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NDS WWE Smackdown vs. Raw 2009
 
 
WWE Smackdown vs. Raw 2009 - NDS
Jens Morgenschweiss (06.05.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: THQ
GENRE: Wrestling
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Es ist nun doch schon einige Zeit her, das ich mich mit Wrestling beschäftigt habe. Sei es nun am TV oder als spielerisches Geschehen. Da freut es einen doch schon, wenn sich die Gelegenheit wieder ergibt. Deswegen kann man fast sagen, ich war heiß auf das Spiel. Im Vorfeld möchte ich schon darauf hinweisen, das ich nun die Sache mit einem lachenden und einem weinenden Augen betrachte. Smackdown Vs. Raw 2009 von THQ verheißt ja Spielfreude ohne Ende, doch ganz so euphorisch bleibt die Meinung am Ende nicht. Doch das werdet ihr selbst im Laufe des Tests nachlesen können.

Menus und die Story....

Im Hauptmenu findet man alle Punkte recht simpel angeordnet und man gelangt recht zügig zu den gewünschten Bereichen. Von den sechs Punkten sind allein vier Spielvarianten vertreten. Na gut, das Tutorial ist nun nicht gerade das reine Spielvergnügen, aber für den Neueinsteiger und auch für den alten Fuchs unter euch, unerlässlich. Da das Game ausschließlich mit dem Stylus gespielt wird, sollte man sich schon einmal im voraus mit der Steuerung vertraut gemacht haben. Dabei werden alle wichtigen Grundlagen durchgekaut, vom einfachen Schlag bis zum Irish Whip und dem Finisher. Hinter dem Spezial Match verstecken sich die Erklärungen zu den einzelnen Matcharten, wie Käfigmatch oder wie man ein Table Match beendet. Erwähnen will ich noch, das man bei den Ausführungen auf Rechts- bzw. Linkshänder Rücksicht genommen hat. Also nicht wundern, wenn dort hinter den Matcharten eine 1 oder 2 steht. Im Topscreen findet man die Erklärungen dazu. Hinter den Optionen verbergen sich lediglich die Einstellungen zu der Händigkeit (Links oder Rechts), ob vor jedem Match der Einmarsch gezeigt werden soll, sowie die Möglichkeit seine Speicherstände zu löschen und die fast endlose Liste der Mitwirkenden.

Wer in der recht umfangreichen Riege der Westler, mit 29 Akteuren, niemanden findet, mit dem man die Saison bestreiten will, der kann sich natürlich seinen eigenen Superstar erstellen. Mit unzähligen Möglichkeiten kann man kleinste Details hervorheben und sich gut und gerne eine Stunde mit Gestaltung und Feintunung "verlustieren". Für DS Verhältnisse ist die Anzahl der Möglichkeiten wirklich hervorragend. Das Multikartenspiel ist die einzige Möglichkeit sich mit einem menschlichen Mitspieler zu messen. Bleiben noch die Exhibition und die Saison zu erwähnen. Die Exhibitions taugen für jeden, sich in allen 7 verfügbaren Matchmodi zu probieren und erste Erfahrungen in diesem Spiel zu sammeln. Die Matchmodi reichen vom simplen Einzelmatch über Steel Cage und Leiter bis hin zum Last Man Standing und der Hardcore Version.

Technik und Gameplay....

