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NDS Rayman Raving Rabbids 2
 
 
Rayman Raving Rabbids 2 - NDS
Matthias Engert (19.01.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Ubisoft
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Das in einem Spiel nicht unbedingt das drin sein muß was auch draufsteht, wissen wir spätestens seit dem Start der neuen Rayman Serie auf der Wii. Natürlich spielt Rayman als Charakter irgendwo schon eine Rolle. Allerdings eher als Nebenbuhler. Hauptsächlicher Inhalt waren und sind die unglaublich blöden und dennoch herrlich in Szene gesetzten verrückten Hasen, die Bunnies. Selten das man mit Bunnies mal nicht die Playboy Girls meint, sondern eben nicht ganz ernstzunehmende und fast immer wie unter Drogen stehend, wirkende Langohren meint. In diesem Winter ging die Serie nun in die zweite Runde, von der man eigentlich nur eines erwartet. Noch abgedrehtere Action und Minispiele, die den Gamer noch mehr zum Schmunzeln bringen. Auch zum zweiten Teil gibt es wieder je eine Version für den Wii und den DS Gamer. Wir schauen uns zuerst die DS Version an. Im Vergleich zu seinem eigenen Vorgänger hat sich hier wohl mit am meisten getan. Setzte man im ersten Teil noch auf eine Mischung aus Jumper und Minispielen, dreht sich hier nur noch alles um das Thema Minispiele.

Menus und die Story....

Als Ubisoft Inhouse Produktion darf man für den deutschen Markt auch angepaßte Inhalte erwarten. Wie immer muß man sich deswegen auch keine Gedanken machen und bekommt ein komplett deutsches Spiel vorgesetzt. Gespeichert wird bequem via Autosave auf dem internen Speicher und bekommt ebenfalls als neues Element einen Multiplayer für bis zu 4 Spieler präsentiert. Wahlweise sogar in der Multi und der Single Card Variante. Beim Thema Story ist der zweite Teil eigentlich ein zweischneidiges Schwert. Es gibt zwar eine Hintergrundgeschichte, im Spiel selber bekommt man davon aber nur selten etwas zu sehen. Natürlich spielen die Hasen auch hier wieder Hauptrolle und streben nach der Herrschaft über Raymans Welt, nun auch das ganze auf unserem Heimatplaneten an. Damit Rayman diese Pläne durchkreuzen kann, muß er 6 mysteriöse Zeichnungen finden, auf denen der Weg und das Ziel der Hasen gekennzeichnet ist. Ihr unterstützt Rayman nun, indem Ihr diese Zeichnungen über die angesprochene Minispiel Action freischaltet. Sequenzen und sonstige Dinge um eine Story zu präsentieren solltet Ihr aber nicht erwarten. Im Handbuch steht zur Story fast mehr als man im Spiel darüber zu lesen bekommt.

Nach der Sprachwahl begrüßt euch das Spiel wie es sich für einen Rabbids Titel gehört, nämlich mit einem schreienden und wild gestikulierenden Hasen auf dem Topscreen, den Ihr auch das ganze Spiel über zu sehen bekommt. Er spielt auch die Hauptperson und darf zusätzlich von euch über einen Editor nach Herzenslust bearbeitet werden. Das Hauptmenu selber bietet euch 5 verschiedene Punkte zum Anklicken. Das beginnt beim Kern des Spiels, dem Abenteuer Modus, reicht über den Punkt Häschen, der eben nichts anderes darstellt als den Editor und reicht danach über den Multiplayer bis hin zu einem Punkte Modus. Zu guter letzt kommen auch hier die Optionen zu ihrem Recht, die neben den Credits und den Soundeinstellungen auch die Empfindlichkeit des Mikros enthalten. Dieses wird gut genutzt im Spiel und reicht vom Benutzen in den Minispielen bis hin zur Aufnahme eines eigenen Bunnie Schreis, den Ihr aufzeichnen und nutzen könnt. An Vorberreitungen ist nicht mehr notwendig und wir können uns gleich in den Abenteuer Modus stürzen, der auch für das Thema freischaltbare Secrets verantwortlich ist.

Technik und Gameplay....

