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NDS Pokemon Ranger 2: Finsternis über Almia
 
 
Pokemon Ranger 2: Finsternis über Almia - NDS
Matthias Engert (28.03.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Action RPG
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Schaut man etwas weiter zurück in der Pokemon Historie, gab es früher eigentlich nichts anderes als immer wieder neue Editionen. Neue Pokemon und hier und da einige spielerische und örtliche Veränderungen. Auf dem DS machte Nintendo von Anfang an klar, das man die Serie etwas mehr ausschlachten will. Was man anfangs durchaus skeptisch sehen konnte, kam erst in den letzten Ausgaben wirklich gut beim Spieler an. Bestes Beispiel ist die Mystery Dungeon Umsetzung mit den Erkundungsteams. Das man zu Beginn der DS Ära so seine Zweifel haben konnte, lag nicht zuletzt am Vorgänger des hier vorgestellten Pokemon Ranger 2 Titels. Denn der erste Ausflug des Spielers in die sogenannte Ranger Welt war eher ein Schnellschuss, als nun ein gelungener Titel. Es gab also viele Hausaufgaben für einen Nachfolger, der nun seit Ende letzten Jahres zu haben ist. Überspitzt ausgedrückt könnte man auch meinen, es konnte eigentlich nur besser werden. Wie sich zeigen sollte, hat Nintendo auch vieles verbessert und einen gelungenen Pokemon Titel für seine Fans umgesetzt. Wie gut der Titel aber im Vergleich ist und wer bei den "alternativen" Pokemon Inhalten die Nase vorn hat, zeigt euch nicht zuletzt auch der Test zu Pokemon Ranger 2: Finsternis über Almia.

Menus und die Story....

Wieder als InHouse Game erschienen, war bei den Rahmenbedingungen schon beim Vorgänger wenig zu kritisieren. Das gilt auch für den Nachfolger, der in Sachen Möglichkeiten auch noch einiges dazu bekommen hat. Neben dem wesentlich längeren Einzelspieler Modus betrifft dies vor allem den Online Modus, den wir euch wie bei den Erkundungsteam Spielen nun ebenfalls hier im Testbericht selber mit vorstellen. Ansonsten ist alles gewohnte Nintendo Qualität. Ein komplett deutsches Spiel, das euch neben einem festen und dauerhaften Speicherplatz auch die Kurzspeicher Variante an jedem Ort des Spiels anbietet. Logisch das dieser flüchtige Speicher nach dem nächsten Neustart verloren geht. In Sachen Story ist der Titel natürlich hier Programm. Ort der Handlung ist die Region Almia. Ihr als Spieler übernehmt hier die Rolle eines Mädchens oder Jungen. Ihr nehmt Abschied von Zuhause und macht euch auf den Weg zur Ranger Schule nach Almia um dort eine Ausbildung als Ranger zu beginnen. Eine Berufsgruppe die in Zusammenarbeit mit den dortigen Pokemon den Frieden in der Region bewahren sollen. Logisch das dies nicht so bleibt und Almia von einer mysteriösen bösen Bedrohung heimgesucht wird. Kaum seid Ihr also einige Zeit an der Ranger Schule, dürft Ihr das Erlernte auch gegen diese Bedrohung einsetzen. Zwar bei weitem nicht so spannend gemacht wie z.b. die Storys in den Erkundungsteam Spielen, aber zumindest brauchbar für das Spiel.

Nach dem Einschalten gibt sich das Spiel, wie eigentlich alle Pokemon Spiele, etwas dürftig was die Menus angeht. Erst später im Hauptspiel selber kommen dann die eigentlichen Optionen zu ihrem Recht. Zu Beginn steht Euch eh nur der Spielstart zur Verfügung. Erst mit der Zeit und logischerweise nach dem ersten Speichern kommen der Laden Punkt dazu, sowie als dritter Hauptmenupunkt das Ranger Netz. Hier findet Ihr die Online Inhalte, die es Euch erlauben immer wieder neue Missionen Online herunter zu laden und auf dem DS zu spielen. Ein ähnliches Prinzip wie bei den Erkundungsteams mit den Wunderbriefen. Aber wie immer steht vorher ein wenig spielerische Arbeit an und wir schauen uns das zweite Ranger Abenteuer mal etwas genauer an.

