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NDS Warhammer 40.000: Squad Command
 
 
Warhammer 40.000: Squad Command - NDS
Matthias Engert (23.02.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: RedLynx
GENRE: Strategie Action
SPIELER: 1-8 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Die Spiele auf dem Nintendo DS, die sich mit kriegerischer Action und dem Thema Strategie beschäftigen, haben spätestens im letzten Jahr einen echten Boom erlebt. Für Jens und meine Wenigkeit, die dem Prinzip sehr zugetan sind war natürlich Panzer Tactics das Maß aller Dinge. Allerdings und das ist natürlich immer etwas schönes, ist die Konkurrenz Situation um einiges besser als in anderen Genres. Auch weil die verschiedenen Produkte meist auf hohem Niveau spielen. Mit der Warhammer Serie bringt THQ nun einen weiteren Titel auf den DS, der vielen eher vom PC her bekannt ist und dort auch seine größten Erfolge gefeiert hat. Aber es ist scheinbar auch in Mode gekommen Handheld Ableger auf den Markt zu bringen. Solange das ganze gelungen ist, kann uns Spielern das natürlich nur Recht sein. Warhammer erweitert zudem das ganze um den zeitlichen Aspekt und führt den Strategie Fan in die Zukunft und den Kampf zwischen mächtigen Marines, Cyborgs & Co. Was draus geworden ist und wo sich der Titel positioniert, zeigt euch der folgende Test.

Menus und die Story....

Die Entwickler um die Firma RedLynx, die für den DS Ableger verantwortlich sind, haben zunächst beim Drumherum ganze Arbeit geleistet. Warhammer 40.000 ist ein komplett deutsches Spiels, dass vereinzelt auch mit einer lokalisierten Sprachausgabe daher kommt. Dazu bietet das Spiel einen punktgenauen Speichermodus auf der internen Batterie und zusätzlich verschiedene Möglichkeiten in Sachen Multiplayer Action. Wahlweise als Single und Multicard Variante kann man das Spiel auch Online über die WFC spielen. Da dort bis zu 6 Spieler möglich sind, eine auf dem Papier hervorragende Sache. Wie immer klären wir euch im Wi-Fi Special über die Gegebenheiten im Online Spiel etwas genauer auf. Natürlich bietet ein Spiel wie dieses auch eine Story, die aber vor allem für Kenner der "großen" Versionen eher mager daherkommen dürfte. Auch hier dreht es sich natürlich um den Kampf zwischen dem Imperium und Chaos und speziell den Elite Space Marines und Chaos Space Marines. Der Spieler kommandiert die Elite-Space-Marines aus dem Orden der Ultramarines und versucht, den Einfluss der rücksichtslosen und dämonischen Kräfte der Chaos Space Marines zurückzuschlagen. Also mal wieder das typische Gut gegen Böse Geplänkel mit etwas durchschlagskräftigeren Waffen als sonst. ;-)

Unter leicht orchestral angehauchten Klängen wird der Spieler in das Ganze mit einer beginnenden Sequenz eingestimmt. Wer darauf hofft mit imposanten bewegten Rendersequenzen eingestimmt zu werden, dürfte enttäuscht werden. Reine Standbilder sorgen auch später im Spielverlauf für die Fortführung und Erzählung der Geschichte. Gerade mit einem Seitenblick auf Final Fantasy XII, dass ja unglaublich geniale Render Sequenzen bietet, fällt dieser Teil hier natürlich schon etwas ab. Das eigentliche Hauptmenu bietet euch nun mehrere Menupunkte zur Auswahl. Das beginnt bei der Einzelspieler Kampagne, die Ihr wahlweise Neu starten oder per Laden fortsetzen könnt und reicht bis zu einem Mission Select um alte Kampagnen nochmal zu spielen. Dazu kommen der Mehrspieler Modus, sowie die Einstellungen und Hilfe Funktion. Abschließend wartet die Download Variante auf euch, welche die MP Action in der Single Card Variante beinhaltet. Die Einstellungen halten sich mit Möglichkeiten zurück und Ihr könnt hier einzig die Tutorials aktivieren, sowie den Sound und die WFC anpassen bzw einstellen. Die Hilfe Funktion auf dem Hauptmenu beherbergt als Textform die Erklärung der Tastenbelegung und gibt einen Einblick in die Steuerung des Spiels. Kern des Ganzen ist aber zunächst der Einzelspieler Modus, welchem wir uns natürlich zuerst widmen wollen.

