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NDS Sports Island DS
 
 
Sports Island DS - NDS
Matthias Engert (16.05.2010)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Hudson
GENRE: Sportspiel
SPIELER: 1-6 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
RUMBLE PAK: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Sportspiele haben oftmals die Eigenschaft, Saisonabhängig auf den Markt zu kommen. Irgendwo ja auch logisch, das z.b. Umsetzungen für Wintersportarten nicht im Sommer für die einzelnen Plattformen erscheinen. Zeitlos wird es sicherlich dann, wenn man ein wenig den ernsten Hintergrund heraus nimmt, oder Sportarten vermischt, die es sowohl im Sommer, als auch im Winter gibt. Willkommen in Sports Island. Eine Serie die hierzulande über Konami erscheint und bisher eher auf der Wii zuhause war. Konnte man dort bisher schon 2x Hand anlegen, gibt es nun auch die Version für Unterwegs. Bewaffnet mit DS und Touchpen, kann man sich also nun in die Geschichtsbücher des virtuellen Sports eintragen. Was der Titel bietet, wollen wir euch im folgenden Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Auch wenn Konami hierzulande den Vertrieb und die PR übernimmt, entwickelt wurde der Titel selber von einem weiteren japanischen Schwergewicht. Denn mit Hudson steht immerhin die Mario Party Schmiede in der Verantwortung. So verwundert es auch nicht, das bei den Rahmenbedingungen eigentlich alles soweit passt. Ihr bekommt ein komplett deutsches Spiel, das nur bei einigen Fachbegriffen die englischen Originale verwendet. Auf der internen Batterie greift wahlweise ein Autosave, oder auch ihr als Spieler könnt Zwischenstände per Hand sichern. Zu guter letzt ist sicherlich das Highlight der Mehrspieler Modus. Immerhin 6 Spieler können sich hier verbinden und das sogar nur in der billigen Singlecard Variante. Einzig die Online Variante wünscht man sich durchaus noch. Eine Story sollte man hier eher nicht erwarten. Sports Island ist einer der typischen Sport Titel, in denen verschiedenen Sportarten, fast schon Minispielähnlich versammelt sind. Das ist auch auf dem DS nicht anders. Ziel im Spiel ist es dann ein eigenes Team möglichst zu sportlichen Ehren zu führen. Zwar personalisiert, aber ohne einen geschichtlichen oder sonstigen Story Hintergrund.

Auch hier kommt man als Spieler relativ schnell an die eigentlichen Inhalte. Einen Vorspann oder ähnliches gibt es hier nicht. Man landet schnell auf dem Hauptmenu, dass sich zunächst in 3 Teile aufsplittet. Man findet hier neben dem Einzelspieler Modus, das Team Spiel Gegenstück, sowie zu guter letzt den Punkt Umkleide. Durchaus ein wichtiger Punkt, wie sich im Spielverlauf zeigt. Denn ein gewisser Fokus liegt im gesamten Spiel schon auf dem Mannschaftsgedanken, auch wenn hier und da allein gespielt wird. Hier könnt Ihr nun in einem Team Editor eure 6 Recken pro Team anpassen, sowie in einer Statistik Abteilung eure Stats und Rekorde abrufen. Was die Teams angeht, sind 10 fix und fertig eingebaut, 6 weitere Teams könnt Ihr aber auch selber erstellen. Dort habt Ihr neben dem Namen, dem Geschlecht und Trikotfarbe auch die Möglichkeit die Größe und Statur der Charaktere zu verändern. Dies wirkt sich später in den Disziplinen spürbar aus. Aber dazu im Gameplay etwas mehr, dem wir uns nun zunächst in Sachen Einzelspieler etwas genauer widmen wollen.

Technik und Gameplay....

