konsolenkost.de

 
NDS Power Rangers: Super Legends
 
 
Power Rangers: Super Legends - NDS
Matthias Engert (05.03.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Handheld Games
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Über Jahre hinweg gab es Serien, die eigentlich aller paar Monate einen neuen spielerischen Ableger bekamen. Lange Zeit teilten sich Spongebob und die Power Rangers diesen Ruhm. Vor allem auf den Handhelden war es mit der Zeit müßig zu Zählen. ;-) Ist das ganze beim gelben Rächer eigentlich bis heute so geblieben, so ist es um die Power Rangers richtiggehend ruhig geworden. Ein Grund dürfte wohl sein, das der Publisher gewechselt hat und nach THQ nun Disney dafür verantwortlich ist. Als "Kenner" aller zurückliegenden Spiele war es meine innige Hoffnung dass eine Pause um die farbigen Helden vielleicht dem Gameplay und Spielspaß durchaus zugute kommen würde. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. ;-) Denn bis auf die Lightspeed Umsetzung für den GB waren die meisten anderen Titel eher weniger gelungen. Wollen schauen wie sich die Power Rangers bei ihrem ersten DS Auftritt so schlagen.

Menus und die Story....

Entwickelt wurde das Spiel von einer Softwareschmiede mit den vielsagenden Namen "Handheld Games". Passender geht's wohl nicht mehr. ;-) Laut Credits spielen wohl auch deutschsprachige Entwickler dabei eine Rolle. Zumindest in unseren Breiten eine eher unbekannte Firma. Zunächst gibt es auch wenig zu meckern. Das Spiel wird Zielgruppengerecht komplett deutsch präsentiert, bietet einen Batteriespeicher via Autosave und darf auch mit 2 Spielern in einem verkappten Co-op Modus gespielt werden. Die Story ist dabei wie bei vielen Power Ranger Spielen etwas für die Eingeweihten unter euch. Für alle anderen eine typische und belanglose Allerweltsstory, die im Jahre 3000 spielt. In Super Legends dreht sich alles um den Schurken Gluto. Dieser entzieht sich ständig der Festnahme durch die Time Force Rangers und richtet nichts als Schaden an. Aktuell macht er die Gegend unsicher, um einige spezielle Kristalle in seinen Besitz zu bringen. Das können die Time Force Ranger natürlich nicht auf sich sitzen lassen und bitten zum Stelldichein der Helden Riege. Denn Fans der Power Rangers bekommen hier wohl die größte Anzahl ihrer Helden auf den Screens des DS zu sehen.

Zunächst startet das ganze unspektakulär und in einem gelungenen Comic Stil, was die Menus angeht. Nach der Sprachwahl wartet das Hauptmenu auf euch, dass euch neben dem Spielstart auch eine Weiter Funktion anbietet, sofern Ihr im Spiel schon etwas voran gekommen seid. Dazu kommen der separat anwählbare Co-op Modus, die Optionen und die Credits. Die Optionen dienen einzig für die Sprachwahl, dem Einstellen der Soundoptionen und zu guter letzt der Veränderung in Sachen Mikro Empfindlichkeit, dass hier also unterstützt wird. Mehr ist es zunächst nicht und der Spieler darf sich schnell in das eigentliche Abenteuer stürzen.

Technik und Gameplay....