Technik und Gameplay....

Warhammer 40.000 ist zunächst ein Spiel das ein komplettes Mission Gameplay bietet, sprich Ihr im Spiel nach und nach vorankommt und nicht vielleicht irgendwie eine riesige Gesamtmap vorfindet. Im gesamten bietet das Spiel 13+ Missionen die es zu bewältigen gilt und die man natürlich eine nach der anderen komplett Lösen muß um im Spiel voran zu kommen. Bevor man nun eine Mission angeht, wartet jedesmal der gleiche Ablauf auf den Spieler. Zunächst wird man wie schon erwähnt von den Standbildern samt Texten in die Geschichte eingestimmt, auch wenn ich sie persönlich als wenig atmosphärisch empfinde. Sie wirkt auf mich hier eher als Mittel zum Zweck, als dass diese im Kopf des Spielers eine Rolle spielt. Sind diese Sequenzen vorbei wartet das Vorberreitungsmenu auf euch, das einen Gameplay Teil im Offline Spiel deutlich zeigt. Egal wohin es euch in den Missionen verschlägt, Ihr steuert in den Missionen maximal 6 Einheiten. Eingeteilt in die Marines verschiedener Ausführungen bekommt Ihr mit der Zeit auch gepanzerte Fahrzeuge, Mechs und andere Vehicle an die Seite gestellt. Meist ist das Verhältniss dabei 5 Marines plus 1 Fahrzeug. Im Gegensatz zum Multiplayer Gameplay werden diese im Spiel weder ersetzt, noch können sie bei was Energie angeht irgendwie aufgefrischt werden. Das macht das Spiel auf der einen Seite zwar schwerer, aber auch etwas zäher was den Spielspaß angeht. Doch der Reihe nach. Die Marines und Fahrzeuge verfügen über verschiedene Bewaffnungen. Zum eine die primäre Waffe, welche unendlich Munition besitzt zu den sekundären Waffensystemen, welche man immer wieder in Form von neuen Upgrades freischalten kann. Auch wenn das Thema Upgrades in irgendeiner Form nur darauf beschränkt sein sollte. Neben dem Skin des Marine bekommt Ihr dessen Lebensenergie in Form eines Zahlenwertes angezeigt, sowie die Munition für die sekundäre Waffe samt dem Schadensfaktor, den die einzelnen Waffen bieten. Über allem im Spiel stehen aber die sogenannten AP (Aktionspunkte), die Einfluß auf eigentlich alles haben was dass Gameplay angeht. Diese AP sind für Bewegungen und die reine Action wichtig und können schon in der Vorberreitung durch die Waffenwahl beeinflußt werden. Aber die AP schauen wir uns im Gameplay etwas genauer an.

Habt Ihr eure Vorberreitungen abgeschlossen dürft Ihr die Mission beginnen. Nach hier und da doch etwas nervigen Ladezeiten beginnt eine Mission mit dem Platzieren eurer Einheiten und der Aufteilung der Screens. Auch wenn man diese jederzeit wechseln kann, die Hauptaufteilung ist die spielerische Action auf dem Touch Screen und die Übersichtskarte als Draufsicht auf dem Top Screen. Schnell zeigen sich weitere Gameplay Aspekte. Die Übersichtskarte zeigt euch eine komplett Draufsicht der teilweise recht großen Locations, samt kleinen farbigen Punkten für die Position der eigenen und gegnerischen im Sichtbereich vorhandenen Einheiten. Denkt übrigens ja nicht das euren 6 Einheiten auch nur immer die gleiche Anzahl und Qualität gegenüber steht. In Squad Command habt Ihr eigentlich immer ein Übermacht mit dem Verhältnis 2-3:1 gegen euch. Zweiter wichtiger Aspekt ist die Sichtweise auf die Action, die man hier in Form einer Third Person in der Iso Variante bekommt und man so schräg von oben auf die Einheiten und das Geschehen schaut. Der Touch Screen samt Action bietet nun zusätzlich einiges an Anzeigen die wichtig sind. Das beginnt links bei der Reihe der eigenen Einheiten als Skin oder Symbol samt Balken für die aktuellen AP und Lebensenergie. Rechts sind Symbole zu sehen für den Screentausch, der Möglichkeit in die Hocke zu gehen oder um den Schußmodus zu wechseln. Am unteren Rand sind die eigentlich wichtigen Anzeigen zu sehen. Neben 2 Slots für Primär und Sekundärwaffe findet man hier nun die Anzahl der aktuellen AP pro Einheit. Dabei ist die Steuerung auch hier natürlich ein spezielles Thema. Alles im Spiel kann man sowohl per Touch Screen und Pen Action realisieren, hat aber auch alles mittels Kreuz und Tasten unter Kontrolle. Und ich für meinen Teil habe fast nur die Kreuz/Tasten Umsetzung genutzt. Einfaches Beispiel ist z.b. das Durchschalten zwischen den Einheiten via L und R, was irgendwie leichter von der Hand geht. Spielerisch ganz wichtig ist der Fakt dass alles im Spiel Rundenbasiert abläuft und nicht in Echtzeit gemetzelt wird. Im Gegensatz zum Multiplayer hat man hier auch unendlich Zeit für die Züge. Das heißt Ihr tätigt alle Aktionen wie Bewegen oder Angriff in einem Rutsch und beendet danach einen Zug, damit nun der Gegner dran ist. Aber bis dahin will man ja etwas vorankommen.