Auch wenn der Titel einen durchaus gelungenen Mehrspieler Modus bietet, sein ersten Sporen sollte man sich natürlich schon im Einzelspieler verdienen. Wählt man diesen über das Hauptmenu an, landet man auf einem weiteren Auswahlmenu. Hier stehen euch 4 verschiedene Menupunkte zur Verfügung. Ihr könnt hier wahlweise ein sogenanntes Freies Spiel Just for Fun angehen, im Liga und Turnier Modus nach Punkten und Titeln greifen, sowie in einem speziellen Herausforderungsmodus vorgegebene Aufgaben lösen. Im Freien Spiel kann man sich zunächst mal eine Auge holen, was überhaupt im Spiel enthalten ist. Wählt man diesen Punkt an, gelangt man sofort zur Disziplinauswahl. 10 verschiedene Sportarten warten in Sports Island DS darauf, von euch gespielt zu werden. Im Nachhinein hätten es ruhig ein paar mehr sein können. Hätte vor allem der Langzeitmotivation allein durchaus gut getan. Die Mischung ist durchaus gelungen, auch wenn ich das Cheerleading als Tanzspiel hier ein wenig herausnehme. Ein simples Spielchen, wo man Tanzspiel-like auftauchende Symbole Antippen und nach bestimmten Richtungen "Wischen" muss. Die anderen 9 mit Golf, Tischtennis, Rugby, Fallschirmspringen, Indoor-Klettern, sowie Tontaubenschießen, Armdrücken, Bobfahren und zu guter letzt Sepak Takraw sind eigentlich durchgängig passend umgesetzt. Letztgenannte Sportart ist vergleichbar mit Volleyball, nur mit dem Unterschied, dass hier die Füße eingesetzt werden, um den Ball über das Netz zu befördern. Dem zuträglich sollte auch die Steuerung sein, auf die ich gleich noch etwas genauer eingehe. Denn meist wird der Touch Screen ausgiebig dazu genutzt, Erfolge zu erspielen. Nur Rugby, Bobfahren und eben Sepak Takraw setzen auf die Kreuz/Tasten Steuerung.

Positiv das man hier, egal welchen Modus man auswählt, ein ansprechendes Tutorial spielen kann. Einmal anhand eines Übungsdurchgangs, bei dem man selber Hand anlegt. Oder aber man liest sich kurz die Tasten oder Touch Screen Aktionen durch. Aufgrund der 10 enthaltenen Disziplinen dauert diese Eingewöhnungsphase aber nicht ewig. Kern des Spiels allein ist hier eigentlich der Liga Modus. Auch wenn der Turnier Modus ähnliches Kaliber suggeriert. Allerdings gibt es hier eben einen kleinen aber feinen Unterschied. Während man im Turniermodus verschiedene Meisterschaften immer zu einer Disziplin angehen kann, verspricht der Liga Modus längeren Spielspaß durch die Abfolge aller 10 Sportarten, die man jeweils gegen andere Teams angehen kann und nach jeder einzelnen Sportart Punkte erspielen kann. Logisch das diese dann auch am Ende zusammengezählt werden und einen Sieger ermitteln. In beiden Modi gibt es zudem Steigerungsformen, die man einfach gesagt auch als Schwierigkeitsgrade einstufen kann. Aufsteigen kann man in diesem Spiel durch jeweilige Siege in den zunächst anwählbaren Ligen und Turnieren und durch die sogenannten Talent- oder Fähigkeitspunkte. Ganz einfach gesagt sind dies Erfahrungspunkte, die man nach Abschluss einer Sportart erspielen kann. Auch hier ganz egal in welchem Modus des Spiels. Gewinnt man also eine Sportart Haushoch, bekommt man eine bestimmte Anzahl dieser Punkte und steigt irgendwann im Rang auf. Allerdings geht auch das Gegenstück und erspielte TP werden auch wieder weggenommen, wenn man einmal richtig schlecht agiert. Ganz konsequent ist man dann aber doch nicht gewesen. Diese Punkte wirken sich leider nicht auf das Vermögen eurer Teammitglieder aus, sondern dienen wirklich nur dazu im Rang zu steigen, um stärkere Gegner zu bekommen und eben im Liga und Turniermodus die schwereren Aufgaben spielen zu können. So ein kleines verkapptes RPG Feature findet man also leider nicht vor.

