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NDS Metal Slug 7
 
 
Metal Slug 7 - NDS
Kilian Pfeiffer (12.11.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ignition
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 5-10+
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: 21.11.
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Wie wir uns darauf gefreut haben! Da läutet es an der Tür, der Paketdienst hält ein Päckchen in der Hand. Eigentlich ein alltäglicher Akt, wie er in jeder Spieleredaktion stattfinden dürfte. Doch der Inhalt macht bekanntlich die Musik, dieses Mal soll sich etwas ganz besonderes hinter dem gelblich schimmernden Packpapier verbergen. Ein Titel, der bereits die „7" im Namen trägt, also eine weit fortgeschrittene Serie, deren Vorgängerteile in einer Anthologie für die Wii auch in Europa erschienen sind. Gebündelt kam damals ein wunderbares Action-Feuerwerk auf den Markt, mit dem Titel „Metal Slug Anthology". Seitdem hat sich nichts mehr getan, bis zum heutigen Tag, dem Tag eben, an welchem der Postmann zweimal klingelte. Dabei hatte er übrigens „Metal Slug 7", ein bockschweres, aber phänomenal flüssig zu spielendes Action-Abenteuer, das die Serie würdig fortsetzt.

Menus und die Story....

Ein brachialer Schwierigkeitsgrad – mit diesen Werten kann die „Metal Slug"-Serie schon seit jeher auftrumpfen. Hier geht es nicht darum, alle Missionen einfach durchzuspielen, nein, es geht darum, alle drei Schwierigkeitsgrade möglichst perfekt zu meistern, danach zu streben, lebendig ans Ziel zu kommen, womöglich noch die in den Levels Gefangenen zu befreien und natürlich – wie es ich für eine solch arcadige Umsetzung nun einmal gehört – einen möglichst fetten Highscore abzusahnen. Alles Dinge, mit denen der „Ignition Entertainment"-Titel aufwarten kann und die in der Theorie auch eine angenehme Spielzeit versprechen würden. Theoretisch könnte man „Metal Slug 7" aber auch locker an einen Nachmittag durchzocken. Vielleicht nicht im höchsten Schwierigkeitsgrad, aber derjenige für Einsteiger würde sich hierfür ganz gut eignen. Ob Ihr Euch sofort in die „Hauptmission" stürzt oder zunächst einmal die „Kampfschule" besucht, bleibt Euch überlassen. Es ist auch insofern ziemlich gleichgültig, als der Anspruch in allen beiden Menüpunkten ungemein herausfordernd ist. Eigentlich würde man unter einer „Schule" etwas durchaus Schaffbares erwarten, hier aber wird man gleich vor die Herausforderung des Lebens gestellt. Das ist fast schon wortwörtlich zu nehmen.

General Morden, der Fiesling in Reinkultur, ist zurück und sinnt auf Rache, auf Zerstörung, auf Vergeltung und damit auf persönliche Genugtuung. Die Müllinsel soll das nächste Ziel der Elite-Kommandoeinheit sein, bestehend aus sechs Mitgliedern: Neben den erfahrenen Waffenbrüdern Clark und Ralf kommen die sprichwörtlichen Vollchecker (was den Waffeneinsatz betrifft) Eri, Marco, Flo und Tarma mit in die Mission, die dem Sechserpack alles abverlangen wird, all das, was sie nicht ansatzweise in ihren kühnsten Träumer zusammengesponnen haben. Was Euch auf der von Müll befleckten Insel erwartet? Natürlich ein Kampf: der Kampf um alles oder nichts!

Technik und Gameplay....

Kühne Erwartungen müssen zurückgeschraubt werden, was in „Metal Slug 7" zählt, ist eine gehörige Portion Glück und natürlich das Vertrauen in seinen Schießprügel. Vor jeder Mission entscheidet Ihr Euch für einen der sechs Charaktere, jeder Protagonist weist individuelle Fertigkeiten (Stärken und Schwächen) auf, die in bestimmten Situationen überlebenswichtig sein können. So schleudert Clark Kontrahenten durch die Luft, Ralf lässt einen „Vulcan Punch" auf das Zielobjekt niederprasseln und Marco feuert eine rasend schnelle Munitionssalve auf seine Gegenüber. Alles wie gewohnt in klassischen 2D-Szenarien, die größtenteils von links nach rechts, manchmal aber auch in der Vertikalen ablaufen. Alles was dort zählt, ist den Bildschirm feindfrei zu schießen, kleinere Rätsel (bis auf das Betätigen einer Kurbelkonstruktion!) gibt es nichts zu vermelden. Ausgelegt ist das Spielprinzip auf reibungslose Action im klassischen Gewand und dank Comic-Grafik und toller Soundschnipsel, einem dadurch erzeugten, herausragenden Flair.