Technik und Gameplay....

Startet Ihr eine Neues Spiel, darf sich der angehende Ranger für eine weibliche oder männliche Spielfigur entscheiden. Auswirkungen auf das Gameplay selber hat das ganze aber keine. Habt Ihr dies hinter euch gebracht, erwarten euch die ersten, der hier in InGame Grafik gehaltenen Story Sequenzen und die Geschichte nimmt ihren Anfang. Etwas zäh wirkt sich auf die Dauer die Fülle dieser Sequenzen aus. Immer wieder gibt es diese Gespräche im Spiel, die manchmal etwas zu viel des Guten sind. Vor und nach manchen Aufträgen im Spiel wird mehr geschwatzt, als die Mission lang ist. Aber zumindest bleibt hier dann wirklich keine Frage offen. ;-) Für mein Empfinden unterbricht man damit aber hier und da auch das an sich flüssige Gameplay etwas. Wie schon erwähnt seid Ihr also nun aufgebrochen um den Beruf des Rangers zu erlernen, ohne das die unheilvollen Geschehnisse in Almia schon begonnen haben. Zu Beginn verschlägt es euch an die Ranger Schule und Ihr werdet eurem Klassenzimmer zugewiesen. Sehr schön gemacht im Spiel ist das lange anhaltende und in die Geschichte eingebettete Tutorial, das hier gewissermaßen unter Wettkampfbedingungen alle Inhalte und Möglichkeiten erklärt. Also kein extra Menupunkt oder ähnliches, sondern man "baut" Euch hier wirklich Stück für Stück für die Inhalte auf. Einige erste Feature kann man aber schnell erkennen und erklären. Stichwort Sichtweise auf das Geschehen und die Grundsteuerung. Was die Screenaufteilung angeht folgt Pokemon Ranger, auch bedingt durch viele Gameplay Inhalte, klaren Gesetzen. Dient der Touch Screen für die eigentliche Action und Steuerung durch die Menus, so dient der Top Screen zum Anzeigen von Informationen und Karteninhalten. Die Sichtweise ist im Spiel wie in vielen Pokemon Spielen in der Iso Sicht schräg über dem Geschehen gehalten. Gut für die Übersicht und damit auch für die Steuerung. Wobei beim Thema Steuerung eigentlich 2 Bereiche warten.

Zum einen gibt es die Adventure Steuerung, in der Ihr euch innerhalb der Locations bewegt, mit Charakteren redet und sonstige Aktionen wie z.b. das Speichern an festen Stationen auslösen könnt. Was ja die zweite Möglichkeit neben der Schnellspeicherfunktion abdeckt. Um sich nun in den Locations im Inneren und Äußeren zu bewegen kann man zum einen auf eine Kreuz/Tasten Variante zurückgreifen, oder aber auch Zelda like alles per Pen und Touch Screen steuern. Beide Vorlieben werden also in Pokemon Ranger 2 abgedeckt. Ein 8-Way System lässt euch dabei die freie Wahl, wohin Ihr euch in den begehbaren Gebieten bewegen wollt. Klar abgesteckt sind im Spiel allerdings die Wege. Eine große Gesamtwelt, die Ihr über abgegrenzte Wege erlaufen könnt. Im Adventure Modus habt Ihr dazu oben eine Karte zur Verfügung, die euch mittels roter Balken anzeigt, wo Ihr z.b. Gebäude betreten könnt, oder auch von einem Gebiet zum nächsten wechselt. Das sind manchmal einfach nur einige Laufabschnitte ohne Gebäude, um dann wieder in kleine Dorflocations mit mehreren begehbaren Gebäude zu führen. Ehe Ihr aber nun durch die Gegend schlendern könnt, muss man erstmal die Ranger Schule hinter sich bringen und das eigentliche Gameplay tritt wieder in den Vordergrund. Nachdem Ihr euch hier einen Namen gegeben habt wird euch erstmal das grundlegende beigebracht. Grundlage allen Spielens in Pokemon Ranger 2 ist der FangKom. Ein Gerät mit dem es möglich ist Pokemon einzufangen und auf einer emotionalen Ebene mit ihnen zu kommunizieren. Einfach gesagt Freundschaften zu schließen und sie für die eigenen Belange einzusetzen. Von diesem FangKom gibt es im Spiel verschiedene und können im Verlauf auch um einiges aufgewertet werden. Hier kann man schon einen klaren Fokus ausmachen. Das Spiel ist nicht der typische Pokemon Vertreter, bei dem die kleinen Racker im Vordergrund stehen, sondern der Spieler und sein FangKom. Sprich es geht nicht darum die Pokemon zu leveln und zu entwickeln, sondern sich selber und die Möglichkeiten des FangKom. Die enthaltenen Pokemon im Spiel sind nur unterstützend tätig. Wenn auch sehr wichtig, denn ohne sie geht gar nichts im Spiel.

