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NDS Trackmania DS
 
 
Trackmania DS - NDS
Jens Morgenschweiss (26.12.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Nadeo
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1(8) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 4-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Für viele dürfte Trackmania ein Begriff sein, der bisher nur auf dem PC beheimatet war. Und das die Community dort riesig ist, kann jeder nachsehen, der einmal Google bemüht. Nun endlich können sich Rennsportfanatiker und Tüftler auch am DS austoben und Zeiten jagen oder eigenkreativ Strecken bauen. Ob die Erfolge genauso überwältigend werden, wie auf dem PC Sektor, versuchen wir hier im Test zu beleuchten.

Menus und die Story....

Bevor man auch nur in die Nähe von heißen Reifen und Öldruck gelangt, muss sich jeder Spieler ein Profil anlegen, wo die erfahrenen Triumphe gespeichert werden können. So blickt man nach dem Einschalten auf seine Bilanz und wird feststellen, das es noch reichlich zu tun bzw. zu erfahren gilt. Der Medaillenspiegel bringt gnadenlos die fahrerischen Fähigkeiten ans Tageslicht. Also wählen wir unser Profil aus und arbeiten an den Fortschritten.

Das Hauptmenu bietet neben den Spielmodi noch einmal die Profilstruktur zum Ansehen und Bearbeiten, sowie die Optionen mit ihren vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. In der Steuerung kann man auswählen, ob man ein Links- oder Rechtshänder ist, was in meinen Augen kein unwichtiger Aspekt ist. Dazu kommt noch die Sprachauswahl, die Soundoptionen und das Löschen der eigenen Strecken. Im Shop kann man seine hart erfahrenen Coppers, die Trackmania Währung, in Fahrzeugskins, Blöcke für den Editor und neue Strecken anlegen.

Technik und Gameplay....

Im Einzelspieler Modus hat man uns Spielern mehrere Möglichkeiten gelassen, unser Können zu zeigen. Ob nun im normalen Rennmodus, im Puzzle oder beim Plattform Modus. Der Rennmodus hält lediglich drei unterschiedliche Varianten für den Spieler bereit. Das Stadion, die Wüstenrennen und die Rallye. Schwierigkeitstechnisch wird man langsam an die Materie herangeführt. So muss man zuerst ein Training absolvieren, bevor man sich an den Schwierigkeitsgraden leicht, mittel, schwer und extrem versuchen darf. Jede Location glänzt durch ihr individuelles Outfit und Fahrverhalten. Im Stadion dreht man seine Runden mit einem F1 ähnlichem Gefährt, das richtig fett auf dem Asphalt klebt, während man bei der Rallye seinen kleinen Allradler durch, optisch reizvolle, aber fahrtechnisch anspruchsvolle Landschaften prügelt. Die Wüstensektion bewegt sich stattdessen hoch oben über dem Sand auf „schwebenden Parcours". Hier liegt der Anspruch dann auf fehlenden Begrenzungen und etlichen Löchern im Straßenbelag. Vor jedem einzelnen Rennen legt man als Spieler selbst fest, wie viele Gegner am Rennen teilnehmen. Die Gegner selbst sind eigentlich nur Ghosts, die die Streckenzeiten symbolisieren. Wer also mit allen Gegnern fährt, hat die Fahrzeuge für Gold, Silber und Bronze auf der Piste. Es gibt bei diesen Rennen kein Kontakt der Fahrzeuge, sie verschmelzen bei Berührungen ineinander. Das war am Anfang ein wenig irritierend, wenn man sein Unterbewusstsein aber erst einmal darauf geschult hat, das es eine reine Zeitjagd ist, kann man auch damit eine Menge Spaß haben. Für jede eingefahrene Platzierung bekommt man seine Coppers, seine Entlohnung. Das es dabei Unterschiede in der jeweiligen Höhe gibt, ob man nun als dritte oder erster ins Ziel kommt, dürfte auf der Hand liegen.

