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NDS Sonic & Sega All-Stars Racing
 
 
Sonic & Sega All-Stars Racing - NDS
Matthias Engert (18.04.2010)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Sumo Digital
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
RUMBLE PAK: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Nintendo und die Funracer. Wenn man für ein Genre einen Ursprung sofort findet, dann wohl hier. Denn mit Mario Kart hat Nintendo seinerzeit den Grundstein für einen Dauerbrenner gelegt, wie man es nur von wenigen Spielen behaupten kann. Eigentlich jedes Konkurrenz Produkt orientiert sich am Nintendo Blockbuster oder hat zumindest Anleihen aus den einzelnen Spielen der Serie. Oft inspiriert von den Nintendo Cracks, versuchen es die Konkurrenten immer wieder, dem "Überspiel" Paroli zu bieten. Aktuell versucht sich der ehemalige Konkurrent Sega an diesem Thema und spendiert den Spielern die All Stars Racing Ausgaben für die einzelnen Plattformen. Logisch das auch wir Nintendo Spieler wieder Hand anlegen können. Wie gewohnt auch hier in einer Doppelausführung, warten eine DS und Wii Version auf eine genauere Untersuchung. Zunächst schauen wir uns die "kleine" Variante etwas genauer an und was Sonic & Co so zu bieten haben.

Menus und die Story....

Entwickler des Titels ist aber nicht Sega selber, sondern die Mannen um die Firma Sumo Digital. Beileibe keine Unbekannten in der Spiele Szene, merkt man dennoch hier und da, das sie nicht ganz in den Olymp der Entwickler gehören, oder besser gesagt nicht alle bekannten Möglichkeiten der Hardware ausnutzen. Speziell wenn diesen Titel mit dem Übervater Mario Kart vergleicht. Zunächst passt allerdings vieles. Ein komplett deutsches Spiel, das auf dem internen Batteriespeicher über 3 Speicherplätze euer Vorankommen im Spiel mittels bequemen Autosave sichert. Weiterhin habt Ihr die Chance einen Mehrspieler Modus mit Freunden auf der Couch zu spielen, sowie das Ganze auch hier Online genießen zu können. Ein Funracer ohne Online Modus wäre heutzutage nur noch die Hälfte wert. Ein Story sollte man hier wie immer nicht erwarten. Dafür geben Funracer an sich einfach zu wenig her. Auch hier geht es mehr darum, mit den verfügbaren Charakteren so erfolgreich wie möglich zu sein, sprich Erfolge in den enthaltenen Modi einzufahren. Ein direktes Spielziel in dem Sinne gibt es hier also nicht. Da allerdings macht man natürlich vieles richtig und der Spieler profitiert von der Ansammlung an Sega Helden, die es hier aus allen möglichen Serien gibt. Sonic und seine Racker sind hier nur ein Teil der Fahrerauswahl.