Also gilt es die eigenen Truppen gut zu steuern und den Gegnern die Hölle heiß zu machen. Dabei kommen nun die AP wieder zu ihrem Recht, die im Spiel alles beeinflussen. Egal ob Ihr euch bewegt, verteidigt oder angreift. Alles im Spiel verbraucht AP, so dass die Anzahl und Verfügbarkeit über den Ausgang der Missionen immens entscheidend ist. Ich will euch das ganze mal ein wenig näher bringen. Aktiviert man z.b. einen Space Marine, sieht man dies zunächst anhand eines Kreises um ihn herum. Grundlage für die Erklärung ist hier nun z.b. die Verfügbarkeit von 24 AP, die übrigens bei jedem Zug wieder erneuert werden. Will man jetzt z.b. seinen Marine bewegen kann man das Kreuz nutzen. Ausgehend von dem stehenden Marine zieht man so eine Pfeillinie durch die gangbare Umgebung. Diese Linie ist mit vielen kleinen Pfeilen gestaltet, wobei ein Pfeil für 1 AP steht. Will man ihn also hinter eine Mauer stellen die 10 Pfeile in der Linie entfernt ist und am Ende die A-Taste drückt, so läuft der Marine dorthin und es Ihr habt nun bloß noch 14 AP für diesen Zug und diesen Marine. Auch klar das jedes Einheit ihre eigenen AP hat und nicht ein Gesamtpool dafür existiert. Ok Ihr habt den Marine bewegt und möchtet vielleicht einen Gegner angreifen, der in der Reichweite der Waffe zu sehen ist. Dazu bewegt man nun den Cursor auf den Gegner selber und kann die gewählte Waffe, also Primär oder Sekundär benutzen. Auch hier greifen die AP ein. So verbraucht eine Salve mit dem Standard Bolter eines Marine z.b. 4 AP, egal wie weit der Gegner nun wegsteht. Später z.b. beim Einsatz der sehr effektiven Sniper sind gleich mal 12 AP mit einem mal weg. Aber man kann auch dies beeinflussen. Sobald der Cursor auf einem Gegner platziert wurde kann man über ein Auf und Ab Menu AP dazugeben oder abziehen und erhöht so z.b. die Treffergenauigkeit. Im Falle des Bolter hat man in der Grundvariante nun z.b. noch 10 AP zur Verfügung. Man könnte jetzt z.b. noch 2x die Waffe benutzen und hätte am Ende noch 2 AP übrig. Allerdings und das ist ein wichtiger taktischer Aspekt ist dies nicht unbedingt ratsam. Zumindest dann wenn Gegner nicht weit wegstehen. Denn ist der Gegner am Zug will man sich ja auch vielleicht verteidigen können. Hätte man z.b. nur 2 AP stünde der eigene Marine wehrlos in der Gegend herum.

