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NDS Triff die Robinsons
 
 
Triff die Robinsons - NDS
Kilian Pfeiffer (23.06.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Altron
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-3
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 7+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Computeranimierte Streifen haben selbst nach einigen Jahren kaum an Fahrt verloren und erfreuen sich immer noch größter Beliebtheit in den weltweiten Kinos. Mit "Triff die Robinsons" ist dem Mutterkonzern aller Zeichentrickfilme ein witziger Coup gelungen, der, in lizenzierter Fassung selbstverständlich, auch Nintendo-Konsolen beehrt. Vorliegend beschäftigen wir uns mit der Nintendo DS-Fassung, die bereits nach wenigen Minuten offenbart, das hübsche Grafik bei weitem nicht nur der Playstation Portable zuzutrauen ist, sondern vielmehr in wunderschöner Darstellung auch auf dem Doppelbildschirm von Nintendo machbar sein kann. 3D-Darstellungen, die einen verwundern und höchstens so noch in "Brothers in Arms" für Nintendo DS zu finden sind. Mal sehen wie sich "Triff die Robinsons" in spielerischer Hinsicht schlägt. Das verrät Euch folgender Test…

Menus und die Story....

Wie üblich werden die meisten Titel in letzter Zeit multilingual veröffentlicht, was durchaus Sinn macht. So kann ein und dieselbe Software in den verschiedenen Ländern gleichzeitig veröffentlicht werden, lediglich die im Spiel vorkommenden Texte müssen in die jeweiligen Landessprachen übersetzt werden. Sechs Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch, Deutsch) stehen Euch zur Verfügung. Die Inhalte bei vorliegendem Disney-Titel zu verstehen, ist insofern wichtig, als dass alle 20 Missionen in Textform an Euch gestellt werden und Ihr anderenfalls in die Röhre schauen würdet…

Das unspektakuläre Hauptmenü ("Neues Spiel", "Spiel laden", "Energieball") lässt Euch direkt im Spiel einsteigen, erwähnenswert ist jedoch die Option "Energieball", eine Art Minispiel, das von zwei Mitspielern im Drahtlos-Modus gegeneinander ausgetragen werden darf. Im "Multiplayer" erklären wir Euch die Spielfunktion etwas genauer. Zuvor werfen wir allerdings einen Blick auf die witzige Story, die durchaus Charme und durch scherzhafte Elemente punkten kann: Wilbur Robinson ist mit seinem Kopf mal wieder ganz woanders, unachtsam, wie er manchmal nun so ist, entgeht ihm der Raub an Cornelius Robinsons Zeitmaschine. Und da diese von unschätzbarem Wert ist, macht sich Wilbur selbstverständlich daran, das High-Tech-Gerät schnellstmöglich aus den Klauen des Melonen-Mannes zu holen. Aber so einfach ist die Sache nicht… Um gegen den Melonen-Mann und seine überaus garstige Gefolgschaft vorgehen zu können, bedarf es einiger innovativer Einfälle, die Wilbur das Leben erleichtern sollen - allen anderen hingegen schwere Brocken vor die Füße knallen. Doris, Königin Lizzy, sowie Kaiser Stanley dürfen sich also warm anziehen…

Technik und Gameplay....

"Triff die Robinsons" ist ein kinderfreundlicher Titel, der Euch bereits nach kurzer Zeit die Steuerung beherrschen lässt. Mit dem "Steuerkreuz" dirigiert Ihr Wilson durch die hübschen, weitläufigen 3D-Welten, die dank liebevollem Design überaus detailliert gestaltet wurden. Ansehnliche Levelbereiche werden von mal zu mal in den Speicher des Nintendo DS geladen, kleine Markierungen innerhalb der Welten zeigen Euch an, wenn Ihr einen neuen Bereich betreten werdet, der wiederum weitere Daten benötigt. Eine derartig hübsche Darstellung in 3D ist uns auf dem Nintendo DS bislang kaum untergekommen - die Darstellung bleibt stets flüssig und wirkt wie aus einem Guss. Durch die einfach zu handhabende Kamerasteuerung schwenkt Ihr den Bildschirm in gekonnter Art und Weise behände um den Hauptcharakter herum, die Welt jederzeit im Blickfeld des Geschehens. Selbst der kurzzeitige Blick aus der First-Person-Perspektive ist eine Möglichkeit, die man zur übersichtlichen Lageeinschätzung durchaus in Betracht ziehen sollte.

