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NDS Sophies Freunde: Modern Dance
 
 
Sophies Freunde: Modern Dance - NDS
Kilian Pfeiffer (03.11.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ubisoft
GENRE: Tanzspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Sophie begibt sich auf die Tanzfläche – vielseitig wie sie ist, scheint die Bühne, die die Welt bedeutet, genau das Richtige für sie zu sein. Und natürlich bleibt sich „Ubisoft" auch mit dem inzwischen siebten Teil (alle anderen Tests findet Ihr in unserer Nintendo-DS-Rubrik!) der Serie treu und beliefert die dürstende Spielerinnen-Fraktion mit allerhand Einfällen, wenngleich sich diese auch nur in Reaktionsspielchen widerspiegeln. Wie dem auch sei – in vorliegender Fassung ist „Sophies Freunde – Modern Dance" der bislang gelungenste Teil der erfolgreichen Versoftungsserie und macht selbst denjenigen Spaß, die an kurzen Reaktionstest schon seit jeher einen Narren gefressen haben.

Menus und die Story....

Dass der Präsentationsstil der Sophie-Titel immer ein anderer ist, ist keine Neuheit. Einmal auf westlich getrimmt, das nächste mal erneut im japanisch angehauchten Gewand oder aber verspielt kindlich – je nach Entwicklerstudio tritt Sophie anders auf, als Tänzerin zeigt sie sich dem fernen Osten verbunden, anders ausgedrückt: der grafische Stil fällt japanophil aus, was aber auch eine subjektive Einschätzung sein kann. Das Hauptmenü ist relativ übersichtlich, selbstverständlich in mädchenfreundlichem Pink gehalten und durch einige – überflüssige – Bilder- und Videogalerien aufgewertet. Des Weiteren existiert ein Cheatcode-Bereich, in welchem Ihr Passwörter zur Freischaltung weiterer Überraschungen eingeben könnt. Nach Vollendung des Tanzwettbewerbs macht Euch das Programm für jeden der drei Schwierigkeitsgrade ein Puzzle zugänglich, das im Folgenden mit einer Freundin getauscht werden darf. Auf einen richtigen Multiplayer-Modus müsst Ihr aber verzichten.

Der große Ruhm ist kaum eine Armlänge voraus. Sophie muss nur zugreifen… Mithilfe ihres Coaches, dessen Sohn Nick, der heimlich Gefühle für sie hegt, und ihrer Freundin macht sich die Riege auf, in direkten Tanzduellen als Siegerin vom Platz zu gehen. Verschiedene Musikrichtungen (Pop Rock, Rap, Disco, Klassik, Tribal, Electronic Dance sowie R&B) erwarten Euch während der Auftritte, selbst Hilfsmittel wie Bänder und Bälle kommen immer wieder zum Einsatz und sollen gewissenhaft in Sophies Performance eingebaut werden. Drei Schwierigkeitsgrade gilt es zu erfüllen, ein einfacher Durchgang dürfte in der Regel nicht länger als zweieinhalb Stunden benötigen, was für einen Sophie-Titel sehr wenig erscheint, allerdings ist die Motivation groß, auch die höheren Härtegrade anzugehen.

Technik und Gameplay....

„Sophie vs. Efeu-Omi": Jeder Tanz ein Kampf um’s Können, um die eigenen Fähigkeiten. Zwölf Tänzerinnen muss Sophie in Grund und Boden tanzen, zwölf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Persönlich werdet Ihr deren Darbietungen zwar nicht zu Gesicht bekommen, dafür wird Euch ein Punktestand vorgesetzt, den es zu überbieten gilt. Je nach derzeitigem Stand, sind Eure Konkurrentinnen teils noch leicht beherrschbar, später dann umso unberechenbarer. Jeder Schritt muss sitzen, eine perfekte Kür will dargelegt werden. Nach Pflanzen benannt, sind die Widersacher allesamt außergewöhnlich, teils ziemlich schräg – ob nun ein blutjunges Mädchen oder eine alte Dame, die noch ein schwungvolles Tanzbein besitzt.

Tretet Ihr nun in den Tanzwettbewerb ein, gilt es eine Gegnerin herauszufordern und deren Punkte-Highscore zu schlagen. Doch zuvor lehrt Euch der Trainer vielfältige Schritte und Kombos, die Ihr im Folgenden zu bewältigen habt. Außerdem müsst Ihr die gesamten Auftritte selbst aus einzelnen erlernten „Bausteinen" zusammenstellen. Allerdings ist es so, dass später nur noch die diffizileren Tanzeinlagen genügen, um den Highscore der aktuellen Konkurrentin zu schlagen. Doch zuvor verwickelt Ihr Euch regelmäßig in ein kurzes Gespräch, lernt die Unarten des Gegenübers kennen und erfahrt ein wenig über den Charakter. Dadurch wird die Story fortgesponnen, allerdings ist diese alles andere als wertvoll und wird eher beiläufig wiedergegeben.

