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NDS Street Football
 
 
Street Football - NDS
Matthias Engert (04.08.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Otaboo
GENRE: Minispielaction
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Koch Media ist in unseren Breiten, was die Nintendo Produkte angeht, eher durch die Publisher Dienste in Sachen SquareEnix Produkten bekannt geworden. Unter dem Dach von Koch Media tummeln sich aber noch weitere Firmen, die Spiele eher vertreiben als entwickeln. Eine davon ist Deep Silver, die sowohl im PC aber auch im Konsolensektor arbeiten. In letzter Zeit erleben die deutschen Spieler immer wieder mal französische Serien die hierzulande gerade auf dem DS gerne umgesetzt werden. Die Geschichte um Street Football ist so eine, die in unserem Nachbarland zur Kinder Fernsehlandschaft gehören. Den ersten Gedanken an einen Fifa Street Konkurrenten kann man schnell beiseite legen und erlebt hier eine etwas andere Umsetzung dieses Thema, die mehr von der Stärken des DS profitiert und ebenso Minispiel Charakter besitzt. Deshalb nicht weiter verwunderlich das die Zielgruppe eher auf jüngerem Niveau angesiedelt ist. Was denen hier geboten wird zeigen wir euch im folgenden Test.

Menus und die Story....

Zunächst eher ungewöhnlich das ein Spiel wie dieses keinen Multiplayer bietet. Auch wenn sich nicht immer Minispiele zum Zocken mit mehreren anbieten, bedingt durch artverwandte Fußballaction hätte er sich hier dennoch angeboten. Diesen Punkt kann man also schnell aus dem Fakten Buch streichen. Für einen Spieler gemacht, müssen sich jüngere Gamer keine Sorgen machen und bekommen die Inhalte komplett in deutsch vorgesetzt. Da es auch eine mehr oder weniger umfangreiche Story gibt und Texte keine Seltenheit darstellen, kommen also auch jüngere Nutzer mit dem Inhalt gut zurecht. Bequem gelöst ist die Speichermethode, welche via Autosave greift und den Spielfortschritt sichert. Wie schon erwähnt ist die Geschichte in Street Football keine ausgedachte Variante, sondern basiert auf einer Kinderserie. Hintergrund ist die Location Marienhafen in der ein paar Kids zugange sind. Mit Fangus, Neunmalkurt, Tek, No und Luisa finden sich hier 5 Fußball Begeisterte Kids die ein Problem haben. Ihre frisch gegründete Bolzplatz Truppe - Die Rifflers - findet nur schwer Gegner. Also versucht man die Definition Street Football etwas zu erweitern und sucht nach gegnerischen Mannschaften. Dabei unterstützt Ihr sie nun bei der Entdeckung von Marienhafen und der Suche nach neuen Gegnern. Erinnert ein wenig an die Wilden Kerle.

Begrüßt wird man nach dem Einschalten von einem kleinen animierten Vorspann der Helden, der unterlegt mit einem Shaggy angehauchten Fußball Song den eher spaßigen Charakter unterstreicht. Die 5 Helden im Top Screen immer im Blick dürft Ihr euch hier den Hauptmenu Punkten widmen. Über allem steht hier ein Abenteuer Modus, der ebenfalls schon zeigt das Fifa Street hier nicht als Konkurrenz angepeilt wird. Dazu kommen nun das Training und der Punkt Spiele, welcher euch später gegen die einzelnen enthaltenen Gegner Mannschaften auch Just for Fun antreten lässt. Dazu kommen nun noch die Optionen, die euch neben der Mikro Empfindlichkeit auch die Anpassung der Sprache ermöglichen. Dazu kommen die Credits und die Möglichkeit den internen Speicher wieder auf Null zu setzen. Gefüllt wird der Speicher zunächst aber nur mit dem Abenteuer Modus, dem wir uns nun etwas näher widmen wollen.

Technik und Gameplay....

Auf den ersten Blick könnte man meinen das sich der Menupunkt Training auf dem Hauptmenu als erste Anlaufstelle anbietet. Dem ist hier nicht so und die hier enthaltenen 18 Minispiele sind komplett mit Fragezeichen versehen. Erst wenn man sie im Abenteuer Modus so nach und nach löst, spielt man diese frei und kann sie im Punkt Training nutzen. Nicht unbedingt ideal oder man hätte den Modus vielleicht in eine Score Variante umbenennen sollen. Zumindest etwas verwirrend am Anfang. Startet Ihr den Abenteuer Modus macht ihr Bekanntschaft mit einem von mehreren Gameplay Inhalten. Die Location Marienhafen bekommt man als erstes in Form einer Karte zu sehen. 9 mehr oder weniger große Orte innerhalb dieser Location gilt es nach und nach zu entdecken. Diese verschiedenen Orte sind nun erreichbar per Adventure angehauchtem Gameplay. Ihr lernt als erstes Fangus kennen, den Ihr hier in einer Iso Sicht mit dem Kreuz laufend durch die Gegend steuern könnt. Das ganze ist nun so aufgebaut, das Ihr in den einzelnen Orten diverse Charaktere trefft, dort kleine Minispielen erlebt und immer wieder dazwischen die eigentlich gesuchten Gegner Teams aufspürt. Dabei ist das System so angelegt das Ihr mit der Zeit auf der Suche nach Charakteren auch zwischen den Orten immer wieder hin und herwechseln müsst um diese zu finden. So läuft man also mal linear die Orte ab und später einige zurück zu gehen. Einen waschechten Adventure Part stellt das ganze nicht dar und beschränkt sich wirklich auf die Suche nach mehr oder weniger wichtigen Charakteren, die man ansprechen muss. Könnte durchaus spannender umgesetzt sein.

