konsolenkost.de

 
NDS Spider-Man Dimensions
 
 
Spider-Man Dimensions - NDS
Matthias Engert (03.10.2010)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Griptonite
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK12
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Jährlich grüßt das Murmeltier. Was in der Games Branche für mittlerweile sehr viele Titel und Serien gilt, trifft seit einigen Jahren auch den Marvel Helden Spider-Man zu. Auch zu seinem Thema gibt es mittlerweile jährliche Updates. Und nicht nur als "Gaststarter" in Spielen wie der X-Men Serie oder anderen Marvel Sammlungen, sondern eben als eigenständiger Titel. Auch in diesem Jahr gibt es Spider-Man gleich wieder im Doppelpack für die Wii und den DS. Und auch wenn der Titel auf den Handhelden eigentlich immer ein Hau drauf Action Titel war, so kommt in diesem Jahr doch mal etwas anderes auf den Fan zu. Denn der Zusatz Dimensions sollte nicht von ungefähr kommen und man erlebt gleich 3 Spider-Man Epochen in einem Spiel. Grund genug sich damit etwas intensiver auseinanderzusetzen. Zunächst schauen wir uns die DS Version etwas genauer an.

Menus und die Story....

Wie immer erscheint die Serie auch in diesem Jahr über Activision, die wieder als Publisher auftreten. Entwickelt wurde die DS Version von Griptonite, alles andere als eine unbekannte Entwicklerschmiede auf dem DS. Diese Erfahrung sollte man dem Spiel nicht nur technisch durchaus anmerken. Das beginnt hier schon bei den Rahmenbedingungen. Man präsentiert euch das Spiel komplett in Deutsch und wird unterstützt durch einen Autosave im Spiel, der die interne Batterie füttert. Zusätzlich erlebt ihr erneut Sprachausgabe auf dem DS. Verzichtet wurde auf einen Multiplayer. Hätte sich zwar angeboten, dennoch ist es hier kein Beinbruch, dass dieser eben nicht enthalten ist. Wie übrigens auch auf der Wii, die ja ebenfalls keinen Mehrspieler bietet. Story Technisch setzt der neue Spider-Man auf eine interessante und sicher nicht alltägliche Geschichte und man geht hier durchaus mal weg vom üblichen Spider-Man Einerlei. Die Story, die von Marvels berühmtem Comic-Autor Dan Slott geschrieben wurde, schickt die Spieler auf eine abenteuerliche Mission: Sie müssen die magische Energie der Tafel des Chaos und der Ordnung wiederherstellen. Denn die Tafel wurde zerbrochen und ihre Teile über mehreren Paralleluniversen verstreut. In einem erbitterten Kampf um die Rettung der wirklichen Welt müssen die Spieler gegen etliche ihrer Lieblingsschurken antreten, z.B. gegen den tödlichen Kraven oder gegen eine bisher unbekannte, düstere Version von Hammerhead. Bedeutet auch, dass ihr nicht nur verschiedene Schauplätze erleben werdet, sondern auch mehrere Spider-Man Varianten kennenlernt und natürlich steuern werdet.

Beginnt man das Spiel zum ersten Mal, so darf man zunächst ein Profil anlegen. 3 verschiedene sind möglich, die man auch bei Bedarf Löschen kann. Für Freunde der 100% Spiele, wird euch der Spielfortschritt beim Starten in dieser Form angezeigt. Erst nach einmaligem Speichern im Spiel, erwartet euch dann das eigentliche Hauptmenu. Hier könnt ihr jederzeit das Spiel noch mal komplett von vorn beginnen, oder eben das gespeicherte Fortsetzen. Dazu gibt es die Punkte Herausforderungen, den Status, sowie die Optionen. Hier kann man neben dem Anpassen des HUD und den Soundeffekten, auch die Steuerung anpassen. Positiv das man hier die Tasten frei nach eigenen Vorstellungen belegen kann und nicht auf feste Vorgaben festgelegt ist. Und da alle Tasten belegt sind, durchaus eine sinnvolle Sache. Im Bereich Status kann man sich jederzeit über erspielte Belohnungen und vor allem Aktionsupgrades der Helden informieren. Zu guter Letzt findet man die Herausforderungen auf dem Hauptmenu. Hier kann man spezielle Level Freischalten, um weitere Belohnungen zu erspielen. Angelegt für alle Charaktere und deren jeweilige Specials, gilt es hier Aufgaben nach Zeit zu lösen. So z.b. mit Amazing Spider-Man nur per Netzschwung und Sprung ein Labyrinth zu durchqueren und man kann hier vor allem seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Doch nun genug des Vorgeplänkels. Wollen schauen, was spielerisch in Dimensions steckt.

