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NDS Sonny Munroe
 
 
Sonny Munroe - NDS
Kilian Pfeiffer (18.09.2010)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Disney Interactive
GENRE: Minispiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-2
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Die „Mario Party"-Reihe machte es glanzvoll vor. Millionenfach hat sie sich zwischenzeitlich verkauft, acht Teile gibt es für Nintendos Konsolen. Auf einen neunten Teil warten die Fans derzeit vergebens. Disney sorgt für Abhilfe und setzt „Sonny Munroe" an Marios Stelle. Auf einem virtuellen Spielbrett werdet Ihr in vorliegendem Titel gegen bis zu drei weitere Mitspieler antreten. Was Euch erwartet, zeigt Euch der Test zum Spiel.

Menus und die Story....

Auf dem Disney Channel könnt Ihr „Sonny Munroe" sehen, allerdings ist das Franchise bei weitem nicht so bekannt, wie Hannah Montana oder ähnliche Charaktere, die vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen. So zeigt sich „Sonny Munroe" als einfache Minispiel-Sammlung, über 40 Stück sind vertreten, jedoch zeigen sich diese größtenteils recht einfallslos. Die „Mario Party"-Reihe bot seinerzeit wesentlich mehr, was inhaltliche Qualität anging. Schade, dass man dem Spiel keine anständige Hintergrundgeschichte spendiert hat.

Technik und Gameplay....

Egal ob Sonny, Tawni, Nico, Grady oder Zora – all jene Personen spielen im vorliegenden Spiel eine Rolle. Um was es geht? Fanpost sammeln, natürlich. Diese bekommt Ihr auf den insgesamt fünf zur Verfügung stehenden Spielbrettern. Vorausgesetzt ist natürlich ein erfolgreiches Spiel, ein besseres Händchen als der Gegner zu haben, und natürlich auch die notwendige Portion Glück, derer es bedarf.

Wie schon bei „Mario Party" gilt es zu würfeln, dieses Mal per Filmklappe. Je nach Augenzahl zieht Ihr über das Brett und dessen Felder, auf welchen Ihr etwa neue Fanpost erhaltet oder aber – rote Felder lassen grüßen – diese wieder verliert. Hin und wieder winken Bonus-Gegenstände, die Ihr – auch das wurde aus „Mario Party" abgekupfert – einsetzen könnt und dadurch Eure Gegner beeinflusst, behindert, schwächt. 20 Runden hat eine Partie in der Regel, spätestens bei 100 Fanbriefen ist das Spiel vorbei. Die Teilnehmer – ob menschliche Gegner oder CPU – starten nach jeder fünften Runde in ein Minispiel. Darüber hinaus gibt es spezielle Spielbrett-Felder, bei deren Berührung die Aktivierung eines Minispieles die Folge ist. Wie oben bereits erwähnt, enthält „Sonny Munroe" über 40 Games, meist recht simpel in der Umsetzung. So lauft Ihr etwa so schnell als möglich durch einen Gang, Button-Smashing in Reinkultur, oder aber blast in das DS-eigene Mikrofon, um in Reihe vorzufindende Aufsteller umzupusten. In einem weiteren Game wird die Kamera des DSi-Systems verwendet. Mit Eurem Kopf müsst Ihr so ausweichen, dass Euch die herabfallenden Objekte nicht mehr treffen. Problem dabei: Während des Testes funktionierte dieses Feature nicht, wir mussten das Minispiele abbrechen. Sind manche enthaltene Minispiele schier lächerlich in ihrer Darbietung, waren wir von anderen direkt überrascht. Im Gesamten hält sich das spielerische Portfolio aber die Waage. Als Extras kauft Ihr Minispiele oder Outfits, die Ihr wiederum für die Serienhelden im Spiel verwenden dürft.

Grafik & Sound....

Disney-Spiele waren schon mal hübscher. Überhaupt verspürt man in der letzten Zeit, dass bei den programmierten Werken wenig Liebe im Detail steckt. „Sonny Munroe" ist das beste Beispiel. Die Charaktere erinnern an große Wasserköpfe, wenig liebreizend, eher comichaft und lächerlich. Und auch in jeder anderen Hinsicht kann die Optik nicht überzeugen. Da wäre eine gehörige Portion Feinschliff vonnöten gewesen.

Dem Serienstil entsprechend ist die Musik fröhlich in ihrer Grundhaltung. Sie plätschert im Hintergrund dahin, Ohrwürmer gibt es keine, ebenso keine Sprachausgabe, die – auch wegen des geringen Textanteils – kaum Sinn gemacht hätte.

Multiplayer...

Als Quartett geht es in „Sonny Munroe" zur Sache. Der Titel bietet ein Einzelkarte-Spiel, so dass keiner der Mitspieler eine eigene Spielkarte beanspruchen muss. Drei Minispiele lassen sich auf diese Weise gegeneinander spielen. Etwas mehr hätte es durchaus sein können...

Fazit....

Liebe Leute bei den Disney Interactive Studios? Warum sind Eure Spiele in letzter Zeit so lieblos gestaltet? Warum legt Ihr Euren Titeln keine anständige Spielanleitung mehr bei? Und überhaupt – wo ist die Qualität von früher nur hin? Geht es nur noch um den schnellen Euro? „Sonny Munroe" ist mit Sicherheit kein schlechter Titel. Er kupfert recht gut bei der „Mario Party"-Serie ab, erreicht diese aber zu keiner Zeit. Alles wirkt etwas lieblos, selbst die etwa 40 enthaltenen Minispiele. Es kommt kein spielerischer Pepp auf, das Brettspiel-Duellieren hätte spannendere Inhalte erfordert, eine Beschleunigung des Spielprinzips, die auch schon bei den „Mario Party"-Titeln notwendig war. Fans der Disney Channel-Serie können aber einen Blick riskieren.

 

+ Disney-Lizenz
+ über 40 Minispiele
+ teils innovativ (Kamera!)
- oberflächliche Minispiel-Kost
- kaum Tempo
- viel zu einfach

GRAFIK: 58%

SOUND/EFFEKTE: 61%

MULTIPLAYER: 55%

GESAMTWERTUNG: 61%

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