Völlig fehlen tut in Power Rangers: Super Legends ein Schwierigkeitsgrad. Hier dürft Ihr euch mit dem auseinandersetzen, was euch die Entwickler vorsetzen. Das Spiel ist im gesamten ein typisches Zielgruppenspiel und bietet vor allem viel einfache Action. Sobald Ihr nun ein neues Spiel begonnen habt, startet das ganze mit einer einführenden Sequenz, bei der meist InGame Grafik im Touch Screen wartet, während im Top Screen Sprechblasen im Comic Stil auf euch warten und die Geschichte so immer weiter erzählen. Ihr seht das erste mal den Schurken Gluto und werdet danach zunächst mit dem ersten Ranger im Spiel auf die Gegner und Level losgelassen. Power Rangers: Super Legends ist ein typischer Scroll Haudrauf Titel, bei dem es darum geht von links nach rechts durch die Level zu kommen, Unmengen an Gegnern umzulegen und in einigen speziellen Abschnitten auch andere Gameplay Facetten zu erleben. Doch darum kümmern wir uns später. Zunächst kümmern wir uns um das Hauptgameplay im Spiel. Im gesamten liegen vor euch 24 Missionen plus Endgegner Bereiche, die es im Spiel zu schaffen gilt. 2 Drittel davon spielen in einfachen 2D Umgebungen, in denen das Prozedere des Vorankommens eigentlich immer gleich ist. Sobald Ihr steuern dürft zeigt sich zwar ein vielschichtiges Setup, was die Steuerung angeht. Wirklich brauchen sollte man davon aber nur einen Teil. Leider eine große Schwäche des Spiels. Die Level selber sind so gestaltet, dass Ihr auch reichlich Geschicklichkeitsaction hinter euch bringen müßt. Zwar alles andere als schwer wird die Sprungfunktion via B-Taste mehr als reichlich gebraucht. Hier nur als einfache Varianten enthalten ist diese Funktion ohne Probleme umgesetzt. Das Sprungverhalten ist weich gehalten und erlaubt es auch Power Ranger like an Wänden via Sprungtaste ebenfalls nach und nach Höhe zu gewinnen und so obere Bereiche zu erklimmen. Da euch in den insgesamt 24 Leveln Horden an Gegnern erwarten, darf natürlich die Kampfaction nicht zu kurz kommen.

So könnt Ihr gleich 3 verschiedene Attacken loslassen. Mittels des A-Knopfes könnt Ihr einen Laser nutzen, der Gegner nicht tötet aber dafür lähmt, um sie in Ruhe fertig machen zu können. Die Y-Taaste deckt die Fäuste der Ranger ab und läßt euch anfangs durch unentwegtes Drücken eine Dreifach Kombo nach der anderen auf die Gegner loslassen. Allerdings bekommt man schon im zweiten Level einen Gegnertypen zu sehen, der gegen Faustschläge immun ist. Selbst Betäuben hilft da nur wenig. Hier kommt nun die X-Taste zum Einsatz, welche ein Schwert hervorzaubert. Mit diesem ist eigentlich jeder Gegner im Spiel verwundbar, so dass man mit der Zeit einzig diese Aktion für die Gegner nutzt. Unterbrochen nur mal ab und zu vom Laser um Gegner zu lähmen. Denn wenn man euch attackiert, dann mit dem Feature Masse und nicht Klasse. Dabei ist vorankommen ähnlich wie in anderen Spielen dieser Art. Ihr könnt in den 2D Umgebungen ein kleines Stück laufen, müßt aber darin die Umgebung komplett feindfrei machen. Erst dann erscheint ein Go auf dem Bildschirm und Ihr dürft den nächsten Bereich des Levels betreten. Dabei verfolgt Ihr neben dem Erreichen des Endbereiches 2 weitere Ziele. Zum einen gilt es möglichst 3 magische Kristalle pro Level zu finden, die man oben links neben der Lebensleiste als zunächst leere Plätze angezeigt bekommt. Zusätzlich gilt es normale Kristalle einzusammeln, die man mit einer Art Währung vergleichen kann. Oben rechts wird euch diese Sammelwert stetig angezeigt. Hintergrund ist dabei ein durchaus positives Upgrade Feature. Denn habt Ihr einmal die ersten Level durchquert, wartet die Zentrale im Spiel auf euch und Ihr erreicht die sogenannte Halle der Legenden. Hier wartet zunächst ein Charakter auf euch, der entlohnt durch die Kristalle, euren Recken immer wieder neue Moves beibringt. So lernt Ihr vollkommen neue Aktionen um den Gegnern Herr zu werden, oder aber bekommt Upgrades für bereits vorhandene. Gutes Beispiel sind auch hier Combo Angriffe, egal ob mit dem Schwert oder den Fäusten und Ihr könnt so z.b. im Verlauf auch eine 6er Kombo ausführen.

