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NDS Sophies Freunde: Die Meisterturnerin
 
 
Sophies Freunde: Die Meisterturnerin - NDS
Kilian Pfeiffer (13.12.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ubisoft
GENRE: Akrobatik
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-4
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Für „Ubisoft" war es ein erfolgreiches Jahr 2008 – vor allem die „Sophies Freunde"-Serie trägt hierzu einen gehörigen Teil bei. Kein Wunder, ist zwischenzeitlich ein gutes Dutzend Software erhältlich. Keine andere Serie kann hier mithalten, keine andere Serie kann hier ähnliche Geschütze auffahren. Der Verkauf geht indes munter weiter, die Vorweihnachtszeit erfreut sich eines regelrechten Runs auf die Casual-Reihe der „Spiele für mich"-Titel. Ob hier „Sophies Freunde – Die Meisterturnerin" auch ein Wörtchen mitreden kann?

Menus und die Story....

Viele Bereiche des Lebens hat Sophie bereits ausgekostet, sie war Tierärztin, hat eine eigene Band geleitet, hat fleißig gekocht und war flink auf dem Eis unterwegs. Heute schlüpft sie in die Rolle einer athletischen Meisterturnerin, die Ihr Können erst noch beweisen muss. Hierzu dient Euch eine platte Story, die aufzeigt, wie Ihr vom absoluten Nobody aufsteigt. Wie Ihr das Handwerk einer Turnerin erlernt und womöglich ganz groß absahnt. Aber bis dahin ist es ja noch ein langer Weg. Eure Trainerin Tammy unterstützt Euch tatkräftig auf diesem, gibt Euch Tipps und versorgt Euch mit den aktuellsten Techniken, die eine Meisterturnerin beherrschen muss.

Was uns im Laufe der Spielzeit sauer aufstieß, ist die Tatsache, dass der Storyrahmen in vielerlei Hinsicht zu wünschen übrig lässt. Warum gibt es „Sophies Freunde"-Teile, deren Plot ansprechend und interessant gestaltet ist, warum aber gibt es gleichzeitig Titel, die so lieblos mit der Präsentation umgehen, dass man sich etwas veräppelt fühlt? Wir erinnern uns gerne an die Koch-Simulation, bei der Sophie eine nette Geschichte durchlebte, als Meisterturnerin, werdet Ihr aber – wenn überhaupt – nur mit vereinzelten Sequenzen konfrontiert. Leider fühlt man sich als Spieler nicht hundertprozentig in das Geschehen hineinversetzt, vielmehr spult Ihr nach und nach eine Turnmeisterschaft nach der anderen ab. Als abwechselndes Moment gereichen vier Minispiele, auf welche wir im Folgenden eingehen werden.

Technik und Gameplay....

Ihr seid Sophie – ist doch klar! Beverly, Eure beste Freundin, kann bedauerlicherweise nicht an den Turnwettbewerben teilnehmen, demnach übernehmt Ihr deren Part, holt Euch Hilfe bei Beverly und versucht, Eure Kür so gut als möglich abzulegen. Vier Minispiele stehen Euch über das Hauptmenü zur Verfügung, allerdings bieten sie nicht die Qualität, die man sich vielleicht erhofft hätte. Warum? Weil tanzende Puppen, ein wenig Wahrsagerei, ein komfortloses Malbuch sowie Trampolingehopse nicht gerade spannende Unterhaltung darstellen. Wir sind etwas ratlos, denn wir haben hier schon wesentlich innovativere Umsetzungen innerhalb der „Sophies Freunde"-Reihe angetroffen. Vor allem: Was haben die Minispiele mit der eigentlichen Story zu tun? Leider nicht viel. Jedoch wollen wir nicht nur Kritik üben, sondern uns mit dem eigentlichen Gameplay befassen. Mit dem Turnen, wie dieses abläuft und was Ihr dort genau zu tun habt.

Ohne Umschweife geht es in die Halle, den eigentlichen Ort des Geschehens. Dort findet Ihr diverse Turn-Wettbewerbe angepinnt an der Wand, die es anzuwählen gilt. Erst, wenn Ihr einzelne Ziele erfüllt, schaltet Ihr neue Wettbewerbe und Wettkampforte frei. Erfolge erhascht Ihr also nur mit dem entsprechenden Medaillenspiegel – gar nicht so einfach, für eine unbedarfte Anfängerin. Fünf Wettkampfdarbietungen gibt es zu bestreiten. Im Einzelnen wären dies das Bodenturnen, der Balken, die Gymnastik, der Stufenbarren sowie das Sprungpferd. Bei allen Übungen verlangt das Programm, dass Ihr als Spieler bestimmte Gesten mithilfe des Touchpens nachzeichnet, um Darbietungen korrekt auszuführen. Die Figuren können sehr exquisit sein, jedoch auch nur im Bereich des Menschlichen bleiben. Eine Liste zeigt Euch, wie Ihr an die Turnübungen herangeht, was Ihr beachten sollt und wie die Energieleiste, die zum Durchführen der Figuren unumgänglich ist, gefüllt wird.

