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NDS Sea Monsters: A Prehistoric Adventure
 
 
Sea Monsters: A Prehistoric Adventure - NDS
Kilian Pfeiffer (02.04.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: dtp young
GENRE: Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Das prähistorische Zeitalter ist vor Abermillionen von Jahren beendet gewesen. Das, was damals auf der Erde kreuchte und fleuchte, ist heute nur noch anhand von einigen wenigen Fossilienbeständen ersichtlich. Knochenüberreste gefundener Urzeittiere sind heutzutage ein beeindruckendes Gut, denn nicht nur die unglaubliche Größe der damaligen Wesen weiß zu beeindrucken, auch ihre Andersartigkeit, die mit den Tieren von heute so gut wie nichts mehr gemein hat. In "Sea Monsters - A Prehistoric Adventure" für den Nintendo DS erforscht Ihr zwar nicht die Urlandbewohner, sondern vielmehr all jenes Getier, dass sich unterhalb der Meeresoberfläche tummelte. Erneut zog "Zoo Digital Publishing" die "National Geographic"-Lizenz mit an Bord, die sowohl einen weltweit angesehenen Ruf mit sich bringt, als auch verantwortlich für das Filmvorbild des Spieles zeichnet.

Menus und die Story....

Fies sahen die Kreaturen in der Vorzeit schon aus: Riesige Mäuler, unvorstellbare Gebisse, Krallen, die das Gegenüber in Fetzen reißen könnten. Beeindruckende Vorstellungen von einer Zeit, die lange zurückliegt. Zeiträume, die nicht zu ermessen sind, vor allem, wenn man sie rational erklären will. Umso besser, dass es Entwickler gibt, die uns die Frühzeit des Lebens anschaulich in einem Handheld-Abenteuer näherbringen wollen. Ob das Ansinnen eines lehrreichen, gleichzeitig aber unterhaltsamen Spieles gelungen ist, klärt der Test.

Das Wasser ist in vorliegendem Fall Euer "Arbeitsbereich". Lediglich zum Luftholen geht es kurzzeitig nach oben, den Rest der Zeit schwimmt Ihr fischgleich durch die Weiten der Meere, immer auf der Suche nach einer anständigen Mahlzeit - auch neue Fossilien wollen gefunden werden, da hierdurch neue, spielbare Kreaturen freigeschaltet werden können. Selbstverständlich mit attraktiven Fähigkeiten, die Euch weitere Möglichkeiten im kühlen Nass erlauben. Acht Meeresreptilien gibt es im Gesamten zu bestaunen - so kann eines beispielsweise mit Karacho aus dem Meer in die Höhe huschen und demzufolge Abschnitte, die von natürlichem Fels abgegrenzt sind, zugänglich machen. Im Binnenmeer startet Eure Reise durch das gefährliche, prähistorische Kreaturenreich. Euer Ziel ist die Flucht, Eure Feinde sind gelebte Alpträume, die an Euren Fersen kleben. Nur zu gut, dass Ihr erfahren seid und Euch zur Wehr zu setzen wisst.

Technik und Gameplay....

Bevor wir euphorisch in die durchaus zu begeisternde Thematik einsteigen, knallt uns die Latte frontal vor die Stirn. Aus dem genialen Abenteuer der Giganten wird wohl nichts, da eine Zutat bereits von Anfang an vernachlässigt wurde: Die Steuerung! Zwar hat man sich für eine Kombination aus Steuerkreuz und Touchscreen-Variante entschieden, allerdings funktionieren diese leider nicht so, wie man es sich als Spieler wünschen würde. Mit dem Steuerkreuz bewegt Ihr Euch vor und zurück, über das Steuerfeld reguliert Ihr die Tauchtiefe, sprich, Ihr schwimmt nach oben oder bewegt euch in ungeahnte - allerdings recht schnell äußerst tödliche - Tiefen. Unpräzise sind vor allem in heiklen Situationen die Lenkmanöver Eurer Kreatur. Besonders dann, wenn Beutetiere in der Nähe schwimmen oder angriffslustige Widersacher auf den tödlichen Biss warten. Hektik sollte daher vermieden werden, denn die Steuerung wird es Euch nicht danken - bedauerlich! Dennoch ist es sinnvoll, dass einige Manöver, beispielsweise eine 180-Grad-Drehung möglich sind, aber auch hier bedeutet die Theorie nicht unbedingt auch den praktischen Erfolg.

