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NDS Spore - Wilde Kreaturen
 
 
Spore - Wilde Kreaturen - NDS
Kilian Pfeiffer (18.11.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Electronic Arts
GENRE: Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-4
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Mit „Spore" hat „Electronic Arts" erneut eine Marke geschaffen, deren Potenzial noch nicht ansatzweise ausgereizt zu sein scheint. Vor allen Dingen auf dem PC sorgte die Umsetzung für heiße Diskussionen, für Lob, aber auch Tadel in jeglicher Hinsicht. Als DS-Besitzer sehen wir uns nun in der glücklichen Lage, auch in den Genuss der selbst erstellten Kreaturen zu kommen. „Spore – Wilde Kreaturen" ist der Versuch, eine Spielwelt in etwas anderer Art und Weise umzusetzen. Ob der Versuch klappt und das Konzept eine Empfehlung wert ist, wissen wir zum Ende des Testes.

Menus und die Story....

Sechs Planeten gilt es im Universum zu entdecken, auf Tapti, einem der größten Planeten der bekannten Galaxie, startet Euer Abenteuer. Doch zunächst gilt unser Blick dem Hauptmenü, das mit der „Sporepädie" bereits eine äußerst interessante, scheinbar allwissende Menüfunktion besitzt, sei das nun auf die bekannten Spezies bezogen oder aber was die zu entdeckenden Planeten betrifft. Über all jene Dinge dürft Ihr Euch informieren und werdet darüber aufgeklärt, wie sich ein individuelles Geschöpf erstellen lässt.

Die Welt zu erkunden, Freundschaften zu knüpfen, Kämpfe zu bestreiten, Kreaturenteile zu entdecken und Wesen auszutauschen, sind Möglichkeiten, die nur „Spore – Wilde Kreaturen" bietet. Die Umsetzung ist derweil auf einem grafischen Niveau geschehen, das insbesondere auch sehr junge Spieler ansprechen dürfte. Ein Punkt, der „Spore"-Nutzer höheren Alters wohl zusehends stören dürfte. Am Spielprinzip rüttelt die Optik aber nicht – und deshalb wollen wir uns nun aufmachen, Euch diese näher zu erklären.

Technik und Gameplay....

Als einzige Überlebende der eigenen Spezies geht es vom Wasser auf das Land und demnach ist es selbstverständlich, dass Euch viel daran liegt, auch weiterhin dem Leben zu frönen. Doch um diesen Idealzustand auch weiterhin beibehalten zu können, bedarf es einiger Arbeit. Arbeit im eigentlichen Sinne eher weniger, allerdings eine Portion kreative Fitness ist schon Voraussetzung, ebenso der Wille, in einer Welt voller Gefahren bestehen zu können. Angekommen in der texturarmen Umgebung, stellt Ihr zunächst nicht viel mehr da, als ein dahin robbender Körper. Gleich zu Beginn lässt sich dieser in einem Kreatureneditor optimieren. Euer Wesen hätte gerne zwei Beine, kräftige Greifarme, ein grässliches Maul, Augen und einen langen, mächtigen Schwanz, der durchaus im Kampf effektiv eingesetzt werden kann. Jedes Körperteil hat unterschiedliche Attribute, die wiederum Auswirkungen im Kampf haben können. Speziell später auffindbare Teile haben Vor- und Nachteile, gemein haben sie allesamt, dass Ihr Euer Wesen mit diesen ausstatten dürft – solange bis keine Körperpunkte mehr vorhanden sind. Dies solltet Ihr nämlich abwägen, welche Gliedmaßen ausgespart respektive nur in einfacher Ausführung verwendet werden.

Auf den Planeten erwarten Euch eine Vielzahl von Aufgaben, die Ihr mit Eurer selbst kreierten Figur erfüllen werdet. So gilt es beispielsweise feindliche Geschöpfe auszuschalten oder bestimmte Körperteile zu montieren, um diese für die nun folgende Aufgabe und deren Lösung einzusetzen. Überall in den Third-Person-Missionen verstreut, liegen sammelbare Körperteile, die Ihr über die Minimap (oberer Bildschirm!) jederzeit einsehen dürft. Weil in „Spore – Wilde Kreaturen" des Öfteren Kämpfe ausgetragen werden, sollte die Lebensleiste immer im Auge behalten werden – in der Auseinandersetzung ist diese in besonderem Maße vonnöten. Mit leichten Touchpen-Schlitzern attackiert Ihr die Euch angreifenden Wesen und raubt ihnen auf diese Weise wichtigen Lebenssaft. Verloren gegangene Punkte lassen sich durch leckere Nahrung, die besiegte Opponenten verlieren oder die an Bäumen wächst, regenerieren. Wie es sich für einen Aufbautitel gehört, ist der Levelaufstieg ein unerlässliches Spielelement, das auch im DS-Ableger Einzug gefunden hat. Jede der teils abstrus-merkwürdig, dennoch aber liebenswert aussehenden Kreaturen hat individuelle Eigenschaften, besser gesagt jeder einzelne Teil des Körpers. Daher ist es so unerlässlich wichtig, eingesammelte Teile genauestens auf ihre Werte hin zu überprüfen, um die beste Kreatur erschaffen zu können. Das Baukastenprinzip ist recht einfach umgesetzt, jedes Teil im Nu am Körper des Tieres angebracht.