Dazu gehört dann auch das man wahlweise über Gespräche und eben das Lösen diverser Minispiele die einzelnen Verbindungswege zwischen diesen Orten frei schaltet. Während Ihr hier also herum lauft unterstützt euch dabei immer die auf dem Top Screen dargestellte Karte von Marienhafen. Steuern könnt Ihr Fangus wahlweise per Kreuz oder auch Zelda like durch Antippen eines Punktes auf dem Touch Screen. Der Kern des eigentlichen Gameplays sind aber nun die Minispiele und Matches gegen die anderen Teams. Ehe man aber das erste mal gegen eine andere Mannschaft antritt erlebt man erstmal einiges an Minispiel Action. Wie schon erwähnt ist ein vorankommen in der Story nur dann möglich, wenn man verschiedene Charaktere trifft, die einem nur dann helfen wenn man die angesprochenen Minispiele löst. Diese bieten euch mit 18 Stück eine durchaus passende Anzahl, die in der Umsetzung aber gelungen variieren. Eines haben sie aber gemein. Der Ball spielt eine Rolle, auch wenn es mit einem normalen Fußballspiel nur selten etwas zu tun hat. Diese Spielchen teilen sich nun in solche, bei denen man per Touch Screen oder Mikro agiert, oder aber auch per Tasten und Kreuz Einsatz zurecht kommt. Ein paar Beispiele sollen euch das zeigen. Einfache Spielchen zu Beginn bedienen sich des Geschicklichkeitsprinzips. In einigen werden z.b. beide Screens genutzt. Hier fällt ein Ball z.b. aus dem Top Screen in den Touch Screen herunter. Dort sieht man Fangus der sich automatisch und scrollend von links nach rechts bewegt. Euer Ziel ist es Fangus mit dem Pen anzutippen und zu halten. Jetzt kann man ihn wild hin und her bewegen und sollte möglichst den Ball auf den Kopf bekommen. Dieser springt dann wieder nach oben und sollte so mehrere mal geköpft werden. Dieses Spielchen gibt es z.b. auch ohne Fangus und man muss nur den Ball vor dem Fall auf den Boden bewahren. Reichen mit Fangus z.b. 4 Kopfbälle, so muss es in der Ball only Variante knapp 30 mal antippend vonstatten gehen.

Den Minispielen gemein ist die Tatsache das man über mehrere Runden agieren muss. Etwas nervig das ein Scheitern im dritten Durchgang z.b. jedes Mal zum kompletten Neuanfang führt. Das ist ein wenig umständlich, weil manche Minispiele dadurch auch ein wenig langatmig werden können, wenn man dauernd alles wiederholen muss. Beispiel dafür sind die eigentlich gelungenen Feldspiele, bei denen die Sicht über beide Screens auf einen Bolzplatz geht. Auch geht es mal darum in mehreren Durchgängen z.b. vom Touch Screen aus via Wisch Bewegung direkt in das Tor im Top Screen zu treffen, oder unter Zuhilfenahme der Bande. Etwas das ich wiederum sehr gut finde. Im Gegensatz dazu gibt es auch ein Minispiel wo Ihr im Tor steht und wieder den Pen auf den Charakter haltet und bei Schüssen zu den Seiten bewegt. Lässt man hier aber eben den allerletzten Ball im dritten Durchgang ins Tor, fängt man dieses Minispiel komplett von vorn an. Auf jeden Fall sind sie aber abgesehen von diesem Kritikpunkt recht nett gemacht und unterhaltsam. Zwischen den Minispielen und dem Adventure Part gibt es als dritten Gameplay Teil die sogenannte Plateauphase. Eigentlich nichts anderes als ein automatisierter Jump’n Run Abschnitt. Immer dann wenn Ihr von einer Location zur nächsten das erste mal wandert, gibt es diese Einlagen. Hier geht es scrollend ohne Halt immer von links nach rechts. Ihr als Spieler seid hier eigentlich nur am reagieren. Ebenfalls steuerbar via Touch Screen oder Tasten sind die einfachsten Varianten die A-Taste für den Sprung und Kreuz unten um sich duckend und rutschend unter Hindernissen hindurch zu zwängen. Bleibt man irgendwo hängen oder ein Gegner trifft einen fängt man sofort am letzten Rücksetzpunkt an. Damit es auch nicht zu einfach wird hat man auch hier ein kleines Nerv Feature eingebaut. Denn neben dem Erreichen des Endpunktes muss man z.b. von 120 enthaltenen Dosen 100 einsammeln. Findet man nur 99 fängt man wieder komplett von vorn an. Hier ertappt man sich öfters mal in Abschnitten, wo man sieht das über einem Dosen nicht erreichbar sind, sich danach von einem Gegner treffen lässt um eben diesen letzten Abschnitt noch mal anzugehen.