Weil es Euer Ziel ist, die gefährlichen Gewässer zu verlassen, ist es von Vorteil, dass Ihr durchschlagende Angriffsmanöver in petto habt. Ohne jene wäret Ihr nach kurzer Spieldauer verloren, der virtuelle Unterwassertod stünde kurz bevor. Dass jedes der steuerbaren Wesen (Thalassomedon, Henodus, Tylosaurier, etc.) spezielle Fertigkeiten sein eigen nennt, bietet spielerische Abwechslung. Die Tarnmöglichkeit ist eine der Fähigkeiten und wird durch einen Druck auf den Touchscreen eingeläutet. Mit der "L"-Taste visiert Ihr die in der Vorzeit real existierenden Kreaturen an und verpasst Ihnen einen schmerzenden Schlag durch zweimaliges Drücken auf den berührungssensitiven Bildschirm. Jedoch funktioniert auch dies nicht immer wie gewünscht. Neben der Steuerproblematik gibt es weitere Dinge, die beachtet werden wollen und müssen, denn ohne Sauerstoffanzeige, Ausdauerlevel und ausreichender Gesundheit werdet Ihr nicht weit kommen. Allein die Tatsache, dass Ihr bei zu tiefen Tauchgängen sofort gewaltig an Lebensenergie verliert, gibt Aufschluss darüber, dass das Augenmerk auf den drei Anzeigen verweilen sollte. Die Sonaranzeige dient zum einen als Steuerpult, zum anderen auch als Benachrichtigung für nahende Feinde (rot) oder lecker Fischfutter (grün). Essentiell wichtige Fossilienfundstücke dienen dazu, dass Ihr im Laufe der Zeit neue Urzeitwesen freischaltet. Denn nur mit diesen könnt Ihr das gesamte Meer erkunden und das Spielende erreichen. Häufig in Kämpfe verwickelt zu sein, bedeutet, dass Eure umher schwimmende, lebendige Nahrung einen immer größeren Stellenwert einnimmt, denn durch deren Aufnahme steigt auch Eure Lebensenergie. Geschickten Kämpfernaturen, welche die Steuerung einigermaßen beherrschen, gelingen ab und an Ausweichmanöver, um der Gefahr entfliehen zu können. Ein erfolgreicher Versuch schenkt Euch ein "Biss"-Symbol, das wiederum für Eure nächste Attacke durchschlagende Wirkung zeigen wird.

Bedeutende Örtlichkeiten in der oftmals tristen Unterwasserwelt sind die sogenannten Portale, runde, an "Stargate" erinnernde Tore, die Euch zu teils diffizil zu meisternden Herausforderungen einladen. Dort gilt es dann eine gewisse Anzahl von Feinden zu erledigen, weiterhin nehmt Ihr an Unterwasserrennen teil und versucht auch dort die bestmögliche Leistung an den Tag zu legen und selbstverständlich die wertvollsten Fossilien als Belohnung abzustauben. Auch wenn der Titel mehr Action zeigt, als lehrreich wirkt - was man von der "National Geographic"-Lizenz eigentlich meinen möchte - gibt es einige Bonusinformationen, die Ihr nach Erhalt eines neuen Fossils abfragen dürft. Ähnlich eines Lexikons informiert Euch die Software über das spezifische Leben der einzigartigen Wasserwesen. Statistiken über alle möglichen Spielinhalte komplettieren den Titel und sorgen für amüsante Minuten, in denen Ihr beispielsweise Auskunft über die bereits zurückgelegte Wegstrecke im Spiel erhaltet, wie tief Ihr maximal getaucht seid und wer die bevorzugte Kreatur darstellte. Selbstverständlich gibt Euch der Titel auch einen Prozentwert der bereits erfüllten Spielteile an.

Grafik & Sound....

Spektakulär ist die Meereswelt in der Realität allemal. Einmalige Tiere tummeln sich am sandigen Boden, bunte Fische stromern in Schwärmen durch das dunkle Wasser. Die Pflanzenwelt zieht die Blicke auf sich, leider tut ihr dies die virtuelle Spielwelt nicht gleich. Oftmals erkennt Ihr weiter entfernte Gebiete aufgrund von "Nebelschwaden" nicht, wenig aufregend sind die teils langwierigen, aber hübsch animierten Tauchgänge mit dem eigenen Urzeit-Protagonisten. Dennoch ist die Grafik nicht schlecht, allerdings zu abwechslungsarm und meist Ton in Ton.

Ruhige Klänge bringen Ruhe in das actionreiche Abenteuer. Je nach Situation geht es aber auch heiß her, obwohl auch in diesem Bereich mehr Feinschliff drin gewesen wäre. Klavierartige Tonfolgen dominieren die ersten musikalischen Erkundungsversuche des Spieles - orchestral wirken die Aufnahmen, hätten aber eleganterweise einem bestimmten Thema folgen sollen.

Fazit....

Die Urzeit ruft und Nintendo DS-Spieler können live dabei sein. Auch wenn Ihr Euch mit einer mäßigen Umsetzung einer teuren Lizenz herumschlagt, gibt es heitere Momente in der nassen Unterwasserwelt. Da wäre die große Anzahl an sammelbaren Fossilien sowie die steuerbaren Charaktere, die allesamt unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen - ein durchdachter Einsatz, in welchem das Zusammenspiel der Lebewesen stimmt, hat daher oberste Priorität, um das Spielende erreichen zu können. Auf einen Multiplayer-Modus müssen Freunde der Gruppenzockerei verzichten. Ebenso auf eine ausgereifte Steuerungsmechanik, die Euch das Leben im Kampf manchmal beinahe unlösbar erscheinen lässt. Mit zusätzlichen Trainingseinheiten sollte der Einsatz aber klappen, auch wenn sich der Spielspaß nur verhalten präsentiert.

 

+ lizenzierter Stoff
+ unterhaltsame Statistiken
+ Fossilien Fähigkeiten
+ Herausforderungen
- enttäuschende Steuerung
- öde Umgebungsgrafiken
- kein Mehrspieler-Modus

GRAFIK: 66%

SOUND/EFFEKTE: 67%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 53%

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