RPG Inhalte gibt es also schon, aber eben nicht auf die Pokemon selber bezogen. Um den Gebrauch des FangKom zu erklären schauen wir einfach mal in eine einfache Übung. Dieser Teil deckt auch den zweiten Teil der Steuerung ab. Neben dem Adventure Teil wartet hier nun der Abschnitt des Pokemon Fangens. Von den Pokemon im Spiel gibt es 2 Varianten, die Freund und Partner Pokemon. Stellen die Freund Pokemon nur eine temporäre Variante dar, werden die Partner Pokemon auf Dauer zu euch gehören. Künmern wir uns erstmal um die einfachen Freund Pokemon. Um ein Pokemon zu fangen läuft man zunächst frei in der Gegend herum und sieht die möglichen Kandidaten auch. Man läuft drauf zu, berührt sie und schwupps, landet man in einem neuen Screen auf dem Touchscreen. Hier sieht man wie in einer kleinen Arena, je nach Untergrund und Location, eines oder auch mehrere Pokemon herumwuseln. Wichtig sind nun mehrere Anzeigen im Bild. Zum einen besitzt das eigene FangKom auch eine eigene HP Leiste am unteren Bildschirmrand. Wichtiger sind Bestandteile die das Pokemon selber betreffen. Gefangen wird das Pokemon mittels des Pen. Dazu muss man als Spieler um das Pokemon herum geschlossene Kreise ziehen. Schafft man einen davon wird ein Balken unter dem Pokemon sichtbar, der im übertragenen Sinne die Zuneigung zum Spieler darstellt. Ist der Balken voll gilt das Pokemon als gefangen und der "Kampf" ist vorbei. Je nach Schnelligkeit oder z.b. dem Fangen mit Kreisbewegungen hintereinander ohne abzusetzen, bringt nun Erfahrungspunkte für den Spieler. Ist die ebenfalls vorhandene EP Leiste voll gibt’s ein Level Up und das FangKom entwickelt sich. Anfangs nur in dem Ihr mehr HP bekommt. Danach geht’s wieder raus in den Adventure Teil und das gefangene Pokemon läuft nun sichtbar hinter euch her. Soweit die einfachste und schnellste Variante im Spiel. Jetzt kommen so langsam die Feinheiten dazu. Zunächst wichtig zu wissen ist die Tatsache das man die Pokemon nicht auf Dauer fängt.