Wählt Ihr den Abenteuer Modus an, erwartet euch als erstes eine Karte unseres Planeten, auf dem man 6 der berühmten Klo Utensilien findet. Diese stellen hier nichts anderes dar als den spielerischen Inhalt. 6 verschiedene Gebiete unseres Planeten dürft Ihr besuchen und in Minispielen versuchen bestmöglich abzuschneiden. Zu Beginn sind nur 3 Gebiete anwählbar, während die anderen über Erfolge ebenfalls erst freigespielt werden müssen. Neben der Karte mit den Gebieten bietet der Touch Screen die Möglichkeit ein Gebiet anzutippen und zu starten, zurück zum Hauptmenu zu wechseln, oder über das Klamottensymbol in den Editor einzusteigen. Was man aber eben auch später und jederzeit über das Hauptmenu tätigen kann. Aber erstmal wollen wir ein paar Utensilien freischalten und kümmern uns etwas später darum. Der Top Screen zeigt nun neben eurem nach wie vor zu sehenden persönlichen Bunnie zum jeweilig angeklickten Gebiet den aktuellen Spielstand. Neben einer Anzeige von 6 Möhren am unteren Rand findet man rechts eine Art Filmrolle, die oben mit einer Punktzahl abschließt. Darin, sofern Ihr das Gebiet schon gespielt habt, findet sich eine farbige Füllanzeige. Nur wenn man die Filmrolle komplett füllen kann, zeigt sich am Ende eine der angesprochenen Zeichnungen, die Rayman und damit Ihr freispielen müßt. Schauen wir uns das Prozedere einmal an. Bei allen Gebieten gleich ist der Start in das Ganze. Tippt Ihr eines an, erwartet euch nun auf dem Touch Screen ein Minispielfenster. In einer animierten Anzeige wird das erste von 6 Minispielen angezeigt. Erneut mit den Buttons Start, Zurück und für den Editor. Im Top Screen wiederum findet man eine textliche Erklärung, was im folgenden Minispiel zu tun ist. Ähnlich gemacht wie das Mario Party Prinzip. Frei seid Ihr nun in der Wahl welches Minispiel Ihr angehen wollt. Ihr könnt also in den Gebieten per Pfeiltasten zwischen allen 6 Minispielen durchschalten. Im gesamten erwarten euch also im Spiel 36 Minispiele. Allerdings trügt die Zahl ein wenig. Denn 36 verschiedene sind es nicht, sondern wiederholen sich an manchen Stellen und sind sogar im Falle des jeweils letzten Minispiels pro Gebiet immer gleich.

Das spielerische Ziel in einem Minispiel muß es nun sein, zu versuchen dieses mit der bestmöglichen Scorezahl abzuschließen. Je nachdem wie Ihr abschneidet gibt es verschiedene Punktezahlen, die Ihr erspielen könnt. Von 1 Punkt für ganz schlecht bis zu 15 Punkten für excellent reicht diese Bewertung. Wer die Zeichnung nun freispielen will muß zwingend in jedem Minispiel die maximale Bewertung holen. Zusätzlich bekommt Ihr dann auch jedes Minispiel mit der angesprochenen Möhre gekennzeichnet. Ihr könnt jedes Minispiel natürlich so oft wie möglich spielen und versuchen die Höchstpunktzahl zu erreichen. Was mir sehr gefallen hat ist die Tatsache das man im Spiel nur per DS Feature agieren kann. Tasten braucht man in diesem Game nicht. Einzig der Touch Screen und das Mikro kommen zum Einsatz. Konsequent durchgezogen dürfen sich also Gamer, die eine besondere Vorliebe für den Einsatz haben, zunächst sehr angesprochen fühlen. Kümmern wir uns nun um den spielerischen Inhalt, die Minigames selber. Wie schon erwähnt werden zwar 36 angegeben, richtig verschieden sind ungefähr die Hälfte davon. Eingeteilt sind diese in typische Vertreter ihres Genres. Reaktionsspielchen, Mal und Zeichenspielchen über Tanz und Musikspiele bis hin zu solchen mit Schreierei und reichlich Bewegungen, die man über den Touch Screen tätigen muß. Ein paar lustige und gelungene Vertreter möchte ich euch mal vorstellen. Gerne genommen sind z.b. Zeichenspiele. Wie bei vielen Minispielen gilt es in mehreren Durchgängen zu bestehen. Hier werden euch z.b. in 6 Durchgängen 7 verschiedene Umrisse auf dem Touch Screen dargestellt. Eure Aufgabe ist es nach Zeit diese auszumalen und das möglichst genau. Mit jedem Zeichenbewegung erhöht man den live mitlaufenden Punktestand. Je genauer man ist um so höher das Ergebnis. Immer neue Umrissvarianten, wobei Ihr eben nach Zeit agieren müßt, was hier durchaus ein kniffliger Punkt ist. Mit jedem Durchgang füllt Ihr nun eine im Top Screen angebrachte füllbare Leiste ein Stück. Diese überall vorhandene Leiste definiert euer Gesamtergebnis für das Minispiel. Füllt Ihr den Balken also komplett gibt es 15 Punkte, je weniger der Balken gefüllt ist um so mehr Abstriche bei den Punkten gibt es.

