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NDS Wacky Races - Crash & Dash
 
 
Wacky Races - Crash & Dash - NDS
Kilian Pfeiffer (08.08.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Eidos
GENRE: Funracer
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Es wird wieder über die Pisten gebrettert – mit einem Affenzahn und in ganz neuen Karts. Nein, „Mario Kart Wii" hat auf die Schnelle keinen Nachfolger erhalten, muss sich aber warm anziehen. Warum? Weil mit „Wacky Races – Crash & Dash" eine durchaus gelungene Fun-Hatz auf den Markt kommt, die zwar auch den einen oder anderen Makel auszugleichen hat, dafür aber ebenso mit Ideen aufwartet, die man bislang noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Unter der „Warner Bros."-Dachmarke firmierend, wird das von „Farmind Limited" entwickelte Game mitten im Sommer unter die nach Nachschub dürstenden Spieler gebracht. Anders als gewohnt, aber definitiv einen Blick wert!

Menus und die Story....

Der DS zeigt sich selbst im Sommer von einer ausgesprochen spendablen Seite. Im Wochenrhythmus schlägt neue Software auf, die Entwickler meiden wohl selbst die Sommermonate nicht mehr, wenn es um neue Veröffentlichungen geht. Zwar werden die „Großen" noch immer eher im Herbst und schließlich kurz vor Weihnachten released, aber auch der August sowie dessen Folgemonate scheinen für Handheld-Besitzer keine schlechte Auswahl zu bieten. „Wacky Races – Crash & Dash" wurde zwar zeitgleich ebenso für die Wii veröffentlicht, dennoch nehmen wir uns zunächst die mobile Version vor. Wenn wir etwas zu bedauern haben, ist es der fehlende Wi-Fi-Modus, der zu einem Racer einfach dazugehört – wie die Faust auf’s Auge, die man in der Regel aber besser meidet ;-) . Kaum vorstellbar: Nicht einmal für einen gewöhnlichen Mehrspieler-Modus hat es gereicht!

Bevor Ihr Euch allerdings in das innovative Racing-Konzept stürzt, wollen wir einen Blick auf die Spielmodi werfen. Zwei Schwierigkeitsgrade gibt es zu vermelden, „Verrückt" kann jedoch erst nach dem ersten Beenden freigeschaltet werden. Was das Konzept des Titels so besonders macht, ist die Vermischung von Rennspiel-Einlage mit Minispiel-Einschlag. Wie die Entwickler-Mannen das hinbekommen haben, verraten wir Euch im Hauptteil unseres Tests.

Technik und Gameplay....

Es ist zwar möglich, bereits freigespielte Strecken (18 Stück an der Zahl!) einzeln zu befahren, allerdings macht das nur bedingt Spaß und sollte – wenn schon – innerhalb der Rallye, bekannt als „Völlig verrückte Rallye", stattfinden. Eingebettet in sechs Cups mit je drei Strecken, kann das chaotische Rennen losgehen. Schon mal an der „Bingobananen"- oder der „Zackig-Zauselig-Rallye" teilgenommen? Wir auch nicht, haben es aber im Testlabor für Euch nachgeholt und geschaut, inwiefern besagte Rallye-Kurse einen Blick wert sind. Zunächst steht jedoch die Wahl des eigenen Rasers aus einem Fahrerfeld von insgesamt zehn Teilnehmern an. Abgedrehte Boliden findet Ihr hier, ein Wasser-Luft-Limo-Gefährt, ein raketengleiches Turboteil sowie eine fahrende Sägemühle – allesamt ausgestattet mit dem zugehörigen Fahrer, der – je nach Wahl - ganz individuelle Werte im Tempo, in der Haftung, im Gewicht und in der Stärke aufweist. Ähnlich wie in „Mario Kart Wii" solltet Ihr also ausloten, welcher Fahrzeuglenker Euch am besten liegt, denn die folgenden Rallyes haben es mitunter faustdick hinter den Ohren, oder besser gesagt: den Kurven!

Und weil es sich für ein Umsetzung eines an den großen Klassiker angelehnten Spielkonzeptes so gehört, spendierte man jedem Fahrer gleich auch vier Spezialfertigkeiten, die auf den Strecken verteilt herumliegen und aufgesammelt werden, indem Ihr über sie hinweg fahrt. Innovativ gestaltet ist die Steuerung von „Wacky Races – Crash & Dash". Denn anders als gewöhnlich, bedient Ihr Euren Boliden nicht mit dem Steuerkreuz, sondern allein mit dem Stylus, mit welchem Ihr die Richtung vorgebt. Auf die Geschwindigkeit müsst Ihr indessen nicht achten, denn diese reguliert sich selbstständig. Gebremst wird, indem Ihr den Touchpen wieder vom Screen nehmt. Lediglich die „Klingel-Ling-Rallye" ist zu Beginn anwählbar, erst nachdem die erwartete Punktzahl erreicht wurde, öffnet sich das nächste Portal. Aus je drei Rennen sich zusammensetzend, geht es gar nicht so verrückt her, wie der Titel des Hauptmodus‘ erwarten ließe. Obwohl eine Minimap existiert, ist der Überblick der ausgewählten Strecke nie befriedigend, denn weil das Geschehen von schräg oben dargestellt wird, verpasst Ihr Hindernisse wie Steinbrocken, Bäume oder Sackgassen gerne das eine oder andere Mal. Nichtsdestotrotz stellt sich ein faszinierendes Spielgefühl ein: Ihr wollt alles sehen, jede Strecke testen und selbstverständlich auch den bislang versperrten Schwierigkeitsgrad zugänglich machen. Das kann ja heiter werden, denn die Pisten sind teilweise verwegen und nur von furchtlosen „Pistenschweinen" fehlerlos zu meistern.

