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NDS Tina in den Bergen
 
 
Tina in den Bergen - NDS
Matthias Engert (26.07.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: THQ
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Schaut man sich mal so in der Breite die Umsatzstärksten Titel oder Serien an, so gibt es immer einige wenige Überflieger, welche die Charts dominieren. Dahinter tummeln sich gerade auf dem DS Massen an Titeln und Serien. Was viele immer nicht sehen oder sehen wollen, das vor allem in der Kinder Rubrik die Firmen teils richtig gut Geld verdienen. Oft werden gerade diese Titel von den Eltern oder Großeltern gekauft, die vielleicht nicht ganz so auf den Euro schauen müssen. Das die Titel oft genug bei genauer Betrachtung ein teils schlechtes Preis/Leistungs Verhältnis haben, ist eine ganz andere Geschichte. In dieses Segment der Zielgruppe scheint THQ als deutscher Publisher die Tina Serie, welche aus Frankreich stammt, etablieren zu wollen. Immerhin nach gerade mal knapp 2 Monaten Pause erscheint nach dem Bauernhof Abenteuer nun die Berg Variante um die kleine Martine, wie sie im französischen Original heißt. Ob diese Entscheidung eine gute war und ob Eltern zugreifen sollten, zeigt wie immer der Test zum Spiel.

Menus und die Story....

Vom gleichen Entwickler gemacht wie der Vorgänger darf man zumindest ein gewohntes Gameplay erwarten. Auch das Thema Kontinuität ist somit schnell abgehakt. Denn beim Drumherum bietet Tina in den Bergen genau das gleiche wie der Vorgänger auf dem Bauernhof. Passend für die Zielgruppe wird der Titel natürlich komplett deutsche präsentiert. Geblieben ist die gute Touch Screen Einbindung und der hier nun etwas verstärkte Einsatz des Mikrofons. Wieder nicht dabei ist ein Multiplayer, wobei dieser glaube ich für dieses Spielprinzip auch nicht so einfach umzusetzen ist. Zwar dreht sich auch diesmal viel wieder um Minispiele, diese aber bedingt durch die spezielle Zielgruppe nur bedingt Multiplayer Tauglich sind. Ebenso passend für die Zielgruppe ist die Sichern des Spielfortschritts via Autosave, so das der Sprössling sich hier um nichts kümmern muss. Beim Thema Story darf nach dem Onkel nnun Opa Sepp herhalten. Wir schreiben den Frühling in den Bergen und Sepp läd Tina samt Cousin Patrick und den Hund Marvin auf seine Hütte ein. Kaum angekommen ist mal wieder ein Problem aktuell, das die junge Dame lösen soll. Dabei dreht es sich um die Murmeltiere, die eigentlich schon längst aus ihrem Winterschlaf erwacht sein sollten. Da sie dies aber eben nicht tun macht sich unsere junge Rettungstruppe unter eurer Führung auf das Problem zu lösen.

Nach dem Einschalten begrüßt man die bevorzugt junge weibliche Spielerin mit der Heldin des Spiels, die sich in einem zarten Schneeflocken Ambiente auf den Weg macht. Das Hauptmenu des Spiels bietet ebenfalls vergleichbare Inhalte wie beim Vorgänger. Neben der Geschichte und damit dem Hauptmodus des Spiels warten die Menupunkte Aktivitäten, Boni und die Optionen auf euch. Die Optionen bieten neben Soundeinstellungen und Credits die Möglichkeit das Mikro Feature anzupassen. Die Aktivitäten bieten euch die Gelegenheit alle im Hauptspiel enthaltenen Minispiele einzeln anzugehen, während in den Boni neben einigen kleinen Wissenstexten über das Leben in den Bergen, zusätzliche Minispiele warten die es nicht im Hauptmodus gibt. Dazu kommt ein kleines Malprogramm, welches Orte aus dem Hauptspiel als ausmalbare Bilder preisgibt und zum Zeitvertreib zur Verfügung stellt. Zu Beginn sind jedoch alle Inhalte aus den Aktivitäten und den Boni mit Fragezeichen versehen. Also gilt es in der Geschichte erstmal voran zu kommen. Das geht allerdings leider schneller als man denkt....