Technik und Gameplay....

Beginnt Ihr ein Neues Spiel, so werdet Ihr zunächst mit der Story vertraut gemacht und erlebt diese in Form der typischen Comic Umsetzung. Alles andere wäre auch irgendwie Falsch. Ihr erfahrt etwas über die Teile der Tafel und werdet danach ausgesandt, diese wieder zurück zu holen. Von hier an wartet ein Spiel auf euch, das zwar in vielen Bereichen bekannte Action Kost mitbringt, aber dennoch recht unterhaltsam gemacht ist. Hauptgrund dafür, sind die im Spiel enthaltenen Varianten des Marvel Helden. Denn entgegen alten Teilen, übernehmt ihr hier die Steuerung über 3 verschiedene Varianten. Dabei setzen die Entwickler auf die richtigen Beigaben, um ihnen auch eine eigene Identität zu geben. Das beginnt natürlich beim Aussehen, reicht über verschiedene Umgebungen und Zeitepochen und endet im immer gelungenen Feature, dass alle Charaktere gewisse Spezialfähigkeiten mitbringen, welche die anderen jeweils nur zum Teil oder gar nicht besitzen. Auch das Thema Epochen spielt dabei eine wichtige Rolle und Ihr erlebt so praktisch die Gegenwart, die Vergangenheit im New York der 30er Jahre und das Gegenstück im Jahr 2099. Dabei ist der Amazing Spider-Man mit seinem roten Anzug derjenige, mit dem Ihr das Spiel beginnt und der allen Fans ja bestens bekannt ist. Weiterhin ist das Gameplay so eingeteilt, das Ihr über Portale innerhalb der Spiellevel immer wieder hin- und herwechselt, was die Dimensionen angeht. Eine Stärke ist dabei das Erkunden der Level und die Tatsache, dass man alle Wege erst mit der Zeit angehen kann. Dazu gibt es ein Upgrade System für die Fähigkeiten der Beteiligten Charaktere. So greift hier eben das oft gesehene Prinzip, an Stellen vorbei zu kommen, wo man noch Untätig herum steht und man die erforderliche Aktion einfach noch nicht drauf hat.

Interessant ist dabei der Grafikstil der Charaktere. Nicht nur durch die angepassten Backgrounds in Sachen Epochen, sondern auch die angedeutete Tiefenwirkung hat mir gefallen. Spielerisch geht es hier eigentlich fast ausschließlich in 2D Action zur Sache. Dennoch vermittelt die Grafik durch die gebotenen Backgrounds einen angedeuteten 3D Effekt. Fest geregelt ist im Spiel auch die Aufteilung der Screens. Die eigentliche Action, die in einer typischen Third Person im Spiel auf die Charaktere umgesetzt ist, tobt hier auf dem Top Screen, während der Touch Screen die Locations als Kartenausschnitt zur Verfügung stellt. Als Draufsicht umgesetzt, kann man diese jederzeit nach allen Seiten verschieben, um so z.b. die schon begehbaren Bereiche nach Wegen abzusuchen. Denn eine Stärke der Karte ist die Möglichkeit, übersehene Abzweige, oder Türen und Löcher in der Umgebung zu erkennen. Gerade mögliche Wege in der Decke, oder kleine Durchgänge am Boden zum Kriechen, sind manchmal in der Live Action durchaus zu übersehen. Einen Wechsel in Sachen Screens an sich und damit auch die eigentliche Nutzung des Touch Screens, gibt es nur bei einem Wechsel der Dimension. Dazu existieren in allen Bereichen sogenannte Portale, in denen man ein kleines Minispiel nach Zeit hinter sich bringen muss, um zu wechseln. Aber nichts wirklich schwer ist, oder euch vor Probleme stellt. In dem Zusammenhang ebenfalls eine positive Sache, das die Kartenansichten auch Objekte, Speicherpunkte, oder eben die Portale als Symbole auf dieser anzeigen. Das Gameplay selber ist nun darauf ausgerichtet, kleine und große Spielziele zu erfüllen. Zwischen den Momenten, in denen es um die Tafeln geht, warten allerlei Allerweltsaufgaben auf euch, die meist mit der Hauptaction im Spiel zu tun haben, der Klopperei gegen diverse Gegner Varianten. Demzufolge ist die Steuerung in seinen Grundlagen bei allen Spider-Man Varianten gleich. Erst bei den angesprochenen Specials gibt es markante Unterschiede.

