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NDS Sudoku Ball Detective
 
 
Sudoku Ball Detective - NDS
Kilian Pfeiffer (17.09.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Playlogic
GENRE: Denkspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 7+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Seit langer Zeit wünschen wir uns solch eine Umsetzung! Endlich mal ein Puzzle-Titel, der in eine spannende Story eingebettet wurde und nicht nur die übliche Puzzelei bietet, sondern auch eine interessante Rahmenhandlung mit Potenzial. „Sudoku Ball Detective" erscheint für Wii und Nintendo DS und bietet genau jenes angesprochene Detail: ein Krimiszenario, Sudoku-Rätsel und jede Menge Denksport-Garantie!

Menus und die Story....

Auch wenn wir wie üblich nicht viel von der Story vorweg nehmen wollen, sei wenigstens auf den Ausgangspunkt der Handlung hingewiesen: Edward G. Bannister, ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, besucht seinen guten, alten Kumpel Jonathan Coleridge, der an diesem Tag seinen Geburtstag feiert – gut betucht lebt er in einem noblen Anwesen. Bis er plötzlich tot zusammenbricht, während der Feier, mitten im Gespräch. Dies ist der Ausgangspunkt für den nun folgenden Kriminalfall, den es aufzuklären gilt. Der Spieler - in der Rolle des Ermittlers - hat bis zur Aufklärung viel zu erledigen.

Neben dem „Story-Modus" warten ein „Klassischer Modus", der „Spiellevel-Modus" sowie ein „Standard-Sudoku" darauf, ausgekundschaftet zu werden. Ersterer ist der Hauptpart des Spieles, in jenem entwickelt sich die in Südengland spielende Story, die in Standbildern mit Untertiteln fortgesponnen wird. Im Laufe der Zeit begegnet Ihr einer stattlichen Zahl von Charakteren.

Technik und Gameplay....

„Sudoku Ball Detective" ist anders als ein gewöhnliches Sudoku-Spiel. Die Grundregeln bleiben die gleichen, allerdings wird das Spiel an und für sich auf eine Kugel verlagert. Also auf ein 3D-Objekt, um welches Sudoku-Felder angeordnet sind. Jene müssen gelöst werden – vor allem diese, auf welchen ein Fragezeichen abgebildet ist. Gelingt Euch das, habt Ihr einen weiteren Hinweis für des Rätsels Lösung entdeckt. Doch zuerst werfen wir einen knappen Blick auf die allgemeinen Sudoku-Regeln: Aus 9x9 Feldern besteht ein Sudoku. Jede senkrechte sowie waagerechte Reihe muss je die Zahlen zwischen eins und neun enthalten. Ebenso jene 3x3 Felder, aus welchen sich ein 9x9 Feld zusammensetzt. Das wäre es dann auch schon J. Zu Beginn sind nur einige wenige Zahlen in den Feldern platziert. Logisches Überlegen führt dazu, dass Ihr weitere Felder mit Zahlen bestücken könnt. Drei Schwierigkeitsgrade erwarten Euch, etwa im „Klassischer Modus". Neu an „Sudoku Ball Detective" ist, dass Ihr jene Kugel, um welche die Sudokus gelegt wurden, kreisen könnt. Dies geschieht mit Hilfe des Touchpens, allerdings reagiert die Kugel sehr extrem. Ein kleiner Stupser und sie ist kaum mehr aufzuhalten.

Oftmals sind die Rätsel so angelegt, dass sie in der Story eingebettet wurden – was wiederum bedeutet, dass Ihr abhängig von Eurer Spielweise (etwa auf Zeit!) ein Sudoku lösen müsst, um nicht bei Euren Ermittlungen entdeckt zu werden. Wollt Ihr ein noch leeres Feld ausfüllen, genügt es, dieses mit dem Stylus anzutippen und des Rätsels Lösung in handschriftlicher Form einzutragen. Die Handschrift-Erkennung funktioniert indes recht gut, ab und an zickt sie zwar bei der „8", im Großen und Ganzen kann man aber nicht meckern. Was leider fehlt und demnach sauer aufstößt, sind jene Merkfelder, die man bei vielen Sudoku-Versoftungen zur Verfügung stehen hat und die dem Spieler die Gelegenheit bieten, Zahlen einzutragen. Solche etwa, bei welchen man sich sicher ist, dass sie nicht in dieses Feld gehören – Ausschlussware also!

Insgesamt 90 Sudoku-Balls finden sich im „Klassischer Modus"-Bereich, je nach Anspruch 30 Rätsel, die geknackt werden wollen. Im „Spiellevel-Modus" gibt es hingegen storyrelevante Sudokus zu erspielen. Nochmals sei gesagt, dass jene Zahlen-Rätseleien, in welchen ihr die Geschichte vorantreibt, am meisten Unterhaltung bieten, vor allem wenn das Rätsel in den eigentlichen Ablauf eingebunden ist. Da gilt es dann Hinweise unter Zeitdruck zu finden, Schlösser zu knacken, aber nur dann, wenn Euch die Zeit nicht im Nacken sitzt, oder aber Ihr verfolgt verdächtige Personen unter Anzeige eines Verfolgungsmessers, der angibt, wie weit Ihr vom Zielobjekt noch entfernt seid.

Grafik & Sound....

Brrr, einmal warm anziehen bitte, es wird frostig! Frostig was den Auftritt der Puzzelei betrifft. Die Sudokus, die an besagter Kugel „kleben", sind nicht besonders hübsch anzusehen, vor allem nicht, während man die Oberfläche dreht. Unkomfortabel ist auch, dass sich die Kugel – einmal in Bewegung gesetzt – nur durch umständliche Tipperei stoppen lässt. Das hätte bequemer ausfallen können. Ganz nett ist die Standbildchen-Galerie, innerhalb dieser die Story fortgesponnen wird. Dennoch schade, dass man wohl aus Kostengründen selbstlaufende Sequenzen gestrichen hat.

Dass der Titel im guten alten Großbritannien spielt, zeigt sich ein wenig an der Akustik, die ein gewisses Flair vermittelt, Flair, dass ein Sudoku-Titel für gewöhnlich nicht mit sich bringt, im Falle von „Sudoku Ball Detective" aber vorweisen kann. Auf eine Sprachausgabe müssen wir verzichten, allerdings ist das ohne weiteres verkraftbar und zu vertreten.

Fazit....

Mal was anderes im Nintendo DS-Land… Was wir uns schon lange gewünscht hatten, ging nun in Erfüllung. Ein Sudoku-Spiel mit Hintergrundstory, schön ist so etwas. Allerdings muss man als Sudokorianer auf Komfortfunktionen wie etwa das Ausschließen bestimmter Zahlen verzichten. Überhaupt bietet ein Titel wie „Platinum Sudoku" mehr als vorliegendes Spiel, jedoch ist die Story etwas, was man bislang bei jeder Umsetzung des inzwischen weltweit bekannten Spielprinzips misst. Somit gibt es also Sonnen-, aber auch Schattenseiten, was das Ganze etwas ausgleicht. Sudoku ist unverwüstlich, also kann „Sudoku Ball Detective" überzeugen. Schaut ihn Euch an, es lohnt für Fans der Zahlen-Puzzelei!

 

+ süchtig machend
+ Krimi-Rahmen
+ drei Schwierigkeitsgrade
- keine Komfortfunktionen
- mäßige Technik
- fehlender Mehrspieler

GRAFIK: 55%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 70%

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