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NDS Scooby Doo: Wer schaut wem zu?
 
 
Scooby Doo: Wer schaut wem zu? - NDS
Matthias Engert (27.10.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Human Soft
GENRE: Adventure/Jumper
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Kriminalserien boomen ja seit einiger Zeit im deutschen Fernsehen. Ob die CSI "Divisionen" aller möglichen amerikanischen Großstädte, oder die deutschen Ableger. Kriminalfälle stehen hoch im Kurs bei den Zuschauern. Das auch schon die jüngsten an das Thema heran geführt werden liegt am Kinderfernsehen. Selbst unsereins kennt wohl eine der bekanntesten Serien dieser Art noch aus frühester Jugend. Scooby Doo & Co, oder besser bekannt als Mystery Inc. klären mittlerweile schon seit fast ewigen Zeiten auf lustige und spannende Art Kriminalfälle und mysteriöse Begebenheiten. Und auch hier findet man schnell den Bezug zu den spielerischen Umsetzungen, die es auch zum Thema Scooby Doo schon seit Jahren gibt. Auf dem DS gehen Scooby und seine Freunde nach einigen Genre Abstechern mal wieder dieser Arbeit nach. Ein Detektivspiel der etwas anderen Art, das auch hier durchaus vom DS selber und seinen Möglichkeiten profitiert. Ob es sich lohnt den Fall "Wer schaut wem zu" unter die Lupe zu nehmen soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Entwickelt wurde der Titel von Human Soft, einer noch eher unbekannten Software Schmiede. Skepsis ob der Rahmenbedingungen muß man aber glücklicherweise erstmal keine haben. Auch natürlich bedingt durch die Zielgruppe ist das Game komplett lokalisiert, so das auch jüngere Scooby Fans wissen worum es geht. Was auch nicht unwichtig ist, schließlich sollt Ihr etwas aufklären und Text spielt dabei natürlich eine große Rolle. Auch sonst paßt zunächst alles. Für einen Spieler gemacht, sorgt ein Batteriespeicher mit 4 Speicherplätzen für ein bequemes Sichern der Spielstände. Eine große Stärke des Spiels sollte wie schon erwähnt die Nutzung der Touch Screen Feature sein. Aber darum kümmern wir uns im Gameplay Teil natürlich etwas ausführlicher. Was die Story angeht dreht es sich hier einfach gesagt um einen Wettstreit. Zu Beginn sind mysteriöse Geschehnisse in einem alten Hotel der Grund für unsere Detektive auf Spurensuche zu gehen. Das Problem an der Sache ist aber diesmal nicht nur der Fall an sich, sondern eine zweite Ermittler Truppe namens GSI. Diese halten sich für die ultimativen Ermittler und stempeln unsere Mystery Crew als Amateure ab. Das können diese natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so beginnt ein Wettstreit um die Lösung des Falls. Hier seid Ihr nun am Werk und dürft in Person des guten Scooby der Lösung entgegen spielen. Dazu ist dies nur einer von 5 im Spiel enthaltenen Fällen.

Nach der Sprachwahl wartet das obligatorische Hauptmenu auf euch, das wie viele Serien mit dem auch hier sehr bekannten Titelsong daherkommt. Auch das Thema Sounds und Effekte sollte überhaupt eine Stärke im Spiel darstellen. Ansonsten ist das ganze was die Auswahl angeht überschaubar gestaltet. Über allem thront der reine Spielstart, der euch zum Abenteuer und damit dem Storymodus bringt. Dazu gesellen sich die Optionen und die Extras. Die Optionen bieten im Spiel einzig den Soundpart. Die Extras hingegen bieten auch freischaltbares zur Auswahl. Neben den Credits findet man hier eine Jukebox, für die speziellen Soundstücke in den im Spiel enthaltenen Szenarien. Das gleiche gilt für den Modus Freies Fahren, den man hier findet. Sobald Ihr den Rennspiel Teil im ersten Szenario gelöst habt ist dieser Punkt anwählbar, der nichts anderes als einen kleinen Time Trial bereithält, in dem Ihr jederzeit versuchen könnt eure Bestzeiten zu schlagen. Kein Killer Feature, aber zumindest eine nette Dreingabe um die Mystery Machine zu bewegen. Kern des Spiels ist natürlich der Story Modus, dem wir uns nun etwas genauer zuwenden.