20 Missionen wird Wilbur im Laufe seines fantastischen Abenteuers erhalten - von Carl, einem Roboter direkt aus dem Hause Robinson. Die Aufgaben innerhalb des Spiels sind meist klar gestellt, oftmals aber wegen fehlender Markierungen nicht sofort auffindbar. So sollt Ihr beispielsweise einige widerwärtige Ameisen vernichten, anfangs ist es aber unklar, wo sich diese aufhalten könnten. Angesichts der weitläufigen Levels in den verschiedensten Regionen der Welt, kann diese Tatsache zu einer Geduldsprobe werden. Schade, dass dem Spieler hier nicht auf der internen Minimap des Levels weitere Infos dargeboten werden. Nichtsdestotrotz werdet Ihr im Laufe des Spieles gut mit Aufgaben bedient, wobei sich die Spielzeit stark in Grenzen hält und in der Regel nicht viel mehr als fünf bis sechs Stunden betragen dürfte - abhängig von Eurer Spielweise, versteht sich!

Das interessanteste Spielmerkmal dürfte die Vielzahl an sinnvollen Gerätschaften sein, die Ihr im Laufe des Spieles verwenden könnt und mit der Zeit in Durchschlagskraft und resultierender Effektivität ausbauen dürft. Notwendig dazu sind diverse Rohstoffkomponenten, welche Feinde hinterlassen, wenn Ihr sie mit dem "Zerstückler" in ihre Einzelteile zerlegt. Die Rohstoffe dienen als Geldersatz im Spiel und verhelfen Euch bei ausreichender Menge zum Einkauf weiterer toller Einsatzgeräte. Auf diese näher einzugehen, lohnt wirklich, da dieses Spielmerkmal den Titel einzigartig erscheinen lässt: Eine riesige Auswahl an selbst konstruierten Geräten sorgt für Freude während der gesamten Spielzeit. So erhaltet Ihr bereits nach kurzer Zeit den "Robinson-Scanner", der Euch Informationen zu Feinden und Objekten liefert, die sinnvoll erscheinen dürften. Bis zu drei Geräte könnt Ihr auf "Y"-, "X"- und der "A"-Taste verteilen, über ein etwas unpraktisches Menü kann die Wahl zu jeder Zeit geändert werden. Mit den "Sprungschuhen" geht es für Wilbur an zuvor unerreichte Stellen im Spiel, der "Robinson-Chaoshandschuh" sorgt für gewaltige Schockwellen auf dem sinnbildlichen Boden der Tatsachen.

Wilbur darf in unwegsamem Gelände ein erworbenes "Energieschild" zum Einsatz bringen, das ihn vor äußeren Einflüssen schützt, mit dem "Lichtgenerator" elektrifiziert er seine Gegner durch heftige Blitzschläge. Eine gewaltlose Art der Feindbekämpfung gefällig? Die Fleischbällchen-Kanone kann es und schießt leckere Klopse nach den Widersachern Eurer Wahl. Übrigens könnt Ihr diese in einem Zielbereich fixieren, so dass Ihr Euch lediglich um den Feind bewegen müsst und ihn gleichzeitig beharken könnt. Weitere Objekte für die schnellere Fortbewegung, einen besseren Verteidigungswert, größere Angriffskraft oder zusätzliche Gesundheit erleichtern Euch das Leben ungemein, wobei der eigentliche Wechsel der diversen Gegenstände den Reiz ausmacht, da jede Situation ein anderes Vorgehen erfordert.

