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NDS Rango
 
 
Rango - NDS
Matthias Engert (28.04.2011)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Behaviour
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Schaut man sich so ein wenig die Kinolandschaft der letzten Monate genauer an, fallen einem zig Animationsfilme auf, die immer mehr oder weniger aus dem Nichts auf die Leinwand kamen. Neben den Blockbustern sind es oft auch völlig unbekannte Helden, die so das Licht der Welt erblicken. Rango ist so einer dieser Vertreter. Ein abgedrehter Charakter, mit einer ebensolchen Geschichte im Schlepptau. Und wie immer lassen die entsprechenden Spielumsetzungen nicht lange auf sich warten. Wobei immer öfters die Spiele sogar noch vor dem Film veröffentlicht werden. Wie fast immer im Nintendo Zeitalter, buhlen wieder mindestens 2 Versionen um die Gunst der Käufer. So auch hier und wir stellen euch neben der Wii Version, auch den DS Ableger etwas genauer vor.

Menus und die Story....

Dieses Mal zeichnet sich hierzulande Electronic Arts als verantwortlicher Publisher aus. Entwickelt wurden die einzelnen Versionen dabei von Behaviour, die zumindest keine Neulinge auf den Nintendo Plattformen sind. Was man ob des gespielten Inhalts der DS Version durchaus auch merkt. Denn mal abgesehen von der fehlenden Sprachausgabe, die auch hier durchaus passend gewesen wäre, passt der Rest. Alle Texte im Spiel sind komplett lokalisiert und 3 interne Speicherplätze, sorgen für die Möglichkeit wahlweise automatisch oder manuell den Spielfortschritt zu sichern. Ganz im Stile des Films ist auch hier die Spieleranzahl und Rango ist mal wieder ein typisches Einzelspieler Game auf dem DS. In Sachen Story hält man sich natürlich schon an den Film, sprich Locations daraus sind natürlich auch hier enthalten, bringt aber auch neue Einflüsse in Sachen Aufgaben mit, die im Film keine Rolle spielten. Held des Spiels ist das Chamäleon Rango. Seines Zeichens Sherriff der Wüstenstadt Dirt. In den Umgebungen dieser Stadt spielt sich alles ab und Rango darf einigen ungeklärten Ereignissen nachgehen und sich gleich mal um ein paar Bösewichter kümmern. Bad Bill, so einer der Gegenspieler von Rango führt nichts Gutes im Schilde und ist doch nur ein Puzzle Teil in einer Verschwörung. Dazu kommen ein paar merkwürdige Metallsplitter, die vor Jahren in der Umgebung niedergeprasselt sind, und auch das Thema Außerirdische spielt eine Rolle. Alles ein wenig abgedreht, wie eigentlich das gesamte Spiel samt der Geschichte drum herum. Denn Humor wird hier durchaus groß geschrieben und allzu ernst nimmt sich selbst Rango nicht.

Bevor ihr euch hier nun in die Weiten der Wüste begebt, steht der Spielstart an. Ohne großes Tamtam landet man hier auf dem Hauptmenu, dass euch simple 3 Menu Punkte zur Auswahl gibt. Neben dem Neuen Spiel, kann man hier sein gespeichertes Spiel Fortsetzen, oder in den Optionen nach dem Rechten sehen. Wobei es hier nicht viel zu sehen gibt und nur die Soundeinstellungen und Sprachwahl stehen euch zur Verfügung. Abschließend nur noch die Credits und das war es eigentlich auch schon mit dem Vorgeplänkel. Starten wir also gleich ein Neues Spiel und schauen uns die spielerischen Inhalte etwas genauer an.

Technik und Gameplay....

