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NDS Spectrobes - Jenseits der Portale
 
 
Spectrobes - Jenseits der Portale - NDS
Jens Morgenschweiss (26.06.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Jupiter
GENRE: Action RPG
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Die Spectrobes sind den Pokémon nicht unähnlich. Auch sie müssen aufgepäppelt, gefüttert und trainiert werden, damit sie im Kampf nicht all zu leicht besiegt werden können. Nur beginnt das Abenteuer hier ein wenig eher, nämlich mit dem Ausgraben er Fossilien. Aus diesen versteinerten Exemplaren werden dann richtige Kampfmaschinen, die es unserem Helden erlauben, sich den Gefahren der Galaxie zu stellen. Der erste Teil war schon sehr fesselnd, nun hat man technisch noch ein wenig nachgebessert und schon kann man einiges mehr erwarten.

Menus und die Story....

Das Menu sieht zu Beginn noch sehr beschaulich aus. Nur die Optionen und das Fortsetzen des begonnenen Spiels stehen zur Verfügung. Später kann man sich weitere Menupunkte erspielen. So werden erst nach den ersten Abenteuern die Multiplayer Modi frei wählbar. In den Optionen sollte man sich nicht scheuen die Mikroeigenschaften zu testen. Das Mikro ist in diesem Spiel nicht ganz unwichtig. Später kommt hier noch das WiFi Setup dazu, das es dem Spieler erst ermöglicht, Online aktiv zu werden. Hinter dem Mehrspielerpunkt finden wir dann die Freundesliste, die drahtlose DS Verbindung und die Nintendo WiFi Connection.

In der Geschichte des Spiels finden wir all die Helden aus dem ersten Teil wieder. Hauptakteure sind Rallen und Jeena von der Raumpatrouille, die sich nach dem ersten Abenteuer ein wenig zurück genommen haben. Doch nun müssen sie wieder in den Kampf ziehen und der Bedrohung der "Hochkrawl" entgegentreten. Diese Banditen sind wieder einmal in die Galaxie eingefallen und beginnen erneut mit der Vernichtung der Planeten. Wie eine Feuerwehr werden die beiden von einem Planeten zum anderen geschickt und müssen dort die akute Bedrohung bekämpfen. Zunächst muss sich Rallen erst einmal wieder mit seinen geliebten Spectrobes versorgen, den nur sie können im zweiten Teil aktiv kämpfen. Dabei spielt natürlich wieder einmal die unterschiedliche Klassifizierung eine Rolle. So gibt es zum Beispiel wieder die Corona Eigenschaft, Aurora und Flash. Sinnbildlich stehen die Eigenschaften für Feuer (Corona), Pflanzen (Aurora) und Wasser (Flash). Jede dieser Eigenschaften hat einen Vorzug gegenüber einer anderen. So ist Corona besonders effektiv gegen Aurora aber auch besonders anfällig gegen Flash. Da es nur diese drei Eigenschaften gibt, bleibt die Übersichtlichkeit gewahrt. Denn es gibt viel anderes, was man sich merken sollte. So ist man sehr dankbar, das sich das Kampfsystem als einfach herauskristallisiert.

Technik und Gameplay....