Auf jedem Planeten lassen sich im Gesamten zehn Token sammeln, Gegenstände, deren Sammlung ein wertvolles Abzeichen zur Folge hat. Aber was wäre die Welt ohne Freunde? Auch in „Spore – Wilde Kreaturen" werdet Ihr welche finden, besser gesagt, müsst eine Freundschaft zunächst einmal knüpfen. Per Sozialruf macht Ihr den potenziellen Kumpel auf Euch aufmerksam. Was nun folgt, würde man im wirklichen Leben als aufdringlich bezeichnen, in der virtuellen Welt hingegen als notwendig: Man knuddelt sich sogleich oder schwingt in einer minispielartigen Sequenz das Tanzbein. Gelingt eine solche Aktion wie gewünscht, seid Ihr von nun an befreundet – Euer Kollege folgt Euch auf Wunsch, begleitet Euch gar mit in den Kampf. Die Freundschaftsstufe selbst verbessert Ihr durch kleine Geschenke (Nahrung), die regelmäßig eingestreut, zu einem verbesserten Verhältnis zwischen Euch und dem Sporeling führen.

Ein Sporeling nennt bekanntlich ein Nest sein Eigen, eine „Brutstelle", wo nicht nur die eigene Kreatur zum Leben erweckt, sondern gerne auch einfach entspannt wird. Neben dem eigenen Nest lassen sich auch feindliche Nester erobern. Allerdings kann das auf zwei verschiedene Weisen geschehen: Zum einen selbstverständlich durch brachiale Machtansprüche, die nur durch Gewalt, also den Kampf, durchgesetzt werden können oder dadurch, dass Ihr Euch mit allen feindlich gesinnten Sporelingen, die um ein Nest herumwuseln, befreundet. So einfach geht das: Der Feind wird zum Freund und schon ist alles wieder gut! Solltet Ihr Euch für die kämpferische Methode entscheiden, helfen Euch diverse Extra-Biokräfte bei der Durchsetzung der eigenen Ansprüche. „Extra-Biokräfte"? Genau! Bestimmten Körperteilen sind diese Fähigkeiten inhärent, allerdings verbrauchen sie massig Energie, die leider nur in begrenztem, zeitlich limitiertem Maße zur Verfügung steht. Habt Ihr allerdings genug davon, kann der eigene Sporeling heilende Kräfte wirksam machen, ein Schutzschild generieren, Vergiftungen initiieren, Flammenattacken bewirken oder Feinde zeitweise betäuben. Zur Bewältigung der Aufgabenstellungen auf den sechs Planeten sind diese Attribute unerlässlich.

Grafik & Sound....

Anders als bei der PC-Version, ist „Spore – Wilde Kreaturen" in einem Cel-Shading-artigen Comic-Stil gehalten. Die Sporelinge selbst sind platt wie eine Flunder und bringen keine Tiefenwirkung mit sich, was die gestalterischen Möglichkeiten etwas limitiert. So läuft Eure Kreatur „Paper Mario"-mäßig durch die Gegend – hauchdünn und sehr zerbrechlich. Zumindest auf den ersten Blick hin. Die Landschaften selbst sind relativ öde und bieten kaum optische Abwechslung. Immer gleiche Untergründe und wenig Detailarbeit. Einen fürwahr eigenen Stil bringt das etwas andere Abenteuer aber dennoch mit sich.

Sphärische Klänge und im Hintergrund wabernde Melodien sind die Würze des Titels, überwältigen aber zu keinem Zeitpunkt. Ab und an klingen sie gar etwas schief und wenig aussagekräftig. Sprachausgabe gibt es im Übrigen nicht, dafür wurden alle Texte eingedeutscht. Die Soundeffekte als solche gehen vollends in Ordnung.

Fazit....

Eigentlich hatten wir uns über ein nettes Kooperativspiel im Multiplayer-Modus gefreut, denn der Packung zufolge, dürfen zwei Spieler drahtlos gegeneinander antreten. Wie, das verrät das Wi-Fi-Special. Erwartet Euch aber nicht zu viel des Guten. „Spore – Wilde Kreaturen" ist im Endeffekt eine abgespeckte Variante der PC-Umsetzung des Titels. Mit richtigem Tiefgang dürft Ihr nicht rechnen, eher mit einem wenig komplexen Baukastenprinzip, in welchem Ihr Kreaturen designt und anschließend durch die Spielwelt navigiert. Simpel auszuführende Kämpfe, eine einsteigerfreundliche Umsetzungsweise sowie jugendgerechte Grafik machen das „Electronic Arts"-Produkt im Besonderen auch für die jüngere Fraktion interessant. Aufregend ist das Gezeigte aber indes nicht.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Spore - Wilde Kreaturen(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ leichter Zugang
+ nettes Baukastenprinzip
+ viele Aufgaben
- wenig Tiefgang
- abgespeckte PC Version
- grafisch karg
- kein wirklicher Multiplayer

GRAFIK: 63%

SOUND/EFFEKTE: 64%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 68%

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