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NDS PRISM: Light the Way
 
 
PRISM: Light the Way - NDS
Matthias Engert (04.11.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Game Sauce
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 4-10+
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Heimlich, still und leise hat sich in den letzten Wochen die Firma Eidos auf dem NDS endgültig etabliert. Anfangs kaum mit Titeln für die Nintendo Plattformen am Start, kommt man mittlerweile vor allem auf dem DS kaum noch hinterher. Was natürlich auch daran liegt das Eidos als Publisher für die Majesco Titel auftritt, die ja mehr in den USA ihre Wirkungsstätte haben. Positiv das man bei all den Publisher Diensten die Spiele auch lokalisiert. Dabei konnten bisher vor allem die Puzzler und Geschicklichkeitsspiele überzeugen. Auch mit dem aktuellen Titel Prism: Light the Way ändert sich daran nichts und der Nintendo DS bekommt erneut einen anspruchsvollen und gelungenen Puzzler spendiert. Auch wenn man es kaum glauben mag, wieder mit einem neuen Gameplay und damit unverbrauchten Inhalten, die zu gefallen wissen. Alles weitere soll euch der folgende Test darlegen.

Menus und die Story....

Entwickelt wurde der Titel im übrigen von der englischen Software Schmiede Game Sauce, die man sich durchaus mal merken kann. Zumindest darf man gespannt sein was sie in Zukunft noch auf uns Spieler loslassen werden. Wie schon erwähnt kommt auch ein Puzzler wie Prism komplett in Deutsch auf den hiesigen Markt. Auch sonst passen die weiteren Rahmenbedingungen. Ein Batteriespeicher sowohl für Inhalte, als auch für die immer passenden Score Jagden sorgen für bequemes Sichern der Fortschritte. Dazu bietet das Spiel einen Multiplayer für 2 Spieler, der hier sogar nur in der günstigen Single Cartridge Variante enthalten ist. Selbst ein Spiel wie Prism bringt dabei eine Story mit, auch wenn sich das ganze wie eine Ansammlung von wissenschaftlichen Fachbegriffen liest. Hier spielen die berühmten schwarzen Löcher eine Hauptrolle die das Licht absorbieren. Dabei arbeiten hier die kleinen Glowbos, die das Licht als Nahrung benötigen um dieses in andere Dimensionen zu filtern. Das ganze geht gut bis eines Tages ein Weltraummonster die Bühne betritt und seinerseits das Licht absorbiert. Folge ist das die Glowbos mangels Licht in Gefahr sind. Die Rettung sind die sogenannten Bulboiden, die Ihr als Spieler hier übernehmt und welche für neues Licht für die Glowbos sorgen. Wenn man ehrlich ist natürlich keine Story die einen Oscar verdienen wird. ;-) Aber als Mittel zum Zweck vollkommen ausreichend, auch wenn man sich außer zu Beginn kaum noch Gedanken darüber macht. Denn eine Rolle spielt sie im Spielverlauf mehr als nur untergeordnet.

Sobald Ihr den DS einschaltet erwartet euch zunächst die Story anhand von lustigen Sounds untermalten Texteinblendungen, die euch nochmal die Beteiligten "Kräfte" etwas genauer vorstellen. Danach landet Ihr hier auf dem Hauptmenu, das seine Inhalte teilweise erst nach einigen Vorberreitungen zugänglich macht. Anfangs anwählbar sind das Tutorial, bei dem Ihr das Gameplay und die Steuerung kennenlernt, sowie der Multiplayer, die Optionen und der Rekorde Abschnitt. Die Optionen bieten neben der Möglichkeit den Sound anzupassen die Credits und einen Punkt um den internen Speicher komplett zu löschen. Der eigentliche Einzelspieler Modus unter dem Menupunkt Spielen wird erst dann anwählbar, wenn Ihr das Tutorial hinter euch gebracht habt. Da Prism ein wie schon erwähnt recht frisches und unverbrauchtes Gameplay mitbringt, natürlich keine schlechte Idee. Erst wenn Ihr dieses hinter euch gebracht habt, öffnet sich das Spielen Menu mit den dortig enthaltenen 4 Einzelspielermodi. Doch schauen wir uns zunächst mal das Gameplay etwas genauer an und starten einfach mal das Tutorial.

Technik und Gameplay....