Man merkt hier übrigens sehr schnell das es vom Anspruch her total große Unterschiede gibt. Bei einigen Spielchen ist man sofort der Minispielgott, sprich man holt 15 Punkte, bei anderen dauerts eine Weile. Richtig unspielbar oder frustrierend schwer ist aber keines der enthaltenen Spielchen. Reaktionsspielchen gibt es ebenfalls mehr als genug. Mal müßt Ihr in wenigen Sekunden auf dem Top Screen vorgegeben Symbole nachzeichen, während euch später auch Merk und Denkspielchen erwarten. Wer die großen Versionen auf der Wii gespielt hat, wird zudem einige doch wieder erkennen. So z.b. die Hasen die am Strand auf dem Klo hocken und ihre Tür immer aufmachen wollen. Ihr müßt hier per Wischbewegungen den Dödeln immer wieder die Tür zuschlagen. Schaffen sie sich zu befreien, habt Ihr erneut das Klo Utensil auf dem Touch Screen. Bei anderen Spielen werden euch Reihenfolgen vorgebenen, die Ihr nachahmen müßt. Auch bekannt ist hier z.b. im Touch Screen eine Ansammlung von 5 Bunnies zu sehen, die sich über mehrere Durchgänge schreiend immer in einer festen Reihenfolge zeigen. Ihr müßt diese genau nachtippen und zu jeder neuen Runde kommt ein neuer Schreihals dazu. Das es auch richtig ermüdende Spielchen gibt liegt z.b. an denen, wo Ihr Bewegungen in bestimmten Richtungen und möglichst schnell ausführen müßt. Problem oder sagen wir gefährliche Ablenkung ist bei vielen Spielen, das diese im Top Screen komplett visualisiert sind, sprich irgendwie die Bunnies in kompletten Umgebungen eure Aktionen umsetzen. Man muß teils aufpassen sich mehr auf den Touch Screen zu konzentrieren, als nun dauernd nach oben zu schauen. Hektische Spiele sind natürlich auch dabei und sind hier in einem Beispiel immer das letzte pro Gebiet. Während im Top Screen auf einer Bühne eine lustige Bunnie Band Ihr bestes gibt, müßt Ihr im Touch Screen 4 Kreisanzeigen am Boden im Auge behalten. Je nach Rhythmus müßt Ihr nach unten fallende Symbole genau in diesen Kreisanzeigen erwischen wenn sie deckungsgleich sind. Je länger die Spiele dauern, sprich Runden um so schneller kommen diese und man hat gut zu tun, die 15 Punkte hier zu holen.

Ein typischer Vertreter der Mikro Spiele ist die Koch Variante, bei der Ihr gegen andere CPU Gegner antretet. In mehreren Durchgängen müßt Ihr hier beweisen das euer Bunnie eben nicht derjenige ist, der von einer heißen Speise nascht. Schaffen tut man das nur, wenn man das ganze vorher abkühlt. Also Pusten bis der Doktor kommt. Nach jedem gelösten Minispiel und einer halbwegs guten Punktezahl schaltet man nun unentwegt Klamottenteile frei und wir kommen kurz mal zum angesprochenen Editor. Dieser bietet euch reichlich Möglichkeiten den persönlichen Bunnie auszustatten mit Kleidern, Hüten oder Brillen um auch die Möglichkeit zu haben ihn als nacktes Exemplar selber bemalen zu können. All dies könnt Ihr abspeichern und seht den so gestalteten Bunnie in fast allen Minispiele und eben als ständigen Begleiter auf dem Top Screen. Gerade in den Minispielen ein netter Gimmick. Was mir im gesamten weniger gefällt ist die eigentlich geringe Spielzeit von vielleicht 3 Stunden um alles mal gesehen zu haben. Zumindest im Abenteuer Modus hat man recht schnell alles freigeschaltet. Glücklicherweise bietet das Spiel den Punktemodus, bei dem Ihr euch an Entwickler Vorgaben orientieren könnt und versuchen sollt diese zu knacken. Hier sind zum Teil schon extreme Vorgaben dabei, welche die Spielzeit nach oben treiben können. Das Game ist so im gesamten eher was für den Scorejäger der die Inhalte auswendig kennt, und weniger für Spieler die immer neues erleben wollen. Dazu hat man hier zu schnell alles gesehen. Zwar machen die Minispiele durchweg Spaß und sind teils schon auf hohem DS Niveau, sind aber in ihrer Anzahl und Verteilung auf die nur 6 vorhandenen Gebiete viel zu wenig. Eben vor allem deshalb weil man den Abenteuer Modus zu schnell durch hat und zumindest wirklich neues sich danach nicht mehr zeigt. Die größte und leider auch entscheidenste Schwäche des Spiels.