Technik und Gameplay....

Wählt Ihr ein Neues Spiel an beginnt zunächst alles mit einer einführenden Sequenz und worum es im ersten Fall eigentlich geht. Erster Fall deshalb weil das Spiel inhaltlich wenn man so will in 5 verschiedene Fälle aufgeteilt ist. Diese spielt man schön nacheinander und das Ziel ist es logischerweise diese zu lösen und den Geheimnissen und Tätern auf die Spur zu kommen. Gleich von Anbeginn dabei sind die Gegenspieler von GSI, die keinen Hehl aus ihrer Meinung über das Mystery Inc. Team rund um Scooby Doo machen. Nach einigen Sprechblasen Duellen beider Teams entläßt man euch in das eigentliche Spiel und Ihr übernehmt nun die Steuerung über Scooby Doo, der wenn man so will das "ausführende" Organ sein wird. Keine Sorge für alle, denen die anderen Team Mitglieder auch am Herz liegen. Auch ihnen ist natürlich eine Rolle zugedacht und sie tauchen mehr als oft im Spiel auf. Alle 5 Fälle werden dabei nach einem festen Strickmuster gespielt und bestehen wenn man so will auch verschiedenen Gameplay Aspekten. Ausgangspunkt des Geschehens ist immer die sogenannte Basis der Helden. Eigentlich nichts anderes als der Ort vor der Location, die es zu untersuchen gilt. Egal ob das eben das Hotel ist oder später z.b. der Vergnügungspark. Diesen Bereich könnt Ihr jederzeit im Spiel per Pausenmenu besuchen, wenn Ihr keine Lust mehr habt oder etwas gefunden habt, das Ihr vielleicht noch gesucht habt. Dabei zeigt sich zunächst die Grund Sichtweise im Spiel. In einer 3D Umgebung steuert Ihr Scooby nach allen Seiten in der Third Person Sichtweise. Allerdings und das lockert das ganze zeitweise auf, bleibt diese Sichtweise nicht durchgehend. Mal geht es auch in 2D Abschnitten von links nach rechts zur Sache um später auch mal in die Tiefe des Screens zu wandern. Zu guter letzt warten auch noch diverse Racereinlagen mit dem Mystery Mobil auf euch. Alles was Ihr nun mit Scooby spielt ist eine Mischung aus Adventure und vor allem einem gewöhnlichen Jumper.

Das Ziel in allen 5 Fällen und damit Locations ist es den sogenannten Verdächtigen und Schuldigen zu finden. Um dies zu schaffen stehen euch die anderen Mitglieder des Teams zur Verfügung. Ausgehend von der Basis könnt Ihr so per Kreuz zu den einzelnen Personen laufen und bekommt neben ihnen stehend ein Sprechblasen Symbol, das Ihr per Touch Screen antippen könnt. Während im Spiel die eigentliche Action immer im Top Screen abläuft, dient der Touch Screen für diese Gespräche und alle möglichen Rätsel und Kriminaltechnischen Untersuchungen. Positiv das die Entwickler dafür die Möglichkeiten des DS recht ordentlich ausnutzen. So lautet der anfangs nicht weiter überraschende Auftrag an Scooby Beweismittel zu sammeln. Alle Fälle bietet hierfür eine feste Anzahl an Beweismitteln, die man in den Umgebungen per herumliegenden Lupen Symbol findet. 8 davon gilt es immer zu finden. Zudem müssen 3 Geisterfallen als Item gefunden werden. Nur damit kann man das zweite Primärziel lösen, nämlich am Ende eines Falles den mysteriösen Geist fangen. Doch eines nach dem anderen. Macht Ihr euch auf die Suche nach den Beweismitteln, betretet Ihr die einzelnen Orte der Location. Mehrere davon verfügbar gilt es diese in alter Jumper Manier zu durchstreifen und nach den Lupen Symbolen Ausschau zu halten. Im Touch Screen existieren während der Suche 2 Einblendungen, die euch zeigen wieviele der benötigten Dinge Ihr schon gefunden habt. Zusätzlich exisiteren 3 weitere Anzeigen, die Scoobys Power Moves darstellen. Sammelt Ihr z.b. Burger auf, so könnt Ihr diese in einer ziehenden Bewegung auf Scooby ziehen und seid so für eine gewisse Zeit unsichtbar. Die anderen beiden dienen dazu Gegner entweder einzufrieren oder ihnen die Hölle im wahrsten Sinne heiß zu machen. In der Anzahl limitiert müßt Ihr diese Anzeigen also immer wieder auffüllen. Das gleiche gilt für die Lebensleiste, die ebenfalls im Spiel existiert. Entweder findet man diese Dinge unter Kisten oder Gegner hinterlassen diese Dinge. Diese Gegner, die allerdings eine äußerst schwache KI besitzen, tauchen immer wieder in den Leveln auf und sind per X oder Y Taste mit den darauf abgelegten Angriffsmoves des guten Scooby zu knacken. Wirklich schwer sind diese aber nicht. Weitere Aktionsmöglichkeiten sind der Sprung per A-Taste, sowie der immer gerne genommene Doppelsprung per erneutem Drücken in der Luft. Mittels B Taste und Kreuz könnt Ihr auch Schleichen , wobei dies aufgrund der schlechten KI eigentlich nicht gebraucht wird.