Mithilfe des Turbo-, Angriffs-, Flug- sowie des Bonus-Pickups solltet Ihr den Vorteil auf Eurer Seite haben. Zwar wurde der Einsatz der auf den Strecken herumliegenden Gegenstände individuell für jeden Fahrer dargestellt, einzigartige Items, die speziell für einen bestimmten Lenker konzipiert wären, existieren hingegen nicht. Auf Knopfdruck aktiviert Ihr die maximal zwei möglichen Pick-Ups und könnt im Folgenden über das Fahrerfeld hinweg fliegen, ein paar Bömbchen nach unten werfen und an den Konkurrenten mühelos vorbeiziehen. Was neu ist am Spielkonzept, sind die ab und an auf der Strecke gesetzten Linien, die anzeigen, das nun – während des Rennens – ein Minispiel folgt. Von böswilligen Halunken (Fliegbert von Sichthofen!) belauert, gilt es dann, Muttern am Reifen festzuzurren, eine Luftpumpe korrekt an ein Ventil anzusetzen, von oben herabfallenden Bomben auszuweichen, Gaswolken mit dem Stylus zu „zerschneiden" oder hochexplosiven Sprengstoff von der Piste zu kicken. Misslingen Euch die wenige Sekunden andauernden Situationen, verliert Ihr ein wenig an Vorsprung, anderenfalls geht es ohne Zwischenfälle im Renngeschehen weiter. Gefällt uns! Wird Eure Karosse kurzfristig aus dem Verkehr gezogen respektive zerstört, liegt es an Euch, vier Fahrzeugteile in Windeseile nach Bauanleitung zusammenzustellen. Erst dann könnt Ihr Die Fahrt ungehindert fortsetzen und den Zielspurt aufnehmen, der durch kräftiges Bildschirm-Massieren und durch eine gesunde Puste-Lunge erfolgt. Den einen oder anderen Tabellenplatz kann ein Wacky Racer auf diese Weise durchaus noch zurückgewinnen: Ob freilich noch zehn Punkte drin sind, ist indes fraglich.

Grafik & Sound....

Sehr minimalistisch wirkt die Konzeption der an landschaftliche Gegebenheiten angepassten Strecken. Auch wenn diese nicht im Gesamten als grafische Pracht bezeichnet werden können, passen sie zum Spielgeschehen. Gefallen hat uns hingegen das witzig designte Gefährt samt den nett animierten Spezial-Items-Effekten. Die sehr spezielle Optik zeichnet den Titel aus. Ähnlich: die Sounduntermalung.

Ein in deutscher Sprache kommentierender Moderator hat beinahe in jeder Situation ein Wörtchen mitzuplappern. Auch dann, wenn er in gewissen Momenten lieber mal seinen Mund halten sollte, da er sich des Öfteren wiederholt. Nervig! Die countrylastige Musik vollendet den optischen Stil in untrüglicher Art, denn atmosphärisch wird das Geschehen ungemein ansprechend eingefangen.

Fazit....

Staubig die Pisten, die Luft benzindurchtränkt – es darf also gestartet werden! „Wacky Races – Crash & Dash" hat zwar mit der „Mario Kart"-Reihe starke Konkurrenz, ist aber sowieso eher für Kinder gedacht – allein schon wegen der witzig in Szene gesetzten Fahrerriege. Durch das minispiellastige Gameplay, das selbst während der Rennen zutage tritt, kommt ein angenehm abwechslungsreiches Feeling auf. Obwohl nach einigen Cups alle Minispiele bekannt sein dürften und sich ab diesem Zeitpunkt nur noch wiederholen. 18 Strecken hört sich zwar nach viel an, ist es aber nicht, da Ihr in der Regel nicht länger als zwei Minuten unterwegs seid. Jedoch: Der Schwierigkeitsgrad bestimmt Euren Aufenthalt in der Comic-Welt. Und weil dieser gehörig anzieht und sogar noch ein weiterer Härtegrad auf Euch wartet, werdet Ihr dann doch einiges zu tun haben. Einen Blick auf den „Warner Bros."-Raser solltet Ihr definitiv wagen! Der kleine Bruder beziehungsweise die jüngere Schwester werden sich ebenso freuen.

 

+ Fahrer mit eigenen Werten
+ innovatives Steuerkonzept
+ witzige, aber wenige Items
+ Minispiel-Einlagen
+ „Warner Bros."-Lizenz
+ zwei Schwierigkeitsgrade
- kaum Streckenvielfalt
- teils unübersichtlich
- kein MP/WiFi

GRAFIK: 68%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 69%

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