Dennoch ist wie angesprochen die Auswahl und Gestaltung der Team Mitglieder nicht unwichtig. Denn man kann diese auch nach Statur erstellen im Editor. Würde man hier nur kräftige große Recken erschaffen, hätte man zwar beim Rugby gute Chancen, den anderen Überlegen zu sein. Im Gegenzug hätte man nun aber z.b. beim Tischtennis nur träge langsame Charaktere. Die Mischung macht es hier. Positiv das man vor jeder Sportart immer jeweils einen oder mehrere Charaktere direkt selber wählt und damit, wer von den 6 eigenen Helden die kommende Disziplin angeht. Und diese machen durchaus Spaß, auch wenn man ab und zu ein wenig der Tiefgang fehlt. Ich beginne mal die Beispiele mit Golf, das man über 9 Löcher spielen kann. Dabei hat man hier zwar normale Par Regeln, aber nur 5 Schlägertypen zur Verfügung. Wind spielt eine Rolle und spielerisch kommt der Touch Screen zum Einsatz. Hier werden Pen Bewegungen beim Golfer live umgesetzt, über Wischbewegungen in Sachen Dosierung und beim Ausholen ausgeführt und man kommt hier sehr schnell gut zurecht. Gehört klar zu den gelungenen Spielen. Aber wie schon erwähnt sind bis auf das Cheerleading eigentlich alle weiteren in Ordnung bis wirklich gut gelungen. Spaß macht z.b. auch die Tischtennis Variante, die ebenfalls die Touch Screen Variante unterstützt. Ähnlich wie bei TV gestützten Spielen sieht man die Action aus der Iso Sicht. Auch hier ist die Steuerung simpel aber effektiv. Man tippt den TC an, der Spieler wirft den Ball nach oben und erneut über Wischbewegungen in eine Richtung spielt man den Ball auf die andere Seite. Es gibt auch Powerschläge, so dass an hier auch einen gewissen Arcade Touch zu sehen bekommt. Je höher die erspielten TP, um so stärker sind zum einen die Gegner, aber auch die Anzahl der Sätze, oder Grüns beim Golf steigen damit einhergehend.

Bei den Kreuz/Tasten Spielchen gibt es sowohl die ganz simplen Varianten mit dem Bobfahren, aber auch etwas intensivere Spielchen wie Rugby. Beim Bobfahren erinnert das Ganze schon mehr an ein Mario Party Minispiel. Denn hier gilt es eigentlich nur am Start mal per Tastengehämmer Fahrt aufzunehmen, während im Eiskanal nur die L und R Tasten zum Einsatz kommen, um den Bob möglichst von der bremsenden Bande fernzuhalten. Rugby dagegen hat schon mehr Anspruch, ohne jetzt einen Blick ins Handbuch erforderlich zu machen. Neben dem Kick Off ist hier die Hauptarbeit der Tackle, um den Gegner aus dem Tritt zu bringen, danach das Spielgerät aufzunehmen und per Pass-Taste möglichst ohne Gegenwehr in die gegnerische Endzone zu Tragen. Auch hier dauern dann die Spiele je nach Grad schon etwas länger. Dennoch kann man sagen auf dem mittleren Grad sitzt man zwischen 1 und 2 Stunden an einem Durchgang. Danach erschöpft sich der Einzelspieler relativ schnell und nur die höheren Grade laden einmal ein, dass Ganze noch mal anzugehen. Hier wünscht man sich eben ein bisschen mehr Inhalt. Was dann bleibt ist allerdings ein guter Multiplayer, der in der Form eher selten auf dem DS zu finden sein wird. Im Endeffekt seichte Sportkost mit überschaubarem Tiefgang.

Grafik & Sound....