Beginnt Ihr ein neues Spiel, entscheidet man sich für einen der 3 möglichen Speicherstände. Im späteren Verlauf bekommt ihr hier auch eine Anzeige, an welchem Ort ihr gerade seid, wie lange ihr schon spielt und über welche Herzanzahl und Geldmenge ihr verfügt. Allerdings werden euch diese Infos auch im Spiel selber angezeigt. Wirklich nur auf die Schnelle informatorisch. Beim ersten Spielstart beginnt danach die einführende Sequenz. In einer recht groben 3D Darstellung gehalten, wird man so in die Geschichte eingeführt und findet sich zu guter Letzt mit Rango auf der staubigen Piste im Örtchen Dirt wieder. Ihr bekommt euren ersten Auftrag im Spiel, ohne die nichts hier gehen wird und man darf sich danach seine ersten Sporen verdienen. Schnell werden einige grundlegende Dinge sichtbar. Zunächst die Screen Aufteilung, die hier klar geregelt ist. Während der Touch Screen die eigentliche spielerische Action darstellt, dient der Top Screen für verschiedene informatorische Anzeigen. Voreingestellt ist immer die Karte der aktuellen Location, die euch neben dem Areal und den Wegen selber, auch wichtige Orte als markante Punkte oder mit Symbolen anzeigt. Weiterer Bildschirm ist hier das Pausenmenu, das man über die Starttaste aufruft. Hier kann man jederzeit seine aktuelle Hauptaufgabe einsehen, und sich über etwaige Nebenaufgaben informieren. Ebenso kann man hier punktgenau und jederzeit Speichern. Ein durchaus gelungenes Feature, wenn man seinen DS dann doch mal zur Seite legen will. Letzter und durchaus wichtiger Bildschirm, ist die Infotafel über das Inventory und die Ausrüstungen, samt gesammelten Objekten des Helden. Auch dies gibt es im Spiel zuhauf und Sorgen für das angedeutete RPG Feature, dass hier zumindest auch Verbesserungen des Helden zulässt und damit der Motivation des Spielers zu Gute kommen sollte.

Dabei ist Dirt als Standort das Zentrum des Spiels, und damit auch eures Spielvergnügens. Hier trifft man erste Charaktere, findet mit dem Shop und dem Hufschmied Orte zum Entwickeln des Rackers und zudem mit dem örtlichen Saloon, ein Quell der Informationen. Dabei ist die Sichtweise auf das Spiel zumeist in einer typischen Adventure Umsetzung gemacht, sprich ihr schaut von schräg oben auf das Geschehen. Mittels Steuerkreuz bewegt ihr Rango durch die Gegend, wobei Geschicklichkeitseinlagen hier kaum eine Rolle spielen. Zumindest nicht in dieser Sichtweise. Er kann zwar von Plattformen und erhöhten Vorsprüngen springen. In Sachen Jumper Action und Akrobatik war es das aber dann auch schon. Der Rest ist reine Umgebungsaction und die Möglichkeit über Nah- und Fernattacken der Gegnerschaft im Spiel Herr zu werden. Wobei man hier wie ich finde den richtigen Weg eingeschlagen hat. Denn im Großteil ist Rango ein reiner Action Titel, der allerdings alle Möglichkeiten erst nach und nach frei gibt. Der Spieler und damit unser Held, wächst halt mit den Herausforderungen. Dabei ist das Aufgaben Game Play an sich einfach gestrickt und ist alles andere als neu im Genre. Einer der Dorfbewohner hat mal wieder ein Anliegen an euch. Mal mehr oder weniger wichtig, gilt es sich für unseren Sheriff darum zu kümmern. Diese Aufgaben sind natürlich zumeist das dingfest machen eines Schurken. Um bis zu ihm zu gelangen, muss der Spieler das Dorf verlassen und in die Umgebung verzweigen. Dort gilt es meist gleich mehreren Karten Bildschirmen einen Besuch abzustatten. Diese sind dann so gestaltet, dass Rango das Gebiet an einem Eingangspunkt betritt, drinnen verzweigen kann und am Ende einen Ausgang benutzen muss. Dort geht es dann wahlweise zum Boss, oder eben erst mal zu einem weiteren Abschnitt der aktuellen Umgebung.