Denn die Freund Pokemon sind austauschbar und immer nur einmal für etwas zu gebrauchen. Hintergrund ist einfach das Spielziel. Das Spiel wartet auf euch mit einer Vielzahl an Missionen und Aufträgen auf euch, die nur mithilfe der Pokemon Fähigkeiten lösbar sind. Auch hier ein simples Beispiel. Ihr lauft einen Weg entlang und könnt am Ende nicht weiter, weil euch z.b. eine Kiste den Weg versperrt. Tippt man die Kiste mal an, sieht man ein Eigenschaften Fenster und darin den Hinweis, das die Kiste nur mit der Fähigkeit Zertrümmerer zu beseitigen ist. Dazu kommt auch noch ein Level das benötigt wird. Steht also Zertrümmerer 1, so braucht man hier ein Pokemon das diese Fähigkeit und das Level beherrscht. Also muss ein entsprechendes Pokemon her. Dafür kann man sich nun die sichtbar umherwuselnden auch näher anschauen und tippt diese ebenfalls an um ein Infofenster zu öffnen. So finden wir hier mal als Beispiel ein Bidiza und siehe da, dort steht das dieses Pokemon die Fähigkeit Zertrümmerer 1 beherrscht. Also läuft man hin und fängt es. Danach folgt es euch und Ihr lauft zu besagter Kiste. Nun tippt Ihr das Bidiza an und zieht eine Linie von ihm auf die Kiste und bekommt nun eine Abfrage, ob Ihr die Kiste mit diesem Pokemon zerstören wollt. Ihr bejaht das ganze und dürft in einer kleinen Extra Sequenz verfolgen wie das ganze auch passiert. Danach und das ist der entscheidende Unterschied zu anderen Pokemon Spielen verschwindet das eingesetzte Pokemon. Nun wäre auch das noch relativ simpel und das System schaukelt sich schon noch um einiges auf. Zunächst könnt Ihr nur maximal 3 Freund Pokemon mit euch nehmen. Habt Ihr schon 3 und fangt ein weiteres, müsst Ihr eines auswählen, das freigelassen wird. Daher ist der Bezug zu den gefangenen Pokemon auch nicht der Rede wert. Dieses Gameplay mit den Fähigkeiten ist der Hauptbestandteil der Rätsel im Spiel. Denn die enthaltenen Missionen und Aufträge erfordern immer wieder gewisse Fähigkeiten um eben z.b. Hindernisse aus dem Weg zu räumen, ganze Areale und deren Wetter und Status zu verändern oder z.b. um Gerätschaften zu zerstören. Logisch das es hier bei Level 1 Fähigkeiten nicht bleibt und man mit der Zeit wesentlich höhere dieser Level benötigt. Also müssen auch die Pokemon dafür einiges mehr drauf haben und werden dadurch auch schwerer zu finden und zu fangen.

Wieder rückt hier das Thema FangKom in den Vordergrund. Denn je höherwertiger eine Fähigkeit die man braucht, um so stärker muss auch das dazugehörende Pokemon sein. So trifft man allein für alle möglichen Wasser Fähigkeiten natürlich auch auf alle Entwicklungsstufen der jeweiligen Pokemon. Gilt es also nur ein paar einfache Brände in einer Mission zu löschen, reicht es ein Schiggy zu fangen. Gilt es aber z.b. ein ganzes Areal von lodernden Flammen zu befreien, bedarf es eines Turtok, das diese sogenannte Arealfähigkeit besitzt. Und je mächtiger das Pokemon, um so schwerer ist es zu fangen. Das beginnt bei 2 wichtigen Dingen. Zum einen wehren sich die Pokemon immer mehr und zum anderen füllt z.b. eine Kreisbewegung bei einem einfachen Pokemon fast 50% des Balkens, während es bei einem schweren Pokemon gerade mal 10% sind. Hier kann man z.b. den EP Bonus vergessen, den es gibt wenn man ohne abzusetzen Kreise ziehen kann. Bei den schweren muss man absetzen und z.b. deren Attacken abwarten. So schießt z.b. ein Elektro Pokemon Blitze. Treffen diese eure sichtbar gezeichneten Kreise, verliert Ihr ein wenig HP eures Fangkoms. Das kann im ungünstigsten Fall dazu führen, das die Leiste leer ist. Dann landet Ihr am letzten Speicherpunkt und dürft alles danach getätigte noch mal angehen. Je höher nun das Level das FangKoms um so weniger Kreise muss man z.b. zeichnen um das Pokemon zu fangen. Desweiteren kommen nun die Partner Pokemon zu ihrem Recht. Diese kann man maximal 4 mal bekommen. Anfangs nur eines, läuft auch diese immer sichtbar hinter euch her, verschwindet aber nicht wenn man deren Fähigkeiten einsetzt. Auch ist der Moment um sie einzusetzen ein anderer. Nicht im Adventure Part um Aufgaben zu lösen, sondern um euch beim Fangen selber zu unterstützen. Auch hier wieder ein Beispiel. Habt Ihr ein Elektro Pokemon als Partner Variante dabei, so erhaltet Ihr für das oder die Partner Pokemon eine zusätzliche Leiste. Diese füllt man stetig durch Erfolge beim Fangen der normalen Freund Varianten. Einmal voll kann man nun ein entsprechendes Menu aufrufen und eine Fähigkeit anwählen. Hier z.b. die Blitz Attacke. Ausgelöst lässt das Partner Pokemon diesen im Fang Areal los und das dort sich wehrende Pokemon wird gelähmt. Wenn es sich nicht bewegen kann, ist es logischerweise leicht zu fangen. Da man aber die Leiste eben jedes Mal neu füllen muss, sollte der Einsatz also wohl überlegt sein.