In der Robinson-Monitorstation, die in jeder Welt von Carl aufgebaut wird, dürft Ihr jederzeit den Spielstand speichern, neue Gerätschaften konstruieren - Komponenten vorausgesetzt - und optimale Power-Ups kreieren. Zwar benötigt jede Maschine einen spezifischen Energiewert, jedoch lädt sich diese nach kurzer Zeit selbstständig wieder auf oder kann durch Power-Ups in Sekundenschnelle aufgefüllt werden. Combo-Angriffe verschaffen Euch zusätzliche Rohstoff-Komponenten, in dem Ihr einen Feind erfasst und ihn inständig mit Munition bearbeitet - es lohnt sich allerdings, da dadurch wiederum Komponenten in Hülle und Fülle auf Eurem Konto landen, die dann zum Bau weiterer Gegenstände verwendet werden können. Bonusgegenstände erhält Wilson, wenn er alle Logos einer Welt (das sind viele!) einsammelt, Charakterfotos zu scannen ist eine weitere Aufgabe, die es auszuführen gilt. Zur Komplettierung des Spielfortschritts eine nette Dreingabe!

Grafik & Sound....

Grafisch kann "Triff die Robinsons" in jeder Hinsicht überzeugen. Die fantastisch designten Spielwelten mit der Vielzahl an hübscher Architektonik gefällt und übertrumpft den Großteil der bislang veröffentlichten DS-Titel. Eine flüssige Darstellung, gelungene Kameraeinstellungen, sowie satte, kräftige Farben innerhalb der Spielwelten wissen zu beeindrucken. Ob in Ägypten oder bei feurigen Lavameeren - Wilbur hüpft, hangelt und schießt in jedem Winkel der Welt! Ein rundes Paket!

Der dem Titel zugrunde gelegte Sound ist hier schon bei weitem nicht mehr ganz so rund. Ohrwürmer sind Fehlanzeige, dennoch wirkt die Musik im Spiel nicht nervend, hätte aber abwechslungsreicher ausfallen können.

Multiplayer....

Wie anfangs bereits erwähnt, erwartet Euch im Spiel ein Mehrspieler-Modus in Form des "Energieball"-Minispiels. Hier könnt Ihr zwar auch im Einzelspielermodus eine Art Turnier in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden bestreiten, die eigentliche Konzentration liegt allerdings auf dem Multiplayer, in dem Ihr gegeneinander mit zwei Spielkarten antreten dürft. Ziel des Spieles ist es, den Energieball im gegnerischen Tor zu versenken. Mit dem Touchpen versetzt Ihr das Rund in Bewegung und gibt ihm genügend Power mit auf den Weg gen feindliches Tor. Viele Extras wie Powerbälle oder Dreifachkugeln erschweren den witzigen Modus zusätzlich. Ihr steuert Wilbur vor Eurem Tor auf einer Linie und müsst versuchen, die flotte Kugel dem eigenen Netz fern zu halten. Anfangs wird die Sache durch einige Blöcke noch erleichtert, diese verschwinden allerdings nach ein bis zwei Berührungen. Wie wir finden eine nette Idee, die dem Spiel ein wenig Abwechslung beschert, aber langfristig nur bedingt Spaß macht.

Fazit....

"Triff die Robinsons" ist insbesondere in grafischer Hinsicht eine Granate, im spielerischen Hinblick kommt es über ein Bömbchen nicht hinaus, weil der Titel einfach zu kurz ist, viele Aufgaben sind in weniger als fünf Minuten gelöst. Klasse hingegen die Masse an Gegenständen für unseren Protagonisten. Sollten die Entwickler das Spielprinzip ein weiteres Mal aufgreifen, könnte man aus dem vorhandenen Potenzial ein überaus reizvolles Stück Software zaubern, das unter Garantie gute Wertungen absahnen würde. Auch so bleibt der Titel eine gute Lizenz-Versoftung, die mit "Walt Disney" im Rücken vielen Kindern gefallen dürfte.

 

+ tolle grafische Präsentation
+ viele Gerätschaften
+ Minimap
+ einsteigerfreundlich
- geringe Spielzeit
- Geräte-Umschalten
- Aufgaben nicht immer klar

GRAFIK: 85%

SOUND/EFFEKTE: 66%

MULTIPLAYER: 70%

GESAMTWERTUNG: 70%

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