Durchzogen sind die Gebiete nun von allerlei Gegnern und vielen kleinen Rätseln, die mit der Zeit auch durch die Fähigkeiten des Helden bedingt, etwas an Würze und Schwere zunehmen. Gegnertypen gibt es ein paar verschiedene, die sich in Leicht und Schwer einteilen lassen. Vielen benutzen Fernattacken, andere versuchen euch im Nahkampf zu bearbeiten. Um diesen Herr zu werden bedient man sich dem Verwandlungsprinzip. Dazu existieren im Spiel 4 sogenannte "Rollen", in die Rango schlüpfen kann und durch die man live im Spiel über die L-Taste durchwechseln kann. Zu Beginn stehen euch 2 zur Verfügung. Das Basis Aussehen, bei dem Rango nur mit Shirt bekleidet Schlagen kann und eine höhere Laufgeschwindigkeit mitbringt. Die zweite deckt die Fernattacken ab, da er hier als Sheriff herumläuft und mit seiner Knarre zum Erbsenschießer wird. Attacken werden im Spiel mit Y ausgeführt, wobei man mittels R-Taste Gegner aus fest ins Visier nehmen kann. Mit diesen beiden Grundattacken kann man sich den meisten Gegnern zunächst erwehren und mit der Basis Ausstattung auch Kisten und Fässer zerstören. Dies sollte man auch tun, da man für diese beiden und auch die weiteren zwei, sogenannte Tokens findet. In speziellen Farben überall zu finden, dienen diese später dazu, um Upgrades für die jeweilige Rolle zu finden. Auch das finde ich gut, dass man eben nicht oberflächlich nur einmal etwas verbessern kann, sondern eben für alle 4 möglichen Rollen gleich noch mehrere Stufen. Und selbst innerhalb der Rollen gibt es Upgrades, die man im Spielverlauf findet und freischaltet, um sie später zu verbessern. So findet Rango z.B. das goldene Geschoss als Sheriff. Per X-Taste schießt man dieses ab, dass nun als große Pistolenkugel eine ganze Weile in langsamen Tempo durch die Gegend fliegt. Gelungen deshalb weil man dieses Geschoss im Flug steuern kann und so entfernte Gegner und auch Objekte trifft.

Denn wie schon erwähnt gilt es auch einige Rätsel zu lösen, die oft genug das Treffen von entfernten Schaltern beinhalten, die man nicht sofort sieht. In Sachen Upgrades kann man hier speziell die Anzahl der mitführbaren Geschosse erweitern. Denn die anfänglichen 5 reichen nur bedingt weiter. Zwar lassen erledigte Gegner alles Mögliche fallen, darunter auch solche Geschosse, aber ein höherer Maximalwert macht sich immer gut. Denn gerade wenn man händeringend ein bestimmtes Item braucht, lassen es die Gegner eben nicht fallen. Weiteres Ziel neben den Tokens in Form der farbigen Symbole, sind simple Metallsplitter. Ähnlich wie Münzen in anderen Spielen findet man sie im 4stelligen Bereich im Spiel. Diese kann man in einem weiteren Shop wiederum gegen Tokens direkt tauschen. Zwar teuer, aber auch eine gelungene Möglichkeit. Das System schaukelt sich mit der Zeit dann ganz gut auf. Denn zum einen findet Rango die Rolle Duellant, die ihm im Nahkampf mit einem Degen eine wirkungsvollere Angriffsmöglichkeit gibt und zu guter Letzt die Rolle Ausgräber, die wieder mehr den Rätselteil abdeckt. Denn damit und den hier nun möglichen Upgrades, könnt ihr auch Sprengstoff in Form von Feuerwerkskörpern mit euch führen und unter anderem auch an bestimmten Stellen nach Schätzen graben. Und zu allen 4 Rollen kann man die Eigenschaften des Helden bis zu 10x Leveln, um es einfach auszudrücken. Und selbst die Lebensleiste ist erweiterbar. Mit der Zeit erlebt man dann nämlich schon das eine oder andere Ableben des Helden. Danach wird man jeweils immer am Anfang des aktuellen Areals abgesetzt. Das kann natürlich im ungünstigen Fall auch etwas nerven. Das umgeht man hiermit und Bonusherzen, welche die Lebensleiste mehr als verdoppeln, sind ebenfalls gut versteckt. Auch dies hebt durchaus den Sammlertrieb und die Motivation des Spielers.