Technik und Gameplay....

Sobald man den Hauptmodus Geschichte in Angriff nimmt, darf man wie beim Vorgänger aus 2 Schwierigkeitsgraden wählen. Kann man dabei beim ersten Durchgang nur Mittel anwählen, so steht euch später auch die Schwere Variante zur Verfügung. Wobei dies hier relativ ist. Denn Ihr spielt im mittleren Modus knapp 40 Minuten am Spiel, was sich auf Schwer bedingt durch etwas schwerere Minispiele, nur auf ein paar Minuten mehr summiert. Daher ist die komplett Spielzeit für die Geschichte sogar noch kürzer als der Vorgänger, der euch in beiden Durchgängen wenigsten 2 Stunden unterhalten hat. Spielerisch geht das Spiel ebenfalls den gleichen Weg wie der Vorgänger. Nach einer kleinen einleitenden Sequenz geht es hier eigentlich nur darum in 14 aufeinander folgenden und in die Story eingebetteten Minispielen erfolgreich zu sein. Das ganze in erneut sehr flüssigem Gameplay, da man beim Nicht schaffen eines Minispiels natürlich sofort noch mal darf. Erleben tut man diesen Moment aber nur wenn man es drauf anlegt. ;-) Im Spiel selber ist die Aufteilung der Screens dabei immer im gleichen Stil gehalten. Während beide Screens Umgebungen darstellen, darf man zudem auf dem Touch Screen agieren und bekommt auf dem Top Screen diverse Sprechblasen der einzelnen Charaktere zu sehen. Bevor man nun in die Tiefen der Berge vorstößt, darf man Tina einkleiden und erlebt einen weiteren Ablauf im Spiel. Als Minispiel umgesetzt zieht man hier die einzelnen Kleidungsstücke auf den Körper der jungen Heldin. Ist sie warm verpackt gilt das Spiel als gelöst und man bekommt dieses Spielchen sofort in den Aktivitäten frei geschaltet. So geht es bei allen folgenden Spielchen und Marvin der Hund gibt die Erfolgsmeldung an euch weiter.

Kommuniziert wird hier erneut via Sprechblase im Top Screen, welche erneut begleitet werden von diversen menschlichen oder tierischen Lauten. Bedingt durch die Umgebung aber weniger als im Vorgänger. Um nun zu den Murmeltieren vorzustoßen gilt es verschiedene Orte zu besuchen und dort immer wieder ein Minispiel zu lösen. Das reicht über eine Schneeballschlacht mit Cousin Patrick, wo man diesen in einem festen Areal einfach nur im richtigen Moment antippen muss um zu treffen, reicht über kleine Racer Einlagen der einfachen Draufsicht Art und endet in den Spielchen, wo das Mikro etwas mehr zum Einsatz gebracht wird als im Vorgänger. Neben Pusteeinalgen, darf nun auch real gesprochen werden, oder besser gesagt schreiend Charakter Schorsch in seiner Hütte aus dem Schlaf geweckt werden. Wie gesagt nichts was die Spielerin hier vor unlösbare Aufgaben stellt. Funktionieren in Sachen Technik tun die Spielchen schon gut und alles ist akkurat umgesetzt, nur hält sich die Schwierigkeit doch sehr in Grenzen. Zudem bekommt man als Spieler selbst für diese Zielgruppe zu viele Hilfen und man hängt wie schon erwähnt nicht fest. Man nutzt zwar in allen Spielchen durchaus die Feature des DS und darf neben dem Mikro auch Zeichnen oder per Kratzbewegungen Scheiben enteisen. Wirklich schwer sind diese Spielchen aber nicht. Seltener als im Vorgänger ist der Lerneffekt gegeben. Hier reduziert man diesen Effekt auf 2 Minispiele, bei denen man einmal Nahrungsmittel gezielt aus einem Kühlschrank holen muss, oder aber anhand von Spuren im Schnee den dazugehörigen Charakter oder Tier erkennen muss. Abhilfe gibt es hier erst in den Boni, wo man über die freischaltbaren Infoblätter einige interessante Dinge über die Bergwelt erfährt. So z.b. Infos über das Edelweiß oder den Bernhardiner Hund.

