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NDS Die Sims 2: Apartment Tiere
 
 
Die Sims 2: Apartment Tiere - NDS
Kilian Pfeiffer (28.10.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Electronic Arts
GENRE: Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-2
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WiFi: Nein

   
Einleitung....

Da sind sie ja schon wieder – unsere guten Sims! Noch immer ist das Prinzip rund um’s Eigenheim und dessen Bewohner eine wahre Goldgrube. Unzählige Expansion-Packs sind mittlerweile für die PC-Versionen erschienen, der DS wird in regelmäßigen Abständen mit eigenständigen Umsetzungen bedacht. Im heutigen Fall stellen wir Euch „Die Sims 2 – Apartment-Tiere" vor, speziell auf die Bedürfnisse des mobilen Taschenspielers angepasst. Jedoch ist auch diese Version nicht mehr das, was die Sims in den Urversionen eigentlich ausmachte – stundenlanger Spielspaß, spielerischer Variantenreichtum und Innovationen am laufenden Band. Nein, man merkt, dass bei „Electronic Arts" hinter verschlossenen Türen fleißig an „Die Sims 3" gewerkelt wird; die Zeit bis zum Release will allerdings überbrückt werden. Was würde sich hier besser eignen als ein Ableger der Ursprungsserie?

Menus und die Story....

Schon wieder ist der Lieblingsonkel im Urlaub. Leider hat er niemanden gefunden, der sein Tier-Wellnesscenter während dieser Zeit leiten könnte. Gut, dass er einen Neffen (natürlich darf er wahlweise auch eine Nicht haben ;-) ) hat, der sich um sein Gewerbe kümmern will. Sein Gewerbe? Nicht was Ihr denkt – der Onkel ist Tierpfleger und sorgt sich in besonderer Weise um all jene Vierbeiner, deren Besitzer ein wenig mehr Geld im Portemonnaie haben. Bedauerlicherweise sind es vor allen Dingen Hunde und Katzen, die Euch im Laufe der Spielzeit besuchen und verpflegt werden wollen. Belohnt werden Eure Dienste mit den altbekannten Simoleons, der Sims-eigenen Währung. Damit lassen sich, wie so oft, nette Accessoires kaufen.

Bevor Ihr ersatzweise das Tier-Wellnesscenter allerdings eröffnet, steht die Erstellung des spielbaren Protagonisten auf dem Tagesplan. Wir wären äußerst überrascht gewesen, hätten wir nicht von Anfang an volle Kontrolle über den Style des eigenen Charakters – wie schaut er aus, welches Outfit trägt dieser, Männlein oder Weiblein? Nun noch ein passender Name und herzlich willkommen, das Wellness-Center ist eröffnet!

Technik und Gameplay....

Was man dem Titel deutlich anmerkt: Man hat sich vom Ursprungsprinzip, dem Nachgehen der Bedürfnisse deutlich verabschiedet. Musste man sich in den vergangenen Teilen noch um acht Bedürfnisse, wie der Toilettengang oder der Unterhaltungswert kümmern, sind es nun gerade mal noch vier Stück. Erschwerend kommt hinzu, dass die zugehörigen Energieleisten sich nur minimal leeren, was wiederum bedeutet, dass Ihr Euch voll und ganz den tierischen Besuchern widmen könnt.

Im Apartment des Onkels nimmt das Abenteuer seinen Lauf, denn Tiere, die über längere Zeit abgegeben werden, wohnen mit Euch unter einem Dach und wuseln Euch den gesamten Tag über um die Beine herum. Je nach Tageszeit gilt es Kunden zu bedienen und ihnen Wünsche von der Nase abzulesen oder aber die Nacht bestenfalls mit etwas Schlaf zu „bestreiten". Im Apartment dürft Ihr eine Menge Sims-typischer Dinge angehen. Entweder kümmert Ihr Euch um Eure Mitbewohner, betrachtet die Riesenschlange im Terrarium oder den Vogel in seinem Käfig. Wahlweise bereitet Ihr Euch ein köstliches Mahl vor oder entspannt ein wenig. Das alles klappt reibungslos mithilfe des Stylus, auch die Kamerasteuerung funktioniert einwandfrei. Neuheiten im Spiel sind definitiv die einladenden Kleidungsoptionen im Spiel – ob Hund, ob Katze, ob Vogel oder Schlange, alle Tiere lassen sich mit den unterschiedlichsten Outfits einkleiden. Ein hübsches Schleifchen gefällig, ein Westernhut für den Kläffer oder ein kleines Mäntelchen? Massenhaft Klamotten lassen sich freispielen, was für designvernarrte Zocker eine wahre Goldgrube darstellen dürfte. Und je mehr Simoleons sich auf Eurem Konto befinden, desto ausgiebiger könnt Ihr shoppen gehen – so einfach ist das!