So bedarf es einer ausreichenden Energieleiste beispielsweise beim Sprungpferd: Hierfür bewegt Ihr den Stylus immer wieder von links nach rechts über den Bildschirm, erst dann wird die eigentliche Turnübung initiiert. Nun zeichnet Ihr die Figur, die Ihr durchführen wollt (auch Kombinationen sind möglich!) während der Zeitlupenfunktion nach. Gelingt dies, legt Sophie eine tolle Figur aufs Parkett, eine, die bei den Wertungsrichtern Eindruck schindet und viele Punkte garantiert. Bei der Gymnastik-Kür müsst Ihr Gesten in einer bestimmten Reihenfolge eingeben, um Energie zu „tanken", beim Balken das Gleichgewicht halten, indem Ihr einen Kreis dementsprechend antippt und in der Balance bleibt. Jede der fünf Turnarten erfordert also andere Aktionen, um Energie zu schaffen, die Ausführungen samt Strichen, Kreisen und weiteren Malkünsten, ist dann bei den meisten Übungen ziemlich ähnlich. Über eine Liste erfahrt Ihr, welche Techniken Sophie bereits beherrscht, wie diese durchführbar sind und erkennt in einem Vorschaubereich, wie Euer Einsatz auf dem Bildschirm umgesetzt wird. Für die Zielgruppe von Interesse sein, dürfte der Shop-Bereich. Hier werden nach und nach Kostüme, Accessoires und Musikstücke freigeschaltet, mit welchen Ihr Sophie ausstatten könnt. Weiterhin lassen sich alle Anzüge innerhalb ihrer Farbgebung abändern. Je nach Belieben ändert Ihr das Farbmuster, sorgt dafür, dass Abwechslung in das Kostüm kommt und erfreut damit vielleicht Eure kleine Schwester, die dann mit Sophie wieder auf die Turnmatte gehen darf.

Grafik & Sound....

Grafisch nehmen Pastelltöne das Spielgeschehen ein, die Turnhallen wirken recht fad und unbelebt. Im Hintergrund warten zwar einige Zuschauer darauf, dass Ihr eine perfekte Darbietung zeigt, allerdings hätten wir uns hierbei gewünscht, dass das Leben im „Hintergrund" offensichtlicher ist. Alles was Ihr immer wieder zu sehen bekommt, sind Turngeräte, einige akrobatische Meisterleistungen – ab und an erwarten Euch Szenen, in welche ein paar Texte eingestreut wurden. Besonders eindrucksvoll ist keine der grafischen Möglichkeiten, zweckmäßig ist die Präsentation aber allemal.

Auch in Sachen Sound kennt man bei der „Sophies Freunde"-Serie Licht sowie Schatten. Jede musikalische Untermalung passt zum Geschehen, aber auch hier dürfen wir uns keine besonders einfühlsamen Melodien erwarten. Vielmehr peppige Sounds, die Druck geben und das Spielgeschehen ein wenig vorantreiben. Auf eine Sprachausgabe müssen wir auch dieses Mal verzichten – schade, denn dies würde die Bindung zur weiblichen Zielgruppe deutlich erhöhen.

Fazit....

„Sophies Freunde – Die Meisterturnerin" für Nintendo DS ist ein weiterer Ableger der höchst profitablen „Spiele für mich"-Reihe. Allerdings vermissen wir hier eine richtige Hintergrundgeschichte, die den Titel in sich zusammengehalten hätte. Des Weiteren ist es die geringe Abwechslung (nur vier Minispiele!) – denn eigentlich besteht das Gameplay nur daraus, mit einigen wenigen Strichen auf dem Touchscreen eine ganze Kür darzustellen. Schade, dass man hier nicht mehr Herzblut in die Entwicklung gesteckt hat. Dennoch machen Freunde der Serie nicht viel falsch, wenn sie bei diesem Titel zuschlagen. Gleichwohl gibt es bessere Umsetzungen der Serie.

 

+ reger Touchscreen-Einsatz
+ 4 (innovationslose) Minispiele
+ für Einsteiger geeignet
- wenig spielerische Abwechslung
- fehlende Story

GRAFIK: 55%

SOUND/EFFEKTE: 58%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 55%

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