Das Tutorial stellt euch zu Beginn alle Aspekte des Gameplays in einfachen Levelumgebungen vor, und fordert von euch natürlich die einzelnen Möglichkeiten nach Anleitung nach zu machen. Prism: Light the Way ist eines der Puzzle Spiele, das vor allem das logische Denken des Spielers fordert und dabei die Tatsache einige Schritte im voraus zu planen. Zwar gibt es im Spiel auch einen direkten Zeit Modus, im eigentlichen Hauptspiel bleibt diese Hektik fördernde Variante außen vor, so das Prism zwar anspruchsvoll daherkommt, aber an sich entspannt und in Ruhe grübelnd gespielt werden kann. Nehmen wir einfach mal ein simples Level um das Grundgameplay genauer vorzustellen. In Sachen Screenaufteilung spielt das ganze auf dem Touch Screen, da auch spielerisch alles idealerweise nur mit dem Pen gespielt wird. Der Top Screen hat hier nur anzeigenden Charakter und bietet euch, je nach Spielmodus Anzeigen für das aktuelle Level und den Score. Euer Fokus ist also ganz auf den Touch Screen gerichtet. Erst im Multiplayer werden beide Screens interessant. Auf dem Touch Screen gibt es ebenfall rechts eine Anzeige Rubrik, wo Ihr das Spiel pausieren könnt oder z.b. eine Hilfe Funktion aufrufen könnt. Im restlichen Platz eingebettet ist die reine Spielumgebung. Wie bei einer Draufsicht auf einen Grundriß ist die einfachste Variante ein Viereck, ohne irgendwelche störenden Hindernisse. Feste Konstante sind nun 2 Dinge. Zum einen die angesprochenen Glowbos. Diese kleinen Wesen sind irgendwo an den Rändern der Spielumgebung platziert und ziehen eine enttäuschende Schnute. Das Ziel ist es nun sie glücklich zu machen und mit Licht zu bestrahlen. Diesen Part übernimmt die zweite Konstante, die Bulboiden. Diese Wesen sind nun ebenfalls in der Spielumgebung eingepaßt und strahlen in Blickrichtung einen Lichtstrahl aus, der gleichbleibend bis zum gegenüberliegenden Ende der Spielumgebung strahlt. Diese kann man nun mit dem Pen antippen und frei innerhalb der Spielumgebung platzieren. Einfach antippen und schwupps irgendwohin damit. Die einfachste Variante um ein Spielziel zu lösen ist z.b. ein unglücklicher Glowbo am oberen Rand der Spielumgebung, während am unteren Rand etwas versetzt der nach oben strahlende Bulboide sitzt. Nun tippt man diesen an und versetzt ihn genau unter den Glowbo. Egal wie weit entfernt da das Licht bis zum Ende gleichbleibend scheint.

Strahlt man damit nun den Glowbo an, so freut sich dieser und man hat diese Aufgabe gelöst. Soweit die einfachste Variante. Erste Schwierigkeit ist dann gegeben wenn die Glowbos an den Seiten sitzen, der Lichtstrahl aber eben nur nach oben zeigt. Also muß es etwas geben um den Lichtstrahl zu brechen. Und Voila, die ersten Items kommen zu ihrem Recht. Egal wohin es euch im Spiel verschlägt, diese sind immer vorgegeben und liegen in den Spielumgebungen zum Start eines Levels herum. Hier sind dies die beiden Spiegelvarianten. Schräge Striche, die man wie alle Objekte ebenfalls antippen und frei verschieben kann. Packt man sie genau in einen vertikalen oder horizontalen Lichtstrahl, bricht man das Licht zur Seite oder nach oben. Nächste Varianten sind die Teiler. Passend als T Objekte dargesellt haben sie praktisch eine Öffnung wo das Licht hineinstrahlt und 2 Öffnungen an den Seiten um nach beiden Richtungen das Licht zu brechen. So kann man z.b. 2 Glowbos links und der rechts auf gleicher Höhe anstrahlen. Nächste Objekt Variante sind die Prismen, welche wie ein Würfel aussehen und verschiedenfarbige Seiten besitzen. Beispiel ist hier das man mit dem weißen Licht eines Bulboiden unten in diesen Würfel hineinleuchtet und je nach Beschaffenheit links ein gelber, oben ein blauer und rechts ein roter Lichtstrahl absorbiert wird. Denn die Glowbos gibt es auch in mehreren verschiedenfarbigen Varianten. Nun kann man sich leicht vorstellen was allein mit diesen Möglichkeiten an Gameplay möglich ist. Sind auf einmal mehrere verschiedenfarbige Glowbos im Spiel, kommen z.b. beim nächsten 3 Spiegel und mehrere Teiler dazu, die das ganze durchaus kompliziert machen. Denn das Ziel ist es alle in der Spielumgebung befindlichen Glowbos gleichzeitig mit der richtigen Farbe anzustrahlen. Einfach Nacheinander geht hier nicht, auch wenn es dafür einen Extra Modus geben sollte. Im normalen Einzelspieler Puzzle Modus geht das nicht. Hier müssen alle gleichzeitig angestrahlt werden.

