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NDS Sudokumaniacs
 
 
Sudokumaniacs - NDS
Kilian Pfeiffer (06.09.2007)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Atari
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-10
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Fleißige Mag'64-Leser dürften bereits darüber informiert sein, dass wir vor nicht allzu langer Zeit "Kakuromaniacs" bei uns im Magazin vorgestellt haben. Ähnlich eines klassischen "Sudoku"-Spiels gilt es hier, mit Zahlen geschickt zu hantieren, um das Rätsel seiner Wahl erfolgreich beenden zu können. Vom selben Hersteller hatten wir nun den beinahe namensgleichen Vertreter im Schacht unseres Nintendo DS und haben uns durch eine Vielzahl von "Sudoku"-Rätseln gespielt: Der Name des Titels: "Sudokumaniacs". Was Euch bei vorliegender Software erwartet und ob Freunde der kniffligen Zahlrenrätsel zufrieden sein werden, dürft Ihr im Folgenden lesen.

Menus und die Story....

Was gleich zu Beginn auffällt, ist die Tatsache, dass es zwar durchaus möglich ist mit dem Touchpen im Spiel zu hantieren, allerdings darf man als Spieler die Felder des Knobelspaßes nicht direkt mit dem Stylus ausfüllen. Andere Vertreter bieten hier eine ausgefeilte Zahlenerkennungssoftware, diese fehlt in "Sudokumaniacs" leider komplett. So navigiert Ihr auf einem virtuellen Steuerkreuz durch eine Zahlrenreihe von eins bis neun, um die gewünschte Zahl auszuwählen. Alternativ reicht es aber auch eine Nummer direkt anzutippen, wobei das eigene Schreiben per Hand einfach mehr hergegeben hätte. Nichtsdestotrotz ist die Funktionsweise auch hier gegeben, demnach sollte man dem Umstand nicht allzu viel Bedeutung beimessen.

Ähnlich wie bereits bei "Kakuromaniacs" weist auch "Sudokumaniacs" lediglich einen richtigen Spielmodus auf. Eine Option, die den Spieler an der Hand nimmt und durch eine Art Herausforderung führt, gibt es nicht. Im Grunde beschäftigt Ihr Euch lediglich mit einzelnen "Sudokus", vergleichbar mit dem täglichen Blick in die Zeitung. Ganz nach dem Motto: "Wenn man Lust hat, soll man es machen!". Dennoch mutet das Hauptmenü ("Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen", "Hilfe", "Rekorde", "Info") anfangs recht überladen an, der erste Schein trügt hierbei jedoch, weil, wie erwähnt, nur ein Spielmodus angeboten wird. Hinzu gesellt sich eine Mehrspieler-Option, die jedoch nur (!) auf einem Nintendo DS-Handheld ausgetragen werden kann. Als Neuerung integrierten die Entwickler von "Zoo Digital Publishing" einen "Sudoku"-Modus, der sich nicht, wie üblich, aus Zahlen zusammensetzt, sondern aus Symbolen. Obwohl das Grundprinzip beibehalten wird, erschwert sich das Vorgehen dennoch.

Technik und Gameplay....

Die Spielregeln zu "Sudoku" haben wir zwar bereits zur Genüge vorgestellt, gehen aber davon aus, dass nicht jeder Leser alle unsere Reviews gelesen hat. Demnach in aller Kürze die grundsätzlichen Regelungen des fernöstlichen Zahlrenrätsels: Ein gewöhnliches Rätsel setzt sich aus 3x3-Feldern zusammen, wobei wiederum jedes Feld aus 3x3-Kästchen generiert wird. Ziel des Spieles ist es nun, die freien Kästchen der Knobelei mit Zahlen, respektive Symbolen, - je nach Modus - zu füllen, wobei in keiner der Spalten, Zeilen oder Felder dieselben Zahlen auftauchen dürfen. Jedes Feld muss daher mit den Zahlen von eins bis neun bestückt werden - Aufmerksamkeit und logisches Denken sind hier von klarem Vorteil. Leider tut sich hier ein weiteres Problem auf, da gewöhnlich Vermerke in jedes Kästchen gemacht werden dürfen, um Zahlen ausschließen zu können. In "Sudokumaniacs" fehlt diese Option leider vollständig, vor allem schwierige Zahlenrätsel bereiten Euch erhebliche Probleme, die mit der Notiz-Funktion leicht behoben hätten werden können.