Um ihre Aufträge auszuführen, müssen Rallen und Jeena sich mit ihrem Patrouillenkreuzer flott zwischen den Planeten hindurch bewegen. In der Nanairo Galaxie gibt es verschiedene Planeten, die alle von den Krawl bedroht werden. Diese Krawl gelangen durch ein Portal in die Nanairo Galaxie und versuchen sie systematisch zu zerstören. Diese Krawl werden von Meister Krux und seinen vier Hochkrawl befehligt. Nun liegt es an Euch, ihnen das Handwerk zu legen. Bevor wir uns aber in den Kampf stürzen können, müssen wir uns eine kleine Armee Spectrobes zulegen. Da wir diese nicht kaufen können, müssen wir sie uns auf anderen Wegen besorgen. Und zwar finden wir sie im Boden versteckt. Mit unserem kleinen Begleiter, einem Primär Spectrobe, können wir den Boden scannen. Sollte sich darunter etwas befinden, zeigen verschiedenfarbige Symbole den Fund an. Dabei stehen die Farben für unterschiedliche Funde. Ein gelbes Licht bedeutet, das wir ein weiteres Spectrobe gefunden haben. Blau seht für ein Mineral, regenbogenfarben bedeutet ein Kubus und die rosa Farbe bedeutet, das wir ein Geheimnisstein gefunden haben. Wenn wir nun mit dem Pen diesen Lichtpunkt berühren oder darüber hinweg laufen, gelangen wir in den Ausgrabungsmodus. Mit unseren unterschiedlichen Ausgrabungswerkzeugen können wir nun durch die vielen Bodenschichten hindurch arbeiten und das "Verborgene" ans Tageslicht befördern. Die verschiedenen Ausgrabungswerkzeuge benötigen wir, weil die Bodenbeschaffenheit auf den Planeten unterschiedlich sind. So finden wir zum Beispiel Eis und Schnee genauso vor, wie Sand und Felsen und Lava. Wenn wir dann in der Schicht angekommen sind, wo der Fund lagert, benötigt man eine relativ ruhige Hand. Denn nun müssen wir die Konturen des Gegenstandes von einschließenden Material befreien.

Der Ausgrabungsbildschirm hält alles an Informationen bereit, was man wissen muss. Neben der Tiefe und dem Werkzeug, das gerade verwendet wird, läuft auch die Zeit mit, die wir bis zur Aufnahme benötigen. Nach der Zeit und der eventuellen Beschädigung, die wir angerichtet haben, berechnen sich unsere Erfahrungspunkte, die unser Grabungslevel ergeben. Sollten wir mit unseren Bemühungen beim Ausgraben zu eifrig sein, beschädigen wir das Objekt, was nicht nur ein furchtbares Geräusch erzeugt, sondern auch noch in einer Liste uns vor Augen geführt wird. Jeder sollte versuchen, die letzten Splitter am Gegenstand sorgsam zu entfernen, damit es nicht zerstört wird. Manche Spectrobes Fossilien haben eine sehr außergewöhnliche Form, das man besser damit fährt, den Fund zu scannen und die Lage danach richtig einschätzen kann. Mit diesen gefunden Mineralien werden die aufgeweckten Spectrobes gefüttert, damit die sich entwickeln und nützlich werden im Kampf gegen die Krawl. In unserem Raumgleiter finden wir nun alles, was wir benötigen, um Spectrobes aufzuziehen, zu entwickeln oder auch verschiedene Objekte zu kaufen. Dazu müssen wir nur in das Untergeschoß fahren und uns an den verschiedenen Maschinen zurecht finden. Linker Hand stehen der Cyrus Express, wo wir für unsere schwer erkämpften "Gura" (die Währung im Nanairo System) diverse Hilfsmittel kaufen können. Das können Ausrüstungsgegenstände für Rallen sein, wie Schwerter, Blaster oder Anzüge. Mit Rallens Entwicklung, steigt auch seine Fähigkeit bessere Waffen bei sich zu tragen. Die Objekte, die man kaufen kann, heilen eure im Kampf versehrten Spectrobes oder auch Rallens Gesundheit wird wieder hergestellt. Natürlich gibt es diese Objekte nicht im Angebot …! Mit jedem erreichen eines weiteren Ausgrabungslevels können wir auch besseres Werkzeug kaufen und verwenden. Und was wir an Mineralien nicht verfüttern können oder wollen, oder auch seltene Funde, wie Perlen, lassen sich hier zu Geld machen.