Aber selbst das ist noch nicht alles. Dazu kommen auch noch die sogenannten Zykloiden. Kleine Wesen die ihre Farbe dauernd verändern und zwischen Lichtstrahl und Glowbo platziert werden wollen. Allerdings im richtigen Moment. Ähnlich gelagert sind die Farbblöcke, welche in festen Farben die gleiche Aufgabe bereit halten. Hat man alle Elemente einmal gesehen und denkt das Spiel hätte man doch locker im Griff, darf man sich in die richtigen Einzelspieler Modi wagen. Hier warten 4 Varianten auf euch. Über allem thront der Puzzle Modus. Dazu kommen die Variante Zeit, Hyper und Unendlich für die Score Spieler unter euch. Der Puzzle Modus wartet nun mit knackigen 120 Leveln auf euch und wird euch ab Welt 4 durchaus zur Verzweiflung bringen. Denn was natürlich auch irgendwie logisch ist, dürfte die Art und Weise der Umgebungen sein. Denn einfach nur in einem Viereck geht das ganze natürlich nicht vonstatten. Je weiter Ihr im Spiel voran kommt um so verschachtelter wird das ganze. Hindernisse ohne Ende, wo man zwar nach wie vor alle Elemente von den Bulboiden bis zu den Prismen frei verteilen kann, aber die Anordnung dem Thema Logik durchaus eine neue Bedeutung beibringt. Es gab Level da liegt man Minutenlang daneben und kommt auf einfachste Lösungen nicht. Vor allem dann immer schwerer werdend wenn eben mehrere Lichtquellen, mehrere Spiegel und andere Elemente in größerer Anzahl vorhanden sind. Eben bedingt durch das Ziel alle Glowbos mit einem mal anzustrahlen wird das Spiel anspruchsvoll bis schwer, bietet aber für den Puzzle Cracks sehr unterhaltsame Kost. Dabei wird jederzeit im Hintergrund per Autosave gespeichert, so das Ihr euch darum keine Gedanken machen müßt. Dafür sorgen die Level selber mehr als genug. Und 120 Level fordern viel Zeit von euch. Ich bin selber bei der Hälfte und sage mir es reicht für den Test, als das wir im nächsten Jahr erst den Artikel bringen, da vielleicht da erst alle Level geknackt wären. ;-) Vom Zeiteinsatz will ich dabei mal nicht reden. Aber selbst wer wirklich die 120 Level knacken sollte, für den bieten die anderen Modi nicht minder spaßiges Gameplay. Im Zeitmodus geht es ähnlich zu wie im Puzzle Modus, nur eben das Ihr nun nicht mehr ewig überlegen dürft. Je schneller Ihr Level löst um so mehr Bonuszeit könnt Ihr bekommen.