Soll er aber beim Zug des Gegners seinen Bolter automatisch einsetzen, muß man zwingend mindestens 4 AP übrig haben. Dann nämlich kann man den Sicht und Schußbereich des Marine anpassen. Läuft eine Gegner in seinem Zug nun in diesen Bereich, der grünlich transparent dargestellt wird, schießt euer Marine automatisch, sonst nicht. Das heißt bei einem wehrlosen Marine könnte sich der Gegner theoretisch neben euch stellen ohne das der eigene Mann etwas macht. Nun ist das nur die einfachste Variante. Je besser Ihr z.b. im Vorberreitungsmenu den Marine ausstattet um so weniger Standard AP nimmt er mit. Dazu die im Verlauf knapp 20 Sekundärwaffen für die Einheiten, die alle verschiedene AP für eine Benutzung brauchen. All dies will bedacht werden. So wird auf jeden Fall die taktische Komponente aufgrund dieser Reglementierung verstärkt, was mir gut gefällt. Drauflos marschieren und Angriff ohne Ende führt in diesem Spiel nicht zum Erfolg. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die komplett zerstörbaren 3D Umgebungen in den Locations. Auch diese muß man zwingend in das eigene Kalkül einbeziehen. Steht z.b. ein Gegner hinter einer Mauer und man visiert den Gegner an, trifft man logischerweise die Mauer zuerst. Diese zerstört man vielleicht auch, hat aber für den jetzt vielleicht möglichen direkten Schuß auf den Gegner keine AP mehr zur Verfügung. Deshalb ist Teamplay eine wichtige Sache im Spiel. Die 6 Einheiten aufzuteilen ist ebenfalls nicht unbedingt der beste Weg. Ideal ist es immer zunächst auf Gegner zu warten und zu sehen wie sich diese positionieren. Logisch das man dafür die eigenen Truppen ebenfalls hinter entsprechenden Bauten in Deckung gehen lassen sollte. Ein Angriff sollte dann gut geplant sein. Einfaches Beispiel ist z.b. das Zerstören von Mauern und Deckungsmöglichkeiten der Gegner, um mit einem zweiten oder dritten Marine in der Nähe den Gegner anzugreifen. Die Gegner sind nicht dumm und lassen ebenfalls immer AP übrig um bei eurem Zug zurückschießen zu können. Deshalb ist z.b. auch je weiter Ihr im Spiel kommt die Wahl der Waffen entscheidend. Es macht z.b. wenig Sinn alle Marines mit der gleichen Sekundärwaffe auszustatten. Zumindest wenn Ihr mehrere zur Auswahl habt. Später ist es sinnvoll neben Granat und Raketenwerfern auch 1 oder 2 Sniper mitzunehmen.

Denn die Gegner sind nicht dumm und versuchen euch nicht nur durch Masse zu erwischen und man steht sehr oft vor der Situation dass einem genau 1 oder 2 Angriffe fehlen um den oder die Gegner zu erwischen. Also heißt es die eigenen Einheiten so zu platzieren das man immer reagieren kann. Denn spätestens ab Mission 5 kommen die Fahrzeuge dazu. Gepanzerte Einheiten wie Mechs oder Cyborgs die nicht nur in Sachen Reichweite und Panzerung ein anderes Kaliber darstellen. Was nützt es einem wenn man zwar 20 Marines des Gegner vernichtet, euch aber der gegnerische Mech zu guter letzt in Grund und Boden schießt. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist dabei die Platzierung der Fahrzeuge. Diese sollten natürlich so stehen das man möglichst kaum AP für die Bewegung ausgeben muß, sondern alles für Angriffe zur Verfügung hat. Diese Gradwanderung zwischen -Ich laufe ins Verderben- oder -Ich bin zu vorsichtig-, ist der Schlüssel zum Sieg. Wobei die Entwickler ein Feature eingebaut haben, dass manch schwere Mission entschärft. Denn Speichern kann man zu jeder Zeit. Kommt man also ein Drittel der Mission super voran, speichert man erstmal und schaut danach was passiert. Läuft es nicht kann man die Mission an dieser Stelle einfach nochmal laden. Dabei sind die Spielziele und Siegbedingungen fast immer gleich. Entweder man muß einen bestimmten Punkt erreichen oder etwas Zerstören. Immer gleich ist das Anhängsel alle gegnerischen Einheiten erledigen zu müssen. Ihr selber könnt nur verlieren wenn wirklich alle eigenen Einheiten eliminiert sind. So gibt es schon einige Missionen bei denen Ihr vielleicht mit gerade mal einem Marine am Ende die Mission gewinnt. Was ja auch reicht. Hier kommt aber eine Schwäche ins Spiel, die mir vor allem sehr aufstößt und mich ärgert. Ausgenommen die neuen freischaltbaren Waffen gibt es keinerlei Upgrade Möglichkeiten oder gar Entwicklung der Einheiten. Ich hätte mir z.b. gewünscht dass man Einheiten bei besonders gutem Kämpfen vielleicht etwas pushen kann und danach in die nächste Mission mitnimmt. Würde auch den Bezug zu den Einheiten viel intensiver machen. Warum nicht z.b. für gutes Kämpfen die Möglichkeit erhalten die Lebensenergie zu erhöhen, oder eine Waffe in Sachen Schaden zu verbessern. Sowas fehlt mir komplett und man geht jede Mission eben mit neuen und Standarmäßig ausgestatteten Einheiten an.