Sehr imposant ist allerdings der Vorspann zum Spiel, der mit zum Besten gehört, was der DS in diesem Bereich zu Bieten hat. Stimmig, actionreich und auch qualitativ sehr gelungen, wird man hier äußerst passend auf die Fahraction eingestimmt. Erste Aktion des Spielers ist das Anlegen eines Profils, die man hier Passenderweise Fahrlizenz nennt. Ihr gebt euch einen Namen und bekommt ab sofort Erfolge in Form der sogenannten Sega Meilen hier gutgeschrieben. Aber dazu gleich mehr im Gameplay. Erst danach landet ihr auf dem eigentlichen Hauptmenu des Spiels. 6 Menupunkte warten auf euch, die sich in je 3 Fahraction Varianten einteilen und derer 3 zum Thema Bonus und Einstellungen. Fahrerisch wartet der Einzelspieler, der Offline Mehrspieler und die Online Variante darauf, von euch besucht zu werden. Dazu kommen nun die Punkte Einkaufen, Fahrlizenz und schlussendlich die Optionen. Hier kann man neben den WFC Settings den Sound anpassen und die verschiedenen Steuersetups begutachten und auswählen. Allerdings harmloser als man denkt, da nur einige Tasten in den Setups verändert werden. Der Punkt Fahrlizenz ist eher eine Statistik Abteilung man kann sich hier zu vielen Dingen im Spiel die Ergebnislisten anschauen. Auch die Freundesliste findet man kurioserweise hier. So als Kitzel für die 100% Spieler gibt es hier eine Rubrik Herausforderungen. Diese 50 möglichen kann man nicht direkt Spielen, sondern holt sie eher nebenbei. Gewinnt man z.b. alle Rennen eines Cups, erfüllt man eine Vorgabe für eine Herausforderung, oder z.b. das erstmalige Einkaufen im Shop ist eine Herausforderung. Dauert eine Weile ehe man hier alles erspielt hat. Die Ungeduldigen müssen aber nichts dem Zufall überlassen und man kann sich Anschauen, was für jede einzelne Herausforderung notwendig ist. Der letzte Punkt ist das Einkaufen. Hier wartet ein Shop, in dem Ihr Fahrer, Strecken und die Musiken des Spiels dauerhaft kaufen könnt, um diese in den alternativen Modi abseits der Cups nutzen zu können. Alles im Spiel muss übrigens gekauft werden. Freischalten im herkömmlichen Sinne tut man hier nichts. Grundlage sind dafür die Sega Meilen, über die wir uns gleich mehr unterhalten. Also ab zum Gameplay und schauen was der Titel zunächst im Einzelspieler zu bieten hat.

Technik und Gameplay....

Zunächst wichtig um das Spiel kennenzulernen und eben auch die Secrets für andere Modi kaufen zu können, sind Erfolge im Einzelspieler Modus. 4 Punkte warten hier auf den angehenden All-Stars Racer. Über allem thront natürlich auch hier ein Grand Prix Modus, der ähnlich wie in Mario Kart & Co funktioniert. Dazu kommen die Modi Einzelrennen, wo man mal Just for Fun ein wenig Fahren oder auch Üben kann, und geht weiter zum Zeitrennen und endet in den sogenannten Missionen. Diese sind durchaus eine Bereicherung und punkten vor allem durch den Umfang. Aber erst mal interessiert uns das bekannte Grand Prix Gameplay, das wie schon erwähnt natürlich auch Sega All-Stars Racing bietet. Ein Feature des gesamten Spiels kann aber auch hier schon kurz erwähnen. Der Touch Screen in seiner speziellen Funktion wird im Spiel über nur für das Menuhandling genutzt. Alles was die reine Fahraction angeht, wird nur über Kreuz/Tastenaction abgedeckt, ohne das man eine Einstellung für Links oder Rechtshänder anbietet. Hier geht man also eher den sehr konventionellen Weg auf dem DS. Bevor man sich an die Grand Prix Varianten des Spiels wagt, gilt es seinen Charakter auszuwählen. 20 sind im Spiel insgesamt enthalten, wovon zu Beginn nur ein Teil anwählbar ist. Allerdings sieht man wer hier enthalten ist. Wie schon erwähnt kommen neben den Helden aus dem Sonic Universum wie Knuckles, Tails oder Amy auch einige andere Serien zu ihrem Einsatz. Dann zwar meist mit einem Fahrer, aber dennoch durchaus passend. So findet man Charaktere aus Monkey Ball, Virtua Fighter, Crazy Taxi oder ChuChu Rocket , oder auch lange nicht mehr gesehene Racker wie Billy Hatcher. Die Auswahl ist durchaus gelungen und punktet glücklicherweise auch durch fahrerische Unterschiede. Denn alle Charaktere verfügen über 5 verschiedene Fahreigenschaften, die sich teils sehr stark unterscheiden. Da hier der Bezug eher zu den erfahrenden "Sega Meilen" hergestellt wird und nicht zu den Charakteren, wechselt man auch je nach Grand Prix und den enthaltenen Strecken mehr durch, als z.b. in einem Mario Kart, wo man ja doch mit seinem bevorzugten Racker das gesamte Spiel gezockt hat. Ist nicht der einzige Punkt, wo man hier einen Tick anders heran geht als bei der Konkurrenz.