Natürlich nicht nur Klamotten, sondern auch allerhand Möbel für das Apartment des Onkels (der wird sich mit Sicherheit über die Neugestaltung der Wohnung freuen!), Futter und Spielzeuge für die zu Pflegenden oder Wellnesscenter-Ausstattung. In dieser Hinsicht ist man bei den Entwicklern schon seit jeher ziemlich fleißig gewesen. Das Hauptaugenmerk liegt hingegen auf der Versorgung der Besucher, die zumeist mit verschiedenen Beschwerden aufkreuzen (leider behandelt Ihr eben nur Katzen sowie Hunde, was bedauerlich ist!). Um eine Diagnose zu stellen, bedarf es einer Untersuchung anhand eines Minispiels, bei welchem Ihr bestimmte, aufploppende Bedürfnis-Icons im rechten Moment erfüllt. Kratz- oder Steichelbewegungen oder aber die flinke Berührung an einer speziellen Stelle – gelingt Euch all das, wisst Ihr, was dem Patienten fehlen dürfte. Die Behandlung ist relativ simpel auszuführen und auf Dauer auch relativ monoton zu verfolgen. Immer wieder spritzt Ihr Katzen und Hunde mit einem Schlauch sauber, parfümiert das entsprechende Tierchen an der richtigen Stelle ein oder kämmt es in die gemäße Pfeilrichtung. Auch Ungeziefer müssen je nach Bedarf entfernt werden, allerdings ist der Vorgang vergleichbar mit dem Einparfümieren.

Ein Tier ist übrigens nur dann zufrieden, wenn Ihr Euch um dieses kümmert, ihm zu fressen gebt oder eines der wenigen Minigames spielt. Mit einem Hund oder einer Katze geht es im wahrsten Sinne des Wortes auf Schatzsuche, wobei gefundene Schätze eingesackt werden dürfen. Als Schlangenbeschwörer pfeift Ihr ein nettes Liedchen, der Vogel-Boogie ist eine Hommage an „Boogie" höchstpersönlich, den Musiktitel von „Electronic Arts". Grundsätzlich lässt sich also eine ganze Menge an spielerischen Dingen erledigen, jedoch ist unseres Erachtens eine jüngere Zielgruppe dabei angepeilt worden, die Spaß am Ein-, Aus- und Umkleiden hat. Denn betrachten wir alleine die Vielfalt, die dem Titel zugrunde liegt, sind wir schon etwas enttäuscht. Normalerweise ist man von einem Sims-Titel anderes gewohnt. Nur streicheln, spielen und die eigene Wohnung neu zu gestalten, ist für das ältere Semester nun mal nicht alles.

Grafik & Sound....

Die Perspektive der Kamera ist vergleichbar mit der Sicht eines Vogels auf das Geschehen. Jedoch lässt sich die Kamera auch manuell umherbewegen – und zwar in Höhe der Spielfiguren selbst. Dabei geht zwar der Überblick flöten, die Grafik wirkt aber imposanter. Ansonsten hat sich nicht viel getan: Man erkennt seinen Spielcharakter wie er durch das Apartment spaziert oder den alltäglichen Dingen im Wellnesscenter nachgeht. Aus der Nähe betrachtet, schauen vor allen Dingen die animalischen Patienten ganz putzig aus. Ein grafischer Reißer ist „Die Sims 2 – Apartment-Tiere" hingegen aber nicht.

Auch was den Sound betrifft hätte man bei den Entwicklern großzügiger sein dürfen: Zumeist hört man die städtische Umgebung, hupende Autos oder eine Polizeisirene, eine wirkliche Hintergrundmelodie fehlt uns hingegen. Demnach fällt die Bewertung in dieser Sektion sehr niedrig aus. Sprachausgabe gibt es – Sims-typisch eben – sowieso nicht.

Fazit....

Die Sims-Serie ist an einem Punkt angelangt, an welchem man sich Gedanken machen sollte, ob das vorhandene Potenzial wirklich immer weiter verwurstet werden sollte. Denn das Grundprinzip ist über alle Zweifel immer noch erhaben und funktioniert mit ein bisschen Tuning auch heute noch. Man wird es mit Sicherheit am dritten Sims-Teil ein weiteres Mal sehen. Allerdings ist es nicht Sinn und Zweck, das bewährte Gameplay in abgespeckter Form für einen Minimalableger zu verwenden. Für die angepeilte Zielgruppe der jüngeren Fraktion mag das noch durchgehen, jedoch fühlen sich die eigentlichen Käufer der Reihe unterfordert und dürften nach wenigen Spielstunden mit dem Wellnessprinzip abgeschlossen haben. Zwei Tierarten zu versorgen ist zwar nett, aber heutzutage nicht mehr das Maß aller Dinge. Dafür gibt es unzählige Outfits, die Ihr käuflich erwerben könnt. Schlecht ist das Spiel dadurch zwar nicht, aber eben auch nicht viel besser als der gewöhnliche Durchschnitt.

 

+ (abgespecktes) Sims-Gameplay
+ unzählige Güter
+ Tierpflege-Feature
+ reduzierte Bedürfnisse
- kaum spielerische Freiheiten
- nur zwei Tiergattungen
- fehlender Multiplayer-Modus

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 25%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 64%

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