In Sachen grafischer Gestaltung kann man das hier gebotene eigentlich mit einem Wort beschreiben - Zweckmäßig. Innerhalb der 10 Disziplinen punktet die Grafik noch am meisten bei den direkten Gameplay Elementen. Alles andere was Drumherum mit dem Thema Background zu tun hat, kommt schon sehr grob und teils auch recht pixelig daher. Auch die Charaktere selber sind nicht wirklich geschmeidig. Mittlerweile zeigen ja viele Spiele, dass hier auf dem DS schon etwas mehr möglich ist. Hier und da zeigt das Spiel eine gelungene Farbpower, beschränkt sich aber oft auf recht einfache Gestaltungen. Technisch passt das Gespielte aber gut. Hier kann man eigentlich nicht meckern und der Spieler muss sich mit keinerlei unfairen oder schlecht spielbaren Momenten herum ärgern.

Beim Sound sieht es ähnlich aus. Die Hintergrundmusik ist eine der typische Dudelorgien, denen man weder positiv noch negativ besondere Aufmerksamkeit schenken muss. Wenigstens gehört sie nicht zu den nervenden Varianten. Von daher ist die Musik OK, mehr aber auch nicht. Soundeffekte sind teils recht ordentlich und unterstützen die einzelnen Sportarten durchaus passend. Aber auch hier gilt, Standardkost die keine Bäume ausreißt.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist klar die Stärke des Spiels. Vor allem auf lange Sicht. Auch wenn der Online Modus fehlt und durchaus dem Ganzen noch einige Punkte beschert hätte. Killer Feature hier ist sicherlich die Möglichkeit 6 Spieler miteinander zu verbinden und das mit nur einer Cartridge. Eine Multicard Option gibt es erst gar nicht. Hier kommt natürlich gewollt das Feature, 6 Teams zu erstellen, perfekt zum Tragen. Zwar muss sich jeder Spieler so erst mal ein Team erstellen, führt aber dann doch eine personalisierte Truppe in die Wettkämpfe. Einziger Wermutstropfen sind sicherlich die Ladezeiten, die Singlecard Typisch recht lang sind. Damit muss man leben. Einmal gestartet kann man nun wahlweise einzelne Disziplinen gegeneinander spielen, oder eben den Liga Modus nutzen. Das bedeutet auch im Mehrspieler, dass alle 10 Sportarten gegeneinander möglich sind. Schön nacheinander geht es hier dann um Punkte, die am Ende zusammengezählt werden. Für die angepeilte junge Zielgruppe ein Fakt, den man klar hervorheben muss.

Fazit....

Sports Island DS ist ein Titel, der durchaus etwas bietet. Zwar spricht er in meinen Augen eher eine jüngere Zielgruppe an. Diese wird aber vor allem durch den gelungenen Singlecard Multiplayer unterhalten. Die enthaltenen Sportarten sind, vielleicht bis auf das Cheerleading, gelungen und passen in eine solche Sammlung. Das Fähigkeitspunkte Feature, mit dem man hier im Spiel die stärkeren Teams und Ligen herausfordern kann, ist ebenfalls ein gelungener Punkt. Schade das man keinen Online Modus bietet. Der hätte sich hier durchaus angeboten. Auch das doppelte an Disziplinen wäre wünschenswert gewesen. Ältere Spieler werden auch aufgrund des wenig vorhandenen Tiefgangs, speziell bei den Regeln, eher unterfordert. Im Endeffekt ein Spiel, das sich jüngere Gamer anschauen sollten, die oft Freunde um sich versammeln können. Für den günstigen Preis machen diese Spieler hier nichts falsch.

 

+ Gute/Einfache Steuerungen
+ Mischung der Disziplinen
+ MP nur als Singlecard Variante
+ 6 Spieler im MP möglich
+ Liga Gameplay
+ Komplett Deutsch
+ Fähigkeitspunkte Feature
- Kein Online Gameplay
- Motiviert allein nicht ewig
- Mehr Disziplinen wünschenswert

GRAFIK: 71%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER/WI-FI: 74%

GESAMTWERTUNG: 67%

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