Auch das man Einheiten nicht Ersetzen oder neu Produzieren kann fehlt mir in diesem Spiel, wo sich solche Dinge in meinen Augen sehr anbieten. Das man immer nur 6 Einheiten maximal kontrolliert gehört hier ebenfalls mit dazu. Gerade wenn man hier auf die Konkurrenz schaut, kommt Warhammer fast schon spärlich in diesem Bereich daher. Es muß ja nicht gleich ein RPG Levelsystem oder sowas sein. Das ist schade in meinen Augen. Das aber die Spielzeit stimmt liegt natürlich auch teilweise an diesen fehlenden Features. Denn man kann Fehltritte in den Missionen nicht irgendwie Rückgängig machen und z.b. Einheiten zurückziehen und auffrischen. So erlebt man viele Missionen die man mehrmals anfängt oder zumindest per Laden Optionen mittendrin öfters probiert. Da man nicht weiß was einem an Gegnerschaft und Stärke erwartet sind die ersten Versuche einer Mission so ab dem 5. Level meist nicht erfolgreich und man versucht dies durch andere Waffenzuweisungen zu ändern und natürlich in dem man die Mission vielleicht völlig anders angeht. Diesen Aspekt bringt das Spiel dann natürlich schon gut zum Vorschein. Für Taktiker mit kleinen Einheiten unter euch bietet das Spiel schon einiges. Dennoch fehlt mir beim Drumherum einiges, was die Konkurrenz wie PT oder AW teils zuhauf bieten. Deswegen finde ich den Wiederspielwert der Solo Missionen wenig spannend. Warum man hier einen Score Modus eingebaut hat ist so kaum nachvollziehbar. Die Motiviation fehlt bei mir z.b. in diesem Bereich komplett. Schade denn Potential hat das Spiel mehr als genug. Leider nutzt man nicht alle Möglichkeiten und Spielern die auf dieses Genre stehen, fehlt in meinen Augen einfach hier und da das gewisse Etwas. Im Vergleich zu Konkurrenz Produkten mit ähnlichem Gameplay läßt das Spiel hier leider Punkte.

Grafik & Sound....

Grafisch ist das Spiel eher zweckmäßig gehalten. Positiv sind zum einen die teilweise recht großen Locations mit allerlei Bauten und verwinkelten Ruinen. Allerdings sind die Texturen oft die gleichen und Abwechslung ist nicht die Stärke des Spiels. Die Skins sind ansprechend und punkten vor allem bei den Fahrzeugen und Mechs. Was ein wenig fehlt ist das Thema Effekthascherei. Hier wäre auch aufgrund der Waffensysteme durchaus mehr drin gewesen. Oft genug sind diese Dinge eher bieder und etwas trocken gestaltet. Gerade bei Explosionen ist zwar viel Staub zu sehen, aber brennende Umgebungen oder ähnliches findet man höchst selten. Auch Waffeneffekte sind eher dezent gehalten und geben visuell nicht immer den Bumms wieder, den sie in Sachen Wirkung haben. Technisch gibt es hier und da schon ein wenig Kritik. Ab und zu ruckelt es gerne mal, wenn zuviel in Sachen Trümmern explodiert oder aber die Kollisionsabfrage ist ein Ding für sich. Auch bei sehr gutem Zielen und dem Erhöhen der Genauigkeit schießt man gerne mal zu hoch oder die Geschosse bleiben an Kanten hängen, die eigentlich neben der Schußbahn zu sehen sind. Stehen die eigenen Kameraden direkt schräg vor einem, sollte man von einem Schuß absehen. Es sind dann meist nicht die Gegner die getroffen werden, auch wenn man sich einredet eine freie Schußbahn zu haben. Kleinigkeiten die sich aber dennoch summieren. Auch hier könnte man das fehlende Entwicklungssystem ansprechen. Warum kann man nicht als Lohn für gute Leistungen die Genauigkeit erhöhen? Nur eine Fragen von vielen bei diesem für mich fehlenden Thema.