Grafik & Sound....

Grafisch zeigt das Spiel schon eine sehr gelungene Seite, wobei neben der sehr guten Umgebungsgrafik in manchen Minispielen die Animationen der Bunnies hervorstechen. Wie schon weiter oben erwähnt muß man teilweise aufpassen nicht so zu sehr auf die umgesetzte Action im Top Screen zu schauen, ohne seine eigenen Aktionen zu vernachlässigen. Wild wuselnde und natürlich schreiende Hasen sind ganz weit vorn zu finden. ;-) Technisch bietet das Spiel keinen Anlaß zur Kritik. Die Touch Screen Steuerung ist äußerst gelungen und geht exakt über den Touch Screen. Das gilt sowohl für die extremen Varianten wo man punktgenau agieren muß, als auch für solche wo man einfach nur wie ein wilder Wischbewegungen vollführen muß. Die Intensität und Genauigkeit stimmt in diesem Spiel.

Der Sound paßt sehr gut zum Geschehen, wobei Sound manchmal fast schon der falsche Ausdruck ist. Wilde Melodien, die rythmisch daherkommen und schnelle Stücke wechseln sich dabei wunderbar ab und passen zum teils sehr hektischen Spielprinzip. Das gilt auch für die Effekte. Nicht nur die Bunnies selber sind damit gemeint, sondern auch Soundgeräusche in den entsprechenden Minispielen. Wo es Geräusche bei Aktionen geben kann, da gibt es sie auch.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist so eine Sache. Zwar bietet er neben der Multicard auch die Single Variante, wirklich Spaß auf Dauer macht aber nur die Multicard Variante. Denn hier dürft Ihr 10 verschiedene Minispiele mit bis zu 4 Leuten angehen, während die Single Variante nur derer 3 Minispiele bietet. Hier sind teilweise die Ladzeiten länger als die Spiele selber. Das ist dann schon ein wenig zäh auf die Dauer und zieht den Spaß nach unten. Für Zwischendurch ganz nett, aber alles andere als hier ein Killerfeature.

Fazit....

Die Abkehr vom Jumper Gameplay, die man noch im Vorgänger eingebaut hat, wäre eigentlich nicht weiter schlimm gewesen. Denn schaut man sich zunächst die Qualität der Minispiele an und die gelungene Steuerung, so paßt das ganze schon. Es macht Laune die wilden Bunnies in Action zu halten und wird unterstützt von der sehr guten Bedienung nur per Touch Screen und Mikro. Der Nachteil und Grund für doch einige Punktabzüge ist der Umfang. Von den 36 enthaltenen Spielchen sind nur gut die Hälfte wirklich unterschiedlich und im Falle des Hauptmodus im Spiel auch in gut 3 Stunden Geschichte. Der Punkte Modus ist zwar Dank Entwicklervorgaben genau das richtige für Gamer die jeden Rekord knacken wollen, der normale Minispielfan wird aufgrund des Umfangs zu kurz unterhalten. Das doppelte an Minispielen und eine vielleicht intensiverer Einbindung der Story hätten hier sehr geholfen. Schade, so bleibt schon ein fader Beigeschmack für den zweiten Teil der Rayman Raving Rabbinds Serie auf dem DS.

 

+ Enthaltenen Minispiele
+ TS/Mikro Steuerung
+ Hasen Animationen
+ Punkte Modus kann fordern
+ Komplett Deutsch
- Zu wenig versch. Minispiele
- Abenteuer Modus zu kurz
- Story zu schwach eingebunden

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 63%

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