Bevor es zum Tanzen geht, wartet die Zusammenstellung der eigenen Performance – aus drei Schwierigkeitsgradbereichen wählt Ihr insgesamt 18 Move-Kombos, die sich wiederum aus unterschiedlichen Einzelbewegungen zusammensetzen. Was für den Spielspaß steht, ist die Umsetzungsweise, die den Entwicklern von „Lexis Numérique" ordentlich gelungen ist. Mannigfaltig Reaktionstests am laufenden Band und zwar dergestalt, dass man als Spieler auch wirklich gefordert wird – der Bildschirm wird dann anklickt, wenn ein Kreis und eine Scheibe genau übereinander liegen. Und da der Screen voll von jenen Objekten ist, habt Ihr eine ganze Menge Arbeit zu leisten, um mit der vollen Punktzahl vom Platz zu gehen. Wesentlich interessanter wird es, wenn Ihr eine Leiste durch stetes Rubbeln auf dem Screen füllt oder per Mikrofon-Feature in einen Ball in der Schwebe und damit im punkterelevanten Bereich haltet. Mit Drehrädchen schraubt Ihr selbstständig entschwindende Zonenpunkte zurück in ihre Ausgangsstellung und hindert diese in ähnlicher Weise mit dem Stylus daran, dass der relevante Bereich verlassen wird. Pflanzen, passend zu Euren Konkurrentinnen, wischt Ihr vom Bildschirm, dreht Räder so schnell als möglich, um den mittleren Bereich auf konstant hohem Füll-Niveau zu halten oder müsst einen Pfeil mehrfach betätigen, um eine Kugel am Absinken zu hindern. Die Gameplay-Möglichkeiten sind in der Tat immens, beschränken sich zwar auf ein schnelles Spiel für zwischendurch, bereiten aber Laune und unterhalten bis zuletzt – was die Hauptsache ist.

Da geben gar die Nintendo DS-Vertreter der „High School Musical"-Serie klein bei... Eure Tanz-, Ball- und Band-Folgen sind nichts für schwache Nerven, da Euch immer die Zeit im Nacken tickt und – sollte es bei einer Folge nicht ganz so gut gelingen – der Abschluss misslingt. Eine Punkteleiste gibt Euch Aufschluss darüber, wie weit Ihr bei Eurer Performance fortgeschritten seid, die Ekstaseanzeige beschränkt sich auf die Zeit nach dem Auftritt. Genug Bonuspunkte im Gepäck und es kann in zwei minispielartigen Einlagen an’s Eingemachte gehen: Eine Kugel so geschwind als möglich von darauf haftenden Sternen befreien oder einen Stern in einem vorgegebenen zeitlichen Limit so oft als irgend möglich antippen. So lassen sich abermals einige wertvolle Pünktchen herausschinden. Punkte, die Ihr speziell im höchsten der drei Schwierigkeitsgrade bitter benötigen werdet. Jedoch hilft Euch hierbei das Outfit leider kaum etwas – ob rote Haare, rockiger Klamottenstil oder hippes Ballaussehen, für welche Äußerlichkeiten Ihr Euch vor dem Event entscheidet, bleibt Euch überlassen und hat keinen Einfluss auf den Spielfluss.

Grafik & Sound....

„Sophies Freunde – Modern Dance" ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wirken die Locations ziemlich fetzig und erinnern an frühe Diskotheken mit einer Menge an Lichteffekten, auch die Präsentation der Rivalinnen kann sich sehen lassen. Besonderen Eindruck schinden die Animationen von Sophie selbst, wie sie gelenkig über den Boden turnt, mit dem Ball spielt, das Band durch die Luft schwingt – herrlich! Jedes Video lässt sich im Nachhinein ein weiteres Mal ansehen, da Ihr Euch während der Performance nur allein auf Euren Einsatz beschränken könnt. Ein Blick auf Sophie könnte Euch aus der Konzentration bringen und womöglich einen wertvollen Score versauen.

Gewöhnungsbedürftige Musikstücke verschiedener Genre sind das Markenzeichen vorliegenden Titels. Zugegebenermaßen erheben sie keinen Anspruch darauf, als Ohrwürmer empfunden zu werden, doch freundet man sich nach dem dritten Mal Zuhören mit diesen ein wenig an. Wir haben definitiv schon Besseres gehört, wenngleich das sehr einzigartige Präsentationskonzept von „Sophies Freunde – Modern Dance" ganz gut aufgeht.

Fazit....

Tanzen bis die Finger schmerzen – auch wenn das Abenteuer nach rund zwei Stündchen schon wieder vorbei sein dürfte (wobei: Es warten zwei weitere Schwierigkeitsgrade!). Das Gameplay überzeugt, ist einfallsreich umgesetzt worden und mit einer platten Story aufgewertet. Verschiedenste Möglichkeiten, den Bildschirm zu bearbeiten sorgen für Kurzweil, die eigens durchführbare Zusammenstellung der Tanzformen für ein motivierendes Erlebnis, das immer wieder zu begeistern weiß. Tiefgründiges Gameplay solltet Ihr nicht erwarten, aber die Zeit während der nächsten Bus-, Zug- oder Autofahrt ist – wenigstens für das weibliche Geschlecht – definitiv gesichert. Klarer Zielgruppentitel!

 

+ verschiedene Musikrichtungen
+ Reaktionsminispiele
+ Tanzdarbietungen die,...
+ ...von Story versüßt werden
+ 3 Schwierigkeitsgrade
+ eigenwilliges Setting
- kein Mehrspieler-Modus
- knappe Spielzeit
- für Zielgruppe konzipiert

GRAFIK: 68%

SOUND/EFFEKTE: 67%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 69%

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