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NDS Rhythm Paradise
 
 
Rhythm Paradise - NDS
Kilian Pfeiffer (20.05.2010)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Nintendo
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Für innovative Ideen ist Nintendo nicht erst seit gestern bekannt. Dass es der japanische Konzern aber ein um das andere Mal schafft, seine Fans mit tollen Spielideen zu begeistern, zeugt davon, dass sich die Firma von anderen deutlich abzuheben scheint. In Sachen Spielspaß macht Big N kaum einer etwas vor – so auch nicht bei „Rhythm Paradise" für den Nintendo DS. Das Rhythmusspiel wird mit senkrecht gehaltenem Handheld gespielt, das, was Euch erwartet, fordert sowohl eine flotte Auffassungsgabe, als auch spielerisches Können par exellence. Wir haben für Euch rhythmisch den Touchpen kreisen lassen.

Menus und die Story....

Rein ins Abenteuer, das sich – wenn man ehrlich ist – in Minispielform darstellt. 50 Rhythmusspiele enthält der von Nintendo entwickelte Titel, 50 Spiele, die ganz auf die Musik ausgelegt sind. Ein Hauptmenü als solches gibt es nicht, sofort gilt es, ins Spiel zu starten, der beste Rhythmiker zu werden und am meisten Medaillen zu sammeln. Dass eine Story dabei nur störend wäre, ist sowieso klar.

Technik und Gameplay....

Alle im Spiel enthaltenen spielerischen Einlagen werden mit drei einfachen Bedienungsvarianten durchgeführt. Da wäre zum einen das „Berühren und Halten". Im richtigen Augenblick auf den Touchscreen zu tippen, dort den Stylus zu belassen und dann – aufgepasst – wieder vom Bildschirm zu nehmen, ist eine Kunst für sich, bei welcher der eine oder andere Proband scheitern dürfte. Eine zweite Variante ist das Anheben des Touchpens. Zunächst befindet sich dieser noch auf dem Screen, doch gilt es rechtzeitig den Stylus nach oben zu bewegen. Als dritte Möglichkeit, wie ein typisches „Rhythm Paradise"-Spiel bedient wird, sei das Schnippen anzuführen. Eine selbsterklärende Schnippbewegung bringt Unterhaltung ins Spiel. Seid Ihr nun fit, dürft Ihr Euch dem Titel widmen. Seid aber gewappnet – der Anspruch ist teils höllisch!

Der Großteil der sehr musik- und rhythmuslastigen Spiele beginnt mit einer Übung, bei der Ihr gut aufpassen und mitmachen solltet, denn sukzessive zieht der Schwierigkeitsgrad im Spiel an, die späteren Spiele fordern Euch in jeder Hinsicht heraus. Eine kleine Auswahl gefällig? Das, was Euch erwartet, klingt verrückt, Spaß macht es aber bis zu jenem Zeitpunkt, an welchem Ihr mit dem höchsten aller Ränge abschneiden werdet. Bis Ihr wirklich überall ein „Superb" vorweisen könnt, dürfte viel Zeit ins Land ziehen. Als Chorknabe müsst Ihr besser die Klappe halten, um nicht negativ aufzufallen, beim Sternchen-Song solltet Ihr Euch als beste aller Tänzerinnen erweisen, um das Casting für Euch entscheiden zu können. Hier, wie überall, gilt, den Einsatz im richtigen Augenblick zu treffen, um nicht gegen den Strom und außerhalb des Rhythmus zu schwimmen. Ein bisschen Kosmorock gefällig? Kein Problem! Angreifende Invasoren müssen per Laserstrahl ausgeschaltet werden. Eine Serenade zweier Verliebter ist zum Dahinschmelzen, der flotte Fotofinger soll im passenden Moment vorbeirauschende Superflitzer für die Ewigkeit festhalten. Was so ungemein spannend ist, ist die Tatsache, dass das Grundprinzip von „Rhythm Paradise" so unverschämt simpel ist, dessen Bewältigung dafür umso fordernder, faszinierender – Nintendo eben!

Grafik & Sound....

Auf grafischer Seite kann das Spiel kaum Überzeugungsarbeit leisten, dafür sind die Umgebungen zu kindlich inspiriert, zu einfach, was den Detailreichtum angeht. Ohne weiteres ließe sich der Titel – betrachtet man allein die Optik - als Kinderbuch beschreiben. Ein Kinderbuch, das spielerisch zur Doktorarbeit wird und dann gar nicht mehr zu simpel wirkt, wie zuvor angenommen.

Coole Melodien, die Anspruch haben, den Takt im Blut zum Wallen zu bringen, sind das Tüpfelchen auf dem Rhythmus-i. Weil es hier gelingt, Minispiele mit gelungenen Sounds zu kombinieren, geht das Konzept auf, als Spieler fühlt man sich gut beheimatet, man ist dankbar, sein Geld in das Produkt investiert zu haben.

Fazit....

„Rhythm Paradise" ist mehr als ein simples Minispiel-Sammelsurium. Hier trifft sich qualitativ hochwertige Programmierkunst mit intelligentem Rhythmus-Sound. Trotz der grafisch schlichten Präsentation, geht die Umsetzung eben jenen Weg, den man sich von Nintendo erwartet. Spaßig ist dieser, frei von Stolperstellen, ein tolles Spielgefühl in einer akustisch glanzvollen Umgebung. Wer auf Minispiele im Musikgewand steht, ist hier an der richtigen Stelle.

 

+ 50 Rhythmusspiele
+ mit der Musik abgestimmt
+ Bonusinhalte
+ selbst für Profis interessant
- teils recht schwer zu meistern
- kein Mehrspieler-Modus
- Optik gewöhnungsbedürftig

GRAFIK: 56%

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER: 72%

GESAMTWERTUNG: 82%

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