Und so langsam steigt der Anspruch im Spiel. Richtig stimmig wird das ganze natürlich dann, wenn Ihr die Schule abgeschlossen habt. Dann zeigt auch die Story das erste mal was geht und die Schule wird von mysteriösen Pokemon angegriffen. Hier merkt man nun das es auch "Boss Pokemon" gibt, bei denen es nicht darum geht sie zu fangen, sondern einen HP Balken im Areal zu leeren. Danach darf man Almia das erste mal bereisen und gelangt zur Ranger Station, die von nun an euer Ausgangspunkt für alles sein wird. Jetzt kommt das Auftrags und Missions Gameplay zum Tragen. Hier kann man nun unterscheiden zwischen Pflicht und Bonus. Missionen gehören zur Story und müssen gelöst werden, während Aufträge gelöst werden können. Allerdings sollte man diese durchaus angehen. Denn für beide Varianten gibt es spezielle Belohnungen. Löst Ihr Missionen steigt Ihr im Ranger Rang, der euch z.b. ab bestimmten Rängen mehr Freund oder Partner Pokemon zur Verfügung stellt. Löst man Missionen, die man von den einfachen Bewohnern Almias bekommt, erhält man Boni für das FangKom. Das reicht von Status, Wetter oder Zeichnungsboni, bis hin zu Belohnungen die das FangKom resistenter gegen bestimmte Attacken machen. Maximal 10 Ränge sind möglich im Spiel die man als Ranger erreichen kann. Einhergehend damit ist natürlich der Zugriff auf die Gebiete in Almia, die ebenfalls steigen und eine ansprechend große Zahl an Locations anbieten. Hat sich das Spielprinzip einmal in allen Facetten gezeigt, spurtet Ihr von Mission zu Mission und der Anspruch und die Möglichkeiten steigen an. Auch wenn man sagen muss, das der rote Faden durch das Spiel das ganze nicht episch lang und schwer macht. Aber unterhaltend ist es allemal. Zumal auch durch das Spielprinzip der Sammel- und Entwicklungstrieb des Spielers angeregt wird. Nur eben auf eine andere Art, als man das von einem Pokemon Spiel vielleicht erwartet. Von daher sollten gerade Fans der Editionen und des üblichen Pokemon Gameplays genau abwägen ob ihnen das Spielprinzip gefällt. Denn z.b. mit den Erkundungsteam Varianten gibt es "alternatives" Pokemon Gameplay, das mir persönlich schon noch besser gefällt und auch in Sachen Spielzeit und Umfang mehr bietet als die Ranger Varianten. Wobei der erste Teil der Ranger Variante eh äußerst mäßig war.

Eines kann man dem Spiel aber nicht absprechen. Im Gegensatz zum ersten Teil ist wesentlich mehr drin und was man spielt auch unterhaltsamer gemacht. Selbst das simple Fangen mit den Kreisen macht schon Laune und erfährt ja auch im Spielverlauf einiges an Schwierigkeiten die man meistern muss. Ein simpler Abendfüller ist das Spiel also nicht und man sitzt schon sein 10-15 Stunden. Aber glücklicherweise hat man auch nach der eigentlichen Story seinen Spaß. Denn durch das Ranger Netz kann man sich ja Online immer neue Aufträge herunter laden und sich immer wieder auf die Suche nach helfenden Pokemon in den Gebieten von Almia machen.

Grafik & Sound....