Die Maschine daneben liefert einen Überblick, welche Storybilder man in seiner Sammlung hat. So bekommt man welche hinzu, wenn man zum Beispiel 500 Krawl mit seinen Spectrobes besiegt hat, oder man den WiFi Markt besucht hat. An der Stirnseite links steht der Kartenleser. In jeder Spielpackung befinden sich vier Karten, die man über diese Apparatur auslesen kann. Dazu legt man nur die Bilder auf den Touchscreen und markiert die Punkte in der richtigen Reihenfolge, wie die Zahlen darauf hindeuten. Rechts in der Ecke steht das Analysetool, der uns Klarheit darüber verschafft, was die verschiedenen Kuben beinhalten, die wir finden. In den Kuben sind Hinweise verborgen, die uns im Laufe des Spiels helfen können. Zwischen den beiden Geräten ist das Prunkstück untergebracht - das Labor. Hier wecken wir unsere Spectrobes, füttern wir sie und rüsten sie aus. Wenn wir den Punkt wecken wählen, sehen wir eine Liste mit Spectrobesfossilien. Der leichte Schimmer um ihre Hülle deutet an, welche Eigenschaften das Fossil beherbergt. Nun ziehen wir s auf das Band und schicken es los. Nun müssen wir mit unserer Stimme den Pegel in dem markierten Bereich halten, damit die Entwicklung losgehen kann. Durch unsere Stimmlage können wir Einfluss darauf nehmen, welche Farbe das Primärspectrobe bekommt. Nachdem das Spectrobe seine Form erhalten hat, können wir ihm einen eigenen Namen geben. Im Inkubator können wir unsere Recken in vier Räumen unterbringen, die wir nach ihren Bedürfnissen einrichten können bzw. sollten, damit sie ihre vollen Fähigkeiten entwickeln können. Damit sie ihre nächste Entwicklungsstufe erreichen, brauchen sie Mineralien. Aber davon haben wir ja reichlich gesammelt. Fängt ein Spectrobe an zu blinkern, ist er für die nächste "Ausbaustufe" bereit. Nun brauchen wir ihn nur noch entwickeln und schon haben wir eine imposantere Figur in unserem Kader. Insgesamt gibt es drei Entwicklungsstufen. Haben wir ein ordentliches Exemplar hervorgebracht, können wir es auch gleich in die aktuelle Aufstellung integrieren. Die Datenbank verschafft uns einen guten Überblick, welche Spectrobes wir schon unser Eigen nennen und welche uns noch fehlen.

Daran kann man schon erkennen, welche Zeit man am Ende mit dem Spiel verbringen kann. Bis alles vollständig ist, das dauert …! Wenn wir mit Rallen auf einem Planeten landen und uns durch die Regionen schlagen, finden wir Unmengen an Krawl´s. Sie verbergen sich hinter den sogenannten Vortexe. Davon gibt es kleine, die nur einen Krawl beherbergen. Die großen Vortexe halten bis zu 3 Wellen Krawls bereit. Anhand der Farbe der Vortexe kann man seine Aufstellung dahingehend ändern, das sich die Eigenschaften positiv auf den Kampf auswirken. Ist der Vortex rot, empfiehlt sich, Spectrobes mit Flash Eigenschaften in den Kampf zu schicken. Warten wir zu lange mit dem Kampf, schicken die Vortexe sogenannten Krawlstaub ins Gefecht. Diese greifen Rallen persönlich an. Nun müssen wir mit unseren Waffen gegen sie vorgehen. Aber passt auf, das sie nicht die gesamte Energie von Rallen rauben. Sind alle Vortexe aus dem Gebiet vernichtet, kommt auch unser kleiner Freund, der Primärspectrobe, wieder zum Vorschein. Mit ihm können wir nun das Gelände untersuchen und weitere Ausgrabungen vornehmen.

Grafik & Sound....

