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NDS TrackMania Turbo DS
 
 
TrackMania Turbo DS - NDS
Jens Morgenschweiss (15.02.2011)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Focus Home
GENRE: Racer
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 4-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE: Ja

   
Einleitung....

Über ein Jahr ist es nun her, dass der erste Teil von TrackMania auf dem DS erschien. Seit dem war es nicht nur den PC Fanatikern überlassen, sondern man konnte auch unterwegs die Reifen qualmen lassen. Nun hat man den Turbo gezündet und einen weiteren Teil nachgelegt. Was sich verändert hat oder besser geworden ist, versuchen wir auf den nächsten paar Zeilen zu beantworten.

Menus und die Story....

Wer bei Trackmania Turbo hofft, das hier die Rennaction a la Need for Speed vorherrscht, sieht sich getäuscht. Hier findet man keine spektakulären Zweikämpfe, wo man Gegner anrempelt oder gegen eine Mauer drückt. Bei Trackmania gibt es nur den Kampf gegen die Uhr und sein eigenes Unvermögen. Bevor man auch nur in die Nähe von heißen Reifen und Öldruck gelangt, muss sich jeder Spieler ein Profil anlegen, wo die erfahrenen Erfolge gespeichert werden können. So blickt man nach dem Einschalten auf seine Bilanz und wird feststellen, dass es noch reichlich zu tun bzw. zu erfahren gilt. Der Medaillenspiegel bringt gnadenlos die fahrerischen Fähigkeiten ans Tageslicht. Also wählen wir unser Profil aus und arbeiten an den Fortschritten. Das Hauptmenu bietet neben den Spielmodi noch einmal die Profilstruktur zum Ansehen und Bearbeiten, sowie die Optionen mit ihren vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. So kann man die Steuerung auswählen, ob man ein Links- oder Rechtshänder ist. Und das nicht nur beim Fahren sondern auch im Editor. Dazu kommt noch die Sprachauswahl, die Soundoptionen und das Löschen der eigenen Strecken. Im Shop kann man seine hart erfahrenen Coppers, die Trackmania Währung, in Fahrzeugskins, Blöcke für den Editor und neue Strecken anlegen. Der Editor ist neben den Spielmodi die zweite Heimat, wo wir viel Zeit verbringen werden.

Technik und Gameplay....

Wenn wir uns den Einzelspieler ansehen, bekommen wir 5 weitere Menupunkte angezeigt, wo wir uns beweisen können. Das sind zum ersten das Rennen und im weiteren der Puzzle Modus, die Plattform, das schnelle Rennen und die eigenen Entwürfe aus dem Editor. Der Einstieg sind aber die einzelnen Rennen. Jeder der Schwierigkeitsgrade muss erst freigefahren werden. Man kann also nicht gleich im schweren Modus anfangen, sondern tingelt durch die einfachen Gefilde. Hier verdient man sich de facto seine Sporen. Bei den Locations muss man sich mit vieren begnügen. Da hätten wir das Stadium, die Küste, Schnee und die Insel. In jedem einzelnen Schwierigkeitsgrad gibt es vier Kurse pro Location, wo wir Bestzeit fahren müssen bzw. sollen. Wer genug Geld gespart hat, kann sich im Shop zu jeder Gegend noch eine Zusatzstrecke kaufen. Jede einzelne Gegend hat ihren eigenen Reiz. Im Stadion dreht man seine Runden mit einem F1 ähnlichem Gefährt, das richtig fett auf dem Asphalt klebt, während man bei der Rallye seinen kleinen Allradler durch, optisch reizvolle, aber fahrtechnisch anspruchsvolle Landschaften prügelt.

Die Snow Pisten sind weniger mit Schnee behaftet als man glauben mag. Dafür geht es hier durch asiatische Dörfer auf schmalen Holzpisten. Damit man nicht gleich an der ersten Kurve scheitert, fahren wir mit einem trägen Jeep. Insgesamt unterscheiden sich die Fahrzeuge in ihren Fahreigenschaften sehr deftig. Geht es auf den Inselpisten mit viel Drift um diverse Kurven, bockt der Jeep wie ein alter Esel, wenn es darum geht, schnell die Kurve zu nehmen. Aber in dem unterschiedlichen Fahrverhalten liegt auch der Reiz des Spiels. Wenn jedes Fahrzeug gleich zu steuern wäre, würde man auf einigen Strecken mächtig scheitern. Damit es nicht ganz so einsam unterwegs ist, kann man sich vor jedem Rennen entscheiden, ob man die aktuellen Medailleninhaber als Orientierungspunkt mit auf die Strecke nehmen möchte. Natürlich kann man auch ganz allein fahren, aber es empfiehlt sich die Ghosts mitfahren zu lassen. Gerade wenn man die Strecke zum ersten mal fährt, kann man sich hier und da ein bisschen was abschauen, wie der andere die nächste Kurve anfährt. Das größte Manko ist wie schon im ersten Teil, die tiefe Sichtposition. Der Streckenverlauf ist, gerade im Stadionbereich, kaum zu sehen. Obwohl es drei verschiedene Kamerawinkel gibt, sind sie alle sehr tief positioniert. Wenn man einmal von der Strecke abkommt (was öfters vorkommen wird), braucht man nicht umständlich über das Menu den Run neu starten, sondern kann gleich über die X und Y Tasten sich zurücksetzen lassen und so entweder vom Start neu beginnen oder vom letzten Checkpoint.