Desweiteren ist die Halle der Legenden dazu da um alte Level jederzeit besuchen zu können. Denn hin und wieder kann es doch passieren, dass Ihr einen der wichtigen Kristalle nicht findet. Besucht man ein Level erneut, bekommt der Power Rangers Fan dann Zugriff auf das Charaktermenu. Wer die Serie seit Anbeginn verfolgt hat, hat nun schon 15 Jahre Ranger Geschichten hinter sich. Hier bekommt man dies dadurch zu sehen, das man hier im gesamten 16 Ranger auswählen kann, die von der Mighty Morphin-Ära bis zum Operation Overdrive-Team reichen. Im Spiel selber sind die Unterschiede aber leider nicht so wie man sich das vielleicht erwartet. Die Aktionen sind bei allen gleich und auch die Wirkung auf die Gegner ist ähnlich. Einzig manche Animation ist verschieden. Es entscheidet dann also mehr die Vorliebe, ob Ihr z.b. lieber den blauen oder roten Ranger in den Kampf führen möchtet. Das man für ein Power Rangers Spiel mit gut 8 Stunden länger als sonst an einem dieser Titel sitzt, liegt nun an einem der Kritikpunkte am Spiel. Denn die meiste Zeit in den 2D Leveln ist man einzig und allein damit beschäftigt auf die Gegner einzuprügeln. 6-10 Gegner auf kleinem Umfeld und weiter geht's zum nächsten Haufen. Dazwischen wieder ein wenig Jumper Action der seichten Sorte u.s.w. Das ist zumindest für ältere Gamer auf die Dauer etwas arg eintönig und langweilig. Auch weil sich das Upgrade Prinzip sehr schnell abnutzt. Denn wie schon erwähnt reicht es die X-Taste zu bearbeiten. Mit der Zeit kommen zwar immer wieder neue und stärkere Gegner. Wirkliche Probleme hat man aber in den Leveln nicht. Auch fehlen komplett irgendwie Aufgaben oder gar Rätsel, die das Ganze ein wenig unterhaltsamer gemacht hätten. Hier fällt mir immer wieder der alte Lightspeed Rescue Titel ein, der mit seinem Menschen Retten Aufgaben durchaus auch was für das Hirn bot. Abwechslung gibt es hier nun durch 2 andere Dinge, die aber im gesamten entweder zu selten oder zu eintönig daherkommen. Noch recht ordentlich gemacht, wenn auch hier und da mit Rucklern behaftet, sind die Flugeinlagen mit dem Flugbike. Hier schaut man wie in Retro Flugshooter oder Titeln wie einem Iridion oder Ikaruga von oben auf das eigene Fluggerät.

Ihr bewegt via Kreuz euer Flugbike im Touch Screen nach allen Richtungen und habt mit der A-Taste einen Laser und mittels aller anderen Tasten eine begrenzte Anzahl an Smartbomben die beide Screens leeren. Positiv das man durch Pickups die Power der eigenen Waffe upgraden kann. Dennoch sind diese Abschnitte zu selten und zu kurz um dauerhaft zu gefallen. Wieder so ein Ding für sich sind die Megazord Kämpfe. 2 Kolosse links und rechts im Screen, die schwerfällig zu bewegen sind und ebenfalls via Tastenkombo ihre mächtigen Waffen herauslassen. Irgendwie haben sich die Megazord Kämpfe seit Anbeginn nicht verändert und sind immer noch mehr ein Anhängsel, damit sie halt dabei sind. Gespeichert wird im Spiel selber via Autosave, wenn Ihr ein Level beendet habt. Bedingt durch die oft langwierige und teils stupide Klopperei sitzt man zwar länger am Titel, wirklich motivierend ist das ganze nur für die jüngere Power Rangers Generation, denen einfaches Gegner umhauen gefällt. Alle anderen, die vielleicht mal auf einen etwas vielschichtigeren Power Rangers Titel gewartet haben verpassen hier nichts.