Bunter, heller und schriller kommt der zweite Teil des Spiels daher. Die Spectrobes und auch die Hochkrawl sind detaillierter verarbeitet, nur von Rallen selbst sieht man immer noch nicht viel. Im Kampfgeschehen würde ich mir wünschen, das man von den Attacken mehr zu sehen bekommt. Stattdessen lagern sich die verlorenen Gesundheitspunkte darüber und man kann nur vermuten, was für Aktionen stattfinden. Was ich immer noch vermisse ist ein kleinen Kompass, denn in den Räumlichkeiten der Förderation kann man schnell den Durchblick verlieren. Und wenn man zum östlichen Teil des Gartens gehen soll, macht s sich doch ein wenig schwierig.

Soundmäßig schickt man den Spieler auf eine eintönige Reise. Die Menumusik ändert sich überhaupt nicht und auch im Spielgeschehen bekommt man keine Abwechslung geboten. Soundeffekte beziehen sich eh nur auf die Kämpfe und das "Bing", wenn man einen Fund im Suchradar hat. Musikalisch ist das hier wirklich Magerkost. Wer den "Volume Regler" auf Null schiebt, macht zumindest nichts falsch. ;-)

Multiplayer....

Hier bietet man dem Spieler zwei Möglichkeiten an. Einmal kann man Offline gegen bis zu vier Leute antreten oder auch Online kann man sich mit anderen messen. Der Offline Modus bringt den Vorteil mit, das vier Leute gleichzeitig gegeneinander antreten können. Wer von den vier Leuten am Ende übrig ist, darf sich wahrlich Meister nennen. Doch nicht nur kämpfen kann Spaß machen. Man darf auch regen Handel treiben mit den anderen. Das betrifft allerdings nur Spectrobes und Fossilien. Ein weiterer Vorteil, man kann auch mit der ersten Version tauschen. So kann man "hochgelevelte" Spectrobes in die neue Version integrieren ohne das sie ihren Levelstatus verlieren.

Wer fleißig gesammelt und entwickelt hat, kann im Online Modus seine Exemplare auf den Markt werfen und verkaufen. Allerdings sind die Preise dort sehr gepfeffert, wenn man etwas kaufen will. Wer sein Zeug loswerden will, kann sich dort eine goldene Nase verdienen. Es gibt auch Geschenke online zu holen. Die benötigten Downloadpunkte (DL) bekommt man jeden Freitag geschenkt, zumindest 10 pro Woche. Damit kann man sich in der Geschenkabteilung eindecken. Wer seinen Spielstatus online vorzeigen will, der kann seine Daten uploaden und zur Einsicht bereitstellen. Der Online Kampfmodus findet zum einen zwischen Freunden oder gegen einen wildfremden statt. Für den Freundeskampf muss man aber auch einen Freund in seiner Liste stehen haben. Für den Kampf mit einem Fremden legt man vorher fest, auf welchem Level agiert werden soll. Dazu stehen die Varianten Level 100, 300 und 600 parat.

Fazit....

Mit den Spectrobes - Jenseits der Portale kann man mal wieder Unmengen an Zeit verbringen. Wer hier seine Sammelleidenschaft nicht neu entdeckt … Das Spiel ist ein buntes, kurzweiliges Abenteuer, das auch noch nach vielen Stunden Spaß macht. Die Levelgestaltung ist ein wenig zu linear geraten und viele Überraschungen werden den Spielern nicht geboten. Aber das Kämpfen ohne Rallen macht mehr Spaß als noch im ersten Teil und auch das Suchen und Ausgraben hat einen gewissen Reiz. Bemerkenswert ist der Multiplayer, der gerade im Offline Modus viel Spaß macht. Nicht nur, das man mit bis zu vier Leuten gegeneinander antreten kann, sondern auch, das man mit der Vorgängerversion tauschen kann.

 

+ guter Offline Multiplayer
+ Entwicklung Fossil zur Kampfsau
+ Übertragbarkeit aus Teil 1
+ bunter und detaillierter
- Leveldesign zu linear
- Fossilien sehen oft gleich aus
- mäßige Musikuntermalung

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: 75%

GESAMTWERTUNG: 72%

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