Grafisch setzt auch die zweite Ranger Variante keine Maßstäbe. Dazu ist die Detailfreude einfach zu gering. Zumindest wenn man sich die normale Gestaltung der Umgebungen ansieht. Der Fokus ist hier auf Kleinigkeiten gelegt. So z.b. was Effekte angeht die sich auf Wetter oder Status Veränderungen beziehen. So sind Flammen Effekte z.b. sehr schön umgesetzt und wirken auch um einiges lebendiger, als wenn man die Umgebung in ihrem Normalzustand sieht, wo es eher etwas steril wirkt. Gefallen können auch die Animationen der Pokemon selber. Egal ob sie nun wild hinter euch her wuseln oder in den Arealen sich gegen das Fangen wehren. Technisch dagegen bekommt man einmal mehr gewohnte Nintendo Qualität geboten und alles was spielt oder tätigt, geht exakt und technisch einwandfrei über die Bühne. Gerade das wichtige Thema Zeichnen sei hier angemerkt.

Beim Sound schlägt das ganze ein wenig in die Kerbe, die auch schon bei den Erkundungsteams zu hören war. Die Musikstücke sind zwar vollkommen in Ordnung, aber weit weg von Ohrwürmern oder epischen orchestralen Stücken. Sie dudelt in den einzelnen Gebieten vor sich hin, ohne das sie großartig nervt oder eben Gänsehaut erzeugt. Auch die Effekte sind eher blasser Natur. Zwar hat man versucht die original Laute der Pokemon einzubinden. Aber wenn man ehrlich ist, klingen sie nicht viel anderes als auf dem GameBoy. Für den Wiedererkennungseffekt natürlich gut, aber auf dem DS ist schon mehr drin denke ich. Grafisch und Soundtechnisch also durchaus eher DS Durchschnitt.

Online Inhalte....

Die Online Möglichkeit in Pokemon Ranger 2 ist eine ideale Ergänzung zum Haupt Spiel. Denn ist man dort an einem Punkt angelangt, wo man sich ein wenig unterfordert fühlt, kann man Online neue Schwierigkeiten erhalten. Über das Hauptmenu gelangt man zum Ranger Netz. Kein Online Modus um gegen andere Spieler anzutreten, sondern eben um sich stetig neue Aufträge herunter zu laden. Dabei ist es natürlich von Vorteil, im Hauptspiel schon einiges erreicht zu haben. Denn viele Aufträge erfordern eben, das man bestimmte Ränge oder Gebiete erreicht hat, ehe man sie herunterladen und spielen kann. Von daher genau das richtige für die Spieler die alles gesehen haben und dennoch nicht genug haben können. Wer begleitende Inhalte von Anfang sucht ist, wird dem Online Inhalt natürlich zunächst nicht glücklich.

Fazit....

Vergleicht man Pokemon Ranger 2 nur allein mit seinem Vorgänger, ist das Ganze natürlich schon ein sehr extreme Weiterentwicklung und vor allem Verbesserung. Mehr Inhalte und mehr Möglichkeiten, die man dem Spieler an die Hand gibt. Und selbst wer einmal fertig ist, kann durch die Online Möglichkeit das Spielvergnügen verlängern. Im Vergleich zu den Editionen oder auch den aktuellen Erkundungsteam Varianten zieht die Ranger Variante dennoch den kürzeren. Dazu ist das Spielprinzip wieder zu simpel und nicht episch schwer gemacht. Zwar ist das Rätsel und Missions Gameplay schon akkurat umgesetzt, fordert aber im gesamten nicht so sehr wie die eigene Konkurrenz. Auch die reine Offline Spielzeit ist nicht mit den anderen Pokemon Titeln vergleichbar. Für Pokemon Fans geeignet, müssen Editionscracks keine schlaflosen Nächte haben. Die gibt’s dann wohl erst ab Mai 2009. ;-))

 

+ Ordentliche Spielzeit
+ Einfache/Gute Steuerung
+ Rätsellastiger
+ Missionsvielfalt
+ Entwicklung der Spielfigur
+ Feature Online Missionen
- Keine Pokemon Entwicklung
- Nichts für Editions Cracks
- Manchmal etwas langatmig
- Menu Ladezeiten
- Zuviel "Small Talk" Szenen

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER/Wi-Fi: 74%

GESAMTWERTUNG: 74%

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