Mit steigendem Schwierigkeitsgrad werden die Strecken immer „besser". Um hier dann als erster ins Ziel zu trudeln, braucht schon ein paar Versuche. Aber wer denkt, das ist das Ende der Fahnenstange, der hat noch nicht in den Plattform Modus geschaut. Hier zeigt sich die ganze Bösartigkeit der Entwickler. ;-) Die Strecken sind mit Löchern und mangelnder Begrenzung nur so gespickt. Die Rampen werden zum Knackpunkt, wenn man nicht mit optimaler Geschwindigkeit auf sie zu fährt. Dann schafft man sie eben nicht...! Und wer erst einmal unter der Strecke steht, der kann gleich wieder „Start" drücken und von vorn beginnen. Da ist der Puzzlemodus schon wesentlich entspannter. Hier muss man seine grauen Zellen ein wenig anstrengen, um den Startpunkt mit dem Zielpunkt zu verbinden. Kompliziert wird es dadurch, das man nur eine bestimmte Zahl Straßenelemente zur Verfügung hat. Wenn dann noch die Rampen eingegliedert werden müssen oder Checkpoints integriert werden sollen, da braucht es schon ein wenig Zeit dafür. Um seine Kreativität richtig auszutoben, muss man einfach nur den Editor öffnen. Hier darf jeder nach Herzenslust Strecken basteln, mit allen Schickimicki die das Spiel dafür vorsieht. Um die Vielfältigkeit der Elemente noch zu steigern, kann man seine Coppers im Shop für weitere Bauteile anlegen. Im simplen Drag´n Drop Verfahren werden hier in Windeseile Pisten aus dem Hut gezaubert, die einzig eurem Hirn entsprungen sind. Die Editorkamera lässt sich nach Belieben drehen und zoomen, das man auch wirklich bis ins kleinste Detail an seiner Eigenkreation schrauben und basteln kann.

Wer seinen Entwurf speichert, der kann seine Freunde damit beeindrucken, in dem er die Piste seinem Kumpel zuschiebt. Leider bleibt die Möglichkeit der Verbreitung nur lokal begrenzt. Die breite Masse, die man über das Internet erreichen könnte, wird bei Trackmania DS außen vor gelassen. Und wenn man schon die Strecken nicht online bringt, kann man sich abschminken, das man mit der Internet Community fahren kann. Der Multiplayer ist zwar sehr ausgewogen, weil man als Multikartenspiel, als Singlekartenspiel und im Hotseat Modus die Reifen qualmen lassen kann. Doch mit einem Online Modus wäre der Spaßfaktor doch noch um einiges größer gewesen.

Grafik & Sound....

Für einen Racer das wichtigste Kriterium, die Flüssigkeit des Spiels. Und die ist hier zweifelsfrei gegeben. Egal ob man den Looping hoch oder runter rammelt, die Rampen im Pack bezwingt – alles läuft aalglatt. Am Horizont ploppen keine Landschaften oder Streckenabschnitte auf, man sieht den Pistenverlauf permanent vor seinem Auge. Das man für die kleinen optischen Aufhellungen, wie Dörfer oder Windmühlen und Ballons eigentlich keine Zeit zum Betrachten hat, ist ein wenig schade. Aber sie sind da.

Die Menumusik und auch im Spiel selbst werden unsere Ohren mit synthetischer Musik unspektakulär berieselt. Sie plätschert völlig unauffällig durch unsere Gehörgänge, ohne das man sich daran erinnern könnte, was man gerade gehört hat. Wichtiger sind die Geräusche und die sind vollkommen in Ordnung. Ob nun das dröhnen der Motoren oder das kreischen der Reifen, es klingt so, wie man es erwartet von einem Rennspiel. Sogar das „hässliche" Pling, wenn das Auto bei der Rallye abseits der Strecke aufsetzt, ist zu hören. In der Realität lässt ein solches Geräusch jeden Autofahrer zusammen zucken und die Haare aufstellen, hier ist es völlig ok.

Fazit....

Wenn man sich einmal darauf eingestellt hat, das bei Trackmania DS nur Zeiten gejagt werden, macht es richtig viel Spaß. Der optische Ghost, der die Bestzeit darstellt, wird zum Feind Nummer 1. Das anspruchsvolle Streckenprofil aller Locations, wird für lange Zeit den Frustfaktor, aber auch den Ansporn hoch halten. Wer nach einem Grund sucht, seinen DS zu zerstören, der hat mit den Plattformen jede Menge Anreiz. Sie stellen die größte Herausforderung an die Psyche des Spielers. Wer keinen Bock mehr auf die über 100 Strecken hat, der bastelt im Editor eben seine eigene Piste und kann seine Freunde daran teilhaben lassen. Das größte Manko des Spiels ist das Fehlen der Onlinefähigkeit. Hier hätte man die halbe Welt an den DS fesseln können. Und trotzdem findet man in Trackmania DS ein Spiel, welches auch den Singleplayer lange an sich bindet. Viel Abwechslung und ein hoher Anspruch mit einer guten technischen Umsetzung, das macht einen guten Racer eben aus.

 

+ über 100 Strecken
+ gut bedienbarer Editor
+ Shopfunktion
+ lokaler Multiplayer
- teilweise frustrierend
- nur Zeitjagd
- keine Onlinefähigkeit

GRAFIK: 75%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: 72%

GESAMTWERTUNG: 74%

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