Ansonsten ist man wirklich in knapp 40 Minuten das erste mal durch und schließt den Titel hier mit 2 aufeinander folgenden Schlittenfahrten ab, wo man Tina in der Draufsicht zum Sieg führen muss. Einfach nur antippen und via links rechts Bewegungen von Hindernissen fern halten. Man muss auch hier wirklich viel Blödsinn machen um zu verlieren. Danach bekommt man den zweiten Schwierigkeitsgrad frei geschaltet und darf das Abenteuer unter "erschwerten" Bedingungen in den Minispielen noch mal angehen. Einzig 2 Punkte gefallen mir besser als im ersten Teil. Beides in den Boni zu finden und in Form der speziellen Minispiele. Neben dem Malprogramm, welches euch 6 verschiedene Bilder an die Hand gibt gefällt vor allem das Puzzle. Ebenso viele Bilder werden hier auf 11 Vierecke zerschnipselt und müssen im 12 Felder großen Spielbereich per Verschieben wieder in die richtige Reihenfolge gesetzt werden. Hier dürfen die jungen Spielerinnen durchaus ihr Logikvermögen einmal nutzen und im gesamten noch das schwerste im gesamten Spiel. Sonst ist es wie beim ersten Teil. Eigentlich für ein Vollpreis Spiel viel zu teuer ist die Präsentation zwar ordentlich und das Gameplay unterhaltend. Nur eben viel zu kurz und eigentlich auch für junge Damen zu leicht. Um gerade in diesem Genre bestehen zu können muss einfach mehr Inhalt her. Denn ordentliche bis gute Konkurrenz gibt es für junge Damen auf dem DS mehr als genug.

Grafik & Sound....

Passend ist erneut die grafische Umsetzung mit den gezeichneten Bildern, die so mit einigen Details daherkommen. Schade das man auf die imposanten Renderszenen des Vorgängers hier verzichtet hat. Gab damals dem Thema einen kurzen edlen Touch. Ansonsten beschränken sich Effekte auf nur wenige Animationen innerhalb der Minispiele. Im gesamten farbenfroh, ohne aber die gewisse Lebendigkeit auszustrahlen, die man sich bei einem solchen Titel durchaus mal wünscht.

Bedingt durch die Bergwelt und dem Fehlen der vielen Tiere, wie noch beim Bauernhof sind vor allem die Effekte weniger geworden. Geblieben sind die Laute der Charaktere, die beim alten Schorsch eher an ein RE Zombie erinnern, als einen alten Mann im Schaukelstuhl. ;-) Die Musik ist ordentlich und melodische und fröhliche Stücke passen zum Spielgeschehen.

Fazit....

Im gesamten schneidet der zweite Teil der Tina Serie auf dem DS schwächer ab als sein ebenfalls schon kurzer Vorgänger. Das liegt zum einen an der eben noch etwas kürzeren Spielzeit des Story Modus und vor allem den noch etwas seichteren Minispielen. Ausnahme ist das Malprogramm und das Puzzle, die aber im Hauptspiel keine Rolle spielen. Selbst die einzig passende Zielgruppe der jungen Mädchen findet auf dem DS passendere und längere Alternativen. Um auch auf lange Sicht erfolgreich mit dieser Serie zu sein, müssen die Entwickler zwingend am Umfang arbeiten. So passend die Minispiele für die Zielgruppe auch sind, selbst die jüngsten Spielerinnen verdienen für 40 Euro mehr als 1 ˝ Stunden Spielzeit.

 

+ Kindgerecht umgesetzt
+ Passende Minispiele
+ Passend für die Zielgruppe
+ Bonus Spiel "Puzzle"
+ Lerneffekt/Bonusinhalte
+ Komplett Deutsch
- Nichts für ältere Gamer
- Kürzer als der Vorgänger
- Vollpreis Spiel
- Im gesamten zu seicht

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 59%

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