Hauptgrund dafür sind dann vor allem die schon angesprochenen Sega Meilen. Jeder Meter im Spiel, oder eben Meile, wird für euch gezählt. Dabei ist es völlig egal in welchem Modus ihr loslegt. Diese gefahrenen Sega Meilen werden nun auf einem Konto immer wieder zusammengezählt und dienen für zwei wichtige Dinge im Spiel. Zum einen steigt man in einem internen Rang auf und erhält eine immer neue Fahrlizenz. Wesentlich wichtiger ist dann das Thema Shop und damit das Einkaufen. Denn die Meilen dienen schlicht gesagt auch als Zahlungsmittel. Hat man also 10.000 Sega Meilen erfahren, so kann man im Shop etwas kaufen, das genau diesem Betrag entspricht. Kann man drüber Streiten, ob dies in Sachen Motivation der richtige Weg ist. Das man hier einen leicht oberflächlichen Titel in seinem DS schlummern hat, zeigen in meinen Augen auch noch andere Dinge. Denn hat man sich einmal für seinen Charakter entschieden, landet man auf dem Bildschirm, wo man den Schwierigkeitsgrad auswählt. 3 verschiedene stehen euch zunächst zur Verfügung. Ziel ist es die einzelnen Grand Prix Varianten mit einem Stern kenntlich zu machen. Dabei ist es völlig egal, welchen Grad ihr fahrt. Hat man auf Leicht alles freigeschaltet, fährt man simpel gesagt auf Mittel und Hart Just for Fun oder eben für Sega Meilen. Das ist schade und nimmt dem Einzelspieler ein wenig die Dauermotivation. Hier zeigen viele Konkurrenzprodukte, das man in diesem Bereich den Spieler viel mehr Binden kann. Passend sind dann aber die Umfänge des Grand Prix Modus. 6 verschiedene Pokale warten darauf gewonnen zu werden. Jeder Pokal bietet 4 Strecken, die auch alle unterschiedlich sind, so dass der Streckenumfang mit 24 als Pluspunkt gewertet werden darf. Zudem und das kann man hier schon kurz ansprechen, sind die Strecken bis auf wenige Ausnahmen auch in Design und Gestaltung gehobenes Niveau. Zu Beginn eurer "Karriere" ist nur der erste Pokal anwählbar. Alle weiteren schaltet man immer dann frei, wenn man den aktuellen Gewonnen hat. Dies geschieht auf die herkömmliche Weise über Punkte. Eure Platzierung in jedem der 4 Rennen ergibt ein Punktzahl, die zusammengezählt dann möglichst den ersten Platz ergeben sollte.