Da der Saisonmodus das Hauptaugenmerk auf sich zieht, werden wir diesen uns hier näher betrachten. Zunächst müssen wir uns für einen Kämpfer entscheiden. Dabei stehen natürlich alle vorhandenen Wrestler aller Brands bereit. Egal, welche Figur uns begleitet, alle gehen mit beschränkten Werten ins Rennen. Die Werte beschreiben dabei die Kraft, Zähigkeit, Schnelligkeit, Schwung und die Submission. Nachdem ihr das Spielziel übermittelt bekommen habt, nämlich in die Hall of Fame der WWE einzuziehen und alle 5 Gürtel in euern Besitz zu bringen, findet ihr euch in eurer Wohnung wieder. Über den Touchscreen könnt ihr euch in jedem Bereich frei bewegen und auf dem Topscreen sehen wir neben dem Terminplan mit allen Veranstaltungen eures Brands, die Entwicklung des Charakters, das Ansehen und welche Gürtel und Ausrüstungen ihr dabei habt. In dem Wohnbereich gibt es fünf Anlaufstellen, an denen verschiedene Aktionen möglich sind. Zu Beginn lernt ihr gleich das Telefon kennen, an dem sich Vince McMahon mit euch im WWE Hauptquartier verabredet. Das Bett dient dazu, eine kampffreie Woche zu überbrücken, am Schreibtisch dürft ihr Speichern und Einkaufen. Der Schrank an der rechten Seite hält alle gekauften und geschenkten Gegenstände für euch bereit. Auf dem Couchtisch kann man sich die aktuellen Gürtelinhaber ansehen, euere Kampfstatistik beobachten. Jede Möglichkeit zu interagieren ist mit einem gelben Dreieck gekennzeichnet. Die roten Dreiecke symbolisieren den Ausgang aus jedem Bereich. Verlässt man die Wohnung, gelangen wir zu der Karte der USA wo weitere drei Bereiche angezeigt werden. Das WWE Hauptquartier, der Trainingshalle und die Arena, wo alle Kämpfe ausgetragen werden. Folgen wir nun der Forderung von Mr. McMahon und begeben uns ins Hauptquartier. Im Erdgeschoß befinden sich die Managerräume der ECW, Smackdown und RAW. Doch da haben wir noch nichts verloren, denn mit einem Nobody wie uns, möchte man sich (noch) nicht abgeben Also fahren wir in die erste Etage und treffen uns mit McMahon. Nachdem er uns in Aussicht gestellt hat, ein Mitglied der WWE zu werden, beginnt der Spielspass erst richtig.

Da unsere Körperwerte noch unter aller Sau sind, müssen wir unbedingt ein paar Trainingseinheiten absolvieren, bevor wir in den Ring steigen. Um vorzubeugen, das wir unseren Recken innerhalb einer Woche zur Kampfmaschine pushen, ist pro Woche nur eine Trainingssitzung möglich. Wir müssen also entscheiden, welche Körperbereiche wir jede Woche verbessern. Das Gewichtheben stärkt die Beinmuskulatur, das Bankdrücken die Arme und Oberkörper und die Ringerbrücke den Kopf- und Nackenbereich. In wie weit jede Übung erfolgreich ist, liegt natürlich an euch. So muss man beim Gewichtheben kräftig in das Micro pusten und die angezeigten Balken komplett zu füllen. Dafür stehen uns 30 Sekunden zur Verfügung. Bei der Ringerbrücke müssen wir dem kleinen Quadrat mit dem Pen folgen ohne den Kontakt abbrechen zu lassen. Sollte es dennoch passieren, verlieren wir das Gleichgewicht. Ist der Gleichgewichtsbalken leer, ist die Übung beendet. Was am Anfang immer recht einfach aussieht, wird immer schwieriger. Beim Bankdrücken müssen wir die fallenden Balken vor dem roten Bereich erwischen und wieder nach oben schieben. Auch hier wird es immer schwerer, weil die fünf Balken immer schneller fallen. Somit müssen wir uns in Geduld üben, bis unserer Recke eine ordentliche Form hat.

Nun endlich können wir uns auf den Weg in die Arena machen. Unser Weg führt durch den Backstage Bereich bis zum Ring. Unterwegs werden wir den einen oder anderen Kontrahenten treffen, doch auch hier sind sie von uns Frischling wenig angetan. Das ändert sich erst im Laufe der Zeit, wenn wir uns ein gewisses Ansehen erarbeit haben. Die Einmarschsequenzen zum Ring sind optisch äußerst ansprechend. Mit größtenteils originaler Einmarschmusik und Posen steigt natürlich die Vorfreude auf das nun kommende. Die Kampfsteuerung erfolgt ausschließlich mit dem Stylus. Lediglich die Bewegung des Wrestlers erfolgt mit dem Steuerkreuz. Was bei der 2008´er Version eigentlich ganz gut funktionierte, bleibt hier weit, weit hinter den Ansprüchen zurück. Die Schläge, bei denen lediglich der Screen angetippt werden muss, klappen noch ganz gut, aber bei den Griffen und den darauffolgenden Moves ist es eigentlich vorbei mit der Herrlichkeit. Für die Griffe muss man einen oder zwei Kreise auf dem Touchscreen zeichnen und dann das Steuerkreuz in eine Richtung drücken. Da klingt zunächst einfach, gestaltet sich aber in der Praxis äußerst schwierig. Denn man wird den Eindruck nicht los, das der CPU Gegner einem mindestens einen Schritt im voraus ist. Was erschwerend hinzukommt, es gibt für uns keine Möglichkeit auszuweichen oder ein Konter zu starten. So sind beide Kontrahenten den Aktionen des Gegners hilflos ausgeliefert. Die einzige Strategie die sich bewährt hat, den Gegner mit Tritten und Schlägen zu zermürben und Aktionen nur am Boden auszuführen. Erst wenn seine "Liegezeit" am Boden sich erhöht, kann man ihn aufrichten und dann einen Griffmove ausführen. Doch ehrlich - das ist doch nicht das, was uns wochenlang am DS fesselt !