Auch wenn die Umgebung oft einen gewissen 3D Effekt suggeriert, gespielt wird das Ganze in waschechtem 2D. Per Steuerkreuz bewegt man die Helden in alle möglichen Richtungen. Was auch bedeutet, die Zeiten simpler Links-Rechts Action ist hier vorbei. Ihr dürft kriechend nach allen Seiten, per Netzschwung nach oben manövrieren, oder euch auch mittels Specials den Weg in den Untergrund bahnen. So bietet die B-Taste die Sprung Funktion, die sich erst in der erweiterten Variante unterscheidet. Hier kommen dann z.b. die Unterschiede in Sachen Netzschwung zu ihrem Recht. So kann sich Amazing Spider-Man auch an Wänden und Decken festhalten und auch dort Fortbewegen, während das die anderen Varianten in der Form nicht können. Per Y-Taste kann man die verschiedenen Varianten der Netzattacken ausführen, was hier in den Geschossen umgesetzt ist. Die A-Taste deckt nun die neben dem Sprung meistgenutzte Funktion ab, die Prügelaction. Sobald Ihr auf Gegner trefft, habt Ihr eigentlich grob 2 Möglichkeiten. Zum einen den direkten Nahkampf per A-Taste. Simples Tastengehämmer steht hier an, wobei auch Kombo Gameplay möglich ist. Nichts wirklich Neues und auch schon von den Vorgöngern her bekannt. Erweitert auch durch die enthaltenen Charakter Upgrades, die euch neue Moves an die Hand geben. Kann man zu Beginn eigentlich nur am Boden auf Gegner einschlagen, geht das mit der Zeit so unter anderem auch in der Luft, was eine sehr schön in Szene gesetzte Schlagabfolge auslöst. Hier muss man den Entwicklern ein Kompliment aussprechen. Alles was mit der Klopper Action zu tun hat, geht sehr flüssig von der Hand und ist auch in Sachen Animationen äußerst dynamisch umgesetzt. Das gefällt gut und unterstützt diesen sehr Actionlastigen Teil des Spiels. In diesen Momenten bekommt der Spieler seine Lebensleiste eingeblendet, die wie die Charaktere selber, ebenfalls erweiterbar ist.

Dazu gibt es rechts die sogenannte Impulsanzeige, die sich bei gelungener Action des Helden stetig füllt. Folge sind härtere Attacken und mehr Schaden beim Gegner. Wobei man hier sagen muss, dass die KI der Gegner ruhig etwas höher sein könnte. Mit Ausnahme der aus der Entfernung agierenden Gegner mit Schusswaffen, ist der Rest eigentlich nur durchschnittliches Kanonenfutter. Auch ein Grund warum der Titel in diesem Bereich nicht der Schwerste seiner Zunft ist. Zweite Variante, die sich dann gerade bei den Waffen Gegnern ganz gut macht, ist halt die Netzattacke, mit der man Gegner auf Entfernung auch Fangen und zu sich Ziehen kann. Danach kann man sie Entwaffnen oder gegen Objekte in der Umgebung schleudern. Da z.b. Gegner immer wieder neu generiert werden, sobald man eine Dimension erneut betritt, wäre ein Erfahrungspunktesystem durchaus angebracht gewesen. Aber das ist eine persönliche Anmerkung. Im Bereich der Specials hat man den Beteiligten, wie schon erwähnt, ganz persönliche Moves verpasst. So kann z.b. die Noir Variante mittels des erweiterten Spinnensinns versteckte Objekte oder auch Schalter erkennen, was auch einen gewissen Rätselanteil im Spiel hervor zaubert. Kann dagegen der Amazing Spider-Man an Wänden und Decken krabbeln, steht der 2099 Variante das Gleiten zur Verfügung. Aktionen die man zwingend braucht, um an bestimmten Orten auch wirklich weiter zu kommen. Schaltet man weitere dieser Specials frei, so kann man diese an die jeweils anderen Spider-Man Varianten übertragen, damit diese in ihren Dimensionen die angesprochenen versteckten und versperrten Wege auch gehen können. Linear ist das Spiel daher also nicht, was dem Gameplay zugute kommt. Schade das man dennoch nur um die 7 Stunden braucht, um wirklich zum Ende zu kommen. Vorausgesetzt man übersieht nicht zeitraubend einen simplen Weg. Denn passiert das, kann der Titel auch langatmig werden, da man Suchend von einem Ende einer Dimension zur anderen läuft. Ist mir auch passiert und Gevatter Zufall muss hier auch mal helfen.