Der Rest ist zunächst Plattform Hüpferei der gewohnten Art. Rauf und runter, hier und da kleine alternativen Wege um an die einzelnen Beweisstücke zu kommen. Als Hilfe bekommt Ihr im übrigen vor dem Betreten einer Teillocation angezeigt wieviele Teile der Beweise und Fallen dort zu finden sind. Euch erwarten fahrende Plattformen und durchaus einige kritische Sprungpassagen. Hier gibt es ebenfalls ein wenig Kritik. Zum einen ist das Thema Tiefeneffekt so eine Sache für sich. Zwar wirft Scooby einen Schatten, so das man eigentlich schon weiß wo er aufkommt, nur sieht man diesen sehr spät. Dazu ist die Sprungumsetzung vor allem in der Doppelvariante etwas schwammig und nachlenken in der Luft bringt nicht immer den gewünschten Effekt. Hier hätte ich mir etwas mehr Genauigkeit gewünscht. Gelungen sind die Rücksetzpunkte, die man im Spiel immer in ausreichenden Abständen platziert hat. Da kein Leben Feature existiert fängt man hier immer wieder neu an, sobald man mal einen der angesprochenen Fehltritte macht. Das man durch Gegner nicht draufgeht liegt neben der schwachen Gegner KI am Item Nachschub. So schön es auch ist, aber die Anzahl der Burger die man findet und dadurch Unverwundbar ist, macht das Spiel recht leicht. Denn hat man wirklich mal einen tricky Moment vor sich, was auch durch schadende und bewegliche Hindernisse definiert sein kann, so nimmt man einfach einen Burger und kommt easy durch. Zwar kann man nur 9 davon maximal tragen, nur findet man sie recht häufig. Wirklich festhängen tut man also in diesen Abschnitten nicht wirklich. Spaßig weil mit einer recht guten Steuerung ausgestattet sind die Racer Abschnitte. Auf festen Bahnen gilt es ebenfalls Beweismittel zu finden, wobei euch hier die Zeit im Nacken sitzt. Auch ein Grund warum das ganze später als Time Trial jederzeit gespielt werden kann. Eine weiche Steuerung, wo man sich vorstellen kann das Human Soft ruhig mal einen Arcade Racer machen sollte. Interessant und nett gemacht ist die Nachbearbeitung. Sobald Ihr einige Beweismittel gefunden habt, könnt Ihr in der Basis die gute Velma besuchen. Sprecht Ihr sie an, öffnet sich ein Untersuchungsmenu im Touch Screen.