Wählt man einen Pokal an, bekommt man kurz die 4 Strecken angezeigt und nach einer kurzen Ladezeit beginnt auch schon das erste der 4 Rennen. Positiv finde ich das man nicht jederzeit Abbrechen kann. Einmal begonnen muss man auch zu Ende fahren, und kann nicht bei einem schlechten Rennverlauf einfach noch mal Starten. Gefahren werden dabei die Rennen über die üblichen 3 Runden. Fest eingeteilt ist nun die Aufteilung der Screens. Während auf dem Top Screen die eigentliche Action tobt, wird auf dem Touch Screen die Streckenkarte samt Gegnerköpfen dargestellt und die Zeitanzeigen werden hier eingeblendet. Hier geht man einen sehr übersichtlichen Weg. Denn auch im Top Screen findet man nur noch die Rundenanzeige samt Platzierung. Für die Übersicht durchaus positiv. Eher Negativ sehe ich die Anzahl der CPU Gegner. Denn neben eurem Helden streiten sich nur 5 weitere CPU Recken um den Sieg, so das man hier nicht umsonst das alte Formel 1 Punktesystem nutzt. Dennoch wünscht man sich irgendwie doch derer 7. Und technisch sollte das heutzutage doch wohl kein Problem sein. Finde ich zumindest ein wenig schade. Gefahren wird in All-Stars Racing nur über einen festen Viewpoint. Allerdings kein Kritikpunkt, da der gebotene sehr gut getroffen ist. Entfernt hinter dem Fahrzeug und etwas erhöht hat man hier eine sehr gute Übersicht. Sobald die Action losgeht, kann man innerhalb des Counters einen Frühstart provozieren und los geht die Jagd nach dem Sieg. Fast schon Überlebenswichtig ist die Steuerung in einem Titel wie diesem. Zunächst folgt das Spiel alten Konventionen und dürfte damit den Kreuz/Tasten Spielern sehr entgegen kommen. Während man logischerweise mit dem Kreuz steuert, gibt man mit der A-Taste Gas und kann mittels B oder R Bremsen. Wobei man hier eine kleine Einschränkung machen muss. Eine richtige Bremse in dem Sinne gibt es eigentlich gar nicht. Denn mit B und R wird der Wagen zwar abgebremst, aber gleichzeitig deckt man damit auch den Drift ab. Richtiggehend Bremsen kann man nur beim Geradeausfahren. In Kurven fängt der Wagen sofort an zu Driften. Ungewohnt und vor allem in wirklich engen und kurvigen Abschnitt nicht immer ideal.

Die Lenkung selber ist an sich sehr gut umgesetzt. Butterweich und man kann beim Einlenken auch mit dem Gas den Radius beeinflussen. Auch der Drift an sich ist geplant ein gelungene Sache. Vor allem deshalb weil man das Fahrzeug bei gedrückter B oder R-Taste im Drift halten kann und somit ganze Passagen so durchfahren kann. Halt immer wieder per Kreuz leicht Hin- und Herbewegen und man hält das Fahrzeug im Drift. Funktioniert sehr gut und gibt euch zudem auch einen kleinen Boost. Je länger man den Drift hält, um so mehr Boost kann man erhalten. Dagegen ist z.b. die Trick Action nach großen Sprüngen nur ein Alibifeature, das man kaum nutzt. Aber wehe es geht mal wirklich verwinkelt und mit 90 und 180 Grad Kurven zur Sache. Dann spürt man auch gerne mal die Nachteile der Brems/Drift Vermischung. Wie es sich für einen Funracer gehört, spielen natürlich weitere Dinge eine wichtige Rolle. Zum einen die überall auf der Strecke verteilten Boost Felder, und natürlich die Item Kapseln, die wie immer das Salz in der Suppe darstellen. Hier spürt man immer am meisten, das man an Anleihen aus Mario Kart einfach nicht vorbei kommt. Denn eigentlich alle 9 enthaltenen normalen Items haben ein Gegenstück aus einem der vielen Mario Kart Titel. Egal ob Schussvarianten mit und ohne Zielsucher, Bomben, Dinge mit denen man die Sicht verschlechtern kann, oder eben eine Rakete für den Erstplatzierten, samt dem Boost Item. Als Zugabe gibt es hier nun ein sogenanntes All-Star Item für jeden Charakter, das man meist als Letzter mal bekommt und ähnlich dem Stern in Mario Kart funktioniert. Zwar grafisch schön und immer verschieden umgesetzt, dient es hier auch nur dafür, um ohne großes Zutun Aufzuholen. Was auffällt sind aber die großen Unterschiede innerhalb der Grade, was deren Nutzung angeht. So wünscht man sich das und auf Leicht fährt man nicht nur allen davon, sondern auch die Items sind recht selten im Einsatz. Hingegen auf Hart wird davon reichlich Gebrauch gemacht. Ist überhaupt der Grad, wo man auch fahrerisch am meisten gefordert wird. Macht dadurch auch am meisten Spaß und Siege werden keine Selbstgänger. Einer der Pluspunkte des Spiels. Es gibt wenig Handicap Gameplay. Fahrt Ihr gut, könnt Ihr Vorsprung herausfahren. Fahrt ihr schlecht, kommt ihr nicht automatisch innerhalb einer Runde wieder ran. Hier passt das Ganze also schon sehr gut.