Der Hyper Modus ist genau das richtige für die absoluten Hektiker unter euch. Hier werden immer aufs neue Glowbos an allen Seiten generiert, die jetzt im Gegensatz zu allen anderen Modi nicht ewig leben. Schafft Ihr es nicht nach einer gewissen Zeit diese mit der richtigen Farbe anzustrahlen, gehen sie drauf und Ihr verliert eines von anfänglich 5 Leben. Sind alle verbraucht ist das Spiel zu Ende. Durch gutes Spielen kann man sich Leben auch zurückholen, so das auch dieser Modus eine runde Sache ist. Auch wenn man hier einige graue Haare bekommen kann. Die Stärke des Spiels liegt nicht in der Präsentation oder dem Sound. Auch nicht in der Story oder irgendwelchen Belohnungen. Das reine Gameplay sorgt für die Unterhaltung und dürfte gerade Puzzle Fans unter euch gut gefallen. Die zahlreichen Möglichkeiten und Aufgabenstellungen in den immer schwerer werdenden Leveln unterhalten und fordern. Vielleicht nicht ganz so suchtgefährdend wie manche Konkurrenz Titel ein würdiger Vertreter dieses Genres, der eben mit dem unverbrauchten Gameplay punktet.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Prism sicherlich kein Hingucker. Auch wenn die Screens an der Seite das Spiel noch ein wenig schlechter machen. Ganz so blass sieht das ganze nun auch nicht aus. Zwar fehlt dem Spiel sicherlich der Glanz und die Effekthascherei z.b. eines Meteos oder auch Tetris. Aber Grafik ist hier nebensächlich und einfach nur Mittel zum Zweck. Von daher reicht die Präsentation locker aus. Wer ein Spiel wie dieses an der Grafik und den Effekten festmachen will ist hier fehl am Platz. Den Spaßfaktor drückt es in meinen Augen nicht. Technisch ohne Probleme gehen alle Aktionen schnell von der Hand und sonstige Ungereimtheiten sind nicht zu sehen gewesen.

Der Sound ist ein wenig Eigen und kommt schon mit einer speziellen Note daher. Synthieklänge ohne Ende mit ebensolchen Geräuscheffekten unterstützen den etwas wissenschaftlichen Charakter des ganzen. Manchmal zwar ein wenig aufdringlich passen sie aber zum Spiel. Vor allem in den hektischen Spielmodi Hyper und Zeit spielen sie ihre Stärke dann aus. Einzig ein wenig mehr Abwechslung wünscht man sich.

Multiplayer....

Der Multiplayer punktet auf jeden Fall mit der Technik Umsetzung. Auch wenn die Ladezeiten in Kauf genommen werden müssen. Die Single Cartridge Variante als günstige Möglichkeit 2 DS Spieler zu verbinden spielt hier ihre Stärke aus. Verbinden sich 2 Spieler miteinander, bekommt man dessen Spielbildschirm umgedreht auf dem Top Screen zu sehen. Danach bekommt man hier die Auswahl aus einem Ko-op Spiel und das ganze auch Gegeneinander spielen zu können. Im Ko-op stehen euch immerhin 31 Level zur Verfügung die man nun gemeinsam lösen kann, sprich versucht alles Glowbos anzustrahlen. Dabei übernimmt jeder einen Bildschirm des nun immer 2 Bildschirme großen Spielfeldes, das man so nur im Multiplayer zu sehen bekommt. Der Duell Modus bietet dann natürlich das Gegenteil und jeder versucht das entsprechende Level schneller zu lösen als der andere. Auch hier nochmals aufgebohrt, da euch jetzt 61 Level zur Verfügung stehen. Im gesamten eine spaßige Angelegenheit. Bis auf die langen Ladezeiten ein durchaus unterhaltsamer Spaß für längere Zeit.

Fazit....

Prism: Light the Way ist ein weiterer Puzzler der erneut frischen Wind in das Genre bringt. Ausgestattet mit einer neuen Spielidee ist vor allem der Anspruch sehr hoch und das Logik Vermögen des Spielers wird mit zunehmender Dauer sehr gut gefordert. Kein Spiel das durch edle Grafik glänzt, dafür aber spielerisch überzeugen kann. Auch der billige und überraschend umfangreiche Multiplayer als spaßige Ko-op und Duell Umsetzung spielt hier mit rein. Wer ungewöhnliche Spielideen wie Meteos oder das ebenfalls von Eidos kommende Brickdown mag, wird hier auf jeden Fall fündig. Im wirklich schon überfüllten Puzzle Genre auf dem DS hat auch Prims seinen Platz gefunden.

 

+ Unverbrauchtes Gameplay
+ Klasse TS Steuerung
+ Viele Aktionsmöglichkeiten
+ Viele Objekte
+ Anspruchsvoll bis knackig
+ Autosave im Hintergrund
+ Sehr guter Multiplayer
+ Komplett Deutsch
- Kein Grafikburner
- Etwas abgedrehte Story
- Wi-Fi wäre Klasse

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: 77%

GESAMTWERTUNG: 77%

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