Für gewöhnlich feuert der derzeit aktuelle Waffennarr aus einem Schießprügel, kann aber zeitgleich auch eine weitere Waffe mit sich führen, auf die sich per Knopfdruck wechseln lässt. Von der durchschlagskräftigen Pumpgun, über den piepsenden Laser, den Lenkraketenwerfer, bis hin zur Super-Uzi. Für Waffenfanaten ist ausreichend Content vorhanden, der in erquicklichen grafischen Effekten auf dem Bildschirm dargestellt wird. Unendlich Munition – wie schön dies doch wäre. Nun ist es aber mal so, dass die Primärwaffe, welche Euch von Anfang an zur Verfügung steht, dies auch bietet, alle später eingesammelten Wummen weisen ein begrenztes Munitionskontingent auf. Also sorgsam mit den wertvollen Geschossen umgehen! Spezial-Nahkampfangriffe, ausgeführt mit dem mitgeführten Messer, stellen eine etwas verhaltenere Vorgehensweise der Feindauslöschung dar. Aber der Titel trumpft dafür mit Gefährten auf, die normalmenschliche Spieler noch nicht gesehen haben: die sogenannten Slugs, mächtige Maschinen (Roboter, Panzer, etc.), die gegnerische Soldaten plätten und via Frontalangriff den Opponenten, einschließlich sich selbst, zerstören.

Das feindliche Heer wartet in Geschützen auf Euch, den eigentlichen Protagonisten des Spieles, wie er mutterseelenallein durch feindliches Gebiet stakst, gegen Scharen von ihresgleichen besteht, Buggys in die Luft jagt, Verstecke bombardiert und Helikopter vom Himmel holt. Überall sind heftige Feuerwalzen auszumachen, Explosionen am laufenden Band, Handgranaten fliegen durch das Bild, Sprengsätze detonieren in grafisch eindrucksvoller Weise. Ab und an findet Ihr einen Kriegsgefangenen, die es zu retten gilt und für welche Bonuspunkte warten, Punkte, die die Highscores in die Höhe treiben und Eure Initialen für alle Zeit weit nach oben katapultieren. Punktemultiplikatoren, beispielsweise bei wiederholten Angriffsmanövern, schrauben das Konto ebenso weit empor. Drei Schwierigkeitsgrade (unterschiedliche Waffeneffektivität, Creditsanzahl, etc.) gilt es innerhalb der insgesamt sieben Missionen zu bestehen, natürlich nur dann, wenn Ihr Durchhaltevermögen beweist und selbst das letzte Quäntchen Ausdauer rausholt.

Was uns persönlich richtig schräg eingefahren ist und uns an den Rand des Wahnsinns trieb, war die „Kampfschule", denn hindernisreicher wurde man wohl noch nie ans Ziel geführt – oder eben an diesem vorbei. Hier gilt es in mannigfaltigen Missionsvorgaben Basen zu stürmen, Feindesziele auszuschalten, Kriegsgefangene aus den Klauen des Gegners zu retten oder Items innerhalb der Missionen aufzunehmen. Überhaupt erst einmal eine Mission zu absolvieren, grenzt schon an eine kaum zu lösende Herausforderung. Hier werden selbst Vollprofis auf die Probe gestellt. Ob das Nervenkostüm nach einer Partie „Metal Slug 7" noch immer stabil bleibt?

Grafik & Sound....

Fein gezeichnet ist die Grafik des von „SNK Playmore" präsentierten Titels, aber eben im 2D-Comic-Stil, der nicht jedem Spieler zusagt, aber dennoch unverhohlen guten Eindruck schindet. Auf dem Screen des Nintendo DS schaut das Geschehen einmalig aus, bunt und atmosphärisch, passend zum Background und der Tatsache, dass man besonderen Wert auf traditionelle Präsentation legt. Ob das nun in einer wunderbaren Winterlandschaft stattfindet, im sandigen Wüstenszenario oder futuristischen Gegenden, ist demnach egal. Insbesondere die vielfältigen Effekte sind ein richtiger Hingucker geworden, einer, über den man sich jederzeit wieder freut.

Soundeffekte und Musikstil – ein perfekt kooperierendes Duo, das tolle Arbeit geleistet hat. Jede Mission, jeder Abschnitt glänzt in akustischer Hinsicht, obwohl ein richtiger Ohrenschmaus ausbleibt. Allerdings ist es die Atmosphäre, die dem Titel so gut tut und ihm auch im siebten Teil eine große Fanbasis beschert.

Fazit....

Gab es auf der Wii noch einen kooperativen Mehrspieler-Modus, wurde dieser für die Nintendo DS-Version bedauerlicherweise ausgespart. Jedoch wäre dieser sehr gut angekommen, denn das Kriegsszenario zusammen zu bestreiten, ist definitiv eine Sache für zwei erfahrene Taktiker. Dass „Metal Slug 7" aber dennoch zum spielerischen Must-Have gehört, verdankt der Titel nicht nur seiner einfachen Gameplay-Struktur, sondern auch der sympathischen Machart samt den überzeichneten, japanisch-angehauchten Charakteren, der tollen Atmosphäre und natürlich den hammerharten Missionen mit Highscore-Jagd-Garantie. „Metal Slug 7" rockt! Rockt doch einfach mit!

 

+ herausfordernd bis zuletzt
+ Highscore-Jagden
+ überzeugendes Setting
+ einzigartiger Comic-Look
+ „Kampfschule"
- zu wenig Missionsvielfalt
- kein Multiplayer enthalten
- bockschwer und definitiv
nichts für Einsteiger

GRAFIK: 78%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 82%

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