Dennoch unterhält der Titel solange man spielt. Dafür sorgt eben die Abwechslung unter den Helden und das man jedes Mal einen anderen Ansatz bekommt, wie eine Dimension zu durchqueren ist. Erst bei der Gegner Action ist es mit der Zeit immer das Gleiche. Glücklicherweise entschärft man diesen kritikwürdigen Punkt eben durch das Level Design und die hier und da eingebauten Rätsel. Schade das man nicht irgendwie einen Mehrspieler eingebaut hat. Hätte sich in meinen Augen durchaus angeboten. Dennoch vor allem für die Zielgruppe ein gelungener Titel, der sich durch eine gute Spielbarkeit, gelungene Abwechslung und die etwas andere Story auszeichnet.

Grafik & Sound....

Bei der Grafik kann man dem Spiel, gegenüber den eigenen Vorgängern und diversen Konkurrenz Produkten, ein gutes Zeugnis ausstellen. Der Titel glänzt nicht unbedingt mit HighEnd Grafiken, bringt aber die Geschichte und die Action sehr passend rüber. Zwar in 2D Gameplay gehüllt, gefällt der Tiefeneffekt in den einzelnen "Dimensionen". Klares Highlight sind die Stile der enthaltenen Charaktere. Sieht alles rund um Amazing Spider-Man noch am "normalsten" aus, so punktet hier vor allem die Noir Variante im New York der 30er Jahre. Eigentlich die farbärmste Variante, hat sie mit ihrem düsteren Stil das gewisse Etwas. Gefiel mir zumindest sehr gut. Wie gesagt sind Effekte nicht so extrem und wenn dann auch einfach gehalten. Egal ob das nun die reine Hau drauf Action ist, oder aber diverse Umgebungseinflüsse. Sehr schön geworden ist die Technik im Hinblick auf Gamespeed, Kollisionsabfrage und auch die Animationen der Helden. Hier kommt der Titel sehr gelungen daher. Keine Grafik mit A-ha Effekt, aber dennoch mit eigenem Stil und Flair auf dem DS.

Beim Sound gefällt die Sprachausgabe, wenn auch in Englisch gehalten. Gibt einem Action Titel aber immer etwas auf dem DS. Auch die Effekte können dabei punkten und alles was Sinn macht, ist auch in satten Klängen umgesetzt. Eher unspektakulär ist die reine Musik, die weder stört oder gar nervt, aber auch keine Bäume ausreißt. Sie unterstützt das Geschehen und die Action. Je nach Spielsituation ist diese verschieden, so dass man wenigstens keinen Einheitssound zu hören bekommt.

Fazit....

Spider-Man Dimensions ist einer der besseren Vertreter um den Marvel Helden. Neben einer mal etwas anderen und gelungenen Story, punktet der Titel vor allem mit der Technik, Steuerung und der gelungenen Atmosphäre. Die verschiedenen Varianten des Helden lockern das Geschehen auf. Spielerisch gibt es zwar auch hier wieder viel Haudrauf Action, verbindet das Ganze aber glücklicherweise auch mit Secrets in Form der alternativen Wege, den Aktionsupgrades und Fähigkeiten der Helden. Gerade das man eben nicht sofort überall hin kann, gefällt im Spiel. In Sachen Spielzeit könnte zwar mehr drin stecken, recht aber dennoch aus um einen Kauf zu rechtfertigen. Für Spider-Man Fans ist Dimensions durchaus ein Blick wert. Action Fans im Allgemeinen müssen den Titel nicht haben. Dafür bietet er dann wieder zu wenig Neues. Man darf nun natürlich gespannt sein, was die Wii Version so auf dem Kasten hat.

 

+ Mehrere SM Charaktere spielbar
+ Charakter Upgrades
+ Flüssiges Gameplay
+ Passende Optik
+ Gelungene Steuerung
+ Rätsel / verstecke Bereiche
- Zuviel simples "Gekloppe"
- Gegner KI etwas mäßig
- Spielzeit könnte höher sein

GRAFIK: 77%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 74%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de