Gelungen ist hier das Feature den Ball am Fuß auch in die Luft kicken zu können. Denn viele Dosen erreicht man auf normalen Wege gar nicht. Also gilt es dann per Pen eine Schusslinie zu zeichnen und man erwischt die in der Luft hängenden Dosen. Immer gleich im Gameplay werden einzig die Parcoure oder Strecken dieser Jumper Abschnitte etwas anspruchsvoller, wobei auch viel über die Gegner erreicht wird die oft etwas zu unverhofft ins Bild kommen und man oft genau die falsche Aktion macht, also hier eben springt oder rutscht. In regelmäßigen Abschnitten gilt es dann eben gegen die im Spiel enthaltenen 13 Mannschaften anzutreten, wobei es hier in der Draufsicht über den Bolzplatz darum geht die Spiele normal zu gewinnen. Auch hier kommt dann die Touch Screen Steuerung zu ihrem Recht, so das man sich Bälle so zu passt und z.b. per Wisch Bewegung auf das Tor zielt. Auch ganz unterhaltsam, aber auch nicht ewig lang. Vielleicht die größte Schwäche im Spiel, das man in 5 Stunden locker alles gesehen hat. Für ältere Spieler ist das eh nicht das richtige Spiel. Minispiele gibt’s woanders bessere und die Fußball Umsetzung ist ebenfalls mehr an das jüngere Spaß Publikum gerichtet. Für die ein unterhaltsamer Titel, dem aber so ein wenig der letzte Kick, das gewisse Etwas und auch der Multiplayer fehlt.

Grafik & Sound....

Grafisch merkt man dem Titel den französischen Touch schon ein wenig an. Irgendwie stehen unsere Nachbarn auf diesen etwas speziell gezeichneten Comicstil. Was den Adventure Part angeht nicht weiter spektakulär, passt aber die Grafik im Minispiel und Plateaubereich. Zwar kommen beide nicht mit der DS möglichen Farbpower daher, bieten aber neben Details auch gut gemachte Animationen. Technisch gibt es eigentlich nichts zu meckern und die Geschicklichkeits Minispiele gehen genauso locker von der Hand wie die Jumper. Hier muss sich auch der jüngere Spieler keine Sorgen machen.

Soundtechnisch macht das Spiel einen guten Eindruck. Zumindest was die Hintergrundmusik angeht. Angefangen beim schon angesprochenen gelungenen Haupttitel sorgen auch im Spiel meist jugendlich Pop und HipHop angehauchte Stücke für eine sehr passende Untermalung. Wie in letzter Zeit aber immer wieder festzustellen ist, hat man auch hier wenig Wert auf die Effekte gelegt. Alles klingt blass und etwas unterkühlt, wobei gerade bei manchen Ballspielchen durchaus mehr Power möglich gewesen wäre.

Fazit....

Fans der Fifa Street Serie oder dieses Gameplays müssen hier keine schlaflosen Nächte haben. Street Football richtet sich schon viel eher mit seinem Minispiel und Jumper Gameplay an jüngere Gamer. Diese werden zumindest solange ordentlich unterhalten bis man alles gesehen hat. Was leider in meinen Augen etwas zu schnell ist. Erlebt man die Minispiele länger, sprich man fängt dauernd wegen kleiner Fehler noch mal an, kehrt es sich auch mal in das Gegenteil um und es wird langatmig. Technisch in Ordnung gibt es für ältere Spieler weitaus gelungenere Alternativen in allen Gameplay Teilen. Wer mit der Serie nichts am Hut hat, und das dürften die meisten unter uns sein, muss den Titel nicht haben. Hier in der Tat eines der Spiele das in der DS Masse zu wenig Flair und Inhalt bietet um zu bestehen.

 

+ Symphatische Charaktere
+ Viel Touch Screen Action
+ Passend für die Zielgruppe
+ Minispiele und Jumpereinlagen
+ Rücksetzpunkte
+ Komplett Deutsch
- Nichts für ältere Gamer
- Nicht allzu lang
- Kein Multiplayer
- Alibi Adventure Part

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 65%

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