Der Editor ist wieder sehr reichhaltig bestückt, so dass man jederzeit seinen eigenen Kurs kreieren kann. Leider krankt der Baukasten an einer gewissen Unübersichtlichkeit, was die Streckenteile betrifft. Man muss am Anfang viel ausprobieren und sehen, ob das ausgewählte Bauteil wirklich in den Streckenverlauf passt. Ungeduldige Spieler werden da auf eine harte Probe gestellt. Für die „Schöngeister" unter euch sei gesagt, es gibt auch einige Dekostücke zu platzieren, die einfach nur schön aussehen sollen...! Der Puzzlemodus bietet aus dem Bauspaß und Rennaction eine schöne Mischung an. So muss der Spieler die Strecke im Vorfeld komplettieren und kann anschließend darauf auf Zeitenjagd gehen. So hat man gleichzeitig Spielspaß und Gehirnjogging. ;-)

Grafik & Sound....

Trackmania bietet eine schnelle 3D Grafik, die richtig flüssig abläuft. Manchmal hat der Spieler den Eindruck, dass es ein wenig zu rasant vonstatten geht. Einen Blick links und rechts abseits der Rennstrecke, kann keiner riskieren und so ist es auch unerheblich, wie die Umgebung aussieht. Alles in allem kann man zufrieden sein, auch wenn auf Grund der Geschwindigkeit und des tiefen Blickwinkels die Übersichtlichkeit leidet.

Für die Ohren wird es da schon ein wenig fader. Die paar Musikstücke sind nicht die abwechslungsreiche Erfüllung. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man sie sich übergehört hat. Die Fahrzeuggeräusche sind ebenso enttäuschend. Egal welches Modell man fährt, die Motorengeräusche klingen alle gleich. Hier hätte man wirklich ein wenig sensibler agieren können.

Multiplayer/Online....

Der Multiplayer bedient diesmal wirklich jeden Bereich. Ob das Multikartenspiel begeistert oder soll es ein Einzelkartenspiel sein...? Fehlen deinen Freunden die nötigen DS? Dann versucht euer Glück mit einem Hotseat Spiel und lasst den DS von einem Mitspieler zum anderen wandern. Was dem ersten Teil komplett gefehlt hat, war die Onlinefähigkeit. Das hat man nun bei Trackmania Turbo abgestellt und man kann sich auch weltweit duellieren. Ob man nun nur gegen Freunde spielen will oder gegen Rivalen antreten möchte, das entscheidet ihr höchst selbst. Wer sein Herzblut im Editor vergießt, kann auch die Online Community dran teilhaben lassen, was man zusammen geschustert hat. Zeigt der Welt was ihr draufhabt.

Fazit....

Im Unterschied zum ersten Teil hat man sich mehr ins Zeug gelegt. Die Locationauswahl ist von drei auf vier gewachsen, was aber immer noch steigerbar ist. Auch der umfangreiche Onlinepart ist neu und sieht gelungen aus, was den Umfang betrifft. Wer sich Trackmania zulegt, weiß dass es sich hier nicht um den klassischen Racer handelt, sondern dass die Jagd nach der Bestzeit das Spielprinzip bestimmt. Wer genau das will, hat hier den Hauptgewinn gezogen. Der Anspruch steigt langsam aber stetig und die Neustarts werden häufiger. Man jagt die perfekte Runde und scheitert doch immer wieder an seinen eigenen Fehlern. Hier liegt der größte Reiz im Spiel. Die Kreativen haben mit dem umfangreichen Editor ihren Spaß. Man kann sich hier nach Herzenslust austoben und vor allem noch den Rest der Welt teilhaben lassen. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist die tiefe Sichtposition im Fahrzeug. Dadurch ist der Streckenverlauf oftmals nur zu erahnen, was für eine perfekte Runde kontraproduktiv ist.

 

+ üppiger Streckenumfang
+ vielfältiger Multiplayer
+ einfache, solide Steuerung
+ sehr motivierend
- zu tiefe Kameraposition
- Sound und Effekte zu bieder
- Editorbausteine unübersichtlich

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 62%

MULTIPLAYER: 88%

GESAMTWERTUNG: 75%

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