Weil ein Tutorial im üblichen Sinne fehlt, entschied man sich während der Entwicklung dazu, ein "Hilfe"-Menü in den Titel zu integrieren, das die wesentliche Spielmechanik vorstellt und Euch somit ganz gut im Bilde hält. Auch ohne Vorkenntnisse wird es Euch möglich sein, problemlos in das Spielgeschehen einzusteigen. Bevor Ihr ein "Sudoku"-Rätsel ladet, gilt es, einige obligatorische Einstellungen vorzunehmen. So wählt Ihr einen von drei Schwierigkeitsgraden (leicht, mittel, schwer) und stellt die Komplexität der zu Grunde gelegten "Sudokus" ein: Die Voreinstellung der Rätsel liegt bei 3x3-Feldern, auf Wunsch dürft Ihr diese aber auf 2x2-Felder reduzieren, was eine erhebliche Vereinfachung darstellt und somit selbst Neueinsteiger nach wenigen Minuten Erfolge feiern lässt. Auch das grafische Thema lässt sich vor dem eigentlichen Rätsel nach Belieben umgestalten: Fünf Hintergründe stehen zur Wahl. Neben futuristischen Darstellungen erwartet Euch ein buntes Allerlei, angehaucht mit - passender - fernöstlicher Damenwelt. Ebenso solltet Ihr Euch entscheiden, ob mit Zahlen oder Symbolen auf die Jagd nach dem Erfolg gegangen wird. Weil der Software ein "Sudoku"-Rätselgenerator zu Grunde gelegt wurde, ist jede Knobeleinlage verschiedenartig, ebenso ist der Schwierigekitsgrad ausschlaggebend für den Anspruch, auf welchem eine Partie basiert.

Auch wenn der Großteil des spielerischen Inhalts mit den vergangenen Worten bereits abgehandelt wurde und demnach der Umfang in Hinsicht auf zusätzliche Spielmodi eher beschränkt ist, kann man am "Sudoku"-Generator eine Menge Freude haben, da der Zweck erfüllt wird, ein Zahlenrätsel in klassischer Art und Weise angehen zu können. Sollte man allerdings auf der Suche nach ausgefeilten Zusatzmodi und weiteren innovativen Gameplay-Features sein, wird Euch "Sudokumaniacs" nicht weiter helfen.

Grafik & Sound....

Die Hintergründe des Spieles sind nett gezeichnet, jedoch gibt es nur fünf an der Zahl. Hier hätte man einige versteckte Boni in den Titel integrieren können, die man bei Erfolgen frei gespielt hätte. Nichtsdestotrotz tritt die Zweckmäßigkeit des Titels auch in grafischer Hinsicht deutlich in den Vordergrund, um hier richtig punkten zu können bedürfte es farbenfroher Effektknallereien, die in einem derartigen Titel aber nur wenig Sinn machen würden. Hübsch wären sie dagegen schon anzusehen.

Der musikalische Aspekt gefiel uns recht gut. Sollte von Euch noch jemand "Tetrisphere" auf dem Nintendo 64 kennen, wüsste er/sie was ich meine. Elektronisch angehauchte Techno-Songs, die wesentlich zur Atmosphäre von "Sudokumaniacs" beitragen, erfreuen den Gehörgang im Besonderen, jedoch ist die Vielfalt erneut das Zünglein an der Waage - mehr von allem wäre hier das Stichwort gewesen, um den Titel wertungstechnisch empor zu heben. Auch die Songauswahl lässt zu wünschen übrig, Flair verbreitet sie aber durchaus.

Multiplayer....

Auch wenn ein eigener Mehrspieler-Modus nicht auf der Packung des Spieles angekündigt wurde, kann man den "2Sp"-Modus in "Sudokumaniacs" selbst direkt anwählen. Was Euch hier erwartet, ist aber relativ dürftig ausgefallen: Abwechselnd duelliert Ihr Euch in einer sechzigsekündigen "Sudoku"-Knobelei und versucht so viele Zahlen/Symbole als möglich in die Kästchen einzutragen. Zusätzliche Zeit gibt es, wenn es Euch gelingt, dieselben Zahlen in alle Felder zu setzen.

Fazit....

"Sudokumaniacs" für den Nintendo DS ist ähnlich wie "Kakuromaniacs" ein ziemlich beschnittener Spieltitel, der entweder zu einem günstigeren Preis hätte veröffentlicht werden müssen, oder aber wesentlich mehr Spielinhalt aufweisen müsste. Spieler, die jedoch keinen Wert auf zusätzliche Spiel-Features legen und behutsam - vor allem aber ohne Schnickschnack - an das Spielprinzip herangeführt werden wollen, dürfen einen Blick darauf werfen. Objektiv betrachtet bietet der Titel aber einfach zu wenig für das Geld.

 

+ "Sudoku" in klassischem Sinne
+ gelungenes Musikstück
+ Symbol-"Sudoku"
- Vollpreisspiel
- keine weiteren Modi

GRAFIK: 35%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: 36%

GESAMTWERTUNG: 61%

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