Nach jedem Sieg, bekommen wir eine kleine Kampfbörse und Punkte, die wir in unsere Fähigkeiten investieren können. Pro Kampf beträgt die Punktzahl 50 Punkte. Klingt nicht schlecht, doch man benötigt für jeden der fünf Fähigkeiten 200 Punkte um einen weiteren Fortschritt zu erzielen. Diese Entwicklungsfeature der Kämpfer ist natürlich ein riesiger Langzeit Motivator. Denn es dauert eine halbe Ewigkeit, bis wir unsere Fähigkeiten auf ein ordentliches Maß gesteigert haben. Nach durchschnittlich 6 Siegen werden wir endlich Mitglied der WWE und nach 10 Siegen dürfen wir das erste mal in einem Pay per View Event um den Intercontinental Titel kämpfen. Mit dem Titelgewinn steigt natürlich auch unsere Reputation bei den anderen. Mit unserem größeren Ansehen können wir nun auch darüber nachdenken, bei einem anderen Brand anzuheuern. Denn nur so, können wir wirklich alle Titel holen und in die Hall of Fame einziehen. Den Multiplayer erwähne ich hier nur am Rand. Da man sich maximal zu zweit messen kann und das auch nur mit dem Multikartenspiel, muß man an dieser Stelle nicht weiter ausführen.

Grafik & Sound....

Grafisch bietet Smackdown vs. Raw 2009 einiges. Das Highlight ist natürlich die Einmarschsequenz. Fließende Bewegungen und authentischen Posen bieten für das Auge einen richtigen Genuss. Auch die Bewegungen der Akteure im und außerhalb des Rings sehen richtig gut aus.

Bei der Akustik sieht es nicht ganz so rosig aus. Die Spielmusik ist nur in den ersten paar Minuten akzeptabel, wirkt dann aber im Laufe der Zeit eintönig und etwas nervig. Im Ring sind die Soundeffekte, wie sag ich es mal, einfach strukturiert. Sie klingen, als ob man einen Zwieback zerbröselt. Was wirklich fehlt ist ein Kommentator. Man hat beim Kampf nur die jubelnde Zuschauermenge und das Zwiebackgeräusch. Wenn da eine menschliche Stimme ein wenig Abwechslung bringen würde, wäre uns schon viel geholfen. Aber wenigstens bringen die originalen Einmarschmusiken unsere Ohren ein wenig auf Trapp.

Fazit....

Smackdown vs. Raw 2009 hätte es zu einem Dauerbrenner auf dem DS bringen können. Durch die langsame Entwicklung unseres Wrestlers und das Ziel in die Hall of Fame einzuziehen, hätte man wochenlang Spielspaß gehabt. Doch nachdem man sich die ersten paar Matches mit dieser "unrunden" Steuerung angetan hat, verfliegt der Enthusiasmus sehr schnell. Natürlich kann man seine Kämpfe gewinnen, aber die Art und Weise ist auch entscheidend. Optisch und inhaltlich hat man alles getan um ein richtig gutes Spiel an den Mann zu bringen, aber es reicht eben nicht, wenn man das Grundlegende eines Spiels verhaut. Das man es versäumt hat, die Damen der Szene an dem Spiel teilhaben zu lassen, kann man irgendwie noch verzeihen. Zumindest bei der Gürtelpräsentation bekommt man mal eine Dame zu Gesicht. Das große Manko bleibt also die Steuerung, die aus dem Anwärter eines richtig guten Spiels, einen mittelmäßigen Durchschnittstyp gemacht hat.

 

+ 29 aktuelle Superstars
+ Tolle Einmarschsequenzen
+ Entwicklung der Kämpfer
+ Viele Matcharten
+ Langzeitmotivation
- Steuerung per Stylus
- akustisch wäre mehr möglich
- MP nur per Multikartenspiel
- die Damen der Branche fehlen

GRAFIK: 75%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER: 49%

GESAMTWERTUNG: 68%

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