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es wenig gutes zu berichten. Super Legends ist seit langem mal wieder ein Spiel, dass so locker auf dem GBA möglich gewesen wäre. Wenig abwechslungsreiche Texturen, einfache Farbübergänge und wenige Details abseits der Plattform Action. Zwar unterscheiden sich die Umgebungen schon voneinander, bieten aber alle irgendwie den gleichen einfachen Grundstil. Gerade im Bereich der Scroll Prügler ist auf dem DS viel viel mehr möglich. Das hier gebotene ist wie schon erwähnt allenfalls GBA Niveau. Dazu kommen die mäßigen und immer gleichen Animationen der Helden und eine hier und da nicht saubere Engine. Das verwundert aufgrund der grafischen Gestaltung doch sehr und bringt ebenfalls Abzüge.

Der Sound ist mal so und mal so. Teilweise kommt er dermaßen schräg daher, dass man eher an einen typischen Japano Titel denkt, während es aber auch Abschnitte gibt wo melodische und Pop mäßig angehauchte Stücke zu gefallen wissen. Hält sich ungefähr die Waage. Schwach sind dagegen die Effekte, die immer gleich daherkommen. Uh und Ah, ohne dass sich dabei irgendwas ändert. Paßt leider irgendwie zum mäßigen Gesamteindruck.

Multiplayer....

Der Multiplayer hätte zumindest ein wenig punkten können, wenn der enthaltene Co-op für das Hauptspiel gewesen und mit nur einem Modul spielbar wäre. Beides ist leider nicht der Fall. Ihr braucht zum einen die komplette Ausstattung für beide Spieler und könnt über den Mehrspieler Modus nur spezielle Level miteinander spielen. Zwar geht es dabei auch um nichts anderes als gegenseitig Horden von Gegnern umzulegen. Aber in der Art hier nichts was ein Killerfeature darstellt. Auch hier bietet der DS andere Alternativen. Und das auch mit nur einer Cartridge.

Fazit....

Im gesamten ist Power Rangers: Super Legends leider nicht das Spiel das man sich vielleicht nach einer längeren Power Rangers Pause erhofft hatte. Aus dem Thema selber ließe sich meiner Meinung nach viel machen. Gerade bedingt durch die Anzahl der Ranger mit ihren verschiedenen Fähigkeiten. Davon macht man leider auf dem DS keinen Gebrauch. Stupides Gekloppe und ab und zu mal Abwechslung in Form der Bike und Megazord Abschnitte. Ein halbherziger Multiplayer, grafisch eher GBA Niveau und technisch mit Schwächen bringen dem Spiel einiges an Abzügen. Und nimmt man mal einige Türen die man per Mikro öffnet heraus, ist vom Nutzen der DS Feature weit und breit nichts zu sehen. Für mich ein GBA Spiel, dass einfach auf den DS portiert wurde. Mehr ist es leider nicht.

 

+ Einfache Steuerung
+ Für junge Ranger Cracks
+ Upgrade Feature
+ 16 Ranger spielbar
+ Flugbike Abschnitte
+ Komplett Deutsch
- Nichts für ältere Spieler
- Zu viel stupide Klopperei
- Schwert reicht als Attacke
- Megazord Einlagen
- Halbherziger Multiplayer
- Technische Schwächen
- Grafisch nur GBA Niveau

GRAFIK: 53%

SOUND/EFFEKTE: 58%

MULTIPLAYER: 45%

GESAMTWERTUNG: 48%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de