Hat man sich also einmal mit den kleinen Unzulänglichkeiten arrangiert, entwickelt der Titel einen guten Spaßfaktor, ohne aber nun in Suchtgameplay auszuarten. Dazu reicht es zumindest im Einzelspieler nicht unbedingt. Ist man einmal durch die Pokale durch, fehlt auch aufgrund des ungewohnten Belohnungssystems ein wenig die Motivation es noch mal zu versuchen. Nicht nur hier ist Mario Kart immer noch ein ganz anderes Kaliber. Eher was für die Dauerspieler unter euch sind die Missionen, die man zu Beginn gar nicht so wahrnimmt. Schaut man mal genauer hin, wartet hier reichlich alternative Action. Über 50 Missionen warten darauf gelöst zu werden. Alle kann man zudem mit einer Wertung von 1-10 Sternen abschließen. Diese Missionen reichen dann von simplen Rennsiegen, über das Einsammeln von Münzen, oder Durchfahren von Toren nach Zeit, bis hin zu kleinen Ausscheidungsrennen. Hier bekommt man eine gute Gameplay Abwechslung geboten und die Missionen werden auch mit zunehmender Dauer durchaus anspruchsvoll. Schade das auch hier so ein richtiges Ziel fehlt und auch wieder nur die Sega Meilen zum Einsatz kommen. So interessant das Feature sicher ist, irgendwann braucht man davon keine mehr und der Sinn weitere zu holen, wird etwas zu den Akten gelegt. Das ist dann so ein bisschen der letzte Kick der mir persönlich fehlt. Fahrerisch ein guter, aber in Sachen Spaß und Dauermotivation zumindest allein ein überschaubarer Titel ist.

Grafik & Sound....

Grafisch muss sich der Titel nicht verstecken und überzeugt vor allem durch viele Details. Grund dafür dürften natürlich auch die enthaltenen Serien sein. Denn jede hat logischerweise mindestens eine passende Strecke im Spiel, wobei auch hier Sonic & Co mit mehreren vertreten sind. Dabei gefallen die Strecken vor allem durch viele kleinere Animationen, die oftmals eine gewisse Lebendigkeit erzeugen. Dazu kommen die Animationen der Charaktere und auch die Gestaltung der Fahrzeuge an sich. Großes Lob gibt es für die Strecken. Zwar gibt es immer Ausnahmen, die einen nicht so vom Hocker hauen. Aber mal abgesehen von vielleicht 5 Strecken überzeugen die anderen sehr. Zum einen angenehm lang, sind viele Strecken auch angenehm Breit und bieten nicht zu Leichte, aber auch nicht zu Schwere Streckenführungen. Eigentlich genau richtig für einen Funracer. Besonders im Hinblick auf den Mehrspieler. Viele Höhenunterschiede, verschiedene Lichtverhältnisse und thematische Umgebungen gehören klar zum Besseren auf dem DS. Was ein wenig zu kurz gekommen ist, sind versteckte Abkürzungen. Hat man die Strecken ein paar mal gefahren, sind kaum Geheimnisse der Streckenführung noch offen. Auch technisch weiß der Titel durchaus zu überzeugen. Neben der guten Übersicht, den oftmals breiten Strecken punktet auch der Speed des Spiels. Genau richtig rempelt man nicht unkontrolliert in der Gegend herum, schläft aber auf einer langen Gerade auch nicht gleich ein. Die Kollisionsabfrage passt, so das man hier eigentlich kaum etwas Negative findet. Wenn dann sind es wie so oft subjektive Dinge.

Beim Sound ist es ähnlich. Ordentliche Fahrgeräusche der einzelnen Vehicle, werden unterstützt vom gut gemachten Hintergrundsound des Spiels. Hier geht man eher den Technostil an und präsentiert diesen als Grundausrichtung in vielen Stücken. Garniert natürlich mit vielen Serienmusiken, die zwar manchmal schon ein wenig verfremdet sind, aber dennoch schon einen gewissen Bezug herstellen. Viele kleine Charaktergeräusche runden den guten Eindruck ab. Auch hier ein stimmiger Titel im Funracer Universum.