Im Laufe der gut 10 Stunden, die man mit dem Spiel Zubringen kann, werden auch die Areale immer größer und mehr. Bedeutet auch dass man hin und wieder lange Wege zurücklegen muss. Um hier Langatmigkeit vorzubauen, haben die Entwickler ein Transportsystem der etwas lustigen Art eingebaut, den Rennkuckuck. Wesen die nach vielen Tiervarianten aussehen und die man als Spieler an markanten Punkten einer Umgebung antrifft. Ausgehend von einem dieser Punkte direkt im Dorf Dirt, muss man einfach nur die Gegenstücke in den Umgebungen finden, und kann danach jederzeit ganz fix die Locations wechseln. Macht viele Momente flüssiger, ohne die Spielzeit künstlich zu verkürzen. Auch darum, weil man bedingt durch das nach und nach Freischalten der Rollen, manche Gebiete zu einem späteren Zeitpunkt noch mal bereist. In Sachen Schwierigkeitsgrad ist der Titel kein Selbstläufer. Man entwickelt zwar für alle Gegnertypen eine Strategie mit der Zeit, aufpassen muss man dennoch immer wieder. Das gilt auch für die enthaltenen Boss Kämpfe. Hier gilt es eine große Lebensleiste des Gegners zu leeren, indem man in abgeschlossenen Arealen die Attacken sprechen lässt. Insgesamt ein Bodenständiger Titel, der viele Genre Facetten mitbringt, ohne dabei aber mit neuen Features zu glänzen.

Grafik & Sound....

Grafisch gehört der Titel im Gesamten eher zu den schwächeren Titeln auf dem DS. Das liegt hier vor allem an den oft recht kantigen Backgroundgrafiken und groben Darstellungen. Zwar nicht zu verwechseln mit verpixelten Texturen, aber irgendwie Detail- und oft auch Farbarm. In Sachen Animationen weiß der Titel dagegen durchaus zu gefallen. Auch wenn die Sichtweise nun keine extremen Nahaufnahmen zulässt. Wenn man die Charaktere nah zu sehen bekommt, wie in den Sequenzen, so zeigt sich auch hier der grobe Grafikeffekt sehr stark. Viele Bereiche sind dann auch nicht besonders abwechslungsreich, so dass der Titel hier eher ein biederes Bild abgibt. Auch bei den Effekten ist auf dem DS mehr drin. Auch hier belässt man es zu oft bei Einheits- und Minimalkost. Da kann man heutzutage mehr auf dem DS bieten. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass in Sachen Technik und Engine eigentlich nichts zu beanstanden ist.

Der Sound gefällt dagegen und kommt vor allem sehr passend zum Thema daher. Wildwest Klänge, fetzige Geigenspiele und flotte Western Rhythmen unterstützen die Atmosphäre sehr gut. Auch die Effekte reihen sich hier durchaus positiv mit ein. Klar wäre der I-Punkt hier eine Stimme, die man Rango und seinen Kumpels gegeben hätte. Aber auch so zeigt sich der Soundpart hier von der ordentlichen und gelungenen Seite.

Fazit....

Rango ist auf dem DS einer der ganz typischen Action Titel, die es so schon reichlich auf dem DS gibt. Spielerisch gut gemacht, unterhält der Inhalt und kann auch von der Spielzeit her punkten. Die Schwierigkeit im Spiel ist ausgewogen und bietet auch Gelegenheit sich zu ärgern. Eine gute Steuerung und einige kleine gelungene Spiel Feature runden den guten Eindruck durchaus ab. Das Entwickeln des Helden, kleinere Rätsel und recht umfangreiche Locations geben dem Titel schon das gewisse Etwas. Um sich aus der Masse an Action Titeln abzuheben reicht das gespielte aber nicht. Dazu ist der Inhalt zu berechenbar und bietet im Genre nichts Neues. Was man spielt, ist für Fans des Rackers in Ordnung. Mehr aber auch nicht.

 

+ Flüssig spielbar
+ Gelungene Steuerung
+ Upgrades / Chara Entwicklung
+ Speichern jederzeit
+ Kleinere Rätseleinlagen
+ Komplett Deutsch
- Grafisch etwas grob gestaltet
- Sprachausgabe wäre schön
- Nichts Neues im Genre

GRAFIK: 67%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER/Wi-Fi: --

GESAMTWERTUNG: 69%

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