Hier werden rechts die gefundenen Dinge dargestellt, die Ihr in die Mitte des Bildschirms holen könnt. Dazu stehen euch 5 verschiedene Aktionen zur Verfügung, die wie schon erwähnt mit dem Touch Screen getätigt werden können. Um z.b. Fingerabdrücke sichtbar zu machen könnt Ihr einen Pinsel nutzen, mit dem Ihr über das Objekte per wischender Bewegng agieren könnt. Ihr könnt Scoobys Nase nutzen um Dinge zu riechen oder mit einer echten Lupe Schrift sichtbar machen. Habt Ihr ein Objekt in der Mache und nutzt das richtige "Werkzeug", so wird euch dies anhand eines sich füllenden Balkens angezeigt. Am Ende gibt's ein Häkchen und Velma gibt euch einen Lösungsfetzen. Ihr wiederum müßt nach Finden aller Beweise einen Verdächtigen antippen, die nun als Bilder verfügbar sind. Tippt Ihr auf den richtigen, könnt Ihr den Fall lösen. Danach wartet der letzte Gameplay Teil auf euch. Habt Ihr alle 3 Geisterfallen gefunden, könnt Ihr den jeweiligen Geister Bösewicht versuchen zu fangen. Hier geht es selbstscrollend von links nach rechts. Ihr wiederum müßt auf dem Weg zum Ziel immer wieder per TS beschleunigen und dabei Hindernisse aus dem Weg räumen. Immer bei solchen Hindernissen erscheint eine kleine Einblendung im Touch Screen und Ihr müßt sofort reagieren. Bei Brettern die im Wege sind müßt Ihr diese schnell wegtippen oder Spinnweben müssen durch wischende Bewegungen beseitigt werden. Problem ist dabei das euch der Geist immer hinterher rennt und bedingt durch den selbstscrollenden Ablauf keine Zeit zum Verschnaufen ist. Man braucht eigentlich bei allen Fällen mehrere Versuche. War zumindest bei mir so und ist so auf jeden Fall der spielerisch schwerste Teil im Spiel. Erst wenn Ihr ihn gefangen habt könnt Ihr den Fall abschließen und die Geschichte wechselt zum nächsten, wo das gleiche Prozedere wieder ansteht. Wiegesagt ist die Idee an sich ganz nett. Problem an der Sache ist zum einen die Schwierigkeit und KI der Gegnerschaft. Dadurch kommt man zu schnell durch und ist nach gut 5 Stunden fertig. Auch das etwas schwammige Sprungtiming gehört zu den negativen Dingen im Spiel, welche auch die Wertung nach unten ziehen. So schön die konsequente TS Ausnutzung auch ist, andere spielerische Mängel sorgen für ein kurzes und seichtes Spielerlebnis.

Grafik & Sound....

Grafisch muß man sagen das der neueste Scooby Doo Titel mittlerweile nur noch guter Durchschnitt auf dem DS ist. Zuviel gute Konkurrenz bevölkern den DS, als das man über die an sich gelungene Grafik ausladend viel schreiben müßte. Im Stil der Serie gehalten gefallen Scoobys Animationen und die durchaus detailfreudigen Umgebungen. Positiv das alle Fälle und damit Locations ein anderes Thema bieten und somit Abwechslung aufkommt. Effekte und sonstige sollte man aber nicht erwarten. Auch der Racerteil spielt hier mit rein. Gute Steuerung und mäßiges Ambiente heben das ganze auch nicht nach oben. Ansonsten muß man sich technisch keine Sorgen machen.

Der Sound ist recht gelungen. Typische Scooby Doo Musiken unterhalten eigentlich durchgängig und werden ergänzt durch Sprachausgabe hier und da. Dazu kommen die sehr typischen Sound Effekte der Serie, die so einen hohen Wiedererkennungswert erzielen. Hier kommen die Fans der Helden allemal auf ihre Kosten.

Fazit....

Schade das Human Soft bei einigen spielerischen Dingen nicht optimale Ergebnisse an den Spieler bringt. Das Spielprinzip birgt zwar Abwechslung in sich und punktet durch die konsequente Touch Screen Nutzung. Die viel zu schwache Gegner KI und vor allem die sehr oft zu findenden Unverwundbarkeits Items machen das Game zu leicht. Die kurze Spielzeit ist eine Folge daraus und ärgert natürlich in einem Single Player Game, das man einmal spielt und dann nie wieder. Eine ordentliche Präsentation, der gelungene Sound und die gute technische Umsetzung machen dies nicht wieder wett. Scooby Doo Fans sollten hier eher zu den älteren GBA Teilen greifen, die teils mehr fürs Geld bieten. Fans erhalten auf dem DS ein zwar gut spielbares, aber eben zu leichtes und zu kurzes Vergnügen.

 

+ Gameplay Abwechslung
+ Ordentliche Technik
+ Touch Screen Nutzung
+ Geister Jagd
+ Komplett Deutsch
- Zu Kurz und zu Leicht
- Schwache Gegner KI
- Zuviel helfende Items

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 63%

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