Beim Sound gibt es Abstriche beim Thema Abwechslung und manchen Waffeneffekten. An sich ist der eindringliche Sound der Hintergrundmusik schon nicht schlecht. Nur ist es oft der immer gleiche Sound der euch über die Lautsprecher entgegen dudelt. Die Sprachausgabe ist zwar gelungen, aber auch nur auf wenige immer gleiche Samples beschränkt. Neben einigen gut klingen Waffen geben die meisten allerdings viel zu wenig Power von sich und klingen oftmals zu seicht und Bitten hier eher um Verzeihung, als dass sie ihre Durchschlagskraft auch akustisch zum Spieler bringen.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist dagegen durchaus ein Pluspunkt. Und damit meine ich nicht mal unbedingt den Online Modus. Auch Offline bietet das Spiel Dinge die im Einzelspieler nicht vorhanden sind. Nimmt man mal die viel zu langen Ladezeiten in der Single Card Variante heraus, bietet das Gameplay eine Menge Spaß für 2 Spieler. Jede Seite übernimmt 6 Einheiten und pro Zug stehen 90 Sekunden bereit um zu agieren. Ihr habt ein komplettes Vorberreitungsmenu um die Einheiten anzupassen und die verfügbare Karte bietet ausreichend Terrain um taktisch agieren zu können. Da man auch durchaus lange spielen kann an einem Durchgang sind die Ladezeiten zwar nervig, aber man wird durch ein wesentlich längeres Spiel versöhnt. Auch technisch muß man hier auf nichts verzichten. Da die Karte kleiner ist als manche Single und Multicard Karte spielt sich das ganze sogar flüssiger. Die Multicard Variante wiederrum erlaubt immerhin 8 Spieler. Dabei teilen sich 4 jeweils auf beide Seiten auf oder können z.b. auch gemeinsam gegen die CPU Truppe antreten. Das hat schon was, zumal es hier auch das Feature Einheiten Ersetzen gibt. Verliert man eine Einheit bekommt man diese nach einer gewissen Wartezeit auch wieder zurück. Selbst bei nur 2 menschlichen Spielern erlebt man hier Taktik Action mit 6 Einheiten samt Übermacht der Gegner. Da hier auch die Karten um einiges größer sind, bietet der Multiplayer durchaus eine Menge Spaß.

Fazit....

Im gesamten ist Warhammer 40.000: Squad Command nicht ganz der erwartet Taktik und Strategie Knaller. Im Vergleich zur Konkurrenz fehlt mir hier vor allem beim Drumherum zu viel. Keine Entwicklungen der Einheiten, dazu immer auf 6 beschränkt sind, lassen zwar jede Menge Taktik in den Missionen zu, der Bezug zu den Einheiten durch fehlendes Rang, Level oder Entwicklungssystem ist nicht sehr hoch. Kleine technische Schwächen und eine eher biedere Präsentation sind zwar zweckmäßig und tolerierbar. Aber in meine Augen wäre mit dem Thema viel mehr möglich gewesen. Punkten kann dagegen der Multiplayer, der sowohl Off wie auch Online seine Freunde finden wird. Auch wenn gerade hier die Konkurrenz nicht gerade schlecht ist. Zum Top Titel fehlt Squad Command schon hier und da noch einiges. Man kann nur hoffen dass es einen Nachfolger geben wird, der in einigen Punkten einfach mehr bietet.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Warhammer 40.000: Squad Command.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Gelungene Steuerung
+ Taktische Elemente
+ Multiplayer/Online Action
+ Viele Waffenvarianten
+ Speichern jederzeit
+ Große zerstörbare Locations
+ Komplett Deutsch
- Story zu oberflächlich
- Kein Entwicklungsfeature
- Immer nur 6 Einheiten
- Kleine technische Macken
- Sounds/Grafikeffekte

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER/WI-FI: 84%

GESAMTWERTUNG: 69%

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