit" spielt sich komplett in Standbildern ab. Animierte Sequenzen sind Fehlanzeige. Das kann man zwar als stilistisches Element bezeichnen, jedoch würden wir das Verwenden von Standbildern eher darauf zurückführen, dass man sich die Programmierarbeit erheblich erleichtern wollte. Unverständlich: Gegenstände, die nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun haben, müssen gesucht werden. Teils handelt es sich dabei um abstruse Dinge, die am Thema vorbeischießen.

Sprachausgabe bietet der Titel keine. Auf der Soundseite begegnen Euch einladende Melodien – zwar ohne Ohrwurmcharakter, wie man ihn von anderen First-Party-Titeln kennt –, aber immerhin hörenswert. Eine deutsche Sprachausgabe wäre wünschenswert gewesen.

Fazit....

„James Patterson - Women's Murder Club - Tod und Schönheit" ist nur für jene Spieler geeignet, die sich gerne auf die Suche nach Gegenständen begeben. Ohne tieferen Sinn und frei jeglicher Krimi-Logik. So fällt der spielerische Ausflug eher enttäuschend aus, Kurzweile ist etwas anderes. Von einem auf einem Krimi basierenden Spiel hätten wir uns schon etwas anderes erwartet. Wenn doch ein wenig wirkliche Schlussfolgerungsarbeit im Spiel integriert wäre...

 

+ basierend auf Krimiautor
James Patterson
- bloßes Such-Spiel
- frei jeglicher Logik
- spartanisches Krimi-Szenario

GRAFIK: 50%

SOUND/EFFEKTE: 64%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 45%

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