Multiplayer/Online....

Der Multiplayer teilt sich auch in diesem Spiel glücklicherweise in eine Offline und Online Variante, so das man vor allem Online auf immer wieder neue Gegner stoßen kann. Neben der Multicard Version, bei der 4 Spieler alle Inhalte und die eigenen Charaktere nutzen können, gibt es auch eine abgespeckte Single Card Variante. Auch hier aber technisch mit Einschränkungen, da nur 2 menschliche Gegner an den Start gehen und man auf CPU Gegner verzichten muss. Auch so einer der kleinen aber feinen Unterschiede zur Konkurrenz. Hier kommt auch die All-Stars Variante bei weitem nicht an Mario Kart heran. Online kann man dagegen schon Punkten. Zunächst kann man sich Online neben den Freunden natürlich auch mit Gegnern über den gesamten Globus duellieren. Eher als Info kann man seine Rundenzeiten aus dem Time Trial auch hier mit Fahrern aus der ganzen Welt vergleichen. Über eine Lobby sucht man nach Gegnern, was hier auch dazu führt, das später auch beim Fahrer oder Streckensuchen noch Spieler dazu kommen können. Maximal 4 Spieler können sich Online duellieren. Technisch gibt es bis auf etwas längere Ladezeiten nichts zu Meckern. Der Speed ist genauso hoch wie im Einzelspieler. Was mich eher ein wenig stört, sind gut versteckte und seltene Statistiken, die man kaum zu Gesicht bekommt. Hier bleibt das geniale Mario Kart Online Ranking immer noch irgendwie unerreicht. Das wundert mich, das da bisher niemand mal was Besseres auf den DS gezaubert hat. Auch direkte Pokale mit mehreren Rennen fährt man hier nicht, sondern eben nur Einzelstrecken. Ein spaßiger Online Modus, dem aber schon noch etwas fehlt, um in die höchste Liga aufzusteigen.

Fazit....

Sega All-Stars Racing erfüllt nur zum Teil die Erwartungen, die man in den Titel auf dem DS gesetzt hat. Zwar kann der Titel mit den enthaltenen Sega Charakteren, den gelungenen Strecken und spielerischen Inhalten, wie den Pokalen und Missionen durchaus Punkten. Insgesamt fehlt dem Titel in meinen Augen aber ein wenig der Tiefgang. Das beginnt beim durchaus einfachen Belohnungssystem über die Sega Meilen, der Tatsache das man nur gegen 5 CPU antritt und Online wie Offline kein richtiges Ranking bekommt. Vor allem der Punkt Dauermotivation und spezielle Spielziele für die es lohnt Stunden um Stunden mit dem Spiel zu verbringen, lässt so ein wenig Federn. Solange man spielt, vor allem auf Mittel und Hart in Sachen Schwierigkeit, macht der Titel eine Menge Spaß. Auf lange Sicht verliert der Titel aber einiges an Punkten. Und auch Jahre nach der Veröffentlichung, kommt auch dieser Titel nicht an Mario Kart vorbei. Spaßig und unterhaltsam, aber eine Liga tiefer als der Nintendo Konkurrent. Bin gespannt wie sich da die Wii Umsetzung im Kampf der Giganten schlägt.

 

+ Gute Steuerung
+ Drift Feature gut eingebunden
+ Missiongameplay vielschichtig
+ Enthaltene Sega Charaktere
+ Streckenführungen/Designs
+ Technisch gelungen
+ Komplett deutsch
- Bremsen auf eckigen Kursen
- Nur 5 CPU Gegner
- Online ohne richtiges Ranking
- Sega Meilen Geschmackssache

GRAFIK: 81%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER/WI-FI: 74%

GESAMTWERTUNG: 73%

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